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Donnerstag, 20. November 2008

Eden Log






Eden Log
(Eden Log)
mit Clovis Cornillac, Vimala Pons, Zohar Wexler, Sifan Shao, Arben Bajraktaraj, Abdelkader Dahou, Tony Amoni, Antonin Bastian, Joachim Staaf, Benjamin Baroche, Gabriella Wright, Asha Stumputh, Lavinia Birladeanu, Zakariya Gouram
Regie : Franck Festiel
Drehbuch : Pierre Bordage / Franck Festiel
Kamera : Thierry Pouget
Musik : Alex Cortes / Willie Cortes
FSK 16
Frankreich / 2007

Der Überraschungshit vom Fantasy Film Fest 2008 erzählt die Geschichte von Tolbiac, der halbnackt und schlammverkrustet in einer düsteren, unterirdischen Höhle aufwacht. Ohne zu wissen, wo er ist und wie er hierher kam, macht er sich auf die Suche nach einem Ausgang. Doch er ist nicht alleine: In den Schatten hausen monströse Kreaturen, die ihn unerbittlich jagen. In Todesangst versucht Tolbiac, den rettenden Weg an die Oberfläche zu finden. Doch was wird ihn dort oben erwarten? Und was hat es mit der geheimnisvollen Organisation Eden Log auf sich? Mit jedem Level, das er sich nach oben kämpft, fügen sich für ihn die Teile dieses geheimnisvollen Puzzles immer weiter zusammen. Doch erst als er oben ankommt, eröffnet sich ihm die ganze schreckliche Wahrheit...


Ein Mann wacht neben einer Leiche in einer Höhle auf, ohne zu wissen, was passiert ist und wie er dort hingekommen ist. Er versucht, aus diesem über mehrere Ebenen verteilten Tunnelsystem zu entkommen, doch er ist dort nicht allein. Mutierte Kreaturen begleiten ihn auf seinem Weg an die Oberfläche, wo des Rätsels Lösung liegt....

Die große Stärke des Films ist es meiner Meinung nach, das man sich als Zuschauer auf auf genau dem gleichen Wissensstand wie der betroffene Protagonist befindet und genau wie er, erst nach und nach etwas Einsicht in die Hintergründe bekommt.. Was für manch einen vielleicht zähflüssig oder gar langweilig wirken mag, ist viel eher der Grund dafür, das hier von Anfang bis zum Ende ein sehr straff gespannter Spannungsbogen vorhanden ist, der, wie ich finde, zu keiner Zeit irgendwelche Einbrüche zu verzeichnen hat.

Nun mag man eventuell die etwas zu kurz geratene Action bemängeln, aber da muß man dann auch die gegenfrage stellen, ob mehr Action hier überhaupt angebracht gewesen wäre. Gerade die Tatsache, das in diesem Werk trotz vorhandener Mutanten darauf verzichtet wurde, empfinde ich als besonders erwähnenswert, denn dadurch achtet man als Zuschauer viel mehr auf die eigentlichen Stärken des Films, wie zum Beispiel die beklemmende und sehr klaustrophobisch anmutende Grundstimmung, die einem hier vermittelt wird und sehr stark an "The Descent" erinnert. Doch eigentlich weist "Eden Log" am meisten Ähnlichkeit mit dem wirklich genialem "Cube" auf, der dem Betrachter die gleichen Gefühle vermittelte, wie es hier auch der Fall ist. Lediglich mit dem Unterschied, das man hier nicht das gleiche Maß an Action und Härte zu sehen bekommt.

Weitere Stärken sind definitiv die s/w ähnliche Optik und die wirklich gelungene Beleuchtung. Allein die Optik sorgt für eine so düstere Atmosphäre, das man teilweise schon einmal den Atem anhalten muß. Sicherlich handelt es sich bei diesem Langfilmdebut des französischen Regisseurs Franck Vestiel um einen sehr aussergewöhnlichen Film, bei dem es sich um einen erstklassigen SCI/FI Thriller mit leichtem Horroreinschlag handelt und der trotz fehlender Actionpassagen vollkommen zu überzeugen weiss. Und ganz nebenbei besitzt er noch einen nicht zu unterschätzenden künstlerischen Aspekt, der sich vor allem in den schon erwähnten Punkten wie Optik und Beleuchtung, aber auch in den hervorragenden Kamerafahrten niederschlägt.

Alles in allem ein wirklich tolles Gesamtpaket, das niveauvolle und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet. Ein Film, der absolut zu empfehlen ist. Vor allem die 2 Disc Special Edition von der Firma Sunfilm ist sehr zu empfehlen, auf der Bonus Disc gibt es neben einem Making of auch noch zahlreiche Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur.



8/10

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