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Sonntag, 31. August 2008

The Zombie Diaries






Titel : The Zombie Diaries

Originaltitel : The Zombie Diaries

Land / Jahr : Großbritannien / 2006

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Michael Bartlett / Kevin Gates

Darsteller :

Russell Jones
Craig Stovin
Jonnie Hurn
James Fisher
Anna Blades
Imogen Church
Kyle Sparks
Alison Mollon
Victoria Nalder
Jonathan Ball
Sophia Ellis
Will Tosh


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Kurzbeschreibung des Films :


Die "Zombie Diaries" bestehen aus drei Episoden: Die Erste spielt am Anfang der Epidemie, Gerüchte machen sich breit und die Leute werden zunehmend argwöhnischer. Versuchen die Nachrichten die Situation etwa noch herunter zu spielen? In der zweiten Episode geht es um ein paar Plünderer, die versuchen während des unaufhaltbaren Anwachs der Untoten-Schar zu überleben, bis schließlich im letzten Kapitel der Tagesablauf einer Gruppe geschildert wird, die in einer fast komplett von den lebenden Toten bevölkerten Welt überleben müssen.

Quelle: OFDB


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Meinung :


"Besser als Danny Boyle's 28 Days later"

"Der klügste Zombiefilm seit Dawn of the Dead"

Mit diesen Aussagen wird auf der Coverrückseite für diesen Film geworben. Nun, meiner Meinung nach sind diese Aussagen dann doch etwas hochgegriffen, aber diese Low Budget Produktion hat doch schon ihren Reiz und ist nicht so schlecht, wie sie in vielen Kritiken gemacht wird. Allein die Tatsache, das dieser Zombiefilm im Dokumentarstil gedreht wurde, ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber neben der Remakeschwemme, die uns ja mittlerweile richtiggehend überflutet, sind Filme, die mit einer Handkamera gedreht werden, ja die neueste Modeerscheinung.

Der Film ist in 3 Episoden unterteilt, das erste Kapitel befasst sich mit dem Ausbruch der Seuche, Kapitel 2 nennt sich die Plünderer und zeigt, wie Überlebende versuchen, in Dörfern noch Lebensmittel zu finden und Kapitel 3 befasst sich mit dem Tagesablauf einer Gruppe von Überlebenden. Wer jetzt hier allerdings ein Splatter/Gore Festival erwartet, der wird enttäuscht sein, denn die härteren Szenen bewegen sich in einem wirklich überschaubarem Rahmen. Es gibt hier keine großartigen "Beiss - Attacken" der Untoten, lediglich einige nette Kopfschüße und ganz wenige Gore Szenen gibt es zu bewundern.

Im Gegensatz zu Genre Klassikern wie "Dawn of the Dead" zum Beispiel kommt dieser Film also viel blutarmer daher, ist aber deswegen keineswegs uninteressant. Durch den Dokumentarstil entwickelt sich eine sehr beklemmende und auch bedrohliche Stimmung, da dem Zuschauer das Gefühl vermittelt wird, das Gesehene würde wirklich gerade passieren. So kommt es dazu, das man doch automatisch mit den unbekannten darstellern mitfiebert und man das Gefühl bekommt, ein Teil des Geschehens zu sein.

Die teilweise sehr düstere Szenerie vermittelt dem Betrachter eine meiner Meinung nach recht gut gelungene Endzeitstimmung, wenn man die ausgestorbenen Dörfer betrachtet, macht sich ein starkes Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit. Phasenweise wirkt "The Zombie Diaries" wie eine Mischung aus "The Blair Witch Project" und "28 Days later" und diese Mischung ist es, die den reiz dieses Films ausmacht.



Fazit:


"The Zombie Diaries" ist ein eher ungewöhnlicher Beitrag zum Zombie Genre, der sicherlich kein absolutes Highlight ist, aber durchaus seine Stärken hat und als Gesamzpaket durchaus zu überzeugen weiß. Ein Film, den man wenigstens einmal gesehen haben sollte, denn es gibt weitaus schlechtere Zombiefilme.




6/10

Mittwoch, 27. August 2008

The last Man on Earth






Titel : The last Man on Earth

Originaltitel : L' Ultimo uomo della Terra

Land / Jahr : Italien / USA / 1964

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Ubaldo Ragona / Sidney Salkow

Darsteller :

Vincent Price
Franca Bettoia
Emma Danieli
Giacomo Rossi-Stuart
Umberto Rau
Christi Courtland
Antonio Corevi
Hector Ribotta
Giuseppe Mattei


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Kurzbeschreibung des Films :


Nach einer verheerenden Seuche ist die Menschheit nahezu ausgestorben. Alle die von der Krankheit dahingerafft wurden wandeln als untote Wesen, irgendwo angesiedelt zwischen Vampiren und Zombies, Nachts durch die menschenleeren Städte. Einzig Robert Morgan (Vincent Price) scheint der einzige verbliebene Mensch zu sein. Er macht sich jeden Tag aufs Neue auf die Jagd nach den Untoten um sie zu vernichten. Erst langsam erschließen sich die Zusammenhänge und letztlich muss sich Morgan fragen wer das ware Monster ist, in einer Welt die sich auf der Suche nach einer neuen Ordnung befindet.....

Quelle: OFDB


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Meinung :


Endlich, nach etlichen Jahren ist dieser herrliche Klassiker 2008 auch in deutscher Sprache auf DVD erschienen. Es ist die erste Verfilmung des Roman's "I am Legend" von Richard Matheson. Mittlerweile gibt es ja 4 Verfilmungen dieses Roman's, doch meiner Meinung nach können weder "Der Omega Mann", noch "I am Legend" oder "I am Omega" an die Klasse dieses Originals heranreichen.

Vincent Price ist der Haupdarsteller dieses Films, der als letzter Mensch eine verheerende Seuche überlebt hat, die den Rest der Menschheit dahingerafft hat. Die Leichen erwachen wieder als eine Art Vampire zum Leben und veruchen jede Nacht, dem letzten Menschen habhaft zu werden.

In keiner der anderen Verfilmungen kommt die düstere und bedrohliche Endzeitstimmung so herrlich zum Ausdruck, wie in diesem Werk. Diese Tatsache wird meiner Meinung nach auch durch die s/w Optik noch zusätzlich verstärkt und unterstützt. Die hoffnungslose und äusserst deprimierende Stimmung, die der Film erzeugt, wird sehr gut zum Zuschauer transportiert, so das sich bei einem selbst ein beklemmendes Gefühl entwickelt, das einen den ganzen Film über begleitet und nicht mehr loslässt.

Diese düstere SCI/FI Version vom Ende der Menschheit wird in diesem Film am realistischsten und autentischsten dargestellt, man kann sich als Betrachter durchaus in die Geschehnisse einfühlen und malt sich aus ob so etwas wirklich passieren könnte. Allein die Vorstellung, vollkommen allein auf dieser Welt zu sein, jagt einem kalte Schauer über den Rücken. Was hier im Gegensatz zu den anderen Verfilmungen auch sehr positiv ins Gewicht fällt, ist die Tatsache, das hier auch eine ausführliche Rückblende stattfindet und zeigt, wie es zu der Katastrophe gekommen ist. Eine Sache, die zum Beispiel bei "Der Omega Mann" vollkommen vernachlässigt wurde. So ist es dem Zuschauer möglich, sich noch intensiver mit der Geschichte zu befassen und in sie einzutauchen.

Nebenbei war es auch "The last Man on Earth", der George A. Romero zu seinem "Night of the living Dead" inspirierte, eine Tatsache, die heute leider fast in Vergessenheit geraten ist, wie auch dieser Film selbst. Es wäre zu wünschen, das dieser Klassiker durch die neue DVD - veröffentlichung, bei der übrigens Bild und Ton erstklassige Qualität aufweisen, endlich die Beachtung erlangt, die er verdient hat.




Fazit:



"The last Man on Earth" ist eine sehr ernste und düstere Zukunftsversion, die hoffentlich nie eintreten wird. Vor allem im Gegensatz zum Remake "I am Legend" von 2007 ist dieser Film meiner Meinung nach um 2 Klassen besser. Dieser Film braucht keine FX, er besticht durch seine spannend erzählte Story und die aussergewöhnlich düstere und deprimierende Atmosphäre. Ein Film, den man auf jeden Fall nicht verpassen sollte.




9/10

Sonntag, 24. August 2008

The Signal






Titel : The Signal

Originaltitel : The Signal

Land / Jahr : USA / 2007

Altersfreigabe : SPIO/JK

Regie : David Bruckner / Dan Bush / Jacob Gentry

Darsteller :

Chad Mcknight
Cheri Christian
AJ Bowen
Claire Bronson
Tracy Martin
Scott Poythress
Anessa Ramsey
Robert Sterling
Christopher Thomas
Steve Warren
Justin Welborn
Michael Germon


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Kurzbeschreibung des Films :


Die unglücklich verheiratete Mia liegt gerade mit Liebhaber Ben im Lotterbett, als im ganzen Land der Rundfunk zusammenbricht und nur mehr ein abstraktes Flimmern und Knacken aus dem Äther dringt, das allerdings auf die Gemüter der Menschen eine geradezu verheerende Wirkung hat. Bald schon herrschen Mord und Totschlag in der Stadt, auf deren Straßen die zwischenzeitlich getrennten Lover einander suchen und doch nur immer neue Gefahren treffen. Als besonders hartnäckige entpuppt sich Mias Gatte.


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Meinung :


Es ist Silvester und das Chaos bricht über die Stadt herein. Fernseher und Radios schalten sich wie von selbst ein und senden ein Signal, das tief liegende Aggressionen freisetzt und jeden Menschen in eine mordende Bestie verwandelt. In dieser Apokalypse kämpft Ben um das Leben der Frau, die er liebt und die er um jeden Preis schützen muss. Vor dem tobenden Mob. Und vor dem Signal...


Dieser Film ist sicherlich so ziemlich das Innovativste, was in der letzten Zeit in Sachen Film auf den Markt gekommen ist. "The Signal" ist mit absoluter Sicherheit einer der ungewöhnlichsten, kreativsten und aussergewöhnlichsten Filme der letzten Jahre. Einige Leute sind ja der Meinung, es wäre sehr unpassend, das der Film nach einiger Zeit einen zu großen komödiantischen Anteil hätte, ich kann das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Auch verstehe ich nicht, das der Film teilweise sogar als Komödie gehandelt wird.

Die teilweise zugegebenermaßen extrem skurilen Situationen und Dialoge, die sich während des Films entwickeln, entbehren zwar nicht einer gewissen Komik, das steht außer Frage, man sollte dabei aber nicht aus den Augen verlieren, das dies alles durch das "Signal ausgelöst wird. Die Auffasssunds - und Wahrnehmungsgabe der Protagonisten wird dadurch manipuliert und nur so ist es möglich, das diese Situationen überhaupt erst entstehen. So verliert der Film also kein Stück seiner Ernsthaftigkeit, die er von Beginn an besitzt und auch bis zum Ende nie verliert. Natürlich kommt man in gewissen Szenen nicht um ein Lachen herum, zu skuril und abgedreht wirken doch so einige Passagen, aber man sollte doch alles im Rahmen der sehr ernsthaften Story begutachten, die sehr innovativ und spannend ist.

Auch der Härtegrad des Films kann sich durchaus sehen lassen, das der Film das SPIO/JK Zeichen bekommen hat, ist hier sehr gut nachzuvollziehen, denn teilweise geht es hier richtig deftig und derbe zur Sache. Der Blutgehalt ist ordentlich hoch und es gibt so einige wirklich sehr gute Gore - Szenen. Die Darsteller und ihre gezeigten Darbietungen kann man durchgehend als wirklich sehr gut bezeichnen, vor allem der Charakter des eifersüchtigen Ehemanns wird hier absolut brillant in Szene gesetzt. Meiner Meinung nach ist es auch besonders dieser Charakter, der dem Film seinen Stempel aufdrückt.




Fazit :


"The Signal" ist meiner Meinung nach ein sehr erfrischender, innovativer Film, der angenehm aus der großen Masse hervorsticht. Ein Horrorfilm, der wirklich mal etwas anderes bietet, als das, was man ständig serviert bekommt. Eine sehr willkommene Abwechslung im Horror - Genre, die man guten Gewissens und bedenkenlos weiterempfehlen kann.




8,5/10

Freitag, 22. August 2008

Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf






Titel : Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf

Originaltitel : Lethal Weapon 4

Land / Jahr : USA / 1998

Altersfreigabe : FSK 18

Regie : Richard Donner

Darsteller :

Mel Gibson
Danny Glover
Joe Pesci
Rene Russo
Chris Rock
Jet Li
Steve Kahan
Kim Chan
Darlene Love
Traci Wolfe
Eddy Ko
Jack Kehler


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Kurzbeschreibung des Films :


Die beiden LAPD-Cops Martin Riggs (Mel Gibson) und Roger Murtaugh (Danny Glover) unternehmen eine nächtliche Angeltour auf hoher See. Plötzlich wird deren Boot von einem Frachter gerammt. Trotz der turbulenten Situation gelingt es Riggs, an Bord des Schiffs zu klettern. Zu seiner Überraschung entdeckt er im Frachtraum Hunderte von illegalen chinesischen Einwanderern. Als Drahtzieher des Menschenschmuggels entpuppt sich der Geschäftsmann Benny Chan (Kim Chan), ein getarnter Triaden-Boss. Riggs und Murtaugh steht eine heiße Jagd bevor…

Quelle: OFDB


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Meinung :


In ihrem bisher leider letzten Fall haben es Murtaugh und Riggs dieses mal mit Menschenhandel zu tun. Hunderte illegaler Einwanderer werden aus China in die USA geschleust und der Drahtzieher ist der in L.A. lebende Geschäftsmann Benny Chan. Im Verlauf des Films stellt sich aber heraus, das auch die chinesischen Triaden ihre Finger im Spiel haben und es noch um viel mehr geht.



Die beiden Profis sind etwas in die Jahre gekommen, selbst Martin Riggs muß zu dieser Erkenntnis kommen. Bei den Verfolgungsjagden kann er das Tempo der Gejagten nicht mehr mitgehen und auch beim Sparring im Boxring muß er feststellen, das er der Jugend nicht mehr sehr viel entgegenzusetzen hat. Und gerade jetzt bekommen die beiden Cops es mit einem absoluten Meister des Martial Arts ( Jet Li ) zu tun, der ihr Hauptgegenspieler ist. Roger und Martin müßen einige Schläge einstecken, bevor sie am Ende aber mit vereinten Kräften doch die Oberhand behalten.

Die ziemlich harte und extrem temporeiche Action, die in den ersten beiden Teilen noch vorhanden war, wurde hier merklich etwas zurückgeschraubt, dafür aber durch wirklich sehenswerte Martial Arts Action ersetzt. Trotzdem aber hat auch dieser Teil noch genügend Action und vor allem Tempo, um die Herzen der Fans höher schlagen zu lassen. Obwohl es Murtaugh und Riggs eigentlich etwas ruhiger angehen lassen wollen, wird ihnen dieser Wunsch leider nicht erfüllt. Sie müßen Verbrecher durch die halbe Stadt jagen und sich permanent mit Kanpfsportkünstlern rumschlagen. Selbst ihre Familien werden von den Verbrechern nicht verschont, alle Beteiligten kommen um ein Haar bei einem Hausbrand ums Leben.

Im Gegensatz zu Teil 3 wurde der komödiantische Anteil des Film wieder etwas zurückgeschraubt, aber dennoch gibt es immer noch genügend Wortwitz und coole Sprüche. Allein die Dialoge zwischen Murtaugh und Detectiv Butters ( Chris Rock ), der mittlerweile mit Murtaughs ältester Tochter verheiratet ist und der Vater von Roger's kommendem Enkel ist, sind teilweise schon skuril zu nennen. Roger weiß nämlich noch gar nichts von seinem Glück und dadurch kommt es teilweise zu sehr zweideutigen Wortwechseln. Auch Riggs und Lorna erwarten demnächst ihr erstes gemeinsames Kind und so sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Am Ende geht dann aber doch alles gut aus, das Gute siegt wieder und beide Helden können sich endlich intensiv um ihre Familien kümmern. Riggs und Lorna heiraten und Murtaugh akzeptiert sogar seinen Schwiegersohn, obwohl er nie wollte, das seine Tochter einen Cop heiratet.




Fazit:


Ein fantastischer Abschluß der Reihe, obwohl man sich sicherlich noch einige Teile gewünscht hätte. Aber vielleicht ist dieses gelungene Ende auch besser, als wenn man noch einige total unrealistische, oder schlechte Fortsetzungen gedreht hätte. Denn das Problem ist ja, das auch die größten Helden nicht jünger werden.




10/10

Donnerstag, 21. August 2008

Lethal Weapon 3 - Die Profis sind zurück






Titel : Brennpunkt L.A. - Die Profis sind zurück

Originaltitel : Lethal Weapon 3

Land / Jahr : USA / 1992

Altersfreigabe : FSK 18

Regie : Richard Donner

Darsteller :

Mel Gibson
Danny Glover
Joe Pesci
Rene Russo
Stuart Wilson
Steve Kahan
Darlene Love
Traci Wolfe
Damon Hines
Ebonie Smith
Gregory Millar
Nick Chinlund


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Kurzbeschreibung des Films :


Nach einem besonders tollkühnen und mißglückten Einsatz werden die Chaoscops Murtaugh (Danny Glover) und Riggs (Mel Gibson) zur Funkstreife degradiert. Murtaugh versucht, ohne Probleme durch die nächsten Tage zu kommen, denn in nur einer Woche soll er pensioniert werden. Als er bei einer Schießerei mit einer Gang einen Freund seines Sohnes niederstreckt, stoßen er und Riggs auf einen mörderischen Ex-Cop, der die Ghettokids mit Waffen und vor allem der brandgefährlichen "Copkiller"-Munition versorgt ...


Quelle: OFDB


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Meinung :


Gleich zu Beginn ihres dritten Abenteuers werden Murtaugh und Riggs zu normalen Polizisten degradiert, nachdem sie vergeblich versucht haben, eine Bombe zu entschärfen und dadurch ein Hochhaus zum Einsturz gebracht haben. Murtaugh steht kurz vor seiner Pensionierung und will seine letzten Tage im Dienst ohne große Aufregung verbringen. Doch ausgerechnet jetzt werden die beiden schrägen Helden in einen Fall hineingezogen, in dem es um einen verbrecherischen Ex - Cop und Cop - Killer Munition geht, die selbst kugelsichere Westen durchschlägt.



Auch mit diesem mittlerweile dritten Teil der Lethal Weapon Reihe ist es Richard Donner wieder gelungen, ein tolles Action - Feuerwerk auf die Beine zu stellen. Allerdings ist die Action nicht mehr ganz so hart, wie in den beiden Vorgängern, was der Klasse dieses Films aber keinerlei Abbruch tut. Stattdessen kommt hier der komödiantische Anteil noch mehr zum Tragen, es ist noch mehr Wortwitz vohanden. Joe Pesci als Leo Gets wird noch mehr in die Geschichte eingebunden und allein seine Wortgefechte mit den beiden Titelhelden treiben einem teilweise Tränen in die Augen.

Aus dem so schon scheinbar unschlagbarem Trio wird in diesem Teil sogar ein Quartett, denn Lorna Cole ( Rene Russo ) von der internen Abteilung stösst dazu und nach anfänglichen Differenzen wird aus ihr und Riggs sogar ein Paar. Auch wenn die Action Sequenzen hier nicht mehr die Härte besitzen, wie in den ersten beiden Teilen, so kommt der Action - Fan doch voll auf seine Kosten, es gibt wieder wilde Verfolgungsjagden, Explosionen und auch einige sehr gut in Szene gestzte Nahkämpfe, so das der Film zu keiner Zeit langweilig ist.

Und zum Ende hin besinnt sich ja auch noch Murtaugh und beschließt, doch noch nicht in Pension zu gehen, was zum damaligem Zeitpunkt ja eine tolle Nachricht für alle Fans dieser Reihe war, denn so konnte man sich noch auf ein viertes Abenteuer der Chaos - Cops freuen.




Fazit:


Ich persönlich mag die komplette Reihe und kann eigentlich keinen Teil besonders hervorheben. Wenn es um den komödiantischen Anteil geht, ist dieser Film sicher der Beste, aber auch als Gesamtpaket kann er vollends überzeugen. Ein toller und niveauvoller Action - Spaß, der beste und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet.




10/10

Mittwoch, 20. August 2008

Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L.A.






Titel : Brennpunkt L.A.

Originaltitel : Lethal Weapon 2

Land / Jahr
: USA / 1989

Altersfreigabe : FSK 18

Regie : Richard Donner

Darsteller :

Mel Gibson
Danny Glover
Joe Pesci
Joss Ackland
Derrick O'Connor
Patsy Kensit
Darlene Love
Traci Wolfe
Steve Kahan
Mark Rolston
Jenette Goldstein
Dean Norris


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Kurzbeschreibung des Films
:


Nach einer mißglückten Verfolgungsjagd auf eine Bande Drogengangster werden die Polizisten Riggs (Mel Gibson) und Murtaugh (Danny Glover) mit dem belanglosen Auftrag betraut, einen kleinen Buchmacher (Joe Pesci) bis zu dessen Gerichtsaussage zu schützen. Der jedoch arbeitete für genau die Organisation, hinter der die beiden her sind, und seine Informationen führen direkt in die südafrikanische Botschaft ...

Quelle: OFDB


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Meinung :


"Die stahlharten Profis" sind zurück und das in absoluter Bestform. Murtaugh und Riggs müßen sich diesmal mit südafrikanischen Diplomaten auseinandersetzen, die unter dem Deckmantel der diplomatischen Imunität ihren höchst kriminellen Machenschaften nachgehen.

Diese erste Fortsetzung des genialen ersten Teils von Richard Donner steht seinem Vorgänger wirklich in absolut nichts nach, dem Zuschauer wird wieder einmal ein qualitativ hochwertiger Action - Cocktail serviert. Wie schon im ersten Teil gibt es auch hier wieder jede Menge sehr gut in Szene gesetzte Action - Passagen, die das Herz eines jeden Fans höher schlagen lassen. Vor allem merkt man hier wirklich, das echte Profis am Werk waren und es sich nicht um eine Billig - Produktion handelt. Die vorhandenen Stunts und Actionszenen sind einfach absolut perfekt gemacht und in Szene gesetzt worden.

Auch der Wortwitz und der Humor kommen in diesem Teil keineswegs zu kurz, immer wieder hagelt es trotz Extremsituationen coole Sprüche und sehr witzige Dialoge. Und genau das macht eigentlich die ganze "Lethal Weapon Reihe" aus, die perfekte Mischung aus erstklassiger Action und jeder Menge Humor. Allein die Idee, 2 so total verschiedene Charaktäre wie Murtaugh und Riggs als Partner zu vereinigen, ist absolut klasse. Dadurch kommt nie auch nur annähernd so etwas wie Langeweile auf, es gibt einfach keine uninteressanten Passagen in diesen Filmen. Das in diesem Teil auch noch Leo Getz ( Joe Pesci ) dazustösst, verleiht dem Ganzen noch zusätzliche Würze, denn Leo ist eine Nervensäge sondergleichens und strapaziert teilweise die Nerven der beiden Cops bis zum Anschlag.

"Lethal Weapon 2" ist in meinen Augen ein Film, an dem es absolut nichts auszusetzen gibt, hier stimmt einfach alles, wie bei der gesamten Reihe. Diese Filme zählen mit Sicherheit zum Besten, was das Action - Genre zu bieten hat. Und ein absolutes Highlight der 80 er Jahre sind sie sowieso.


Fazit:


Wie auch die anderen 3 Teile der Reihe bietet auch dieser Teil ein Action - Spektakel der Spitzenklasse, gepaart mit einer gehörigen Portion Humor. Es ist einfach einer dieser Filme, die man sich immer wieder anschauen kann, ohne das er langweilig wird. Jederzeit interessant und bestens unterhaltend.




10/10

Montag, 18. August 2008

Lethal Weapon 1 - Zwei stahlharte Profis






Titel : Zwei stahlharte Profis - Lethal Weapon

Originaltitel : Lethal Weapon

Land / Jahr : USA / 1987

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Richard Donner

Darsteller :

Mel Gibson
Danny Glover
Gary Busey
Mitch Ryan
Tom Atkins
Darlene Love
Traci Wolfe
Jackie Swanson
Damon Hines
Ebonie Smith
Bill Kalmenson
Lycia Naff


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Kurzbeschreibung des Films :


Die beiden Polizisten Murtaugh (Danny Glover) und Riggs (Mel Gibson) bilden bei der Untersuchung des Selbstmords eines Callgirls ein ungleiches Team. Sie kommen einer gut organisierten Gruppe ehemaliger CIA-Söldner auf die Spur, die seit dem Vietnamkrieg einen schwunghaften Heroinhandel betreibt.

Quelle: OFDB


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Meinung :


So stelle ich mir perfektes Action - Kino vor, hier passt einfach alles perfekt zusammen. "Lethal Weapon" zählt schon längst zu den absoluten Kultfilmen des Action - Genres und das auch vollkommen zu Recht. Selten wurde bei einem Film eine so perfekte Mischung wie hier gefunden.

Mit Mel Gibson und Danny Glover hat man hier die perfekten Darsteller verpflichten können, das was die beiden einem hier bieten, das ist schon absolute Klasse. In den von ihnen verkörperten Charaktären könnten sie nicht unterschiedlicher sein und gerade das verleiht diesem Film das ganz besondere Extra.

Dieser Film hat wirklich absolut alles, was ein toller Action - Film braucht. Eine wirklich gute Story, die sehr interessant und vor allem rasant umgesetzt wurde, absolut überzeugende Darsteller, eine tolle und dichte Atmosphäre, jede Menge Action auf sehr hohem Niveau, Spannung vom Anfang bis zum Ende und nicht zuletzt jede Menge coole Sprüche und Humor vom Feinsten.

Langeweile ist hier ein absolutes Fremdwort, der Zuschauer wird durchgehend kurzweilig und sehr gut unterhalten. Es macht einfach nur tierischen Spaß, den beiden Helden zuzusehen, denn beide wirken auch extrem sympatisch und haben somit den Zuschauer von Anfang an auf ihrer Seite.

Diesen absoluten Kultfilm darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen, wenn man auf gute und qualitative Action - Filme steht.




10/10

Donnerstag, 14. August 2008

The Dark Hours






Titel : The Dark Hours

Originaltitel : The Dark Hours

Land / Jahr : Kanada / 2005

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Paul Fox

Darsteller :

Kate Greenhouse
Aidan Devine
Gordon Currie
Iris Graham
Dov Tiefenbach
David Calderisi
Jeff Seymour
Trevor Hayes
Bruce McFee
Kathryn Haggis


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Kurzbeschreibung des Films :


Die Ärztin Samantha Goodman (Kate Greenhouse), die in einer psychiatrischen Anstalt arbeitet, leidet seit Jahren an einem Gehirntumor, der aber bisher nie ernste Probleme bereitete. Nun erfährt sie, dass er sich vergrößerte und sie noch bestenfalls ein Jahr zu leben hat. Erschüttert will sie ihrem Mann David (Gordon Currie) davon erzählen, der jedoch das Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte verbringen will, um sein neues Buch fertig zu schreiben. Deshalb fährt sie kurzerhand selbst zur Hütte. Auch ihre Schwester Melody (Iris Graham) ist da und hilft David bei der Arbeit. Doch dann klopft es an der Tür und Adrian (Dov Tiefenbach) steht vor ihnen...

Quelle: OFDB


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Meinung :


"Nichts ist, wie es scheint"


Diese Worte stehen auf der Rückseite des DVD Cover's und diese Worte treffen wirklich genau den Punkt. Dieser kanadische Thriller ist in meinen Augen ein kleines, aber sehr feines Juwel des Genres. Etwas Psycho, ein wenig Horror und jede Menge Thrill sorgen hier dafür, das der Zuschauer bestens unterhalten wird. Allerdings handelt es sich hier wirklich um einen Film, den man nicht mal so nebenbei schauen sollte, denn es könnte passieren, das man ansonsten den Faden verliert..

Man sollte sich schon auf den Film konzentrieren, um die Zusammenhänge zu erkennen und vor allem das sehr plötzlich kommende Ende zu verstehen. Der Zuschauer wird hier auf eine Ebene geführt, auf der es teilweise sehr schwer ist, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.Vor allem beim ersten anschauen kann es durchaus sein, das man leicht verwirrt ist, wenn man jedoch alles aufmerksam verfolgt, erschließt sich einem am Ende doch alles als schlüssig und es dürften keine Fragen offen bleiben.

"The Dark Hours" beginnt eigentlich ziemlich ruhig, doch von Minute zu Minute wird die Spannungsspirale kontinuirlich weiter nach oben geschraubt. Die düstere und sehr beklemmend wirkende Stimmung sorgt dafür, das der Zuschauer das Geschehen fasziniert verfolgt und teilweise das Gefühl bekommt, ein Teil der Geschichte zu sein. Man fiebert und leidet mit den Protagonisten mit. Dadurch, das man manchmal schwer zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann, geht von dem Film eine ungeheuer starke Faszination aus, die sich immer mehr auf den Betrachter überträgt und ihn bis zum sehr überraschenden Ende einfach nicht mehr loslässt.

Die Darsteller spielen hier allesamt erstklassig, sie verleihen ihren Charaktären sehr viel Tiefe und spielen ihre Parts sehr autentisch und überzeugend. Sie überzeugen durch sehr viel Ausdrucksstärke und verleihen somit dem Geschehen noch mehr Glaubwürdigkeit.



Fazit :


"The Dark Hours ist ein sehr raffiniertes Psycho/Horror Kammerspiel, das teilweise sehr überraschend und teilweise auch sehr hart ist. Ähnlichkeiten zu Filmen wie "Reeker" oder auch "Dead End" sind unverkennbar. Excellente Darsteller sorgen mit dafür, das dem Zuschauer hier ein erstklassiger Film präsentiert wird, der spannend und extrem kurzweilig unterhält.




9/10

Montag, 11. August 2008

Mulberry Street






Titel : Mulberry Street - Die Nachbarschaft verändert sich

Originaltitel : Mulberry Street

Land / Jahr : USA / 2006

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Jim Mickle

Darsteller :

Laurel Astri
Kim Blair
Ron Brice
Bo Corre
Nick Damici
Larry Fessenden
Larry Fleischman
Rodney Gray
Tim House
John Hoyt
Mike McGrath
Antone Pagan


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Kurzbeschreibung des Films :


New York: Während Ex-Boxer Clutch auf die Rückkehr seiner Tochter Casey aus einem Kampfeinsatz wartet, häufen sich die Angriffe von Ratten auf die Bürger der Stadt. Was noch nicht bekannt ist, die Ratten tragen einen Virus in sich, welcher ihre Bissopfer langsam aber sicher in blutrünstige Ratten-Menschen verwandelt. Und die dürstet es stetig nach frischem Fleisch.

Als die Lage eskaliert und das Blutbad beginnt riegelt das US-Militär die Insel Manhattan ab. 6 Bewohner der Mulberry Street, unter ihnen Clutch und Casey verschanzen sich vor den monströsen Angreiffern in ihrem Appartmenthaus. Doch ihr Versteck bleibt nicht lange unentdeckt. Sie müssen sich mit allen was sie haben zur Wehr setzen …

Quelle: OFDB


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Meinung :


Virusverseuchte Ratten attackieren die Bürger von New York. Jeder,der gebissen wird, verwandelt sich mit der Zeit in einen "Ratten - Menschen" und geht auf seine Mitmenschen los und trägt den Virus weiter. Schon bald bricht in New York die nackte Panik aus.


Die Story dieser kleinen, aber feinen Low - Budget Produktion hört sich leicht trashig an, was jetzt aber keineswegs als negativ zu verstehen ist, denn die leicht trashige Note steht dem Film sehr gut. Die ersten 30 Minuten verläuft der Film eigentlich eher ruhig, die einzelnen Charaktäre werden näher beleuchtet und vorgestellt. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, denn obwohl nicht viel passiert, kommt eigentlich keine Langeweile auf und man erfährt auch einiges über die Hauptpersonen dieses Films.

Nach dieser Einführungsphase nimmt der Film dann einiges an Fahrt auf, die Spannung wird mehr und mehr gesteigert. Unterstüzt wird die steigende Spannung durch die sehr düstere und bedrohliche Stimmung, die der Film beim Zuschauer erzeugt. Teilweise kommt sogar so etwas wie Endzeitstimmung auf, da sich die Ratten - Menschen unglaublich schnell vermehren und man anscheinend der Bedrohung nicht Herr werden kann. Jedenfalls schafft es der Film durchaus, den Zuschauer zu faszinieren und ihn dazuzubringen, mit den Gejagten mitzufiebern.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die teilweise zu schnellen Bildschnitte bei den Biss - Szenen. Hier verhält es sich wie zum Beispiel auch bei "28 Weeks later", das man teilweise nicht alles erkennen kann, weil es einfach zu schnell geht. Hinzu kommt, das die Bilder auch manchmal einfach zu dunkel gehalten sind. Das sind aber in meinen Augen auch die einzigen Schwachpunkte, denn ansonsten weiß der Film wirklich zu gefallen. Wer weiß, was hier noch möglich gewesen wäre, wenn mehr Budget zur Verfügung gestanden hätte.



Fazit:


"Mulberry Street" ist ein kleiner, aber sehr guter Horrorfilm, der durch seine Atmosphäre und recht gute und überzeugende Darsteller zu punkten weiß. Nach einer etwas ruhigeren Anfangsphase kann der Film auch durchaus durch einige nette, etwas härtere Szenen überzeugen, die man aber durch etwas langsamere Bildschnitte noch besser hätte gestalten können. Insgesamt bietet der Film aber sehr gute und auch kurzweilige Horror - Unterhaltung.




7/10

Freitag, 8. August 2008

An American Crime






Titel : An American Crime

Originaltitel : An American Crime

Land / Jahr : USA / 2007

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Tommy O'Haver

Darsteller :

Ellen Page
Catherine Keener
Hayley McFarland
Ari Graynor
Evan Peters
Bradley Whitford
Hannah Leigh Dworkin
Scout Taylor-Compton
Carlie Westerman
Nick Searcy
James Franco
Tristan Jarred


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Kurzbeschreibung des Films :


Indiana, Illinois, Sommer 1965: die 16-jährige Sylvia (Ellen Page) und ihre Schwester Jenny (Hayley McFarland) müssen mit ihren Eltern Lester (Nick Searcy) und Betty Likens (Romy Rosemont) oft umziehen, da sie einen Jahrmarktstand betreiben, weshalb sie die ganze Zeit durch die USA ziehen. Als eine längere Reise ansteht, geben sie die beiden Mädchen in die Obhut von Gertrude Baniszewski (Catherine Keener), einer allein erziehenden, gesundheitlich angeschlagenen, siebenfachen Mutter, die sich mit allen möglichen kleineren Aufträgen von Nachbarn finanziell über Wasser hält. Gegen eine 20$-Wochenbezahlung nimmt sie Sylvia und Jenny bei sich auf.
Als in der ersten Woche der Scheck Lesters verspätet ankommt, bestraft sie dafür Jenny und Sylvia, die alles ohne Widerworte über sich ergehen lässt und sogar die Schläge für Jenny einsteckt. Nachdem Gertrude dann auch noch erfährt, dass Sylvia angeblich ihre Tochter Paula (Ari Graynor) als Hure bezeichnet und sagt, sie sei schwanger, misshandelt sie sie immer wieder unter dem Vorwand der Lügerei. Die Foltereien werden immer schlimmer, doch da selbst die eigenen Kinder und die Nachbarskinder mit der Zeit dabei zusehen und mitmachen, scheint es für Sylvia keine Hoffnung zu geben...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit!!!!


Gerade diese Aussage, die man beim ansehen des Films automatisch im Hinterkopf hat, macht dem Zuschauer am meisten zu schaffen, denn man kann es einfach nicht verstehen, das so etwas überhaupt möglich ist und keiner etwas dagegen unternommen hat.

Zum Inhalt:

Im Sommer 1965 werden die Schwestern Sylvia und Jenny in einer Pflegefamilie untergebracht, da ihre Eltern Schausteller sind und den Großteil des Jahres im ganzen Land unterwegs sind. Am Anfang läuft auch alles gut, die Schwestern verstehen sich mit der Pflegemutter Gerti und ihren 6 Kindern sehr gut, doch schon bald beginnt der wahre Horror.



Der Film ist ein Drama, das beim Zuschauer aber den echten Horror auslöst, ungläubig folgt man dem Geschehen, immer mit der Gewissheit im Hinterkopf, das sich wirklich alles so, oder so ähnlich zugetragen hat. Die 16 jährige Sylvia erlebt hier im wahrsten Sinne des Wortes die "Hölle auf Erden", sie wird nicht nur von ihrer Pflegemutter sadistisch gequält, auch deren Kinder und sogar noch Jugendliche aus der Umgebung vergehen sich an ihr. Als die Beteiligten später vor Gericht gefragt werden, warum sie an den Peinigungen teilgenommen haben, kam voon allen lediglich die Antwort: "Ich weiß es nicht".

Und genau diese Antwort spiegelt eigentlich auch den ganzen Film wieder und auch die Ohnmacht, die teilweise durch das Geschehen beim Betrachter ausgelöst wird. Denn es gab eigentlich für Niemanden einen Grund, die kleine Sylvia so unmenschlich zu behandeln, es wirkte eher wie eine Art Gruppenzwang, den man sich einfach nicht erklären kann. Auch die Gleichgültigkeit und das bewuste Wegsehen der Nachbarn, die ständig die Schreie von Sylvia gehört haben, lösen totale Fassungslosigkeit aus. Man kann es nicht verstehen, wie Menschen so grausam und gleichgültig sein können.

Die Ähnlichkeiten zu Jack Ketchum's "Evil", der ja wohl eher lose auf diesem Fall basiert, sind schon frappierend, die Frage, welcher Film besser ist, lässt sich wohl schwer beantworten. Beide Filme gehen unter die Haut und regen den Zuschauer zum nachdenken an, auf jeden Fall gehen beide Filme nicht spurlos an einem vorbei und hinterlassen ihre Spuren.

Was mir bei "An American Crime besonders imponiert hat, sind die wirklich ausgezeichneten Darsteller, allen voran Ellen Page ( Sylvia ) und Catherine Keener ( Gertrude ), die ihren Charaktären wirklich Leben einhauchen und ihnen eine Seele geben. Von Ellen Page war ich schon bei "Hard Candy" begeistert, ich habe selten eine so talentierte Jungdarstellerin gesehen, die in der Lage ist, dem von ihr gespielten Charaktären so viel Leben einzuhauchen.



Fazit :


"An American Crime" ist ein Drama, das gleichzeitig fasziniert und schockiert. Durch die ausgezeichneten Darsteller erlangt der Film eine noch größere Glaubwürdigkeit. Ein Film, der auch zeigt, wie wichtig es ist, auch in unbequemen Situationen nicht wegzusehen und ein Film, der auch ein Mahnmahl ist und Jedem zeigt, wie wichtig es ist, Zivilcourage zu haben.




9/10

Mittwoch, 6. August 2008

Zombie Strippers






Titel : Zombie Strippers

Originaltitel : Zombie Strippers

Land / Jahr : USA / 2008

Altersfreigabe : SPIO/JK

Regie : Jay Lee

Darsteller :

Robert Englund
Jenna Jameson
Roxy Saint
Joey Medina
Shamron Moore
Penny Drake
Jennifer Holland
John Hawkes
Jeannette Sousa
Whitney Anderson
Carmit Levité
Calvin Green


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Kurzbeschreibung des Films :


Die USA in nicht allzu ferner Zukunft: Amerika ist mittlerweile in unzählige Kriege verstrickt und um den Nachschub an Soldaten zu gewährleisten, wurde ein künstlicher Virus entwickelt, der tote Soldaten in Zombies verwandeln soll, damit diese als Untote weiterkämpfen können. Als in einem geheimen Forschungslabor Experimente mit diesem Virus aus der Bahn geraten, soll ein Sondereinsatzkommando eingreifen und die Zombies vernichten. Doch einer der Soldaten wird gebissen und flüchtet in einen nahegelegenen Strip Club, in dem er Kat (Jenna Jameson), die Startänzerin des Clubs, ebenfalls mit dem Virus infiziert. Da Kat als untote Stripperin das Publikum jedoch mehr begeistert als jemals zuvor, riecht Club-Besitzer Ian (Robert Englund) die große Kohle und überredet die meisten seiner weiteren Tänzerinnen dazu, sich von Kat beißen und in Zombies verwandeln zu lassen. Dumm nur, dass die Zombie Stripper ständig Lust auf frisches Menschenfleisch verspüren...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Wer bei diesem Film so etwas wie hohes Niveau, tolle darstellerische Leistungen, oder gar eine tiefgehende Story erwartet, der sollte die Finger von "Zombie Strippers" lassen. Wer aber einen äusserst blutigen, gut unterhaltenden und auch trashig - skurilen Fun - Splattererwartet, der sollte sich diesen Film unbedingt ansehen. Sicherlich muß man schon eine Vorliebe für diese Art von Filmen haben, um den Film wirklich genießen zu können, aber wenn das der Fall ist, dann kommt man hier voll auf seine Kosten.

Hübsche Mädels, nackte Brüste, sehr viel Blut und eine gehörige Portion Trash, all das bekommt man hier zur Genüge geboten und hat durchaus seinen Spaß dabei. Allein der Beginn des Films, in dem gezeigt wird, das G. W Bush die Präsidentschaftswahl gegen A. Schwarzenegger gewonnen hat, deutet an, in welche Richtung dieser Film geht. Und "Zombie Strippers" verfolgt die eingeschlagene Richtung auch konsequent die gesamte Laufzeit über, ohne sich selbst sehr ernst zu nehmen. Und genau das sollte man auch als Zuschauer tun, den Film nicht so ernst nehmen.

Untote Stripperinnen, die ihren Job als Untote besser machen, als zu ihren Lebzeiten und die Männer dabei in Ekstase bringen, das ist doch mal etwas. Nur, das die Damen nach ihren Auftritten hungrig werden und Körperteile ihrer "Fans" als Nahrung benutzen. Auch verändern sich die Damen zusehends, ihre Optik lässt mit der Zeit doch ziemlich zu wünschen übrig.

Genau so trashig, wie diese kurze Inhaltsangabe klingt, ist auch der gesamte Film aufgebaut, aber wenn man das mag, hat man eine Menge Spaß mit diesem Zombiefilm. Dazu tragen auch die einzelnen Charaktäre des Films bei, allen voran Robert Englund, der hier als geldgieriger Club - Besitzer das Geschäft seines Lebens wittert. Die gezeigten Leistungen der Darsteller sind dem Film gut angepasst, alles wirkt herrlich durchgeknallt und sehr skuril. Besonders erwähnenswert finde ich die Tatsache, das die untoten Damen auch in ihrem "zweiten Leben" jederzeit in der Lage sind zu sprechen, aber die männlichen Opfer anscheinend nicht. Aber gut, bei diesem Film sollte man wirklich nicht nach Logik suchen, denn man wird einfach nicht fündig.



Fazit:


"Zombie Strippers" ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener und äusserst blutiger Fun - Splatter und auch nur als solcher funktioniert der Film, bei dem man vorher das Gehirn ausschalten sollte, um den Film richtig genießen zu können und seinen Spaß zu haben.




8/10

Sonntag, 3. August 2008

Five Across the Eyes






Titel : Five Across the Eyes

Originaltitel : Five Across the Eyes

Land / Jahr : USA / 2006

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Greg Swinson / Ryan Thiessen

Darsteller :

Jennifer Barnett
Angela Brunda
Veronica Garcia
Danielle Lilley
Sandra Paduch
Mia Yi
Dave Jarnigan
Keith Smith
Jane Swinson
Abby Vessell


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Kurzbeschreibung des Films :


Fünf hysterische Zicken, Freundinnen angeblich, die sich aber kein Stück leiden können, verfahren sich erst auf der stockfinsteren Abkürzungsroute und geraten dann an eine aus unbekanntem Anlass furchtbar wütende, alleinreisende Dame mit Schießgewehr und viel freier Zeit. Die macht sich bald einen Spaß daraus, den jungen Mädchen wie ein omnipräsenter Springteufel hinter jeder zweiten Wegbiegung aufs Neue aufzulauern, um sie zu quälen, barbarisch zu demütigen und mit dem Tode zu bedrohen.

Quelle: VideoMarkt


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Meinung :


Dieser Film war ein absoluter Blindkauf von mir, nur das der Begriff Blindkauf hier eine ganz neue Bedeutung erlangt. Dieser Film hat mir wirklich fast das Augenlicht geraubt und das aus mehreren Gründen. Erstens ist dieser Film so grottenschlecht, das es dem Zuschauer die Tränen in die Augen treibt und zweitens wäre da noch die absolut miese Bildqualität, die wirklich unter aller Sau ist.

Die Kameraführung ist hier teilweise so stark verwackelt, das man kaum etwas erkennen kann, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da es kaum etwas gibt, was man unbedingt erkennen möchte.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema, denn es geht ja in erster Linie um den Film an sich. Wenn der jetzt wenigstens gut wäre, könnte man ja etwas über die oben genannten Minuspunkte hinwegsehen, aber leider ist das nicht der Fall, Was dem Zuschauer hier geboten wird, ist schon eine mittelschwere Frechheit.

Es gibt so viele Filme, die wegen ihrer Härte in Deutschland geschnitten oder gar beschlagnahmt werden. Warum werden eigentlich keine Filme aus dem Verkehr gezogen, die die Intelligenz des Zuschauers beleidigen? Dieser Film wäre ein Kandidat für so eine Maßnahme.

Man könnte dieses Machwerk auch jederzeit zu den Folterfilmen zählen, denn selten wurden die Zuschauer bei einem Film so gefoltert und gequält wie bei diesem. Das fängt schon bei den Darstellerinnen an, die jeglicher Beschreibung spotten und an Dilletantismus wohl kaum zu überbieten sind. Bei den 5 Mädels, die hier die Opfer sind, wünscht man sich nichts sehnlicher, als das sie endlich umgebracht werden, denn die Tussis nerven unendlich.

Das liegt an den nicht vorhandenen darstellerischen Leistungen und an den teilweise extrem flachen und schon peinlichen Dialogen, die einem hier geboten werden. Da wünscht man sich doch wirklich die gute alte Zeit der Stummfilme zurück. So intelligente Aussagen wie: "Steig nicht aus, sonst tötet sie dich und wenn sie dich tötet, dann bist du tot" sind nur ein Beispiel für die Qualität der vorhandenen Dialoge.

Der Film soll bedrohlich wirken, tut dies aber zu keiner Zeit. So etwas wie Spannung oder Atmosphäre kann man hier lange suchen, nur wird man es leider nicht finden. Dieser Film ist einfach Dilletantismus pur und eigentlich müsste man die macher dieses Werkes auf Schmerzensgeld verklagen, ich glaube, man hätte gute Chancen, den Prozess zu gewinnen.

Diesen Film kann man nur Leuten empfehlen, die sich mit aller Gewalt den Abend versauen wollen, ansonsten ist dieser Müll den Silberling nicht wert, auf den er gepresst wurde.

Auch wenn diese deutsche DVD um einige Minuten geschnitten ist, so könnten selbst 2 zusätzliche Stunden Filmdauer dieses Werk keinesfalls aufwerten.




1/10