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Montag, 29. Dezember 2008

The Dark Knight






The Dark Knight
(The Dark Knight)
mit Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhardt, Michael Caine, Maggie Gyllenhaal, Gary Oldman, Morgan Freeman, Monique Curnen, Ron Dean, Cillian Murphy, Chin Han, Nestor Carbonell, Eric Roberts, Ritchie Coster, Anthony Michael Hall
Regie : Christopher Nolan
Drehbuch : Jonathan Nolan / Christopher Nolan
Kamera : Wally Pfister
Musik : James Newton Howard / Hans Zimmer
FSK 16
USA / 2008

Unterstützt von Lieutnant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Das Dreiergespann erweist sich als effektiv. Doch bald sehen sie sich einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stützt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt Batman immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache.

Die sensationelle Fortsetzung von "Batman Begins" setzt Maßstäbe und bereitet dem Zuschauer ein absolut unvergessliches Filmvergnügen der Superlative, das man nicht so schnell vergessen wird.



Schon im Vorfeld wurde Christopher Nolans Fortsetzung zu "Batman Begins" ganz mächtig gehypt. Wenn man sich jetzt das Endprodukt anschaut, dann kann man nur sagen, das dies vollkommen gerechtfertigt war. In meinen Augen haben wir es hier mit der bis jetzt besten Batman-Verfilmung überhaupt zu tun, was nach dem wirklich tollen Vorgänger schon eine erstaunliche Leistung ist.

Allein der Spannungsaufbau ist hier sehr gut gelungen, nach und nach wird die Spannungsschraube immer fester gezogen, die von Haus aus schon sehr düstere Grundstimmung wird während des Films immer dichter und auch sehr bedrohlich, der Zuschauer wird von dieser Stimmung gefangengenommen und folgt aufmerksam und fasziniert dem dargestellten Geschehen. Die vorhandenen Action-Sequenzen sind absolut erstklassig in Szene gesetzt worden und lassen keine Wünsche übrig. Eine Batman-Verfilmung, wie man sie sich als Fan nur wünschen kann.

Als besonders gut habe ich es empfunden, das die Action sehr gut über den gesamten Film verteilt ist, so das er zu keiner Zeit überladen wirkt. Die Story steht im Vordergrund und zeigt vor allem auch sehr eindringlich einen phasenweise sehr nachdenklichen Titelhelden, der sich teilweise mit Selbstzweifeln plagt, die sogar soweit führen, das er seine wahre Identität preisgeben will. Dazu getrieben wird er durch die Aktionen des "Jokers", der meiner Meinung nach das Sahnehäubchen dieses Films ist, denn die Darstellung dieser Figur durch Heath Ledger ist ganz einfach phänomenal. Ausdrucksstark und genial spielt er den durchgeknallten Bösewicht, der trotz seiner Boshaftigkeit doch irgendwie symphatisch wirkt und bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt.

Besonders erwähnenswert finde ich auch die Tatsache, das die Story sich nicht nur ausschließlich um die beiden Haupt-Protagonisten dreht, sondern das hier die ganze Stadt Gotham City mit einbezogen wird, deren Schicksal praktisch in Batmans Hände gelegt wird.

Schade ist hier eigentlich nur die Tatsache, das Harvey Dent (Two Face) viel zu schnell stirbt, diese Figur hätte doch in einer weiteren Verfilmung einer der nächsten gegner für Batman sein können. Und dann wird es interessant sein, zu sehen, wie man das überleben vom Koker mit einem anderen Darsteller in Szene setzen wird?!

Insgesamt gesehen ist "The Dark Knight" sicherlich eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt und man kann nur hoffen, das die hier gezeigte Qualität auch bei Nachfolgern gehalten werden kann.


9/10

Freitag, 26. Dezember 2008

Funny Games U.S.






Funny Games U.S.
(Funny Games U.S.)
mit Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbet, Devon Gearhart, Boyd Gaines, Siobhan Fallon, Robert LuPone, Susanne C. Hanke, Linda Moran
Regie : Michael Haneke
Drehbuch : Michael Haneke
Kamera : Darius Khondji
Musik : Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Deutschland / Großbritannien / Italien / Frankreich / USA / Österreich / 2007

Funny Games - das Spiel ist einfach. Man wählt zuerst eine Familie und dann das erste Opfer. Peter und Paul oder Tom und Jerry oder Beavis und Butthead, sie haben viele Namen und viele Ideen. Sie besuchen Familien wie die Farbers in ihrem Ferienhaus in den Hamptons. George (Tim Roth), Anna (Naomi Watts) und ihr kleiner Sohn Georgie (Devon Gearhart) ahnen zunächst nicht, wen sie da ins Haus gelassen haben. Bis die scheinbar wohlerzogenen Jungs (Michael Pitt und Brady Corbert) sie zu einem simplen Spiel auffordern: "Wetten, dass ihr morgen um 9 Uhr alle tot seid?" Ein Spiel mit vollem Einsatz und tödlichem Ernst...


Egal, ob man jetzt das Original von 1997 oder diese Version bevorzugt, Funnx Games ist ein extrem harter Film, der den Zuschauer sehr zum Nachdenken anregt und auch nachhaltig im Gedächtnis verankert bleibt. Bis auf dieDdarsteller hat sich ja auch gar nichts geändert, da es sich bei der Neuauflge um ein 1:1 Remake handelt. Wenn ich ganz ehrlich bin, bevorzuge ich sogar die neue Version etwas, ohne, das ich aber genau begründen könnte, woran das liegt.

Ein Hauptgrund ist sicherlich, das ich der Meinung bin, das hier wirklich die perfekten Darsteller für dieses bitterböse psychische Katz-und Mausspiel gefunden wurden. Naomi Watts, die wohl zu den momentan besten Schauspielerinnen zu zählen ist, spielt ihre Rolle hier nahezu brillant und auch Tim Roth als Ehemann steht ihr in nichts nach. Aber die absolute Krönung sind ganz eindeutig Michael Pitt und Brady Corbert, die in ihren Rollen als sadistische und eiskalte Psychophaten einfach grandios sind. Zwei junge Männer, die scheinbar die besten Manieren haben und aussehen, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnten, wie der wahrgewordene Traum einer jeden Schwiegermutter. Und diese beiden "Milchbärte entpuppen sich als wahnsinnige Soziopathen, die aber bei ihrem handeln immer höflich und zuvorkommend wirken.

Während des Films entwickelt sich eine so dichte und extrem beklemmende Atmosphäre, das es einem teilweise eiskalt über den Rücken läuft. Das gesamte Geschehen wirkt auf der einen Seite sehr verstörend und abstoßend, übt aber andererseits eine ungeheure Faszination auf den Betrachter aus, der man sich einfach nicht entziehen kann. Der Zuschauer wird hier zum Voyeur und leidet mit den Betroffenen mit, phasenweise bekommt man gar ein schlechtes Gewissen, da man nicht in das Geschehen eingreift. Das dies natürlich nicht möglich ist, das steht hier außer Frage, aber allein die Tatsache, das einen dieses Gefühl überkommt, zeigt doch, wie sehr man in das Gesehene eintaucht und sich damit identifiziert.

Gerade einige Sequenzen, die scheinbar unendlich in die Länge gezogen sind, wirken sehr quälend auf den Betrachter, der das Ganze am liebsten beenden möchte, aber nicht dazu in der Lage ist. Man könnte das auch als Sadismus in Reinkultur ansehen.

Und dann gibt es da noch den sehr bösen schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Zum einen kommt das gerade durch die grotesk wirkende Freundlichkeit der beiden Täter zum Ausdruck, die angesichts der vorherrschenden Situation wie Hohngelächter wirkt. Und dann ist da noch die berühmte Sequenz mit der Fernbedienung, jeder, der den Film kennt, weiss was ich meine. Näher möchte ich aber nicht darauf eingehen, um keine Spannung rauszunehmen.

So kann man schlußendlich festhalten, das Funny Games ein wirklich sehr harter Film ist, bei dem sich die Härte aber durch die gegebene Situation im Kopf des Zuschauers abspielt, denn zu sehen gibt es hier keine größere Härte. Aber das, was sich im Kopf abspielt, ist sehr harter Tobak, das steht fest. Auf jeden Fall ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte.


8/10

Dienstag, 23. Dezember 2008

Hancock






Hancock
(Hancock)
mit Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman, Jae Head, Eddie Marsan, David Mattey, Maetrix Fitten, Thomas Lennon, Johnny Galecki, Hayley Marie Norman, Dorothy Cecchi, Martin Klebba, Akiva Goldsman, Michael Mann, Brad Leland
Regie : Peter Berg
Drehbuch : Vincent Ngo / Vince Gilligan
Kamera : Tobias A. Schliessler
Musik : John Powell
FSK 12
USA / 2008

Es gibt Helden, es gibt Superhelden, und dann gibt es noch Hancock. Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung - das weiß jeder - genauer gesagt, jeder, außer Hancock. Der ist kräftig, sarkastisch und fühlt sich ständig von allen missverstanden. Mit seinen gut gemeinten Heldentaten erledigt Hancock zwar den Job und rettet zahllose Leben, aber hinterlässt auch jedes Mal eine beispiellose Spur der Verwüstung. So dankbar die Leute auch sind, ihren eigenen Helden in der Nachbarschaft zu haben - jetzt haben sie endgültig die Nase voll! Die braven Bürger von Los Angeles fragen sich, was sie getan haben, um diesen Typen zu verdienen.

Aber Hancock war noch nie die Sorte Mann, der sich darum schert, was andere von ihm denken - bis er eines Tages das Leben des PR-Fachmanns Ray Embrey rettet. Plötzlich beginnt der verbitterte Superheld zu verstehen, dass er doch einen wunden Punkt haben könnte. Indem er sich damit auseinandersetzt, nimmt Hancock seine bislang größte Herausforderung in Angriff - eine, der er wahrscheinlich nicht gewachsen ist, denn Rays Frau, Mary hält Hancock für einen hoffnungslosen Fall.


Hancock bringt wirklich sehr viel frischen Wind in die Welt der ganzen Superhelden-Verfilmungen, obwohl er eigentlich viel eher einen unsymphatischen Anti-Helden darstellt, jedenfalls ist das in der ersten Filmhälfte der Fall. Er ist ständig betrunken und schert sich nicht darum, ob er bei seinen Taten mehr zerstört, als das er Menschen rettet. Es ist wirklich einmal sehr erfrischend, einen so vollkommen aus der Art geschlagenen Superhelden zu sehen, der aber auch nichts mit den üblichen Vertretern seiner Art (Superman, Batman usw.) gemein hat. Hier hat es der Betrachter mit einem wahren Stinkstiefel zu tun, der ständig nur trinkt und seine Mitmenschen beleidigt.

Für diese Rolle hätte man wirklich keinen besseren Darsteller wie Will Smith finden können, der den Charakter des Titelhelden perfekt wiedergibt. Er spielt diesen mürrischen und sturen Helden, der sich keinesfalls ändern will, einfach brillant. Doch auch die anderen Darsteller gehen hier in ihren Rollen auf und tragen so zu einem köstlichen und extrem kurzweiligen Filmvergnügen bei.

Der Film überzeugt aber vor allem durch seine wirklich sehr gelungenen Action-Sequenzen, bei denen man als Zuschauer teilweise unwillkürlich die Luft anhalten muß, da es hier sehr rasant zur Sache geht. In einigen Passagen gibt es ein richtiggehendes Effekt-Spektakel zu sehen, das des Guten schon beinahe etwas zuviel ist. Aber auf jeden Fall trägt das dazu bei, das hier nie auch nur ein Anflug von Langewile aufkommt.

Dafür sorgt aber schon allein die flüssige und sehr temporeiche Erzählweise der Geschichte, es gibt einfach keinen Leerlauf, der Film ist zu jeder Zeit interessant und weiss vor allem auch durch eine doch überraschende Wendung absolut zu überzeugen. Aber vor allem ist es Will Smith zu verdanken, das Hancock aus der maße der Superhelden-Filme absolut heraussticht, denn seine Darstellung ist wie schon einmal erwähnt, einfach nur köstlich und unverwechselbar.

Auch der vorhandene Humor verleiht diesem Werk seinen ganz eigenen Charme, der Film nimmt sich selbst nicht so ernst und das sollte auch der Zuschauer nicht tun, denn Hancock ist einfach absolut gelungenes Popcorn-Kino in Perfektion, hier darf man nicht nach Sinn und Verstand suchen, sondern sollte sich einfach mitreißen lassen und dieses Filmvergnügen genießen.


8/10

Samstag, 20. Dezember 2008

Der unglaubliche Hulk






Der unglaubliche Hulk
(The Incredible Hulk)
mit Edward Norton, Liv Tyler, Tim Roth, William Hurt, Tim Blake Nelson, Ty Burrell, Christina Cabot, Peter Mensah, Lou Ferrigno, Paul Soles, Debora Nascimento, Greg Bryk, Chris Owens, Al Vrkljan, Adrian Hein
Regie : Louis Leterrier
Drehbuch : Zak Penn
Kamera : Peter Menzies Jr.
Musik : Craig Armstrong
FSK 16
USA / 2008

Durch biochemische Experimente verstrahlt, führt der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton) ein Leben im Abseits. In seinem Körper ruht eine unbändige Kraft,die nicht mehr zu kontrollieren ist: Bei jedem Anflug von Wut mutiert er zu Hulk, einem gewaltigen, grünen Monster. Jede Suche nach einem Gegenmittel verlief bis dato erfolglos, und die Zeit wird immer knapper. Nicht nur General Ross (William Hurt) ist ihm auf den Fersen, um Hulks Kräfte für seine Zwecke brutal auszunutzen, sondern auch Abomination (Tim Roth), eine entfesselte Kampfmaschine, mit gigantischen Kräften...


Lange hat man auf die neue Verfilmung von Hulk gewartet, doch das Warten hat sich durchaus gelohnt. Louis Leterrier hat mit diesem Film eine wirklich sehr gute Comic-Verfilmung erschaffen, an der Fans des grünen Riesen ihre helle Freude haben werden. Im Gegensatz zur Verfilmung von 2003 mit Eric Barna in der Titelrolle ist die Geschichte hier etwas komprimierter dargestellt und enthält dadurch nicht die Längen, die in der 2003 er Version doch teilweise enthalten waren. Das war ja auch ein hauptsächlicher Grund, warum der damalige Film bei vielen Fans nicht so gut ankam.

Das ist in dieser neuesten Version doch erheblich anders, die Geschichte wird sehr flüssig und temporeich erzählt und gerät zu keiner Zeit ins Stocken. Actionmäßig wird hier auch eine ganze Menge geboten, die vorhandenen Effekte erscheinen viel besser, als noch in der älteren Version. Besonders gut empfand ich die Tatsache, das dem Hulk hier ein wirklich ebenbürtiger Gegner verpasst wurde und der Kampf der beiden grünen Giganten ist meiner Meinung nach das absolute Highlight des Films.

Auch die Wahl der Darsteller ist sehr gut gelungen, vor allem Edward Norton in der Rolle des Hulk wirkt um einiges besser und auch sympatischer, als es bei Eric Barna noch der Fall war. Aber auch Tim Roth als Bösewicht und Liv Tyler, sowie William Hurt liefern hier absolut gelungene Leistungen ab und drücken dem Film ihren Stempel auf.

Leerlauf ist hier nicht vorhanden und durch die sehr temporeiche Erzählweise der Story kommt nie etwas wie Langeweile beim Zuschauer auf. Der Film bezieht sich auf die wesentlichen Dinge und bietet so die gesamte Laufzeit über sehr abwechslungsreiche und bestens unterhaltende Filmkost. "Der unglaubliche Hulk" ist wirklich perfektes Popcorn-Kino und für Freunde actionreicher Comic-Verfilmungen ein absoluter Hingucker, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.


8/10

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Shrooms - Im Rausch des Todes






Shrooms - Im Rausch des Todes
(Shrooms)
mit Lindsey
Haun, Jack Huston, Max Kasch, Maya Hazen, Alice Greczyn, Robert
Hoffman, Don Wycherley, Sean McGinley, Toby Sedgwick, Andre Pollack,
Jack Gleeson, Mike Carbery, Anna Tikhonova, Goranna McDonald, Jake Allen

Regie :Paddy Breathnach
Drehbuch : Pearse Elliott
Kamera : Nanu Segal
Musik : Dario Marianelli
FSK 16
Irland / 2006

Alle werden sterben, Tara hat es gesehen - in einer Vision, die sie nach Einnahme eines Drogen-Pilzes hatte. Oder war es nur eine Halluzination? Wirklichkeit und Wahn verschwimmen, während sie und ihre Collegefreunde berauscht von Magic Mushrooms durch den Wald irren. Tara ist sich sicher: Etwas Böses verfolgt sie, lauert im Unterholz und beobachtet sie. Vision oder Wirklichkeit, Albtraum oder Realität? Ist es denn auch nur ein grausiger Drogentraum, dass einer nach dem anderen auf blutige Weise abgeschlachtet wird?




Eigentlich könnte man diesen Film auch durchaus für eine Anti-Drogenkampagne nehmen, denn welch furchtbare Folgen die Einnahme von Drogen haben kann, in diesem Fall sind es Drogen-Pilze, das wird hier deutlich gezeigt. Nachdem 5 Collegefreunde einen Trip nach Irland unternehmen, um sich dort mit einem Freund zu treffen, um mit diesem irgendwo in der Pampa einen Drogen-Tee, der aus Pilzen gewonnen wird zu sich zu nehmen, verfliegt die erste Freude auf dieses Erlebnis doch ziemlich schnell.

Eine von ihnen, nämlich Tara, gerät aus Versehen an einen sehr giftigen Pilz und überlebt dieses Erlebnis nur sehr knapp. Von da an hat sie ständige Visionen, in denen sie bevorstehende Dinge vorraussehen kann, aber das will ihr natürlich keiner ihrer Freunde glauben. Jedenfalls nicht, bis der erste von ihnen ermordet wird.

"Shrooms" ist ein wirklich kleiner, aber sehr feiner irischer Genre-Beitrag, der sich durchaus sehen lassen kann, weshalb ich auch einige negative Kritiken nicht ganz verstehen kann. Manchmal hat man das Gefühl, das die Leute bei jedem neuen Film ein innovatives Meisterwerk erwarten. Nun, das ist dieser Film nun wirklich nicht, aber die Story ist sehr ordentlich, sie wird flüssig erzählt und gerät zu keiner Zeit ins Stocken. Auch der Spannungsaufbau kann sich sehen lassen, es ist schon sehr interessant in Szene gesetzt worden, wie sich aus der anfänglichen Unbeschwertheit der Protagonisten immer mehr eine sehr beklemmende und sehr bedrohliche Stimmung entwickelt, die auch noch durch die Wald-Location zusätzlich unterstützt wird.

Nach und nach wird die Spannungsschraube immer fester gezogen und man weiss auch als Zuschauer manchmal nicht, was Vision oder Wirklichkeit ist. Auch das Ende, das man ab einem bestimmten Zeitpunkt sicherlich vorhersehen kann, kommt dann aber doch etwas überraschend und bietet nochmal einen kleinen Knall-Bonbon am Schluß. Nebenbei beinhaltet der Film auch noch einige recht humorige Szenen, so kommt man zum Beispiel in den Genuss, eine sprechende Kuh kennenzulernen, was ich doch ziemlich witzig fand.

Auch die doch eher unbekannten Darsteller machen ihre Sache hier recht überzeugend, es tun sich zwar keine neuen Schauspiel-Heroen hervor, aber es wird solide und annehmbare Schauspielkunst geboten. Insgesamt gesehen handelt es sich bei "Shrooms" um einen empfehlenswerten Genre-Vertreter, bei dem man auf jeden Fall mal einen Blick riskieren sollte, denn ich finde es lohnt sich durchaus.

Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1 / DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9
Lauflänge: 81 Minuten
Extras: Interviews, Behind the Scenes, Trailershow

Dienstag, 16. Dezember 2008

Crazy Eights






Crazy Eights
(Crazy Eights)
mit Dina Meyer, George Newbern, Traci Lords, Dan DeLuca, Frank Whaley, Gabrielle Anwar, Christine Eads, Stephen Szibler, Michael Gabel, Cheryl Scungio, Karen Beriss, Joe Hansard, James A. Ray, Chloe J. Lindsey, Linda Delpierre
Regie : James K. Jones
Drehbuch : Dan DeLuca / James K. Jones
Kamera : Stephen M. Lyons
Musik : Olivier Glissant / Chuck Hammer / Nick Nolan
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Sechs Freunde treffen sich nach vielen Jahren bei einer Beerdigung wieder. Der Verstorbene hat eine Karte hinterlassen, durch die der Leichnam eines Kindes entdeckt wird. Dieses Kind war Teil ihrer gemeinsamen Vergangenheit und führt sie zu einem verlassenen Krankenhaus, hinter dessen Mauern einst grauenvolle Experimente stattfanden. Bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit reißen schmerzhafte Wunden auf und führen zu weiteren Morden. Je näher sie dem Rätsel des Leichnams kommen, desto stärker geraten sie selber in tödliche Gefahr.


In bisher von mir gelesenen Kritiken über diesen Film kommt er eigentlich immer ziemlich schlecht weg, was ich mir ehrlich gesagt nicht so ganz erklären kann. Sicherlich besticht "Crazy Eights" nicht durch viel Innovation, die hier dargestellte Thematik mit Rachegeistern in einem Spukhaus hat man schon ziemlich oft gesehen. Aber nichtsdestotrotz ist diese Thematik hier sehr gut und wie ich auch finde, sehr spannend in Szene gesetzt worden.

Die Story ist sehr interessant, sie wird flüssig erzählt und vor allem die Location des verlassenen Krankenhauses ist sehr gut gewählt. Der Zuschauer wird hier von Beginn an mit einer sehr düster gehaltenen Grundstimmung konfrontiert, die sich im Laufe des Films immer mehr verdichtet und sehr bedrohliche und auch unheilvolle Züge annimmt. Das hier gezeigte Geschehen ist sehr spannend und durchaus interessant in Szene gesetzt worden und auch, wenn es nicht unbedingt Neues zu sehen gibt, so versteht es der Film dennoch, denn Zuschauer zu fesseln und faszinieren.

Auch die Darsteller spielen ihre Parts allesamt sehr überzeugend und tragen so durch ihre dargebotenen Leistungen zu einem durchaus gruseligem Gänsehaut-Feeling bei. Der Spannungsbogen wird hier nach und nach immer straffer gespannt und auch, wenn man des Rätsels Lösung schon ziemlich früh erahnen kann, so verliert der Film keineswegs an Reiz und auch nichts von seiner spannenden und unheilvollen Atmosphäre.

"Crazy Eights" ist ein meiner Meinung nach ein sehr guter "Haunted House" Horrorfilm, der zwar nichts Neues bietet, aber dennoch sehr gute, gruselige und vor allem kurzweilige Unterhaltung bietet und vor allem Freunden dieser Art von Filmen durchaus zu empfehlen ist.

Die DVD:

Vertrieb : Ascot Elite
Sprache / Ton : Deutsch / DD 5.1 / Englisch / DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 2.35:1 (16:9)
Laufzeit : 77 Minuten ( ungeschnittene Fassung)
Extras : Trailer


6,5/10

Samstag, 13. Dezember 2008

Nightmare Detective






Nightmare Detective
(Akumu Tantei)
mit Ryuhei Matsuda, Hitomi, Masanobu Ando, Ren Osugi, Yoshio Harada, Shinya Tsukamoto
Regie : Shinya Tsukamoto
Drehbuch : Shinya Tsukamoto
Kamera : Shinya Tsukamoto
Musik : Chu Ishikawa / Tadashi Ishikawa
Keine Jugendfreigabe
Japan / 2006

Die junge Polizistin Keiko ermittelt in zwei mysteriösen Todesfällen. Beide Leichen werden bestialisch ermordet in ihren Betten aufgefunden. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, bis Keiko einen bizarren Zusammenhang zwischen den Toten herausfindet: Beide wählten kurz vor ihrem grausamen Ende die Zahl "0" auf ihrem Mobiltelefon. Als Keiko einen Unbekannten mit dem mysteriösen Namen "Nightmare Detective" aufspürt, wittert sie eine Spur. Doch damit begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr, denn Träume kann niemand kontrollieren....

Eigentlich beginnt der Film wie einer der typischen asiatischen Geister-und Gruselfilme, doch mit der Zeit hebt er sich dann doch etwas von den anderen Filmen des Genres ab. Hier ist vielmehr ein wirklich guter Phantastik/Thriller entstanden, der auch einige Anleihen vom Gruselfilm genommen hat. Gerade das surreale Element, das in diesem Film vorhanden ist, kommt während der gesamten Laufzeit sehr stark zum Ausdruck und verleiht ihm eine ganz besondere und auch künstlerische Note.

Wie in den oben angegebenen Daten zu ersehen ist, hat Regisseur Shinya Tsukamoto hier wirklich alle kreativen Fäden selbst in der Hand gehabt, doch damit nicht genug, er spielt auch selbst noch mit in seinem Film. Was bei diesem Werk besonders zu erwähnen ist, ist der extrem matte und blasse Farbkontrast, der den Film zeitweise fast wie eine s/w Produktion wirken lässt. Doch gerade dadurch baut sich hier eine sehr dichte und bedrohlich wirkende Atmosphäre auf, die den Zuschauer unwillkürlich in ihren Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt.

Auch der Spannungsbogen ist von Beginn an sehr straff gespannt und kann sich hier auch den ganzen Film über auf einem sehr hohen Level halten, ohne irgendwelche Einbrüche zu verzeichnen. So kommt hier gar nicht erst so etwas wie Langeweile auf und der Zuschauer wird durchgehend mit sehr interessanter und bestens unterhaltender Filmkost bedient.

Auch wenn viele eingefleischte Fans des Regiseurs von diesem Film eher enttäuscht sind, weil er ihnen zu massenkompartibel erscheint, so kann ich das nicht bestätigen. Wer einen wirklich spannend in Szene gesetzten Phantastik/Thriller mit Horror-Anleihen zu schätzen weiss, der ist bei dieser Veröffentlichung der Firma Sunfilm wirklich bestens aufgehoben. Die DVD ist in einem schönen Schuber erhältlich, Bild-und Tonqualität sind ausgezeichnetund als Extras gibt es ein 50 minütiges Interview mit dem Regisseur, einen Trailer und ein Making Of.


7,5/10

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Hellphone






Hellphone
(Hellphone)
mit Jean-Baptiste Maunier, Jennifer Decker, Benjamin Jungers, Vladimir Consigny, Edouard Collin, Baptiste Caillaud, Anais Demoustier, Judith Chemla, Quentin Grosset, Christian Hecq
Regie : James Huth
Drehbuch : Jean-Baptiste Andrea
Kamera : Stephane Le Parc
Musik : Bruno Coulais
FSK 16
Frankreich / 2007

Dem jungen Skater Sid fehlt nicht nur die nötige Coolness, sondern auch das richtige Handy, um sein Traumgirl Angie zu beeindrucken. Seine große Stunde schlägt, als er in einem kleinen abgelegenen Shop ein cooles, aber verdächtig billiges Handy findet. Doch schnell merkt er, dass sein Handy es teuflisch in sich hat und ihm all seine Wünsche zu erfüllen scheint. Als jedoch Sids tyrannischer Chef und auch seine Lehrer der Reihe nach auf bizarrste Weise zu Tode kommen, ahnt Sid, dass sein Handy bereit ist, für seinen Besitzer auch über Leichen zu gehen...


Nachdem es in letzter Zeit genügend amerikanische Zombie-Komödien gab, hat der europäische Markt jetzt mit einer Horror-Komödie zurückgeschlagen, in dem ein Handy ein wirklich teuflisches Eigenleben führt. Diese französische Produktion kann sich wirklich sehen lassen, was in erster Linie darin begründet ist, das die Story hier sehr witzig und temporeich in Szene gesetzt wurde. Gerade die sehr temporeiche Erzählweise führt dazu, das hier zu keiner Zeit so etwas wie Langeweile aufkommt, der Zuschauer wird durchgehend gut und kurzweilig unterhalten. Bei diesem Handy ist immer etwas los, es ruft die leute eigenständig an und zwingt sie dazu, die unglaublichsten Dinge zu tun, was auch oft mit dem vorzeitigen Ableben der betreffenden Personen endet.

Obwohl es eigentlich kaum hochspannende Sequenzen, oder eine besonders bedrohliche Atmosphäre gibt, versteht es "Hellphone" durchaus, den Betrachter für sich einzunehmen, was auch an den durchweg sympatischen Charaktären liegt, die hier von den bis jetzt eher unbekannten Jungdarstellern sehr gut und überzeugend gespielt werden. Zum anderen liegt es auch an den teilweise sehr bizarren und originellen Ideen, die hier eingebracht wurden. So sind zum Beispiel die vorhandenen Todesarten wirklich witzig, ja teilweise sogar schon ziemlich skuril. So sieht man hier auch in einer Passage, wozu eine Fritteuse alles gut sein kann, oder auch, wie viele Messer und andere spitze Gegenstände ein menschlicher Körper verträgt.

Und gerade das ist es, was diesem Film einen ganz eigenen Charme verleiht und ihn meiner Meinung nach etwas von anderen Genre-Vertretern abhebt. Wer hier allerdings harte Splatterkost erwartet, der sollte sich das aus dem Kopf schlagen, denn so etwas ist hier nicht zu finden. das ist auch ganz gut so, denn ich glaube, das unnötige Härte lediglich das sehr gute Gesamtbid dieses Films zerstört hätte. So aber hat die Firma Sunfilm hier eine wirklich gute und sehr erfrischende Horror-Komödie auf den Markt gebracht, die beste und sehrkurzweilige Unterhaltung bietet und auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.



7/10

Sonntag, 7. Dezember 2008

Monster Village - Das Dorf der Verfluchten






Monster Village - Das Dorf der Verfluchten
(Ogre)
mit John Schneider, Ryan Kennedy, Katharine Isabelle, Brendan Fletcher, Chelan Simmons, Andrew Wheeler, Kyle Labine, Kimberley Warnat, John Shaw, Chilton Crane, Tyler Johnston, John Wardlow, Michael Puttonen, Alex Zahara, Sean Campbell
Regie : Steven R. Monroe
Drehbuch : Chuck Reeves
Kamera : Tom Harting
Musik : Pinar Toprak
FSK 16
Kanada / USA / 2008

Vier junge Leute durchstreifen den Wald auf der Suche nach der seit vielen Jahren verschwundenen Stadt Ellensburg. Doch was sie im Wald finden, geht über ihre kühnsten Erwartungen hinaus. Sie werden von einer unheimlichen mörderischen Bestie angegriffen, die Jagd auf Menschen macht. Zwei von ihnen, Mike und Jessica, schaffen es zu fliehen und sich in eine Ortschaft zu retten. Doch hier scheint auf mysteriöse Weise die Zeit stehengeblieben zu sein.Anstatt wie erhofft Hilfe zu erhalten, werden beide gefangengenommen. Die abgeschiedenen Einsiedler müssen dem Monster Menschenopfer bringen. Und in diesem Jahr sollen es die Freunde sein, die ihr Leben lassen. Können Mike und Jessica dem sicheren Tod entkommen?

Warum dieser Film immer dem SCI/FI Genre zugeordnet wird, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, ist er doch vielmehr eine Mixtur aus Fantasy-und Horrormärchen, die gar nicht einmal so schlecht geworden ist. Das erste, was einem schlagartig auffällt, sind doch gewisse Parallelen zum Film "The Village", wobei ich der Meinung bin, das diese kanadische Produktion um einiges interessanter und kurzweiliger ist, als der Film von Shyamalan, der an Langeweile kaum zu überbieten ist.

Bei "Monster Village" hingegen bekommt der Zuschauer eine doch recht nette Story geboten, die zwar auch einige Logiklücken aufweist, wie zum Beispiel die Tatsache, das komischerweise keiner in immerhin 150 Jahren dieses Dorf gefunden hat. Dafür wird hier aber meiner Meinung nach die Spannung recht gut aufgebaut und kann sich auch konstant den ganzen Film über halten. Die Figur des Ogers, die eigentlich bedrohlich wirken soll, kann diese Empfindung aber leider nicht so richtig beim Betrachter auslösen, was warscheinlich daran liegt, das er sehr große Ähnlichkeit mit einem sympatischen grünen Helden aus einem Animations-Film hat, nur, das man es hier mit einer größeren Version zu run hat.. Trotzdem findet das Monster reiche Ernte und es gibt auch einige im Ansatz etwas härtere Szenen zu sehen.

Darstellerisch gibt es hier eigentlich nichts zu bemängeln, die Leistungen können sich durchaus sehen lassen, allerdings sticht auch keiner der Schauspieler besonders hervor. Insgesamt gesehen kann diese Produktion überzeugen, aber man sollte von Beginn an wissen, mit welcher Art Film man es hier zu tun hat, denn sicherlich gibt es auch Leute, die hiermit nicht soviel anfangen können. Mich hat der Film jedenfalls bestens unterhalten und ich finde, man sollte ihn wenigstens gesehen haben.



6,5/10

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Slayer - Die Vampirkiller






Slayer - Die Vampir-Killer
(Slayer)
mit Casper Van Dien, Jennifer O'Dell, Tony Plana, Kevin Grevioux, Alexis Cruz, Ray Park, Danny Trejo, Ski Carr, Pablo Espinosa, Merritt Bailey, Jim Morse, Toby Holguin, Eddie J. Fernandez, Fernando Allende, Guy Paizy
Regie : Kevin VanHook
Drehbuch : Kevin VanHook
Kamera : Matt Steinauer
Musik : Ludek Drizhal
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Das US-Militär plant eine geheime Aktion gegen Vampire in Südamerika. Unter der Führung von Tom "HawK" Hawkins wird dfür eine Söldnertruppe in den Regenwald geschickt, wo schon komplette Dörfer von einer regelrechten Epidemie blutgieriger Teufel ausgelöscht wurden. Und auch die Ex-Frau von Hawk, eine Archäologin, die in der Gegend an Ausgrabungen arbeitet, wird von den Vampiren bedroht...

Wie man schon unschwer an der Story erkennen hat, handelt es sich hier um keinen Vampirfilm der klassischen Art. Allein die Tatsache, das hier das Militär gegen Vampire kämpft, wie auch der Schauplatz im südamerikanischen Dschungel sind für den geneigten Vampir-Fan schon etwas gewöhnungsbedürftig. Das mag auch mit der Grund sein, das es hier etwas an der bedrohlichen und unheimlichen Atmosphäre fehlt, die man aus klassischen Vampir-Werken kennt.

Der Film nimmt sich auch teilweise selbst nicht so ernst, was man auch an der Tatsache sieht, das Regisseur Kevin VanHook ihm eine herrlich trashige Note verpasst hat, die ihm sehr gut zu Gesicht steht. So bekommt man es zum Beispiel teilweise mit sehr kampfsporterprobten Blutsaugern zu tun, die sich wirklich nette Martial Arts Kämpfe mit den Söldnern liefern.

Die mangelnde Atmosphäre macht der Film dadurch wett, das es hier sehr blutig und actiongeladen zur Sache geht, in dieser Beziehung bleiben hier beim Zuschauer wirklich keine Wünsche offen. Spannungsmäßig sollte man hier nicht zuviel erwarten, ein straff gespannter Spannungsbogen ist nicht vorhanden, aber ehrlich gesagt, hätte der in dieser Art Vampirfilm wohl auch eher wie ein Fremdkörper gewirkt.

"Slayer - Die Vampir-Killer" ist ein neuartiger Vampirfilm, bei dem man sich schon vorher darüber bewust sein sollte, das es sich um keinen klassischen Vampirfilm handelt. Wenn man darauf eingestellt ist, dann bekommt man hier wirklich gute und sehr kurzweilige Filmkost geboten, denn eines hat dieser Film auf jeden fall und das ist ein extrem hoher Unterhaltungsfaktor.

Mit dieser DVD-Veröffentlichung hat die Firma Sunfilm eine absolute Unterhaltungs-Granate auf den Markt gebracht, die man nicht ganz so ernst sehen sollte, Bild-und Tonqualität sind gewohnt sehr gut und viel Spaß ist hier vorprogrammiert.



6,5/10

Dienstag, 2. Dezember 2008

Cold Prey - Eiskalter Tod






Cold Prey - Eiskalter Tod
(Fritt vilt)
mit Ingrid Bolse Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby, Erik Skjeggedal, Tonie Lunde, Hallvard Holmen
Regie : Roar Uthaug
Drehbuch : Thomas Moldestad / Roar Uthaug
Kamera : Daniel Voldheim
Musik : Magnus Beite
FSK 16
Norwegen / 2006

Tiefster Winter - 5 junge Freunde machen einen Snowboard-Trip in die Berge. Sie heizen die Hänge runter, bis einer stürzt und sich das Bein bricht. Kein Handyempfang, kein Mensch weit und breit und die Dunkelheit bricht langsam herein. Sie suchen Zuflucht in einem verlassenen Berghotel, doch sie wissen noch nicht, dass sie dort ein brutaler Psychopath erwartet. Dem Killer schutzlos ausgeliefert, beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod...


5 Freunde in der verschneiten Winterlandschaft Norwegens, die in einem verlassenen Hotel Unterschlupf finden, nachdem einer von ihnen durch einen Unfall einen offenen Wadenbeinbruch erlitten hat und ein psychopatischer Killer, das sind die Zutaten für diese erstklassige Mischung aus Slasher-und Horrorfilm. Hier haben wir das beste Beispiel dafür, das auch in Europa wirklich erstklassige Filme dieser Art entstehen können.

Regisseur Roar Uthaug hat hier aus den genreüblichen Zutaten einen wirklich begeisternden und extrem spannenden Film konstruiert, der sich meiner Meinung nach doch sehr wohlwollend vom oft gesehenen Einheitsbrei abhebt. Das liegt sicherlich in erster Linie an den sehr sympatischen und vor allem autentischen Charakteren, die nicht so übertrieben dargestellt werden, wie es oft der Fall in dieser Art Filme ist. Hier spielen die Darsteller ihre Parts wirklich sehr überzeugend und glaubhaft, so, das es dem Zuschauer auch viel leichter fällt, sich mit ihnen zu identifizieren.

Weiterhin ist es Uthaug hier gelungen, den Mörder sehr gut im Hintergrund zu lassen, so das er lediglich wie eine Notwendigkeit des Films wirkt, aber längst nicht wie die Hauptperson. Und gerade dadurch richtet sich der Focus des Betrachters in erster Linie auf die Opfer, man setzt sich viel intensiver mit ihnen und den entstehenden Gefühlen auseinander und fühlt sich so fast wie ein Teil der Geschichte. Man taucht tiefer in die Story ein und fühlt sich wie gefesselt, kann sich der Faszination des Geschehens nicht entziehen und leidet mit den Protagonisten mit.

Auch der Spannungsaufbau kann hier nur als absolut gelungen bezeichnet werden, der Film fängt eher etwas beschaulich an und mit Ausnahme des Unfalls passiert in den ersten 30 Minuten nicht viel, so das man sein Augenmerk viel eher auf die wunderschöne Winterlandschaft richten kann. Doch dann nimmt "Cold Prey ordentlich an Fahrt auf, die Spannungsschraube wird langsam immer fester angezogen und auch die generell gute Atmosphäre des Films wird schlagartig richtig bedrohlich und unheimlich. Teilweise entsteht eine so starke Beklemmung, das man vor dem Bildschirm wirklich schweissnasse Hände bekommt und die Spannung kaum aushalten kann.

Erst ganz zum Ende bekommt der Mörder dann auch ein Gesicht und durch eine sehr kurze Erinnerungssequenz wird einem klar, um wen es sich dabei handelt. Es ist wirklich erfrischend, hier mal einen Film zu sehen, in dem nicht das Hauptaugenmerk auf den Mörder gerichtet war, sondern die Opfer eindeutig im Vordergrund stehen.

Abschließend kann man nur sagen, das diese norwegische Produktion eine absolute Empfehlung ist, ein Horrorfilm mit Niveau und sehr glaubhaften Charakteren, der beste und sehr spannende Unterhaltung bietet.


Eine wirklich tolle und gelungene Veröffentlichung der Firma Sunfilm, die in einem schicken Schuber daherkommt. Erstklassige Bild-und Tonqualität ist man hier mittlerweile schon gewohnt, als Extras gibt es ein Making Of, einen Kurzfilm, Featurettes: Digitaleffekte, Farbkorrektur, Sound Design und Artwork, zusätzlich Bloopers, Proben und einen Trailer.



8/10

Samstag, 29. November 2008

Driftwood






Driftwood
(Driftwood)
mit Ricky Ullman, Dallas Page, Talan Torriero, David Eigenberg, Lin Shaye, Marc McClure, Russel Sams, Baelyn Neff, Jeremy Lelliott, Cory Hardrickt, Frankie Levangie, Shahine Ezell, David Skyler, Connor Ross, John Walcutt
Regie : Tim Sullivan
Drehbuch : Chris Cobin / Tim Sullivan
Kamera : Steve Adcock
Musik : William Ross
FSK 16
USA / 2006

Wrestling-Superstar Diamond Dallas Page ist Captain Kennedy, der brutale Wärter der härtesten Jugendstrafanstalt in den USA. Als der junge David Forrester eingeliefert wird, wird ihm schnell klar, das er die Hölle auf Erden betreten hat. Immer in Angst vor weiteren Misshandlungen, wird David vom Geist eines ermordeten früheren Insassen heimgesucht. Um zu überleben,muss David den unheimlichen Erscheinungen auf den Grund gehen und den Mörder entlarven, der immer noch unter ihnen sein muss. Als auch noch seine Freundschaft mit Kennedys Tochter bekannt wird, plant der Captain ihn sofort ein für alle mal loszuwerden.

Diesen Film als Horror zu bezeichnen, fällt schon etwas schwer, da sich die mystischen und übernatürlichen Momente doch ziemlich in Grenzen halten. Vielmehr hat man es hier mit einem Jugend-Drama zu tun, das zudem auch noch sehr klischeebehaftet ist. Jugendliche, die in einer Art Besserungsanstalt sind, in die sie von ihren Eltern hinverfrachtet wurden, natürlich gegen ihren Willen. Sie strotzen vor Agressionen, wollen ständig aufeinander losgehen. Die Wärter und der Chef des Camps sind natürlich von der übelsten Sorte und missbrauchen die Kids eigentlich für ganz eigene Zwecke. Dem neuesten Mitglied der Insassen erscheint öfter die Geistererscheinung eines Jungen, von dem sich herausstellt, das auch er in der Einrichtung war und angeblich verschwunden ist. Das dem nicht so ist und der Junge tot ist, kann man sich natürlich denken, nun geht es lediglich darum, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen und die Umstände des Todes zu klären.


Leider kommen hier die mystischen und geisterhaften Momente wirklich etwas zu kurz, hätte man davon etwas mehr eingebaut, dann wäre das sicherlich allein schon für die Atmosphäre sehr förderlich gewesen und man hätte in dem Film viel eher das sehen können, was er eigentlich sein soll, nämlich ein Mystery / Horror / Thriller.

Trotz aller Klischees, die hier gebraucht werden, handelt es sich bei "Driftwood" um einen Film, den man sich gut anschauen kann, er verbindet ein Drama mit einigen Anleihen des Geisterfilms. Die Story wird recht flüssig erzählt und ist auch interessant, aber leider baut sich zu keiner Zeit so etwas wie ein konstanter Spannungsbogen auf.Der Film verläuft ohne große Höhepunkte und kommt daher leider nicht über etwas höheres Mittelmaß hinaus. Nichtsdestotrotz hat der Film eine durchaus fesselnde Wirkung auf den Betrachter, ohne das man sich richtig erklären kann, woran das liegt.

Die Grundstimmung dieses Werkes ist leider auch nicht unheimlich, oder gar bedrohlich, wie man es vielleicht erhofft hätte, sie wirkt dafür viel zu seicht. Dafür, das hier eigentlich ein Mystery / Thriller angekündigt war, fehlt es doch an allen Ecken und Enden, aber als Jugend-Drama ist der Film durchaus sehenswert. Man sollte also vorher überlegen, mit welchen Erwartungen man an ihn herangeht. Und obwohl ich nicht das zu sehen bekam, was ich eigentlich erwartet hatte, wusste "Driftwood" mich trotzdem gut und kurzweilig zu unterhalten.




6,5/10

Mittwoch, 26. November 2008

Shadow: Dead Riot






Shadow: Dead Riot
(Shadow: Dead Riot)
mit Tony Todd, Carla Greene, Nina Hodoruk, Michael Quinlan, Cat Miller, Andrea Langi, Tatianna Butler, Misty Mundae, Debbie Pingitore, Anna Curtis, Ruby Larocca, Danielle Riley, Sergio Jones, Gordon Joseph Weiss, Moet Meira
Regie : Derek Wan
Drehbuch : Michael Gingold / Richard Siegel
Kamera : Derek Wan
Musik : Vernon Reid
Keine Jugendfreigabe
USA / 2005

Was der satanische Serienkiller Shadow ( Tony Todd) in seiner Todeszelle kurz vor der Hinrichtung an okkulten Ritualen zelebriert, lässt wenig Gutes ahnen: Mit einem Stein schleift er fieberhajt seine Zähne spitz bis tief ins Zahnfleisch. Als das Blut des sterbenden Killers bald darauf durch die Korridore des Hochsicherheitstrakts fließt, kann ein plötzlich entfachter Häftlingsaufstand gerade noch brutal niedergeschlagen werden. Zahlreiche Leichen werden gemeinsam mit Shadows Überresten heimlich auf dem Gelände verschart....


20 Jahre später kehrt der Killer aus dem Jenseits zurück und terrorisiert die Insassen eines Frauengefängnisses, die keine Ahnung haben, mit wem sie es zu tun haben. Als Unterstützung begleitet ihn eine Armee von Zombies und der Kampf kann beginnen....


Bei diesem Film werden vor allem Leute auf ihre Kosten kommen, die einen guten und interessanten Genre - Mix lieben, denn den bekommt man hier auf jeden Fall geboten. "Shadow Dead Riot" ist ein guter Kanstfilm, gepaart mit okkulten Horror - Elementen und netten Zombieeinlagen.

Mit Tony Todd wurde die Rolle des Serienkillers "Shadow" nahezu brillant besetzt, er drückt dem Film vor allem in der zweiten Hälfte allein durch seine Ausstrahlung und Präsenz unweigerlich seinen Stempel auf. Durch die vorhandene Voodoo - Thematik, die ein wesentlicher Bestandteil des Geschehens ist, bekommt der Zuschauer es hier mit einer dauerhaft sehr düsteren und unheilvollen Grundstimmung zu tun, die einen die ganze Laufzeit über zu fesseln vermag.

Wirklich gut anzuschauen ist die Abwechslung in diesem Werk, so bekommt man neben den okkulten Voodoo - Passagen noch einige sehr gut in Szene gesetzte Knast - Schlägereien zu sehen, um dann im letzten Drittel zum kampf zwischen Mensch und Zombie überzugehen. Dabei wirken allerdings einige Szenen doch leicht übertrieben, wenn nicht sogar leicht trashig, was dem Film allerdings durchaus gut zu Gesicht steht.

Die Erzählweise gerät zu keiner Zeit ins Stocken, sie ist jederzeit sehr flüssig und immer interessant. Auch der Spannungsbogen ist straff gespannt und erleidet keinerlei Einbrüche, wodurch niemals auch nur der Anflug von Langeweile aufkommt. Der einzige Kritikpunkt, den man anbringen könnte, sind die Masken der Zombies, die meist doch eher zum schmunzeln anregen, anstatt das sie bedrohlich wirken. Das soll aber das rundum gelungene Gesamtbild des Filmes in keiner Weise schmälern.

Ein tolles Filmvergnügen, mit sehr viel Abwechslung verbunden und immer gut und sehr kurzweilig unterhaltend, das ist "Shadow Dead Riot".

Die DVD von Sunfilm hat eine ausgezeichnete Bild - und Tonqualität, lediglich die Extras sind etwas spärlich ausgefallen, so gibt es lediglich einen Audiokommentar, ein Making Of, Auditions (Castings), ein Musikvideo und einen Grindhouse - Trailer.



7/10

Sonntag, 23. November 2008

Broken - Engel des Todes






Broken-Engel des Todes
(Angels Crest)
mit Chris Bauer, Currie Graham, J. Michael Couto
Regie : J. Michael Couto
Drehbuch : J. Michael Couto / Grant Holly
Kamera : Cameron Cutler
Musik : Fuzzbee Morse
Keine Jugendfreigabe
USA / 2002




Jeden Tag nimmt Teddy seinen Arbeitskollegen Richard im Auto mit zur Arbeit. Doch eines Tages biegt Teddy völlig überraschend auf einen kleinen Weg ab, der sie zum nahe gelegenen Wald bringt. Und dort hat er eine grausame Überraschung für Richard geplant....


Das man auch mit lediglich 2 Schauspielern einen durchaus sehr interessanten Film produzieren kann, dafür hat man hier ein absolutes Paradebeispiel vorliegen. Das Regisseur J. Michael Couto hier selbst die Nebenrolle eines Tankwarts eingenommen hat, fällt da nicht weiter ins Gewicht.

Wer bei diesem Film ein ähnliches Folterszenario wie bei "Broken-Keiner kann dich retten" oder "Broken 2-The Cellar Door" erwartet, der sieht sich getäuscht, denn das wird hier nicht geboten. Vielmehr bekommt der Zuschauer einen Psycho-Thriller geboten, der Ähnlichkeiten mit einem Kammerspiel aufweist, nur mit dem Unterschied, das dieses Spiel im Wald stattfindet. Die beiden Darsteller Chris Bauer (Teddy) und Currie Graham (Richard) liefern dabei eindrucksvolle und sehr überzeugende Leistungen ab.

Selten bekommt man einen Film zu sehen, der, ohne das eigentlich irgentetwas passiert, den Betrachter so zu fesseln vermag. Dieses Werk besteht eigentlich gänzlich aus Dialogen, von denen man zu beginn nicht so richtig weiss, was sie eigentlich bedeuten sollen. Erst im Laufe des Films wird alles klarer und man versteht die gesamten Zusammenhänge. Das am Anfang bestehende Unwissen paart sich mit teilweiser Verwirrtheit, die durch klug eingestreute Zeitsprünge entsteht, so sieht man den an den Baum gefesselten Richard auf einmal durch den Wald laufen, oder beide Protagonisten im friedlichen Dialog miteinander.

Diese eingefügten Sprünge geben dem Film noch eine ganz besondere Note und verhindern so auch, das eventuell so etwas wie Langeweile beim Zuschauer aufkommt. Mit der zeit bekommt man dann mit, worum es eigentlich geht, nämlich um ganz simple Rache, die hier aber einmal auf eine ganz besondere Art und Weise verpackt wurde. So wirkt Teddy zeitweise wie ein fanatischer Gläubiger, der von kosmischer Gerechtigkeit redet und dabei so überzeugend wirkt, das man ihm glauben möchte.

Das perfide Psycho-Spiel, das J. Michael Couto hier inszeniert hat, ist wirklich absolut perfekt in Szene gesetzt worden. Beide Darsteller vermögen durch ihre Ausdrucksstärke dafür zu sorgen, das man dem Geschehen wie gebannt folgt und gar nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Dafür sorgt auch die sehr beklemmende und bedrückende Stimmung, die sich zwischen Täter und Opfer aufbaut, die für den Betrachter fastkörperlich spürbar ist.

Man sollte sich vorher darüber im klaren sein, auf welche Art von Film man sich hier einlässt, denn es gibt sicherlich genügend Leute, auf die "Broken-Engel des Todes" langweilig oder zähflüssig wirken mag. Wer aber dialoglastige Psycho-Thriller liebt, der wird an diesem Werk seine wahre Freude haben.



7/10

Donnerstag, 20. November 2008

Eden Log






Eden Log
(Eden Log)
mit Clovis Cornillac, Vimala Pons, Zohar Wexler, Sifan Shao, Arben Bajraktaraj, Abdelkader Dahou, Tony Amoni, Antonin Bastian, Joachim Staaf, Benjamin Baroche, Gabriella Wright, Asha Stumputh, Lavinia Birladeanu, Zakariya Gouram
Regie : Franck Festiel
Drehbuch : Pierre Bordage / Franck Festiel
Kamera : Thierry Pouget
Musik : Alex Cortes / Willie Cortes
FSK 16
Frankreich / 2007

Der Überraschungshit vom Fantasy Film Fest 2008 erzählt die Geschichte von Tolbiac, der halbnackt und schlammverkrustet in einer düsteren, unterirdischen Höhle aufwacht. Ohne zu wissen, wo er ist und wie er hierher kam, macht er sich auf die Suche nach einem Ausgang. Doch er ist nicht alleine: In den Schatten hausen monströse Kreaturen, die ihn unerbittlich jagen. In Todesangst versucht Tolbiac, den rettenden Weg an die Oberfläche zu finden. Doch was wird ihn dort oben erwarten? Und was hat es mit der geheimnisvollen Organisation Eden Log auf sich? Mit jedem Level, das er sich nach oben kämpft, fügen sich für ihn die Teile dieses geheimnisvollen Puzzles immer weiter zusammen. Doch erst als er oben ankommt, eröffnet sich ihm die ganze schreckliche Wahrheit...


Ein Mann wacht neben einer Leiche in einer Höhle auf, ohne zu wissen, was passiert ist und wie er dort hingekommen ist. Er versucht, aus diesem über mehrere Ebenen verteilten Tunnelsystem zu entkommen, doch er ist dort nicht allein. Mutierte Kreaturen begleiten ihn auf seinem Weg an die Oberfläche, wo des Rätsels Lösung liegt....

Die große Stärke des Films ist es meiner Meinung nach, das man sich als Zuschauer auf auf genau dem gleichen Wissensstand wie der betroffene Protagonist befindet und genau wie er, erst nach und nach etwas Einsicht in die Hintergründe bekommt.. Was für manch einen vielleicht zähflüssig oder gar langweilig wirken mag, ist viel eher der Grund dafür, das hier von Anfang bis zum Ende ein sehr straff gespannter Spannungsbogen vorhanden ist, der, wie ich finde, zu keiner Zeit irgendwelche Einbrüche zu verzeichnen hat.

Nun mag man eventuell die etwas zu kurz geratene Action bemängeln, aber da muß man dann auch die gegenfrage stellen, ob mehr Action hier überhaupt angebracht gewesen wäre. Gerade die Tatsache, das in diesem Werk trotz vorhandener Mutanten darauf verzichtet wurde, empfinde ich als besonders erwähnenswert, denn dadurch achtet man als Zuschauer viel mehr auf die eigentlichen Stärken des Films, wie zum Beispiel die beklemmende und sehr klaustrophobisch anmutende Grundstimmung, die einem hier vermittelt wird und sehr stark an "The Descent" erinnert. Doch eigentlich weist "Eden Log" am meisten Ähnlichkeit mit dem wirklich genialem "Cube" auf, der dem Betrachter die gleichen Gefühle vermittelte, wie es hier auch der Fall ist. Lediglich mit dem Unterschied, das man hier nicht das gleiche Maß an Action und Härte zu sehen bekommt.

Weitere Stärken sind definitiv die s/w ähnliche Optik und die wirklich gelungene Beleuchtung. Allein die Optik sorgt für eine so düstere Atmosphäre, das man teilweise schon einmal den Atem anhalten muß. Sicherlich handelt es sich bei diesem Langfilmdebut des französischen Regisseurs Franck Vestiel um einen sehr aussergewöhnlichen Film, bei dem es sich um einen erstklassigen SCI/FI Thriller mit leichtem Horroreinschlag handelt und der trotz fehlender Actionpassagen vollkommen zu überzeugen weiss. Und ganz nebenbei besitzt er noch einen nicht zu unterschätzenden künstlerischen Aspekt, der sich vor allem in den schon erwähnten Punkten wie Optik und Beleuchtung, aber auch in den hervorragenden Kamerafahrten niederschlägt.

Alles in allem ein wirklich tolles Gesamtpaket, das niveauvolle und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet. Ein Film, der absolut zu empfehlen ist. Vor allem die 2 Disc Special Edition von der Firma Sunfilm ist sehr zu empfehlen, auf der Bonus Disc gibt es neben einem Making of auch noch zahlreiche Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur.



8/10

Dienstag, 18. November 2008

Evil Inside






Evil Inside
(Scourge)
mit Russell Ferrier, Robyn Ledoux, Nic Rhind, Jason Harder, Alan Legros,Marina Pasqua, Sharron Bertchilde, Paul Vigano, Russ Ball, Erin Borgfjord,Henry Bartak, Whitney Benson
Regie : Jonas Quastel
Drehbuch : Jonas Quastel
Kamera : Corey Robson
Musik : Peter Allen
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2008




Jahrhunderte ruhte der Parasit in einer Kirchengruft, doch jetzt hat ihn der Blitzschlag aus seinem Gefängnis befreit. Befällt er einen Menschen, erwacht in diesem unbezähmbarer Heißhunger. Hat er sich den Bauch so richtig vollgeschlagen, bleibt der Wirt zerstört zurück, und der Parasit sucht sich das nächste Opfer. Scott und Jesse nehmen die Spur des Unholds auf, doch will ihnen keiner glauben. Am wenigsten Jesses Onkel, der Dorfpolizist, dem die Beziehung ohnehin längst ein Dorn im Auge ist.


Mit diesem kanadischen Film hat Regisseur Jonas Quastel einen wirklich guten Horrorfilm abgeliefert, der einen sehr stark an den Genre-Klassiker "The Hidden-Das unsagbar Böse" erinnert. Auch hier hat man es mit einem Parasiten zu tun, der sich hier aber durch den Bauchnabel in die Wirtskörper zwängt. Nachdem der Film eher etwas ruhiger beginnt, nimmt er doch ziemlich schnell an Fahrt auf. Die Story wird sehr flüssig und interessant erzählt, sie gerät auch zu keiner Zeit ins Stocken, so das man die ganze Laufzeit über sehr gut und vor allem kurzweilig unterhalten wird. Das hier dargestellte Geschehen ist natürlich nicht gerade neu, man hat das alles schon einmal in irgendeiner Form gesehen, aber die Geschichte ist sehr gut verpackt worden und kann als gesamtpaket vollkommen überzeugen.

Die Spannungsschraube wird kontinuirlich immer fester gezogen und die Jagd nach dem Parasiten zieht den Zuschauer unwillkürlich in ihren Bann. Vor allem die beiden Hauptcharaktäre Scott (Nick Rhind) und Jesse (Robin Ledoux) tragen durch ihre überzeugenden Darstellungen zum sehr guten Gesamteindruck des Films bei. Nachdem Scott am Anfang für die Morde verantwortlich gemacht werden soll, vertraut ihm Jesse aber und geht mit ihm zusammen auf Parasiten-Jagd.

"Evil Inside" beinhaltet auch einige durchaus harte Szenen, die aber nicht im Überfluss vorhanden sind, aber das ist auch gut so, denn das hätte hier einfach nicht reingepasst. So lebt der Film hauptsächlich von der tollen Spannung und der sehr guten und bedrohlichen Grundstimmung. Man kann also abschließend sagen, das hier ein sehr atmosphärischer und bestens unterhaltender Horrorfilm entstanden ist, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.



8/10

Samstag, 15. November 2008

White Zombie






Titel : White Zombie

Originaltitel : White Zombie

Land / Jahr
: USA / 1932

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Victor Halperin

Drehbuch : Garnett Weston

Kamera : Arthur Martinelli

Musik : Xavier Cugat

Darsteller :


Bela Lugosi
Madge Bellamy
Joseph Cawthorn
Robert Frazer
John Harron
Brandon Hurst
George Burr Macannan
Frederick Peters
Annette Stone
John Printz
Dan Crimmins
Claude Morgan


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Kurzbeschreibung des Films :


Madeline und ihr Verlobter Neil reisen nach Haiti. Der Plantagenbesitzer Charles
Beaumont hat beide eingeladen, damit sie in seinem Haus heiraten und
anschließend ihre Flitterwochen auf der Insel verbringen. Dabei machen
sie die Bekanntschaft mit dem mysteriösen Murder Legendre.
Geheimnisvoll von "Zombies" und "lebenden Toten" murmelnd kreuzt er
ihren Weg und rast eilig davon. Dr. Brunner, der Priester der sie
trauen soll, warnt sie davor, zu lange auf der Insel zu verweilen.
Beaumont hat eigennützige Pläne, denn er hat sich unsterblich in
Madeline verliebt und hofft immer noch auf ihre Gunst. Als er jedoch
erkennt, daß er diese Frau niemals für sich gewinnen kann, gibt er ihr
vor der Hochzeit ein Kontaktgift und diese stirbt während der Zeremonie
scheinbar in den Händen ihres Verlobten. Tatsächlich ist sie nur
scheintot und Beaumont holt sie mit Hilfe von Legendre aus ihrem Grab,
um sie als hörigen Zombie wieder auferstehen zu lassen. Als er jedoch
sieht, was er in seinem Liebeswahn für eine Tragödie angerichtet hat,
bittet er Legendre den Fluch rückgängig zu machen. Dieser hat jedoch
andere Pläne und verabreicht ihm in einem Glas Wein ein Gift, um ihn
ebenfalls zu einem Zombie zu machen. Inzwischen bemerkt Madelines
Bräutigam das Verschwinden seiner Braut aus der Gruft und wendet sich
hilfesuchend an den Priester Dr. Brunner, um mit ihm das finstere
Geheimnis von Legendre zu lüften und seine Pläne zu durchkreuzen...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Das ist er nun, der erste Zombiefilm aus dem Jahre 1932. Dieser herrliche Klassiker behandelt die Thematik natürlich noch vollkommen anders, als es in der heutigen Zeit der Fall ist. Hier sind die Untoten noch keine menschenfressenden Kreaturen, sondern einfach seelen - und willenlose Sklaven. Alles läuft hier auf die Voodoo - Thematik hin, Hypnose und geheime Pülverchen sind des Rätsels Lösung. Keine Viren, oder irgendwelche geheimnisvolle Seuchen, die Tote zu Monstern machen.

Wer in diesem Film irgendwelche Härte oder Brutalität erwartet, der sollte sich diesen Klassiker erst gar nicht zu Gemüte führen, denn so etwas wird man hier nicht finden. Dafür gibt es hier wieder einmal die tolle s/w Optik, die allein schon dafür sorgt, das hier eine excellente und sehr dichte Atmosphäre herrscht. Richtig bedrohlich kann dieses Frühwerk aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr wirken, aber zur damaligen Zeit wirkte der Film sicherlich sehr furchteinflössend auf das Publikum, allein schon aus dem Grund, weil das Thema etwas vollkommen Neues war. Wenn man sich die hier dargestellten Zombies aus heutiger Sicht anschaut, dann wirken sie schon eher etwas unfreiwillig komisch und können einem doch manchmal ein Schmunzeln abringen.

Aber gerade diese fast herrliche Naivität, mit der hier alles noch dargestellt wurde, gibt "White Zombie" seinen ganz eigenen Charme, dessen man sich als Betrachter kaum erwehren kann. Es macht einfach einen riesigen Spaß, sich dieses tolle Frühwerk des Zombiefilms anzusehen, da auch die Story sehr flüssig und durchaus spannend und interessant erzählt wird.

Ich bin jedenfalls froh, das man hier den Zombiefilm mal von einer vollkommen anderen Seite kennenlernt, vollkommen unblutig und ohne jede Art von Härte. Trotzdem wird man sehr gut und kurzweilig unterhalten, vor allem, wenn man die alten Filme mag.



9/10

Mittwoch, 12. November 2008

Dentist II






Titel : Dentist II - Zahnarzt des Schreckens

Originaltitel : The Dentist II

Land / Jahr : USA / 1998

Altersfreigabe : FSK 18

Regie : Brian Yuzna

Darsteller :


Corbin Bernsen
Jillian McWhirter
Linda Hoffman
Jim Antonio
Wendy Robie
Susanne Wright
Jeff Doucette
Clint Howard
Ralph Martin
Lee Dawson
Rende Rae Norman
Judy Nazemetz


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Kurzbeschreibung des Films :


Rasend vor Eifersucht schneidet der Zahnarzt Dr. Feinstone (Corbin Bernsen)
seiner untreuen Frau die Zunge ab. Seitdem ist er Patient in der
Psychiatrie. Die dunkle Seite in ihm übernimmt immer wieder die
Kontrolle. Ständig plagen ihn morbide Visionen. Er entkommt der
Psychiatrie und flüchtet unter dem Namen Dr. Caine in die trostlose
Kleinstadt Paradise und eröffnet dort eine neue Praxis. Für seine
Patienten beginnt nun ein Martyrium aus Schmerz, Leid und Tod.

Als seine entstellte Frau erscheint, um Rache zu nehmen, eskaliert die Situation. Wer kann dieser Bestie in Weiß entkommen?

Quelle: OFDB


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Meinung :


2 Jahre hat es lediglich gedauert, bis Brian Yuzna diese Fortsetzung des gelungenen Vorgängers auf die Menschheit losgelassen hat, doch leider ist der Film nicht so toll wie der erste Teil. Damit will ich jetzt nicht sagen, das dieser Teil schlecht ist, aber ihm fehlt es doch etwas an dem, was den Vorgänger noch so ausgezeichnet hat.

Storymäßig ist der Film eigentlich ganz interessant, der Doc flieht aus der Psychatrie und lässt sich in einer Kleinstadt nieder, wo ihn keiner kennt, was sich mit der Zeit aber schnell ändert. Trotz eines neuen Namens findet ihn auch seine Ex - Frau und sinnt natürlich auf Rache.

Nun wird die Story eigentlich auch recht interessant erzählt, aber es fehlt dem Film irgendwie etwas von der Boshaftigkeit die den ersten Teil so ausgezeichnet hat. Auch das Makabere kommt hier etwas zu kurz, was eigentlich sehr schade ist. Bernsen spielt hier zwar wieder sehr routiniert, aber diesmal fehlt das gewisse Etwas. Dafür gibt es aber wieder einige sehr nette, etwas härtere Szenen zu begutachten, die den Zuschauer doch etwas entschädigen.

Insgesamt gesehen ein recht kurzweiliger zweiter Teil, dem man aber durchaus etwas mehr Pfiff und Schärfe hätte verleihen können, so aber kommt der Film leider nicht an die Klasse des Vorgängers heran, bietet aber trotzdem noch gute Unterhaltung.



6/10

Sonntag, 9. November 2008

The Dentist






Titel : The Dentist

Originaltitel : The Dentist

Land / Jahr
: USA / 1996

Altersfreigabe : Ungeprüft

Regie : Brian Yuzna

Darsteller :


Corbin Bernsen
Linda Hoffman
Michael Stadvec
Ken Foree
Tony Noakes
Molly Hagan
Patty Toy
Jan Hoag
Virginya Keehne
Earl Boen
Christa Sauls
Mark Ruffalo


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Kurzbeschreibung des Films :


Angst vorm Zahnarzt - das kennt jeder. Doch was die Patienten bei Dr. Alan
Feinstone erwartet, übertrift die schlimmsten Alpträume. Dabei könnte
der Doktor höchst zufrieden sein: Er ist beruflich erfolgreich, besitzt
eine riesige Villa und führt eine gutgehende Praxis in Beverly Hills.
Besonders stolz ist er auf seine junge und bildhübsche Frau Brooke. Als
er sie jedoch beim Seitensprung erwischt, ist es um seinen
Geisteszustand geschehen. Er sinnt auf tödliche Rache. Auch seine
Patienten bekommen das zu spüren...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Ein herrlicher Film, den sich aber Leute, die sowieso Angst und Panik vor einem Zahnarzt haben, ersparen sollten, denn er ist nicht gerade förderlich, diese Angst zu beheben. Corbin Bernsen ist hier in der Rolle des Dentisten zu sehen und er spielt diesen Charakter einfach königlich. Von Eifersucht zerfressen, dreht er vollkommen durch und wendet nicht nur bei seiner untreuen Ehefrau eine sehr aussergewöhnliche Art der Mundhygiene an.

Dieser Film strotzt nur so vor schwarzem, beissenden Humor und trieft geradezu vor Sarkasmus. Aber es gibt auch einige wirklich heftige Szenen zu begutachten, bei denen man als Zuschauer fast zwangsläufig Zahnschmerzen bekommt. Die Stimmung ist während der gesamten Laufzeit extrem makaber, der Zuschauer weiss teilweise nicht, ob er lachen oder sich ekeln soll.

Aber das mit Abstand beste in "The Dentist" ist wirklich die schauspielerische Leistung von Corbin Bernsen, den man ja sonst eher nur aus kleineren Nebenrollen, wie zum Beispiel aus "Die Indianer von Cleveland" kennt, doch hier versteht er es absolut, in einer Hauptrolle zu glänzen. Er verleiht dem teilweise schon skurilen Charakter eine ausgezeichnete Ausdrucks - und Überzeugungskraft, wie man es besser nicht hätte machen können.

Also, diesen Film kann man guten Gewissens empfehlen und das heisst, anschauen und am nächsten Tag seinen Zahnarzttermin warnehmen.



8/10

Mittwoch, 5. November 2008

Mother of Tears






Titel : The Mother of Tears

Originaltitel : La Terza madre

Land / Jahr : Italien / USA / 2007

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Dario Argento

Darsteller :


Asia Argento
Udo Kier
Cristian Solimeno
Coralina Cataldi-Tassoni
Daria Nicolodi
Philippe Leroy
Moran Atias
Gisella Marengo
Araba Dell'Utri
Valeria Cavalli
Jun Ichikawa
Clive Riche


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Kurzbeschreibung des Films :


Bei Ausgrabungen in der Nähe von Rom öffnen die amerikanische
Kunststudentin Sarah Mandy (Asia Argento) und ihre Kommilitonin Giselle
(Coralina Cataldi-Tassoni) durch ein Versehen eine alte Urne und setzen
damit unwissentlich den Geist von Mater Lacrimarum (Moran Atias), einer
der mächtigsten Hexen der Welt, frei. Als nach Giselles grausamer
Ermordung eine spektakuläre Serie von mysteriösen Selbstmorden Rom in
Angst versetzt und sich zahlreiche, unerklärliche Ereignisse häufen,
wird sich Sarah der Tragweite ihres Fehlers bewusst - und beschließt,
der "Mutter der Tränen" die Stirn zu bieten...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Ich frage mich ehrlich gesagt, warum dieser Abschluß der "3 Mütter - Trilogie" von Argento teilweise von vielen Leuten so schlecht bewertet wird. Kann es sein, das die Ansprüche eventuell zu hochgesteckt waren? Sicher, wer hier einen Film in der gleichen Qualität wie "Suspiria" erwartet hat, der wird wohl etwas enttäuscht sein, denn da kann dieser Film nicht ganz mithalten. Aber wer die letzten Filme von Argento gesehen hat, der müsste doch eigentlich wissen, das der Maestro anscheinend nicht mehr in der Lage ist, solche Meisterwerke hervorzubringen.

Dennoch ist "Mother of Tears" in meinen Augen ein durchaus würdiger Abschluß der Reihe, denn hier wird dem Zuschauer ein sehr spannender und interessanter Horrorfilm geboten, der vor allem durch eine mehr als überzeugende Asia Argento in der Hauptrolle zu überzeugen weiss. Was hier sicherlich fehlt, sind die kräftigen Farbspiele, die es noch in den beiden Vorgängern zu bewundern gab und auch auf die genialen Kamerafahrten muß man leider verzichten. Da Argento hier aber auch aus Gründen des geringen Budgets Abstriche machen musste, habe ich das auch nicht unbedingt erwartet.

Ansonsten wird die Geschichte der 3 Mütter hier sehr gut weitererzählt, von Beginn an baut sich die Spannung sehr gut auf und steigt von Minute zu Minute. Die Grundstimmung des Films ist sehr dicht und phasenweise sehr düster und bedrohlich, allerdings wird hier natürlich nicht die fantastische Atmosphäre wie bei "Suspiria" erreicht, was man aber auch nicht unbedingt erwarten konnte. Auch von den Darstellern her fand ich die gebotenen Leistungen durchaus ansprechend, wobei vor allem Asia Argento zu erwähnen ist, die eine ausgezeichnete und sehr überzeugende Leistung dargeboten hat. Auch an den anderen Schauspielern gab es nichts auszusetzen, auch wenn keine weiteren herausragenden Leistungen zu finden waren.

Auch der Härtegrad war recht ansehnlich, selbst in der leicht gekürzten Leih - Version. Es gibt einige wirklich härtere Passagen zu sehen, die auch gut in Szene gesetzt wurden. Bei einigen Szenen fragt man sich ganz automatisch, was da denn noch geschnitten wurde.

Insgesamt gesehen finde ich, das "Mother of Tears" doch die Erwartungen recht gut erfüllen konnte, das hier kein weiteres Kunstwerk entstanden ist, konnte man eigentlich erahnen. Aber auf jeden Fall ist ein sehr guter, spannender und gut unterhaltender Horrorfilm entstanden und das ist doch eine ganze Menge. So gesehen hat sich das jahrelange Warten doch noch gelohnt.



8/10

Montag, 3. November 2008

Draculas Tochter ( 1936 )






Titel : Draculas Tochter

Originaltitel : Dracula's Daughter

Land / Jahr
: USA / 1936

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Lambert Hillyer

Darsteller :


Otto Kruger
Gloria Holden
Marguerite Churchill
Edward Van Sloan
Gilbert Emery
Irving Pichel
Halliwell Hobbes
Billy Bevan
Nan Grey
Hedda Hopper
Claud Allister
Edgar Norton


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Kurzbeschreibung des Films
:

Dracula ist tot! Die Polizei findet Van Helsing (Edward van Sloan) mit einem
Pflock in der Hand neben seiner und Renfields Leiche. Dass es sich bei
den Leichen um einen Vampirfürsten und seinen Diener handelt, glaubt
ihm keiner. So wird Van Helsing eingesperrt und die Leichen unter
Verschluß gestellt.

Plötzlich verschwindet Draculas Körper unter geheimnisvollen Umständen.
Gleichzeitig taucht die Gräfin Marya Zaleska (Gloria Holden) in der
Stadt auf. Was niemand weiß: sie ist Draculas Tochter und beabsichtigt,
sich von dem grauenvollen Vampirvermächtnis zu befreien, indem sie die
Leiche ihres Vaters zerstört.

Als das Vorhaben nicht gelingt, wird der Psychologe Jeffrey Garth (Otto Kruger) zu ihrer letzten Hoffnung...

Quelle: OFDB


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Meinung :


5 jahre nach dem legendären Klassiker "Dracula" mit Bela Lugosi spielt dieser Film und er setzt genau da an, wo sein Vorgänger aufhörte. Dracula und sein Diener sind tot, aber keiner weiss, das der Vampir eine Tochter hatte. Und genau diese Idee, dem Grafen eine Tochter zu verpassen, macht die Besonderheit dieses Films aus. Man hätte es sich damals ja auch ziemlich leicht machen können und Dracula wieder auferstehen lassen, aber stattdessen ging man meiner Meinung nach ein Risiko ein und führte mit der Tochter eine neue Person in die Vampirsaga ein.

Dazu kommt auch noch, das die Dame kein Vampir sein möchte und hofft, durch die Zerstörung der Leiche ihres Vaters den Fluch abschütteln zu können. Also kann man sagen, das in diesem Film eigentlich fast alle Zutaten des bis dahin Vampirfilms durcheinandergewürfelt wurden. Ich finde, das sich diese Änderungen durchaus gelohnt haben, denn "Draculas Tochter" ist ein sehr gelungener und atmosphärisch stimmiger Vampirfilm, der meiner Meinung nach gerade, weil man etwas Neues eingebracht hat, zu überzeugen weiss.

Auch die Darsteller wissen hier durchaus zu überzeugen, vor allem Gloria Holden in der Rolle der Vampirin überzeugt durch ihre tolle Ausdruckskraft und wirkt phasenweise sogar äusserst sympatisch. Gerade ihre Gefühle ihrer Verzweiflung, als sie merkt, das ihr Vorhaben nicht gelingt, wird ganz ausgezeichnet dargestellt.

Leider zählt dieser Klassiker aber auch zu den Filmen, die im Laufe der Jahre etwas in Vergessenheit geraten sind, da man im Bezug auf den Namen Dracula immer nur an die Filme mit Bela Lugosi, oder Christopher Lee denkt, dabei hätte diese frühe Perle des Genres weitaus mehr Beachtung verdient.



9/10

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Resident Evil: Apocalypse








Titel : Resident Evil : Apocalypse

Originaltitel : Resident Evil : Apocalypse

Land / Jahr : Deutschland / Frankreich / Großbritannien / 2004

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Alexander Witt

Darsteller :

Milla Jovovich
Sienna Guillory
Oded Fehr
Thomas Kretschmann
Jared Harris
Sandrine Holt
Razaaq Adoti
Mike Epps
Sophie Vavasseur
Zack Ward
Matthew G. Taylor
Shaun Austin-Olsen


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Kurzbeschreibung des Films
:


Alice (Milla Jovovich) wurde von der Umbrella Corporation für ein Experiment missbraucht, welches ihr nun übernatürliche Kräfte beschert. Diese braucht sie aber auch dringend, um in Raccoon City, der Stadt, in der sich das tödliche Virus vollständig ausgebreitet und die letzten Überlebenden in Untote verwandelt hat, bei ihrer Flucht aus der Stadt zu überleben. Allerdings kämpft sie nicht alleine gegen die Untoten, denn das S.T.A.R.S.-Mitglied Jill Valentine (Sienna Guilleroy) und vier weitere Überlebende, Terri Morales (Sandrine Holt), Carlos Oliviera (Oded Fehr), L.J. (Mike Epps) und Nicholai (Zack Ward), verteidigen ebenfalls ihr Leben, während sie versuchen, aus der Stadt zu flüchten.
Neben den Untoten gilt es aber noch weitere Hindernisse zu überwinden. Die Umbrella Corporation versucht mit allen Mitteln die sechs ebenfalls am Entkommen zu hindern. Doch der größte Widersacher zeigt sich in dem geheimen Forschungsprojekt von Umbrella - dem Mutanten Nemesis...

Quelle: OFDB


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Meinung:



Diese Fortsetzung hat mir noch besser gefallen als der erste Teil.Die
Atmo ist hier um einiges düsterer und bedrohlicher und vermittelt
so etwas wie Endzeitstimmung.

Und diese Stimmung hält sich den gesamten Film über,was dem Film
meiner Meinung nach eine ganz besondere Note verleiht und ihn
noch um einiges interessanter macht.

Ich persönlich kann immer nicht ganz nachvollziehen,das die RE
Filme immer so schlechtgeredet werden,weil sie von den Spielen
abweichen.Ich bin der Meinung,das diese Vergleiche immer etwas
hinken,da es sich um zwei eigenständige Werke handelt.Es mag
ja sein,das die Filme nicht sehr viel mit den Spielen zu tun haben,
aber man sollte die Filme doch eigenständig bewerten.

Auch ist der Film um einiges härter als sein Vorgänger und der
Spannungsbogen ist hier noch etwas höher angesiedelt.Eine sehr
gelungene Fortsetzung,die mich vollkommen überzeugt hat.Die
Story,Atmo und der Spannungsbogen sind meiner Meinung nach
sehr gelungen und es gibt auch einige härtere Sequenzen und dazu
eine Menge guter Action,also eigentlich alles,was ein solcher
Film braucht,um kurzweilige Unterhaltung zu bieten.



8,5/10

Sonntag, 26. Oktober 2008

Resident Evil








Titel : Resident Evil

Originaltitel : Resident Evil

Land / Jahr
: Deutschland/USA/Frankreich/Großbritannien/2002

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Paul W.S. Anderson

Darsteller :

Milla Jovovich
Michelle Rodriguez
Eric Mabius
James Purefoy
Martin Crewes
Colin Salmon
Pasquale Aleardi
Ryan McCluskey
Oscar Pearce
Indra Ové
Anna Bolt
Joseph May


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Kurzbeschreibung des Films :


In einer geheimen Forschungseinrichtung wird ein gefährlicher Virus freigesetzt, der sämtliche anwesenden Wissenschaftler und Mitarbeiter in nach Fleisch gierende zombie-hafte Kreaturen verwandelt. Eine Spezialeinheit des Militärs unter der Führung von Alice (Milla Jovovich) und Rain (Michelle Rodriguez) soll den Virus ausschalten, ehe er die Weltbevölkerung befallen kann. Dafür stehen nur noch drei Stunden Zeit zur Verfügung. In der Forschungseinrichtung erwartet die Spezialisten die Hölle, denn neben den "Zombies" sind auch die Versuchstiere, mutierte Hunde, freigelassen worden und der die Einrichtung leitende Zentralcomputer dreht ebenfalls durch. Die Labors werden zur Todesfalle...

Quelle: OFDB


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Meinung:


Ich weiss, das sämtliche Gamer jetzt wohl mit dem Kopf schütteln werden, aber ich finde diesen Film sehr gut. Ich bin sogar bekennender Fan der Resident Evil Filme. Dazu muß ich aber sagen, das ich die Spiele nicht kenne, aber selbst wenn, wäre es mir egal, da ich beides als eigenes Werk ansehen würde. Es mag ja sein, das der Film nicht viel mit den Spielen zu tun hat, aber das ist doch eigentlich relativ egal, so lange er zu unterhalten weiss. Und ich bin der Meinung, das tut der Film und das gar nicht schlecht.

Die Story ist, wie ich finde sehr gut und interessant in Szene gesetzt worden, der Spannungsaufbau ist sehr gut und die Spannung kann sich auch konstant halten. Weiterhin hat der film eine sehr schön dichte und bedrohliche Atmosphäre, die den Betrachter durchaus zu faszinieren weiss. Der Härtegrad ist für einen Film, in dem es um Zombies geht, eigentlich verhältnismässig gering, das ist aber bei einer 16 er Freigabe auch kein Wunder. Ich persönlich empfinde aber die vorhandenen härteren Szenen auch als vollkommen ausreichend.

Auch die Darsteller, allen voran Mila Jovovich, waren, wie ich finde durchaus überzeugend und haben ihre Parts gut und routiniert gespielt. Alles in Allem ist "Resident Evil" ein sehr unterhaltsamer Film, auch wenn er vielleicht mit dem gleichnamigem Spiel nicht viel zu tun hat.


7,5/10

Freitag, 24. Oktober 2008

Das Phantom der Oper ( 1943 )






Titel : Phantom der Oper

Originaltitel : Phantom of the Opera

Land / Jahr
: USA / 1943

Altersfreigabe : FSK 12

Regie : Arthur Lubin

Darsteller :


Nelson Eddy
Susanna Foster
Claude Rains
Edgar Barrier
Leo Carrillo
Jane Farrar
J. Edward Bromberg
Fritz Feld
Frank Puglia
Steven Geray
Barbara Everest
Hume Cronyn


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Kurzbeschreibung des Films :


Der Komponist Claudin (Claude Rains) fühlt sich von seinem Verleger
betrogen und tötet ihn im Affekt. Daraufhin verätzt dessen Freundin ihm
das Gesicht mit Säure, daß er eine Maske tragen muß. Doch auch sein
Geist hat Schaden genommen und so geht er bald hinter den Kulissen der
Pariser Oper um, zu allem bereit, um eine junge Sängerin zu fördern,
die in einer ganz besonderen Beziehung zu ihm steht...

Quelle: OFDB


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Meinung :


"Das Phantom der Oper" ist wohl einer der am meisten verfilmten Romanstoffe überhaupt. Der Roman von Gaston Leroux wurde 1911 veröffentlicht und die erste Verfilmung gab es sogar schon 1925 mit Lon Chaney sen. in der Titelrolle. Die hier vorgestellte Verfilmung zählt auf jeden Fall zu den populärsten und auch besten Verfilmungen des Stoffes.

Auch wenn man diesen Film zu den großen Klassikern des Horror - Genres zählen muß, so hat der Film doch auch sehr dramatische und tragische Züge, gruseln tut man sich hier eigentlich weniger. Viel eher lässt man sich als Zuschauer von den sehr starken und prächtigen Farbkompositionen beeindrucken und verzaubern, die hier ganz wunderbar in Szene gesetzt wurden. Dieser Film ist auch der einzige Farbfilm in der 18 Filme umfassenden Monster Legacy DVD Collection und das ist auch gut so, denn dieses sensationelle Spaktakel muß man ganz einfach in seiner vollen Farbenpracht bestaunen.

Claude Rains, der hier das Phantom spielt, geht richtiggehend in seiner Rolle auf, man spürt die Begeisterung, mit der er diese Rolle interpretiert. Untermalt wird dieser wunderschöne Film noch mit herrlicher klassischer Musik, die man einfach genießen kann, auch wenn man ansonsten mit dieser Art von Musik nicht viel anfangen kann.

So kann man letztendlich nur festhalten, das man hier ein absolut geniales Gesamtpaket serviert bekommt, das sehr spannend und interessant erzählt wird und den Zuschauer durch seine gewaltige Farbenpracht fasziniert und vollkommen verzaubert.



10/10

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Der Werwolf von London ( 1935 )






Titel : Der Werwolf von London

Originaltitel : Werewolf of London

Land / Jahr
: USA / 1935

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Stuart Walker

Darsteller :


Henry Hull
Warner Oland
Valerie Hobson
Lester Matthews
Lawrence Grant
Clark Williams
J.M. Kerrigan
Spring Byington
Charlotte Granville
Ethel Griffies
Zeffie Tilbury


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Kurzbeschreibung des Films
:

Bei einer botanischen Expedition in Tibet wird Dr. Wilfred Glendon (Henry
Hull) bei Nacht von einem Werwolf angegriffen und am Arm verletzt.
Zurück in London, verwandelt er sich bei Vollmond in einen Werwolf und
terrorisiert die Stadt. Die einzige Chance für die Stadt ist eine
seltene asiatische Pflanze, die sich im Labor von Dr. Glendon befindet.

Quelle: OFDB


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Meinung :


Einige Filmfreunde werden sich jetzt eventuell verwundert die Augen reiben, aber es ist kein Fehler, "The Wolf Man" von 1941 ist nicht der erste Werwolffilm. Schon 6 Jahre vorher wurde die Thematik in diesem Film bearbeitet. Trotzdem gilt "The Wolf Man in der heutigen Zeit als absoluter Klassiker und "Mutter aller Werwolffilme", wohingegen dieser Film fast vollkommen in Vergessenheit geraten ist.

Teilweise ist das auch nachvollziehbar, denn dieser Film hat eine recht trashige Note, was schon mit der am Anfang gezeigten Expedition anfängt, die einen lediglich zum schmunzeln bringt. Aber der Hauptgrund ist wohl der, das der 6 Jahre jüngere "The Wol Man" auf eine sehr bedrohliche Atmosphäre gesetzt hat, wohingegen dieses frühere Werk eher modern wirken soll, natürlich immer alles aus der damaligen Sicht gesehen.

Sollte der Werwolf im Film von 1941 doch eher als bedrohliche und gefährliche Bestie wirken, so ist es in diesem Film hier eher das Gegenteil. Von einer Bestie keine Spur, der sogenannte Wolf wirkt doch eher viel zu menschlich, was eher befremdlich als gefährlich und gruselig wirkt. Trotzdem ist der Film gar nicht mal so schlecht, er hat durchaus seinen Reiz. Nur sollte man sich vorher darüber klar sein, das dieser Werwolffilm warscheinlich vollkommen anders auf einen wirkt, wie die üblichen Werwolffilme. Aber vielleicht macht auch das diesen Film gerade reizvoll und sehenswert.



6/10