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Dienstag, 30. September 2008

Die Seuche






Titel : Clive Barkers Die Seuche

Originaltitel : The Plague

Land / Jahr : USA / 2006

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Hal Massonberg

Darsteller :

James Van Der Beek
Ivana Milicevic
Brad Hunt
Joshua Close
Brittany Scobie
Bradley Sawatzky
John P. Connolly
Dee Wallace
Jon Ted Wynne
Arne MacPherson
Hilary Carroll
David Stuart Evans


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Kurzbeschreibung des Films :


Vor zehn Jahren vielen alle Kinder unter neun urplötzlich in ein mysteriöses Wachkoma - seit diesem Tag kamen alle Neugeborenen ebenfalls in diesem Zustand zur Welt. Die Menschheit steht vor einem Rätsel und vor dem möglichen Ende ihrer Existenz. So auch der Sohn von David (Arne MacPherson), der seinen Sohn liebevoll pflegt denn trotz des Komas wuchsen die Kinder körperlich normal heran. Davids Bruder Tom (James van der Beek) kommt zu diesem Zeitpunkt aus dem Gefängnis und sucht seinen heimischen Ort wieder auf. das Verhältnis zwischen den beiden Brüdern ist sehr gespannt, dennoch lässt David Tom bei sich wohnen. Genauso plötzlich wie die mysteriöse Seuche einst ausbrach endet sie dann aber es gibt kein freudiges Wiedersehen mit den einstigen Kindern - sie erwachen mit einem wahnsinnigen Blutdurst und fallen über die restliche Menschheit her...


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Meinung :


"Clive Barkers Die Seuche"




Mit diesem Schriftzug wird auf dem DVD - Cover für diesen Film geworben und das führt so manchen Filmfreund sicherlich etwas in die Irre. Denn der Film hat mit Barker nicht mehr zu tun, als das der Meister als Produzent fungiert. Das soll den Film jetzt aber nicht unbedingt schlechter machen, als er ist, auch wenn die meisten Kritiken ja eher durchschnittlich ausfallen.


Der Film beginnt damit, das sämtliche Kinder unter 9 Jahren auf einmal in eine Art Koma fallen, das sich Niemand erklären kann. 10 Jahre später wachen sie auf einmal wieder auf, aber sie sind wie Zombies und versuchen alle Erwachsenen zu töten. Einige Menschen sind auf der Flucht vor den Jugendlichen und wollen eine geschützte Airbase erreichen, aber die Kids sind ihnen auf den Fersen und immer in der Nähe.....


Sicherlich ist der Film jetzt nicht der absolute Überflieger, aber ich bin der Meinung, das man hier doch einen sehr spannenden und teilweise sogar innovativen Horror / Thriller geboten bekommt. Es stellt sich hier die Frage, ob der Film nicht sogar der Zombie - Thematik zuzuordnen ist, denn eigentlich sind die Kinder ja Untote, auch wenn sie hier ihre Opfer nicht verspeisen, jedenfalls ist das nicht zu sehen. Einiges bleibt hier mit Sicherheit auch eine Sache der eigenen Interpretation und genau das macht diesen Film meiner Meinung nach so interessant, gerade weil die durchaus vorhandene Zombie - Thematik einmal ganz anders behandelt wird.

Atmosphärisch finde ich "Die Seuche" durchaus gelungen, es kommt sogar so etwas wie Endzeitstimmung beim Zuschauer auf und ein starkes Gefühl der Beklemmung macht sich breit, so das man sich phasenweise sogar etwas unwohl fühlt. Auch in Sachen Spannung ist das Werk recht gut gelungen, auch wenn man hier mit Sicherheit noch etwas mehr hätte rausholen können, denn einige Passagen sind doch zu dialoglastig, dort hätte man eventuell etwas mehr Action und auch etwas blutigere Szenen einbauen können, was dem Film bestimmt nicht geschadet hätte.

Von den darstellern bekommt man meiner Meinung nach durchweg solide Kost geboten, ohne das Jemand herausragen würde. In einigen Sequenzen hätte man sich ruhig etwas mehr Darstellungskraft gewünscht, denn einige Gefühle, die bei dem Geschehen eigentlich vorherrschen müssten ( Angst, Panik, Verzweiflung ), werden nicht so richtig zum Zuschauer transportiert, jedenfalls kam es bei mir nicht so an. Aber sehr nett fand ich das Wiedersehen mit Dee Wallace, die man ja noch aus "Das Tier" kennt, von der man aber in den letzten Jahren nicht mehr viel gehört hat.

Das Ende hätte man vielleicht etwas besser gestalten können, das fand ich eher unbefriedigend. Es ist doch ziemlich offen und lässt so doch zuviel Raum für eigene Interpretationen, diese Sache hätte man doch etwas geschlossener gestalten können, was aber nichts am doch guten Gesamteindruck ändert.



Fazit :



Man sollte sich hier nicht vom Namen Clive Barker irritieren lassen, aber der Film ist absolut sehenswert. Ein Horror / Thriller, der spannend und interessant ist und einigen Raum für Spekulationen lässt. Insgesamt gesehen auf jeden Fall gute und kurzweilige Unterhaltung.




7/10

Freitag, 26. September 2008

Rogue - Im falschen Revier






Titel : Rogue

Originaltitel : Rogue

Land / Jahr
: Australien / 2007

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Greg McLean

Darsteller :

Caroline Brazier
Stephen Curry
Celia Ireland
John Jarratt
Heather Mitchell
Radha Mitchell
Geoff Morrell
Robert Taylor
Michael Vartan
Mia Wasikowska
Sam Worthington


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Kurzbeschreibung des Films
:


Eine anfangs harmlose Flussfahrt mit "Crocodile watching" im australischen Outback, angeführt von Kate Ryan (Radha Mitchell) wird für den arroganten amerikanischen Reporter Pete (Michael Vartan) und die übrige, vornehmlich städtische Touristengruppe zu einem Alptraum, als ein riesiges Krokodil ihr Boot zum Kentern bringt und sie zwingt, auf einer winzigen Insel inmitten des Flusses, eingekreist von steilen Felswänden, zu verweilen und als lebender Futtervorrat der monströsen, unberechenbaren und hungrigen Bestie ausgeliefert zu sein...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Während einer Fluss - Safari gerät ein Boot mit einigen Touristen in das Revier eines riesigen Krokodils. Das Boot wird von diesem angegriffen und zerstört. Die Leute können vorrübergehend auf eine kleine Insel entkommen, auf der sie aber keinesfalls in Sicherheit sind, denn mit der Zeit steigt der Wasserspiegel durch die nahende Flut immer weiter an. Ein mörderischer Kampf ums nackte Überleben beginnt.


Sicher, die Story ist nicht gerade innovativ, man hat alles schon einmal in irgendeiner Form gesehen, aber die Umsetzung der Story ist hier meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Gerade im Bereich der Krokodil - Horrorfilme gibt es ja etliche Werke, die teilweise grottenschlecht sind, da ist "Rogue" doch eine wohltuende Ausnahme. Wenn man diesen Film zum Beispiel mit dem auch erst kürzlich erschienenen "Black Water" vergleicht, ist "Rogue" doch um einiges besser gelungen. Der Film beginnt eigentlich ziemlich seicht und teilweise auch recht witzig, um dann aber ziemlich schnell richtig Fahrt aufzunehmen. Die Atmosphäre, die am Beginn noch ziemlich locker wirkt, nimmt urplötzlich sehr beklemmende und klaustrophobische Ausmaße an und auch die Spannungsschraube wird ständig fester gezogen, so das der Zuschauer unwillkürlich zum mitfiebern animiert wird, ohne sich dagegen wehren zu können.

War "Black Water" doch eher etwas enttäuschend, da eigentlich nicht wirklich viel passierte, so ist in diesem Film doch auch einiges an Action geboten. Vor allem bekommt man hier auch einige sehr schöne Großaufnahmen von dem Krokodil zu sehen, was in vielen anderen Genrefilmen nicht der Film ist. Ganz generell sind hier auch die wirklich guten Kamerafahrten zu loben, wie auch die wirklich farbenprächtigen Landschaftsaufnahmen, die ein optischer Leckerbissen sind.

Auch die Darsteller machen ihre Sache allesamt sehr gut, es gibt zwar keine herausragenden Leistungen zu sehen, aber die aufkommenden Gefühle wie Angst und Panik werden dem Zuschauer doch sehr glaubhaft und autentisch rübergebracht, so das man sich recht gut in die Lage der Leute hineinversetzen kann.



Fazit:



"Rogue" ist endlich mal wieder ein lohnenswerter Tierhorror - Vertreter, der es versteht, den Betrachter zu fesseln und durchgehend kurzweilig und spannend zu unterhalten. Für Fans des Genres absolut zu empfehlen, aber auch für alle anderen ist der Film sicherlich einen Blick wert.




7,5/10

Mittwoch, 24. September 2008

Das Waisenhaus






Titel : Das Waisenhaus

Originaltitel : El Orfanato

Land / Jahr : Mexico / Spanien / 2007

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : Juan Antonio Bayona

Darsteller :

Belén Rueda
Fernando Cayo
Geraldine Chaplin
Montserrat Carulla
Mabel Rivera
Andrés Gertrúdix
Roger Príncep
Carla Gordillo Alicia
Georgina Avellaneda
Alejandro Campos
Oscar Guillermo Garretón
Edgar Vivar


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Kurzbeschreibung des Films :


Laura (Belén Rueda) kehrt nach 30 Jahren wieder zu dem Haus zurück, in dem sie als Waise bis zu ihrer Adoption ihre Kindheit verbrachte. Sie ist in Begleitung ihres Mannes Carlos (Fernando Cayo) und ihres kleinen Sohnes Simón (Roger Príncep) und will mit diesen wieder in das lange leerstehende Haus einziehen, um dort selbst eine Heimstätte für behinderte Kinder zu betreiben.

Simón, der auf Grund einer vor ihm geheimgehaltenen Krankheit, täglich Tabletten schlucken muss, ist ein Kind mit lebhafter Phantasie, der sich zwei imaginäre Freunde erfunden hat. Daran hatten sich die Eltern gewöhnt, aber seine neuen Freunde, die er in dem geheimnisvollen Haus kennenlernt, entwickeln ein wesentlich stärkeres Eigenleben und nehmen Einfluss auf Simóns Verhalten...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Gute Grusel - und Gespensterfilme gibt es ja nicht gerade viele und gerade in der heutigen Zeit sind sie eher absolute Mangelware. "Das Waisenhaus" ist hier eine sehr wohltuende Ausnahme und bietet dem Zuschauer Gruselfeeling pur.

Endlich mal wieder ein Film, der vollkommen auf blutige Szenen verzichtet und als bestes Beispiel dafür dient, das man auch ohne Härte überzeugen und die Betrachter für sich einnehmen kann. Meiner Meinung nach gibt es an diesem Film gar nichts auszusetzen, er hat eine sehr interessante Story, die sehr flüssig und ohne Längen erzählt wird. Nachdem es hier eher etwas ruhiger losgeht, wird die Spannung immer mehr gesteigert, was sich auch immer mehr im Sehverhalten des Betrachters niederschlägt. Sitzt man am Anfang noch ziemlich entspannt vor dem Bildschirm, so lässt man sich doch mit der Zeit von der steigenden Spannung und der gespenstischen Atmosphäre gefangennehmen.

Gut gesetzte Gruseleffekte sorgen dafür, das sich ein sehr belemmendes Gefühl breitmacht, das man bis zum bitteren Ende nicht mehr abstellen kann. Einen Großteil der Faszination, die dieser Film ausstrahlt, hat man den erstklassigen Darstellern zu verdanken, bei denen meiner Meinung nach Belen Rueda hervorsticht, die den Charakter der sensiblen und liebevollen Mutter einfach nahezu perfekt darstellt. Auch ihrer dargebotenen Leistung ist es zu verdanken, das der Zuschauer tiefer in ihre Gefühlswelt eintauchen kann und mit ihr leidet und mitfiebert.

Lediglich das Ende hat mir persönlich nicht gänzlich zugesagt, da es ziemlich tragisch ist, aber es passt trotz allem perfekt und ein Happy - End wäre hier auch eher unglaubwürdig und unpassend gewesen.




Fazit:




In der Zeit der harten Splater / Gore Filme bietet "Das Waisenhaus" eine mehr als willkommene Abwechslung. Ein sehr niveauvoller Gruselfilm, der es versteht, den Zuschauer für sich zu gewinnen und zu begeistern. Ein Film, der keinerlei Längen aufzuweisen hat und jederzeit kurzweilige und gespenstische Unterhaltung garantiert.




9/10

Samstag, 20. September 2008

Frontier(s)






Titel : Frontier(s)

Originaltitel : Frontiere(s)

Land / Jahr
: Frankreich / Schweiz / 2007

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Xavier Gens

Darsteller :

Karina Testa
Aurélien Wiik
Patrick Ligardes
David Saracino
Maud Forget
Samuel Le Bihan
Estelle Lefébure
Yannick Dahan
Chems Dahmani


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Kurzbeschreibung des Films
:


Als bei einer Gruppe Kleinkrimineller während der Unruhen in Paris ein Raubüberfall schief geht, fliehen sie nach Belgien.
Im Grenzgebiet steigen sie in einem Hotel ab. Doch dort laufen sie einer Gruppe Neo-Nazis in die Arme und ein gandenloser Kampf beginnt...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Nach "High Tension" und "Inside" hier jetzt also der dritte harte Schocker, der in den letzten Jahren von unserem Nachbarland Frankreich zu uns gekommen ist. Und auch dieser Film hat es wirklich in sich, selbst in der gekürzten deutschen Fassung.


In Paris gibt es starke Unruhen, es regiert der Mob. Nach einem misslungenem Banküberfall wollen 5 jugendliche Straftäter aus der Stadt fliehen. Einer von ihnen erliegt einer Schußverletzung und stirbt. Die anderen 4 machen auf ihrer Flucht in einem kleinen Motel in Grenznähe halt. Nichtsahnend, das sie einer kannibalistischen Nazi - Familie in die Hände gefallen sind. Der Leidensweg der 4 jugendlichen kann beginnen...



"Frontier(s)" ist wieder mal ein Film, der die Meinungen ziemlich spaltet. Manch einer ist vielleicht einfach dieser harten Filme überdrüssig, andere stört es, das die die Nazi - Thematik ziemlich unreflektiert dargestellt wird. Ich muß sagen, das der Film mir persönlich sehr gut gefallen hat, teilweise hat er mich sogar etwas an "Texas Chainsaw Massacre" erinnert, dafür hat schon allein die Dinner - Szene gesorgt. Man könnte auch gewisse Ähnlichkeiten mit "Wrong Turn" sehen, wofür das Abbiegen zum Motel spricht. Innovativ ist "Frontier(s) sicherlich nicht unbedingt, aber das muß er eigentlich auch gar nicht sein, denn das Gesamtpaket kann man als sehr gelungen bezeichnen, vor allem, wenn man diese Art von Filmen mag.

Der Film beginnt schon ziemlich rasant und verliert auch während der gesamten Laufzeit nichts von seinem Tempo, die Spannung steigert sich praktisch von Minute zu Minute und so lässt der Film erst gar keine Längen entstehen. Es herrscht eine sehr gute, dreckige Atmosphäre, ähnlich wie bei "TCM", was sehr gut zum Geschehen passt. Der Härtegrad ist schon in der deutschen Cut - Version sehr hoch und eigentlich auch vollkommen ausreichend, aber wenn man sieht, welche Passagen noch fehlen, dann kann man sich doch auf eine hoffentlich erscheinende ungeschnittene Version über Österreich freuen. Die dargebotene Härte jagt dem Zuschauer doch so manchen Schauer über den Rücken und löst auch ein sehr starkes Gefühl der Beklemmung aus. Man leidet mit den 4 Jugendlichen mit und ist heilfroh, das man nicht an deren Stelle ist. Vor allem fragt man sich aber automatisch, wieviel Schmerzen die Seele eines Menschen aushält, denn falls man diesen hier gezeigten Leidensweg überleben sollte, trägt man mit Sicherheit psychische Schäden davon.

Die Darsteller fand ich persönlich sehr überzeugend, die Opfer haben die Panik und die Angst sehr gut zum Zuschauer transportiert und wirkten sehr autentisch. Aber auch die psychopatische Nazi - Familie wurde sehr gut dargestellt, obwohl die politisch angerissenen Seite in dem Film wirklich fast zur nebensächlichkeit verkommt und das Hauptaugenmerk eindeutig auf den Härtegrad gelegt ist. Ein paar hohle Naziparolen gibt es zu hören, aber weiter wird die Thematik eigentlich nicht behandelt.




Fazit:



Man darf keine große Innovation erwarten, denn die bietet "Frontier(s)" sicherlich nicht, aber wer auf einen harten und kompromislosen Survival - Horrorfilm aus ist, der kommt an diesem Film nicht vorbei. Ich kann ihn jedenfalls bedenkenlos empfehlen.




8/10

Mittwoch, 17. September 2008

Feast






Titel : Feast

Originaltitel : Feast

Land / Jahr : USA / 2005

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : John Gulager

Darsteller :

Navi Rawat
Krista Allen
Balthazar Getty
Judah Friedlander
Jenny Wade
Duane Whitaker
Josh Zuckerman
Eileen Ryan
Clu Gulager
Anthony 'Treach' Criss
Eric Dane
Chauntae Davies


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Kurzbeschreibung des Films :


Eine kleine Bar inmitten der Wüste: Es scheint ein ganz normaler Abend zu werden, doch dann platzt ein Mann in die Kneipe und berichtet, von Monstern angegriffen zu sein. Kurz darauf haben die Biester die Kneipe bereits erreicht und haben nur ein Ziel: Ihren Hunger auf Menschenfleisch auszuleben. Die wenigen Gäste und Angestellten der Bar verbarrikadieren sich in dem Gebäude und nehmen den Kampf gegen die Monster auf...

Quelle: OFDB


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Meinung :


Ein ganz normaler Abend in einer kleinen Kneipe inmitten der Wüste, der sich für die Gäste des Lokals innerhalb weniger Sekunden in einen Alptraum verwandelt. Urplötzlich werden sie von Monstern angegriffen und müßen um ihr Leben kämpfen.


Zugegeben, die Story hört sich sehr nach Schema F an, denn das hat man sicherlich schon etliche Male gesehen, aber sicherlich nicht in der hier gezeigten Form. Denn dieser kleine, aber sehr feine Low Budget Streifen ist eine erstklassige Funsplatter - Granate. Der Film fängt schon recht witzig an, indem sämtliche Protagonisten in einer Art Steckbrief vorgestellt werden, in dem auch Auskunft über die warscheinliche Lebenserwartung gegeben wird. Ohne weitere Einleitung geht es dann auch gleich richtig gut los und die Reihen der Kneipengäste werden ordentlich dezimiert.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, das hier auch mal einige Klischees gebrochen werden, so sind hier zum Beispiel eher die Frauen das sogenannte starke Geschlecht, behalten einen kühlen Kopf und überzeugen durch Taten, wohingegen sich die Männer meist nur durch große Reden, aber ansonsten eher durch Feigheit hervortun.

In dem scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Monster bekommt der Zuschauer hier wirklich sehr viel Blut und recht gute Splatter / Gore Effekte zu sehen. Allerdings muß man manchmal schon etwas genauer aufpassen, denn durch die teilweise sehr schnelle Schnittfolge kann es leicht sein, das man einige Szenen nicht haargenau erkennen kann.

Weiterhin vermag der Film durch coole Sprüche und jeder Menge Wortwitz überzeugen, nicht zu vergessen die manchmal schon skuril anmutenden Szenen. So gibt es zum Beispiel Monstersex auf dem Parkplatz, der eine sofortige Geburt nach sich zieht, oder auch den Versuch eines Babymonsters, einen in der Kneipe an der Wand hängenden Hirschkopf sexuell zu beglücken.

Wer Fun / Splatter mag, wird an diesem Werk ganz sicher nicht vorbeikommen, denn "Feast" ist eine absolute Spaßgranate und bietet jederzeit allerbeste und sehr kurzweilige Unterhaltung. Für mich persönlich schon jetzt eine kleine Perle des Genres.




8/10

Freitag, 12. September 2008

Gutterballs






Titel : Gutterballs

Originaltitel : Gutterballs

Land / Jahr : Kanada / 2008

Altersfreigabe : Ungeprüft

Regie : Ryan Nicholson

Darsteller :

Alastair Gamble
Jeremy Beland
Nathan Dashwood
Saraphina Bardeaux
Wade Gibb
Mihola Terzic
Stephanie Schacter
Trevor Gemma
Candice Lewald
Nathan Witte
Danielle Munro
Dan Ellis


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Kurzbeschreibung des Films :


In einer heruntergekommenen Bowlinghalle gerät eine hauptsächlich aus Außenseiter wie dem Transsexuellen, dem Farbigen und dem Kifferhippie rekrutiertes Fähnlein mit einer Gruppe gewaltbereiter College-Boys aneinander. Beleidigt, weil ihn die schöne Lisa alt aussehen ließ, stellt der böse College-Boy Steve ihr eine Falle und vergewaltigt sie mit seinen Kumpels auf denkbar brutale Weise. Als in der folgenden Nacht alle inklusive des Opfers die Halle wieder aufsuchen, hält ein maskiertes Phantom blutiges Strafgericht.

Quelle: Videomarkt


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Meinung :


"Gutterballs - Die Zweckentfremdung der Bowling - Pins"


So oder so ähnlich könnte auch der Untertitel dieses Films sein. Ryan Nicholson hat hier einen teilweise wirklich deftigen Slasherfilm erschaffen, der den Zuschauer jedoch mit zwiespältigen Gefühlen zurücklässt. In Sachen Splatter / Gore weiß der Film vollends zu überzeugen, die Effekte sind echte Hingucker und auch sehr derbe ausgefallen. Aber so sehr hier auch das Herz eines jeden Fans der härteren Gangart höher schlagen wird, so sehr muß man in so ziemlich allen anderen Bereichen doch starke Abstriche machen.

Da wären zum Beispiel die Darsteller, bei denen wirklich nicht ein einziger Charakter dabei ist, der in irgendeiner Form als Sympathieträger gelten könnte, alle wirken irgendwie total überdreht und eher unsympatisch. Die dargebotenen darstellerischen Leistungen gehören auch eher in die untere Kategorie, so etwas wie Ausdruckskraft oder darstellerisches Können sucht man hier leider vergeblich. Wenn man allerdings den hohen Trashfaktor berücksichtigt, der dem gesamten Film anhaftet, kann man die Sache aber auch positiv sehen und die dargebotenen Leistungen als stimmig und passend ansehen.

Was aber während des ganzen Films sogar sehr genervt hat, waren die Dialoge, wenn man das überhaupt so nennen mag. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob es generell einen Satz gab, in dem nicht das böse Wort mit "F" vorkam. Jedenfalls ist es schon sehr anstrengend, diesen Dialogen zu folgen, da wirklich fast alles nur in Fäkalsprache dargeboten wird.

Was mir persönlich etwas gefehlt hat, war eine gewisse bedrohliche Stimmung, die ein solcher Film eigentlich vorweisen sollte. Dieses Gefühl kommt hier nicht so richtig auf, wie auch ein Mitleidsgefühl für die Opfer vollkommen fehlt. Das mag aber auch an der Antipathie für die gesamte Darstellerriege liegen, jedenfalls erging es mir so.

Um noch einmal auf den Härtegrad einzugehen, der wie schon erwähnt mehr als nur hoch ist, das meiner Meinung nach härteste war die Vergewaltigung am Anfang des Films, die wirklich in aller Ausführlichkeit gezeigt wurde. Ich finde, das man die Szenen durchaus knapper hätte halten können, denn so etwas geht einem doch ganz schön an die Nieren. Sicherlich gibt es auch Leute, denen so etwas nichts ausmacht, aber die Sequenz war doch definitiv zu ausführlich. Ansonsten sieht man, zu was ein Bowling - Pin doch alles gut sein kann, einige Tötungsarten wirken schon sehr skuril und entlocken dem Betrachter sogar ein Schmunzeln ( z.B. die "69 er Tötung ). Das Blut fließt in Strömen und Splatter / Gore Freaks kommen voll auf ihre Kosten. Aber ob der Film unbedingt etwas für die breite Masse ist, wage ich doch eher zu bezweifeln.



Fazit :



Wenn man weß, auf was man sich einlässt, nämlich auf einen sehr harten Slasher mit hohem Trashfaktor, dann wird man von "Gutterballs" sehr gut und auch kurzweilig unterhalten. Wenn man allerdings viel Wert auf gute Darsteller und sinnvolle Dialoge legt, dann sollte man besser die Finger von dem Film lassen, mir jedenfalls hat der Streifen der der vorhandenen Mankos sehr gut gefallen.




7/10

Dienstag, 9. September 2008

Das Stendhal Syndrome






Titel : The Stendhal Syndrome

Originaltitel : La Sindrome di Stendhal

Land / Jahr : Italien / 1996

Altersfreigabe : FSK 18

Regie : Dario Argento

Darsteller :

Asia Argento
Thomas Kretschmann
Marco Leonardi
Luigi Diberti
Paolo Bonacelli
Julien Lambroschini
John Quentin
Franco Diogene
Lucia Stara
Sonia Topazio
Lorenzo Crespi
Vera Gemma


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Kurzbeschreibung des Films :


Die Polizistin Anna Manni (Asia Argento) fahndet nach einem Serienvergewaltiger und Killer (Thomas Kretschmann). Er macht einen Treffpunkt in den Uffizien in Florenz aus. Dort jedoch erleidet Anna einen Anfall des sogenannten Stendhal-Syndroms, eine Art bewußtsseinsverwirrender Zustand, der manchmal unter dem Einfluß großer Kunst auftritt. Kurz darauf entführt und vergewaltigt der Killer sie, während sie ständig aufs neue von Anfällen überwältigt wird. Schließlich kann sie sich aufs Brutalste von ihm befreien, doch seine Leiche verschwindet in einem Fluß. Die Morde jedoch gehen weiter. Ist der Killer am Ende gar nicht tot?


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Meinung :


Dieser Argento wird von vielen Leuten sehr unterschätzt, oder gar unterbewertet. Das mag vielleicht daran liegen, das es hier nicht so viel visuelle Härte zu sehen gibt, wie in anderen Werken von Argento. "The Stendhal Syndrome ist in dieser Beziehung eher etwas zurückhaltend und setzt mehr auf die psychische Schiene, das aber sehr gekonnt.

Dieser Film überzeugt eher durch andere Vorzüge, da ist zum Beispiel die intelligent und gut durchdachte Story, die teilweise schon etwas verwirrend auf den Zuschauer wirken kann, wenn man sich nicht richtig auf den Film konzentriert. Man sollte sich schon vorher die Inhaltsangabe durchlesen, um zu wissen, was es mit dem "Stendhal Syndrome" auf sich hat.

Zum anderen verfügt der Film über eine ausgesprochen dichte und beklemmende Atmosphäre, die jederzeit sehr bedrohlich ist und den Zuschauer zu fesseln vermag. Wenn man dazu in der Lage ist, in die Geschichte einzutauchen, dann kommt man bis zum Ende nicht mehr von ihr los.

Die ditte Stärke des Films sind die Darsteller, bei denen man Asia Argento natürlich hervorheben muß. Sie spielt ihren Charakter so eindringlich und absolut glaubwürdig, das es eine wahre Pracht ist. Vor allem die so verletzliche und unsichere Seite ihres Charakters wird so überragend dargestellt, das es eine Freude ist, ihr beim spielen zuzusehen.

Wer also auf intelligente Horrorkost steht und mit Argentos Werken etwas anfangen kann, der kommt an diesem wirklich tollen Film nicht vorbei und wird auf jeden Fall nicht bereuen, ihn gesehen zu haben.




8,5/10

Freitag, 5. September 2008

Scanners






Titel : Scanners - Ihre Gedanken können töten

Originaltitel : Scanners

Land / Jahr
: Kanada / 1981

Altersfreigabe : FSK 16

Regie : David Cronenberg

Darsteller :

Jennifer O'Neill
Stephen Lack
Patrick McGoohan
Lawrence Dane
Michael Ironside
Robert A. Silverman
Lee Broker
Mavor Moore
Adam Ludwig
Murray Cruchley
Fred Doederlein
Géza Kovács


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Kurzbeschreibung des Films :


Scanner sind psychisch besonders begabte Menschen, die andere durch die Kraft ihres Willens manipulieren und ihnen Schaden zufügen können. Meister aller Scanner ist Darryl Revok (Michael Ironside), der nach der Weltherrschaft strebt. Als der Arzt Dr. Paul Ruth in Cameron Vale einen Scanner mit unglaublichen Fähigkeiten findet, plant er diesen als Waffe gegen Revoks Organisation einzusetzen.

Quelle : OFDB


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Meinung :


Ich kann mit den Filmen von David Cronenberg normalerweise nicht viel anfangen, aber mit "Scanners" hat er einen der wenigen Filme geschaffen, die ich sehr gut finde. Für die damalige Zeit hatte der Film eine meiner Meinung nach recht innovative Story, die auch gut und flüssig erzählt wird, auch wenn es viele Leute gibt, die das total anders sehen.

Allein die Idee, das es Menschen gibt, die andere nur durch die Kraft ihrer Gedanken manipulieren und sogar töten können, war zur damaligen Zeit schon sehr faszinierend und ich finde, sie ist es heute noch. Der Film beinhaltet einige wirklich harte Szenen, die allerdings gut über den Film verteilt sind, vor allem die Szene, wo der Kopf eines Menschen platzt, ist doch schon ziemlich derbe. Leider wird "Scanners" von vielen Personen lediglich auf seine härteren Szenen reduziert, was meiner Meinung nach nicht ganz gerechtfertigt ist, denn die Geschichte wird auch sehr spannend erzählt und hinterlässt beim Zuschazuer auch ein stark beklemmendes Gefühl.

Allerdings beinhaltet der Film auch einige längere Passagen, in denen nicht viel Action vorhanden ist, aber die Passagen sind für die Geschichte doch ziemlich wichtig, um auch alle Zusammenhänge zu erkennen. Alles wird für den Zuschauer zufriedenstellend erklärt, es bleiben keine Fragen offen.

Darstellerische Glanzleistungen sind hier zwar nicht zu erwarten, aber die Schauspieler sind allesamt als solide zu bezeichnen, allerdings möchte ich die Leistung des jungen Michael Ironside als Bösewicht doch etwas hervorheben, denn seine Darbietung fand ich doch sehr überzeugend.

"Scanners" wird wohl immer ein Film bleiben, der die Meinungen sehr stark spaltet. Manch einer empfindet den Film als extrem langweilig, andere finden ihn schlichtweg genial, aber die Wahrheit ist warscheinlich genau dazwischen angesiedelt.




Fazit :



"Scanners" ist für mich persönlich schon ein kleiner Klassiker des Genres, aber mit Sicherheit ist es ein Film, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte, denn der Film ist nicht so schlecht, wie viele Leute ihn teilweise machen.




7/10

Dienstag, 2. September 2008

No Man's Land - The Rise of Reeker






Titel : No Man's Land - The Rise of Reeker

Originaltitel : No Man's Land: The Rise of Reeker

Land / Jahr
: USA / 2008

Altersfreigabe : Keine Jugendfreigabe

Regie : Dave Payne

Darsteller :

Michael Muhney
Wilmer Calderon
Mircea Monro
Desmond Askew
Valerie Cruz
Robert Pine
Alejandro Patino
Katie Lowes
Stephen Martines
Ron Roggé
Shelly Desai
Lyne Odums


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Kurzbeschreibung des Films :


1978 geht in der Einöde des Death Valleys ein Killer auf den einsamen Straßen um, der die Leichen danach bei sich in seinem abgelegenen Haus stapelt. Nach einem weiteren Mord wird er vom Polizisten Reed (David Stanbra) verfolgt und gefangen genommen, bevor er anschließend in die Gaskammer kommt.
In der Gegenwart steht das Diner "6 Corners" nahe dem Haus des damaligen Killers. Sheriff Reed (Robert Pine) will heute seinem Sohn Harris (Michael Muhney) die Arbeit hier zeigen, da es für ihn der letzte und für Harris der erste Tag im Job ist.
Doch anstatt einen ruhigen letzten Tag zu verbringen, stehen plötzlich drei Casinoräuber, Binky (Desmond Askew), der verletzte Carlos (Wilmer Calderon), und der Exfreund der Kellnerin Maya (Mircea Monroe), Alex (Stephen Martines), vor der Tür. Auf Grund von Harris' engagiertem Vorgehen kommt es schnell zu einer Schießerei, bei der das Fluchtauto explodiert. Allerdings tauchen auch nach einiger Zeit die angeforderten Krankenwagen, Verstärkung und Feuerwehr nicht auf. Zudem haben jegliche Kommunikationsmittel den Geist aufgegeben. Und bald darauf stirbt einer nach dem anderen von ihnen unter mysteriösen Umständen - immer begleitet von einem abartigen Gestank...

Quelle: OFDB


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Meinung :


"Der Stinker ist wieder da"


3 Jahre nach dem Original "Reeker" wartet Dave Payne nun mit einem zweiten Abenteuer um den Stinker auf. Wer hier etwas Innovatives erwartet, der wir sicherlich enttäuscht sein, denn wenn man den ersten Teil kennt, dann weiß man ziemlich genau, was einen hier erwartet.

Am Anfang des Films gibt es eine Rückblende in das Jahr 1978, die die Entstehung des "Reekers" zeigt, was ich für eine recht gelungene Idee halte, danach gibt der Film eigentlich die Story des Originals wieder, nur in etwas abgeänderter und variierender Form und um so einiges härter als im Vorgänger. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, das der Film langweilig wäre, ganz im Gegenteil, obwohl man weiß, was auf einen zukommt, ist die Story hier doch sehr gut verpackt und auch durchaus spannend in Szene gesetzt worden. Hier wurde eine meiner Meinung nach sehr gute Mixtur aus Horror und Komik gefunden, angereichert mit einigen wirklich heftigen Splatter/Gore Elementen, so das der Film durchaus sehr gut und kurzweilig zu unterhalten weiß.

Genrefans werden hier vor allem die wirklich erstklassigen Splatter - FX ( CGI und Handmade ) gefallen, die teilweise wahre optische Leckerbissen sind und jedem Fan das Herz höher schlagen lassen.. Genrefans werden hier jedenfalls voll auf ihre Kosten kommen.

Auch die Darsteller wissen hier voll zu überzeugen, es gibt zwar keine oscarverdächtigen Darbietungen zu sehen, aber die gezeigten Leistungen sind sehr solide und vor allem die teilweise makabere Komik, die der Film beinhaltet, wird sehr gut dargestellt und entlockt dem Zuschauer doch so manchen Lacher. Als besonders positiv habe ich es auch empfunden, das Regisseur Dave Payne diesmal total andere Charaktäre gewählt hat, als im Original. Handelte es sich bei "Reeker" doch noch eher um einen Teenie - Slasher, so sind die Protagonisten doch in diesem Teil von einem ganz anderen Schlag ( Sheriff, Deputy, Kellnerin, Ärztin usw. ). Meiner Meinung nach hat das dem Film sehr gut getan und dafür gesorgt, das es sich nicht um eine reine Kopie handelt.




Fazit:



"No Man's Land - Rise of Reeker" ist zumindest für Genrefans eine absolute Empfehlung, man bekommt gute und sehr kurzweilige Horror - Unterhaltung geboten. Und sollte man das Original noch nicht kennen, so kann man dem Film sogar noch etwas Innovatives abgewinnen. Mir jedenfalls hat der Film sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht.




7,5/10