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Dienstag, 29. Januar 2008

Hostel






Hostel
(Hostel)
mit Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson, Barbara Nedeljakova, Jana Kaderabkova, Jan Vlasák, Jennifer Lim, Lubomir Silhavecky, Paula Wild, Lubomir Bukovy, Petr Janis, Jana Havlickova
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eli Roth
Kamera: Milan Chadma
Musik: Nathan Barr
SPIO / JK
USA / 2005

Sie suchen das Abenteuer, und sie finden das nackte Grauen. Die beiden abenteuerlustigen College-Freunde Paxton und Josh sind mit dem Rucksack unterwegs durch Europa. Ebenso wie ihr neuer Kumpel, der Isländer Oli, gieren die beiden jungen Amerikaner förmlich nach aufregenden Erlebnissen. Auf ihrem Trip bekommen die drei einen Geheimtipp: Abseits der üblichen Reiserouten soll im tiefsten Ost-Europa ein Nirwana für Backpacker liegen ein Hostel in der Slowakei, in dem atemberaubende und obendrein noch willige Frauen auf sie warten sollen. Und tatsächlich: Die Freunde lernen die beiden Schönheiten Natalya und Svetlana kennen. Paxton, Josh und Oli haben die Zeit ihres Lebens. Doch die währt nur kurz. Zu spät bemerken sie, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen. Flucht ist unmöglich die Backpacker stecken bereits mitten in den finstersten Abgründen der menschlichen Natur. Was sie dort erleben, ist so unvorstellbar, dass es alles in den Schatten stellt, was an Grausamkeit und Perversion bislang bekannt war und nur als Mythos galt. Haben sie eine Chance, diesen Alptraum zu überleben...?


"Hostel" zählt ja eindeutig zu den Filmen, die in den letzten Jahren die Meinungen der Zuschauer gespalten hat. Von Schund, über Soft - Porno bis hin zu genial ist wohl so ziemlich alles vertreten, was man sich vorstellen kann. Ich persönlich finde den Film richtig gut und gelungen. Ich finde, gerade, das der Film eher wie eine Teenie - Komödie mit etwas Sex anfängt und dann in das absolute Grauen umschlägt, ist das, was diesen Film ausmacht.

Der Umschwung vom seichten Teeniefilm in einen Folter-und Terrorfilm erster Klasse trifft den Zuschauer wie ein Keulenschlag in die Magengrube, da dieser Wandel so abrupt kommt und man keinen Vorlauf hat, um sich darauf einzustellen. Dadurch wird in meinen Augen eine extrem hohe Intensität ausgelöst, das einen kurzzeitig sogar ein Gefühl der Fassungslosigkeit überkommen kann. Einige Szenen haben eine solch intensive Wirkung, das man fast körperlich mit den Opfern mitleidet und auch ein aufsteigendes Ekelgefühl nur sehr schwer unterdrücken kann.

Besonders die Entwicklung der im Film vorherrschenden Grundstimmung ist es, die "Hostel" so besonders macht, denn aus der heiteren und unbeschwerten, teils sogar lustigen Stimmung wird schlagartig der pure Horror, dem man sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Urplötzlich wird man mit phasenweise sehr harten Szenen konfrontiert, die überhaupt nicht mehr lustig wirken und einem kalte Schauer über den Rücken jagen. Doch nicht nur die visuelle Härte, sondern auch das, was sich beim Anblick der Folterszenen im Kopf des Betrachters abspielt, ist an Intensität schwerlich zu überbieten und muss erst einmal verdaut werden.

Der Film dringt meiner Meinung nach tief in die Abgründe der menschlichen Seele vor und zeigt schonungslos auf, wozu Menschen doch in der Lage sind. Angeblich soll es ja solche Dinge wirklich geben, ob das nun genau in der hier gezeigten Form der Fall ist, lase ich mal dahingestellt. Jedenfalls ist "Hostel" für mich ein Film, der auch unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Ein Film, der auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. Und auch, wenn viele Leute das anders sehen, ist dieser Film immer wieder sehenswert und ein absolut gelungener Genre-Beitrag, der durchaus als bereicherung angesehen werden kann.





8,5/10

1 Kommentar:

Garfield hat gesagt…

Einer sehr kranker Film, auf die Art aller Saw - also genau das was ich mag^^

8,5/10