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Montag, 29. Dezember 2008

The Dark Knight






The Dark Knight
(The Dark Knight)
mit Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhardt, Michael Caine, Maggie Gyllenhaal, Gary Oldman, Morgan Freeman, Monique Curnen, Ron Dean, Cillian Murphy, Chin Han, Nestor Carbonell, Eric Roberts, Ritchie Coster, Anthony Michael Hall
Regie : Christopher Nolan
Drehbuch : Jonathan Nolan / Christopher Nolan
Kamera : Wally Pfister
Musik : James Newton Howard / Hans Zimmer
FSK 16
USA / 2008

Unterstützt von Lieutnant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Das Dreiergespann erweist sich als effektiv. Doch bald sehen sie sich einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenübergestellt, der als Joker bekannt ist: Er stützt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt Batman immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache.

Die sensationelle Fortsetzung von "Batman Begins" setzt Maßstäbe und bereitet dem Zuschauer ein absolut unvergessliches Filmvergnügen der Superlative, das man nicht so schnell vergessen wird.



Schon im Vorfeld wurde Christopher Nolans Fortsetzung zu "Batman Begins" ganz mächtig gehypt. Wenn man sich jetzt das Endprodukt anschaut, dann kann man nur sagen, das dies vollkommen gerechtfertigt war. In meinen Augen haben wir es hier mit der bis jetzt besten Batman-Verfilmung überhaupt zu tun, was nach dem wirklich tollen Vorgänger schon eine erstaunliche Leistung ist.

Allein der Spannungsaufbau ist hier sehr gut gelungen, nach und nach wird die Spannungsschraube immer fester gezogen, die von Haus aus schon sehr düstere Grundstimmung wird während des Films immer dichter und auch sehr bedrohlich, der Zuschauer wird von dieser Stimmung gefangengenommen und folgt aufmerksam und fasziniert dem dargestellten Geschehen. Die vorhandenen Action-Sequenzen sind absolut erstklassig in Szene gesetzt worden und lassen keine Wünsche übrig. Eine Batman-Verfilmung, wie man sie sich als Fan nur wünschen kann.

Als besonders gut habe ich es empfunden, das die Action sehr gut über den gesamten Film verteilt ist, so das er zu keiner Zeit überladen wirkt. Die Story steht im Vordergrund und zeigt vor allem auch sehr eindringlich einen phasenweise sehr nachdenklichen Titelhelden, der sich teilweise mit Selbstzweifeln plagt, die sogar soweit führen, das er seine wahre Identität preisgeben will. Dazu getrieben wird er durch die Aktionen des "Jokers", der meiner Meinung nach das Sahnehäubchen dieses Films ist, denn die Darstellung dieser Figur durch Heath Ledger ist ganz einfach phänomenal. Ausdrucksstark und genial spielt er den durchgeknallten Bösewicht, der trotz seiner Boshaftigkeit doch irgendwie symphatisch wirkt und bleibenden Eindruck beim Zuschauer hinterlässt.

Besonders erwähnenswert finde ich auch die Tatsache, das die Story sich nicht nur ausschließlich um die beiden Haupt-Protagonisten dreht, sondern das hier die ganze Stadt Gotham City mit einbezogen wird, deren Schicksal praktisch in Batmans Hände gelegt wird.

Schade ist hier eigentlich nur die Tatsache, das Harvey Dent (Two Face) viel zu schnell stirbt, diese Figur hätte doch in einer weiteren Verfilmung einer der nächsten gegner für Batman sein können. Und dann wird es interessant sein, zu sehen, wie man das überleben vom Koker mit einem anderen Darsteller in Szene setzen wird?!

Insgesamt gesehen ist "The Dark Knight" sicherlich eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt und man kann nur hoffen, das die hier gezeigte Qualität auch bei Nachfolgern gehalten werden kann.


9/10

Freitag, 26. Dezember 2008

Funny Games U.S.






Funny Games U.S.
(Funny Games U.S.)
mit Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbet, Devon Gearhart, Boyd Gaines, Siobhan Fallon, Robert LuPone, Susanne C. Hanke, Linda Moran
Regie : Michael Haneke
Drehbuch : Michael Haneke
Kamera : Darius Khondji
Musik : Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Deutschland / Großbritannien / Italien / Frankreich / USA / Österreich / 2007

Funny Games - das Spiel ist einfach. Man wählt zuerst eine Familie und dann das erste Opfer. Peter und Paul oder Tom und Jerry oder Beavis und Butthead, sie haben viele Namen und viele Ideen. Sie besuchen Familien wie die Farbers in ihrem Ferienhaus in den Hamptons. George (Tim Roth), Anna (Naomi Watts) und ihr kleiner Sohn Georgie (Devon Gearhart) ahnen zunächst nicht, wen sie da ins Haus gelassen haben. Bis die scheinbar wohlerzogenen Jungs (Michael Pitt und Brady Corbert) sie zu einem simplen Spiel auffordern: "Wetten, dass ihr morgen um 9 Uhr alle tot seid?" Ein Spiel mit vollem Einsatz und tödlichem Ernst...


Egal, ob man jetzt das Original von 1997 oder diese Version bevorzugt, Funnx Games ist ein extrem harter Film, der den Zuschauer sehr zum Nachdenken anregt und auch nachhaltig im Gedächtnis verankert bleibt. Bis auf dieDdarsteller hat sich ja auch gar nichts geändert, da es sich bei der Neuauflge um ein 1:1 Remake handelt. Wenn ich ganz ehrlich bin, bevorzuge ich sogar die neue Version etwas, ohne, das ich aber genau begründen könnte, woran das liegt.

Ein Hauptgrund ist sicherlich, das ich der Meinung bin, das hier wirklich die perfekten Darsteller für dieses bitterböse psychische Katz-und Mausspiel gefunden wurden. Naomi Watts, die wohl zu den momentan besten Schauspielerinnen zu zählen ist, spielt ihre Rolle hier nahezu brillant und auch Tim Roth als Ehemann steht ihr in nichts nach. Aber die absolute Krönung sind ganz eindeutig Michael Pitt und Brady Corbert, die in ihren Rollen als sadistische und eiskalte Psychophaten einfach grandios sind. Zwei junge Männer, die scheinbar die besten Manieren haben und aussehen, als wenn sie kein Wässerchen trüben könnten, wie der wahrgewordene Traum einer jeden Schwiegermutter. Und diese beiden "Milchbärte entpuppen sich als wahnsinnige Soziopathen, die aber bei ihrem handeln immer höflich und zuvorkommend wirken.

Während des Films entwickelt sich eine so dichte und extrem beklemmende Atmosphäre, das es einem teilweise eiskalt über den Rücken läuft. Das gesamte Geschehen wirkt auf der einen Seite sehr verstörend und abstoßend, übt aber andererseits eine ungeheure Faszination auf den Betrachter aus, der man sich einfach nicht entziehen kann. Der Zuschauer wird hier zum Voyeur und leidet mit den Betroffenen mit, phasenweise bekommt man gar ein schlechtes Gewissen, da man nicht in das Geschehen eingreift. Das dies natürlich nicht möglich ist, das steht hier außer Frage, aber allein die Tatsache, das einen dieses Gefühl überkommt, zeigt doch, wie sehr man in das Gesehene eintaucht und sich damit identifiziert.

Gerade einige Sequenzen, die scheinbar unendlich in die Länge gezogen sind, wirken sehr quälend auf den Betrachter, der das Ganze am liebsten beenden möchte, aber nicht dazu in der Lage ist. Man könnte das auch als Sadismus in Reinkultur ansehen.

Und dann gibt es da noch den sehr bösen schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Zum einen kommt das gerade durch die grotesk wirkende Freundlichkeit der beiden Täter zum Ausdruck, die angesichts der vorherrschenden Situation wie Hohngelächter wirkt. Und dann ist da noch die berühmte Sequenz mit der Fernbedienung, jeder, der den Film kennt, weiss was ich meine. Näher möchte ich aber nicht darauf eingehen, um keine Spannung rauszunehmen.

So kann man schlußendlich festhalten, das Funny Games ein wirklich sehr harter Film ist, bei dem sich die Härte aber durch die gegebene Situation im Kopf des Zuschauers abspielt, denn zu sehen gibt es hier keine größere Härte. Aber das, was sich im Kopf abspielt, ist sehr harter Tobak, das steht fest. Auf jeden Fall ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte.


8/10

Dienstag, 23. Dezember 2008

Hancock






Hancock
(Hancock)
mit Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman, Jae Head, Eddie Marsan, David Mattey, Maetrix Fitten, Thomas Lennon, Johnny Galecki, Hayley Marie Norman, Dorothy Cecchi, Martin Klebba, Akiva Goldsman, Michael Mann, Brad Leland
Regie : Peter Berg
Drehbuch : Vincent Ngo / Vince Gilligan
Kamera : Tobias A. Schliessler
Musik : John Powell
FSK 12
USA / 2008

Es gibt Helden, es gibt Superhelden, und dann gibt es noch Hancock. Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung - das weiß jeder - genauer gesagt, jeder, außer Hancock. Der ist kräftig, sarkastisch und fühlt sich ständig von allen missverstanden. Mit seinen gut gemeinten Heldentaten erledigt Hancock zwar den Job und rettet zahllose Leben, aber hinterlässt auch jedes Mal eine beispiellose Spur der Verwüstung. So dankbar die Leute auch sind, ihren eigenen Helden in der Nachbarschaft zu haben - jetzt haben sie endgültig die Nase voll! Die braven Bürger von Los Angeles fragen sich, was sie getan haben, um diesen Typen zu verdienen.

Aber Hancock war noch nie die Sorte Mann, der sich darum schert, was andere von ihm denken - bis er eines Tages das Leben des PR-Fachmanns Ray Embrey rettet. Plötzlich beginnt der verbitterte Superheld zu verstehen, dass er doch einen wunden Punkt haben könnte. Indem er sich damit auseinandersetzt, nimmt Hancock seine bislang größte Herausforderung in Angriff - eine, der er wahrscheinlich nicht gewachsen ist, denn Rays Frau, Mary hält Hancock für einen hoffnungslosen Fall.


Hancock bringt wirklich sehr viel frischen Wind in die Welt der ganzen Superhelden-Verfilmungen, obwohl er eigentlich viel eher einen unsymphatischen Anti-Helden darstellt, jedenfalls ist das in der ersten Filmhälfte der Fall. Er ist ständig betrunken und schert sich nicht darum, ob er bei seinen Taten mehr zerstört, als das er Menschen rettet. Es ist wirklich einmal sehr erfrischend, einen so vollkommen aus der Art geschlagenen Superhelden zu sehen, der aber auch nichts mit den üblichen Vertretern seiner Art (Superman, Batman usw.) gemein hat. Hier hat es der Betrachter mit einem wahren Stinkstiefel zu tun, der ständig nur trinkt und seine Mitmenschen beleidigt.

Für diese Rolle hätte man wirklich keinen besseren Darsteller wie Will Smith finden können, der den Charakter des Titelhelden perfekt wiedergibt. Er spielt diesen mürrischen und sturen Helden, der sich keinesfalls ändern will, einfach brillant. Doch auch die anderen Darsteller gehen hier in ihren Rollen auf und tragen so zu einem köstlichen und extrem kurzweiligen Filmvergnügen bei.

Der Film überzeugt aber vor allem durch seine wirklich sehr gelungenen Action-Sequenzen, bei denen man als Zuschauer teilweise unwillkürlich die Luft anhalten muß, da es hier sehr rasant zur Sache geht. In einigen Passagen gibt es ein richtiggehendes Effekt-Spektakel zu sehen, das des Guten schon beinahe etwas zuviel ist. Aber auf jeden Fall trägt das dazu bei, das hier nie auch nur ein Anflug von Langewile aufkommt.

Dafür sorgt aber schon allein die flüssige und sehr temporeiche Erzählweise der Geschichte, es gibt einfach keinen Leerlauf, der Film ist zu jeder Zeit interessant und weiss vor allem auch durch eine doch überraschende Wendung absolut zu überzeugen. Aber vor allem ist es Will Smith zu verdanken, das Hancock aus der maße der Superhelden-Filme absolut heraussticht, denn seine Darstellung ist wie schon einmal erwähnt, einfach nur köstlich und unverwechselbar.

Auch der vorhandene Humor verleiht diesem Werk seinen ganz eigenen Charme, der Film nimmt sich selbst nicht so ernst und das sollte auch der Zuschauer nicht tun, denn Hancock ist einfach absolut gelungenes Popcorn-Kino in Perfektion, hier darf man nicht nach Sinn und Verstand suchen, sondern sollte sich einfach mitreißen lassen und dieses Filmvergnügen genießen.


8/10

Samstag, 20. Dezember 2008

Der unglaubliche Hulk






Der unglaubliche Hulk
(The Incredible Hulk)
mit Edward Norton, Liv Tyler, Tim Roth, William Hurt, Tim Blake Nelson, Ty Burrell, Christina Cabot, Peter Mensah, Lou Ferrigno, Paul Soles, Debora Nascimento, Greg Bryk, Chris Owens, Al Vrkljan, Adrian Hein
Regie : Louis Leterrier
Drehbuch : Zak Penn
Kamera : Peter Menzies Jr.
Musik : Craig Armstrong
FSK 16
USA / 2008

Durch biochemische Experimente verstrahlt, führt der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton) ein Leben im Abseits. In seinem Körper ruht eine unbändige Kraft,die nicht mehr zu kontrollieren ist: Bei jedem Anflug von Wut mutiert er zu Hulk, einem gewaltigen, grünen Monster. Jede Suche nach einem Gegenmittel verlief bis dato erfolglos, und die Zeit wird immer knapper. Nicht nur General Ross (William Hurt) ist ihm auf den Fersen, um Hulks Kräfte für seine Zwecke brutal auszunutzen, sondern auch Abomination (Tim Roth), eine entfesselte Kampfmaschine, mit gigantischen Kräften...


Lange hat man auf die neue Verfilmung von Hulk gewartet, doch das Warten hat sich durchaus gelohnt. Louis Leterrier hat mit diesem Film eine wirklich sehr gute Comic-Verfilmung erschaffen, an der Fans des grünen Riesen ihre helle Freude haben werden. Im Gegensatz zur Verfilmung von 2003 mit Eric Barna in der Titelrolle ist die Geschichte hier etwas komprimierter dargestellt und enthält dadurch nicht die Längen, die in der 2003 er Version doch teilweise enthalten waren. Das war ja auch ein hauptsächlicher Grund, warum der damalige Film bei vielen Fans nicht so gut ankam.

Das ist in dieser neuesten Version doch erheblich anders, die Geschichte wird sehr flüssig und temporeich erzählt und gerät zu keiner Zeit ins Stocken. Actionmäßig wird hier auch eine ganze Menge geboten, die vorhandenen Effekte erscheinen viel besser, als noch in der älteren Version. Besonders gut empfand ich die Tatsache, das dem Hulk hier ein wirklich ebenbürtiger Gegner verpasst wurde und der Kampf der beiden grünen Giganten ist meiner Meinung nach das absolute Highlight des Films.

Auch die Wahl der Darsteller ist sehr gut gelungen, vor allem Edward Norton in der Rolle des Hulk wirkt um einiges besser und auch sympatischer, als es bei Eric Barna noch der Fall war. Aber auch Tim Roth als Bösewicht und Liv Tyler, sowie William Hurt liefern hier absolut gelungene Leistungen ab und drücken dem Film ihren Stempel auf.

Leerlauf ist hier nicht vorhanden und durch die sehr temporeiche Erzählweise der Story kommt nie etwas wie Langeweile beim Zuschauer auf. Der Film bezieht sich auf die wesentlichen Dinge und bietet so die gesamte Laufzeit über sehr abwechslungsreiche und bestens unterhaltende Filmkost. "Der unglaubliche Hulk" ist wirklich perfektes Popcorn-Kino und für Freunde actionreicher Comic-Verfilmungen ein absoluter Hingucker, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.


8/10

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Shrooms - Im Rausch des Todes






Shrooms - Im Rausch des Todes
(Shrooms)
mit Lindsey
Haun, Jack Huston, Max Kasch, Maya Hazen, Alice Greczyn, Robert
Hoffman, Don Wycherley, Sean McGinley, Toby Sedgwick, Andre Pollack,
Jack Gleeson, Mike Carbery, Anna Tikhonova, Goranna McDonald, Jake Allen

Regie :Paddy Breathnach
Drehbuch : Pearse Elliott
Kamera : Nanu Segal
Musik : Dario Marianelli
FSK 16
Irland / 2006

Alle werden sterben, Tara hat es gesehen - in einer Vision, die sie nach Einnahme eines Drogen-Pilzes hatte. Oder war es nur eine Halluzination? Wirklichkeit und Wahn verschwimmen, während sie und ihre Collegefreunde berauscht von Magic Mushrooms durch den Wald irren. Tara ist sich sicher: Etwas Böses verfolgt sie, lauert im Unterholz und beobachtet sie. Vision oder Wirklichkeit, Albtraum oder Realität? Ist es denn auch nur ein grausiger Drogentraum, dass einer nach dem anderen auf blutige Weise abgeschlachtet wird?




Eigentlich könnte man diesen Film auch durchaus für eine Anti-Drogenkampagne nehmen, denn welch furchtbare Folgen die Einnahme von Drogen haben kann, in diesem Fall sind es Drogen-Pilze, das wird hier deutlich gezeigt. Nachdem 5 Collegefreunde einen Trip nach Irland unternehmen, um sich dort mit einem Freund zu treffen, um mit diesem irgendwo in der Pampa einen Drogen-Tee, der aus Pilzen gewonnen wird zu sich zu nehmen, verfliegt die erste Freude auf dieses Erlebnis doch ziemlich schnell.

Eine von ihnen, nämlich Tara, gerät aus Versehen an einen sehr giftigen Pilz und überlebt dieses Erlebnis nur sehr knapp. Von da an hat sie ständige Visionen, in denen sie bevorstehende Dinge vorraussehen kann, aber das will ihr natürlich keiner ihrer Freunde glauben. Jedenfalls nicht, bis der erste von ihnen ermordet wird.

"Shrooms" ist ein wirklich kleiner, aber sehr feiner irischer Genre-Beitrag, der sich durchaus sehen lassen kann, weshalb ich auch einige negative Kritiken nicht ganz verstehen kann. Manchmal hat man das Gefühl, das die Leute bei jedem neuen Film ein innovatives Meisterwerk erwarten. Nun, das ist dieser Film nun wirklich nicht, aber die Story ist sehr ordentlich, sie wird flüssig erzählt und gerät zu keiner Zeit ins Stocken. Auch der Spannungsaufbau kann sich sehen lassen, es ist schon sehr interessant in Szene gesetzt worden, wie sich aus der anfänglichen Unbeschwertheit der Protagonisten immer mehr eine sehr beklemmende und sehr bedrohliche Stimmung entwickelt, die auch noch durch die Wald-Location zusätzlich unterstützt wird.

Nach und nach wird die Spannungsschraube immer fester gezogen und man weiss auch als Zuschauer manchmal nicht, was Vision oder Wirklichkeit ist. Auch das Ende, das man ab einem bestimmten Zeitpunkt sicherlich vorhersehen kann, kommt dann aber doch etwas überraschend und bietet nochmal einen kleinen Knall-Bonbon am Schluß. Nebenbei beinhaltet der Film auch noch einige recht humorige Szenen, so kommt man zum Beispiel in den Genuss, eine sprechende Kuh kennenzulernen, was ich doch ziemlich witzig fand.

Auch die doch eher unbekannten Darsteller machen ihre Sache hier recht überzeugend, es tun sich zwar keine neuen Schauspiel-Heroen hervor, aber es wird solide und annehmbare Schauspielkunst geboten. Insgesamt gesehen handelt es sich bei "Shrooms" um einen empfehlenswerten Genre-Vertreter, bei dem man auf jeden Fall mal einen Blick riskieren sollte, denn ich finde es lohnt sich durchaus.

Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1 / DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9
Lauflänge: 81 Minuten
Extras: Interviews, Behind the Scenes, Trailershow

Dienstag, 16. Dezember 2008

Crazy Eights






Crazy Eights
(Crazy Eights)
mit Dina Meyer, George Newbern, Traci Lords, Dan DeLuca, Frank Whaley, Gabrielle Anwar, Christine Eads, Stephen Szibler, Michael Gabel, Cheryl Scungio, Karen Beriss, Joe Hansard, James A. Ray, Chloe J. Lindsey, Linda Delpierre
Regie : James K. Jones
Drehbuch : Dan DeLuca / James K. Jones
Kamera : Stephen M. Lyons
Musik : Olivier Glissant / Chuck Hammer / Nick Nolan
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Sechs Freunde treffen sich nach vielen Jahren bei einer Beerdigung wieder. Der Verstorbene hat eine Karte hinterlassen, durch die der Leichnam eines Kindes entdeckt wird. Dieses Kind war Teil ihrer gemeinsamen Vergangenheit und führt sie zu einem verlassenen Krankenhaus, hinter dessen Mauern einst grauenvolle Experimente stattfanden. Bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit reißen schmerzhafte Wunden auf und führen zu weiteren Morden. Je näher sie dem Rätsel des Leichnams kommen, desto stärker geraten sie selber in tödliche Gefahr.


In bisher von mir gelesenen Kritiken über diesen Film kommt er eigentlich immer ziemlich schlecht weg, was ich mir ehrlich gesagt nicht so ganz erklären kann. Sicherlich besticht "Crazy Eights" nicht durch viel Innovation, die hier dargestellte Thematik mit Rachegeistern in einem Spukhaus hat man schon ziemlich oft gesehen. Aber nichtsdestotrotz ist diese Thematik hier sehr gut und wie ich auch finde, sehr spannend in Szene gesetzt worden.

Die Story ist sehr interessant, sie wird flüssig erzählt und vor allem die Location des verlassenen Krankenhauses ist sehr gut gewählt. Der Zuschauer wird hier von Beginn an mit einer sehr düster gehaltenen Grundstimmung konfrontiert, die sich im Laufe des Films immer mehr verdichtet und sehr bedrohliche und auch unheilvolle Züge annimmt. Das hier gezeigte Geschehen ist sehr spannend und durchaus interessant in Szene gesetzt worden und auch, wenn es nicht unbedingt Neues zu sehen gibt, so versteht es der Film dennoch, denn Zuschauer zu fesseln und faszinieren.

Auch die Darsteller spielen ihre Parts allesamt sehr überzeugend und tragen so durch ihre dargebotenen Leistungen zu einem durchaus gruseligem Gänsehaut-Feeling bei. Der Spannungsbogen wird hier nach und nach immer straffer gespannt und auch, wenn man des Rätsels Lösung schon ziemlich früh erahnen kann, so verliert der Film keineswegs an Reiz und auch nichts von seiner spannenden und unheilvollen Atmosphäre.

"Crazy Eights" ist ein meiner Meinung nach ein sehr guter "Haunted House" Horrorfilm, der zwar nichts Neues bietet, aber dennoch sehr gute, gruselige und vor allem kurzweilige Unterhaltung bietet und vor allem Freunden dieser Art von Filmen durchaus zu empfehlen ist.

Die DVD:

Vertrieb : Ascot Elite
Sprache / Ton : Deutsch / DD 5.1 / Englisch / DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 2.35:1 (16:9)
Laufzeit : 77 Minuten ( ungeschnittene Fassung)
Extras : Trailer


6,5/10

Samstag, 13. Dezember 2008

Nightmare Detective






Nightmare Detective
(Akumu Tantei)
mit Ryuhei Matsuda, Hitomi, Masanobu Ando, Ren Osugi, Yoshio Harada, Shinya Tsukamoto
Regie : Shinya Tsukamoto
Drehbuch : Shinya Tsukamoto
Kamera : Shinya Tsukamoto
Musik : Chu Ishikawa / Tadashi Ishikawa
Keine Jugendfreigabe
Japan / 2006

Die junge Polizistin Keiko ermittelt in zwei mysteriösen Todesfällen. Beide Leichen werden bestialisch ermordet in ihren Betten aufgefunden. Zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, bis Keiko einen bizarren Zusammenhang zwischen den Toten herausfindet: Beide wählten kurz vor ihrem grausamen Ende die Zahl "0" auf ihrem Mobiltelefon. Als Keiko einen Unbekannten mit dem mysteriösen Namen "Nightmare Detective" aufspürt, wittert sie eine Spur. Doch damit begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr, denn Träume kann niemand kontrollieren....

Eigentlich beginnt der Film wie einer der typischen asiatischen Geister-und Gruselfilme, doch mit der Zeit hebt er sich dann doch etwas von den anderen Filmen des Genres ab. Hier ist vielmehr ein wirklich guter Phantastik/Thriller entstanden, der auch einige Anleihen vom Gruselfilm genommen hat. Gerade das surreale Element, das in diesem Film vorhanden ist, kommt während der gesamten Laufzeit sehr stark zum Ausdruck und verleiht ihm eine ganz besondere und auch künstlerische Note.

Wie in den oben angegebenen Daten zu ersehen ist, hat Regisseur Shinya Tsukamoto hier wirklich alle kreativen Fäden selbst in der Hand gehabt, doch damit nicht genug, er spielt auch selbst noch mit in seinem Film. Was bei diesem Werk besonders zu erwähnen ist, ist der extrem matte und blasse Farbkontrast, der den Film zeitweise fast wie eine s/w Produktion wirken lässt. Doch gerade dadurch baut sich hier eine sehr dichte und bedrohlich wirkende Atmosphäre auf, die den Zuschauer unwillkürlich in ihren Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt.

Auch der Spannungsbogen ist von Beginn an sehr straff gespannt und kann sich hier auch den ganzen Film über auf einem sehr hohen Level halten, ohne irgendwelche Einbrüche zu verzeichnen. So kommt hier gar nicht erst so etwas wie Langeweile auf und der Zuschauer wird durchgehend mit sehr interessanter und bestens unterhaltender Filmkost bedient.

Auch wenn viele eingefleischte Fans des Regiseurs von diesem Film eher enttäuscht sind, weil er ihnen zu massenkompartibel erscheint, so kann ich das nicht bestätigen. Wer einen wirklich spannend in Szene gesetzten Phantastik/Thriller mit Horror-Anleihen zu schätzen weiss, der ist bei dieser Veröffentlichung der Firma Sunfilm wirklich bestens aufgehoben. Die DVD ist in einem schönen Schuber erhältlich, Bild-und Tonqualität sind ausgezeichnetund als Extras gibt es ein 50 minütiges Interview mit dem Regisseur, einen Trailer und ein Making Of.


7,5/10

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Hellphone






Hellphone
(Hellphone)
mit Jean-Baptiste Maunier, Jennifer Decker, Benjamin Jungers, Vladimir Consigny, Edouard Collin, Baptiste Caillaud, Anais Demoustier, Judith Chemla, Quentin Grosset, Christian Hecq
Regie : James Huth
Drehbuch : Jean-Baptiste Andrea
Kamera : Stephane Le Parc
Musik : Bruno Coulais
FSK 16
Frankreich / 2007

Dem jungen Skater Sid fehlt nicht nur die nötige Coolness, sondern auch das richtige Handy, um sein Traumgirl Angie zu beeindrucken. Seine große Stunde schlägt, als er in einem kleinen abgelegenen Shop ein cooles, aber verdächtig billiges Handy findet. Doch schnell merkt er, dass sein Handy es teuflisch in sich hat und ihm all seine Wünsche zu erfüllen scheint. Als jedoch Sids tyrannischer Chef und auch seine Lehrer der Reihe nach auf bizarrste Weise zu Tode kommen, ahnt Sid, dass sein Handy bereit ist, für seinen Besitzer auch über Leichen zu gehen...


Nachdem es in letzter Zeit genügend amerikanische Zombie-Komödien gab, hat der europäische Markt jetzt mit einer Horror-Komödie zurückgeschlagen, in dem ein Handy ein wirklich teuflisches Eigenleben führt. Diese französische Produktion kann sich wirklich sehen lassen, was in erster Linie darin begründet ist, das die Story hier sehr witzig und temporeich in Szene gesetzt wurde. Gerade die sehr temporeiche Erzählweise führt dazu, das hier zu keiner Zeit so etwas wie Langeweile aufkommt, der Zuschauer wird durchgehend gut und kurzweilig unterhalten. Bei diesem Handy ist immer etwas los, es ruft die leute eigenständig an und zwingt sie dazu, die unglaublichsten Dinge zu tun, was auch oft mit dem vorzeitigen Ableben der betreffenden Personen endet.

Obwohl es eigentlich kaum hochspannende Sequenzen, oder eine besonders bedrohliche Atmosphäre gibt, versteht es "Hellphone" durchaus, den Betrachter für sich einzunehmen, was auch an den durchweg sympatischen Charaktären liegt, die hier von den bis jetzt eher unbekannten Jungdarstellern sehr gut und überzeugend gespielt werden. Zum anderen liegt es auch an den teilweise sehr bizarren und originellen Ideen, die hier eingebracht wurden. So sind zum Beispiel die vorhandenen Todesarten wirklich witzig, ja teilweise sogar schon ziemlich skuril. So sieht man hier auch in einer Passage, wozu eine Fritteuse alles gut sein kann, oder auch, wie viele Messer und andere spitze Gegenstände ein menschlicher Körper verträgt.

Und gerade das ist es, was diesem Film einen ganz eigenen Charme verleiht und ihn meiner Meinung nach etwas von anderen Genre-Vertretern abhebt. Wer hier allerdings harte Splatterkost erwartet, der sollte sich das aus dem Kopf schlagen, denn so etwas ist hier nicht zu finden. das ist auch ganz gut so, denn ich glaube, das unnötige Härte lediglich das sehr gute Gesamtbid dieses Films zerstört hätte. So aber hat die Firma Sunfilm hier eine wirklich gute und sehr erfrischende Horror-Komödie auf den Markt gebracht, die beste und sehrkurzweilige Unterhaltung bietet und auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.



7/10

Sonntag, 7. Dezember 2008

Monster Village - Das Dorf der Verfluchten






Monster Village - Das Dorf der Verfluchten
(Ogre)
mit John Schneider, Ryan Kennedy, Katharine Isabelle, Brendan Fletcher, Chelan Simmons, Andrew Wheeler, Kyle Labine, Kimberley Warnat, John Shaw, Chilton Crane, Tyler Johnston, John Wardlow, Michael Puttonen, Alex Zahara, Sean Campbell
Regie : Steven R. Monroe
Drehbuch : Chuck Reeves
Kamera : Tom Harting
Musik : Pinar Toprak
FSK 16
Kanada / USA / 2008

Vier junge Leute durchstreifen den Wald auf der Suche nach der seit vielen Jahren verschwundenen Stadt Ellensburg. Doch was sie im Wald finden, geht über ihre kühnsten Erwartungen hinaus. Sie werden von einer unheimlichen mörderischen Bestie angegriffen, die Jagd auf Menschen macht. Zwei von ihnen, Mike und Jessica, schaffen es zu fliehen und sich in eine Ortschaft zu retten. Doch hier scheint auf mysteriöse Weise die Zeit stehengeblieben zu sein.Anstatt wie erhofft Hilfe zu erhalten, werden beide gefangengenommen. Die abgeschiedenen Einsiedler müssen dem Monster Menschenopfer bringen. Und in diesem Jahr sollen es die Freunde sein, die ihr Leben lassen. Können Mike und Jessica dem sicheren Tod entkommen?

Warum dieser Film immer dem SCI/FI Genre zugeordnet wird, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, ist er doch vielmehr eine Mixtur aus Fantasy-und Horrormärchen, die gar nicht einmal so schlecht geworden ist. Das erste, was einem schlagartig auffällt, sind doch gewisse Parallelen zum Film "The Village", wobei ich der Meinung bin, das diese kanadische Produktion um einiges interessanter und kurzweiliger ist, als der Film von Shyamalan, der an Langeweile kaum zu überbieten ist.

Bei "Monster Village" hingegen bekommt der Zuschauer eine doch recht nette Story geboten, die zwar auch einige Logiklücken aufweist, wie zum Beispiel die Tatsache, das komischerweise keiner in immerhin 150 Jahren dieses Dorf gefunden hat. Dafür wird hier aber meiner Meinung nach die Spannung recht gut aufgebaut und kann sich auch konstant den ganzen Film über halten. Die Figur des Ogers, die eigentlich bedrohlich wirken soll, kann diese Empfindung aber leider nicht so richtig beim Betrachter auslösen, was warscheinlich daran liegt, das er sehr große Ähnlichkeit mit einem sympatischen grünen Helden aus einem Animations-Film hat, nur, das man es hier mit einer größeren Version zu run hat.. Trotzdem findet das Monster reiche Ernte und es gibt auch einige im Ansatz etwas härtere Szenen zu sehen.

Darstellerisch gibt es hier eigentlich nichts zu bemängeln, die Leistungen können sich durchaus sehen lassen, allerdings sticht auch keiner der Schauspieler besonders hervor. Insgesamt gesehen kann diese Produktion überzeugen, aber man sollte von Beginn an wissen, mit welcher Art Film man es hier zu tun hat, denn sicherlich gibt es auch Leute, die hiermit nicht soviel anfangen können. Mich hat der Film jedenfalls bestens unterhalten und ich finde, man sollte ihn wenigstens gesehen haben.



6,5/10

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Slayer - Die Vampirkiller






Slayer - Die Vampir-Killer
(Slayer)
mit Casper Van Dien, Jennifer O'Dell, Tony Plana, Kevin Grevioux, Alexis Cruz, Ray Park, Danny Trejo, Ski Carr, Pablo Espinosa, Merritt Bailey, Jim Morse, Toby Holguin, Eddie J. Fernandez, Fernando Allende, Guy Paizy
Regie : Kevin VanHook
Drehbuch : Kevin VanHook
Kamera : Matt Steinauer
Musik : Ludek Drizhal
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Das US-Militär plant eine geheime Aktion gegen Vampire in Südamerika. Unter der Führung von Tom "HawK" Hawkins wird dfür eine Söldnertruppe in den Regenwald geschickt, wo schon komplette Dörfer von einer regelrechten Epidemie blutgieriger Teufel ausgelöscht wurden. Und auch die Ex-Frau von Hawk, eine Archäologin, die in der Gegend an Ausgrabungen arbeitet, wird von den Vampiren bedroht...

Wie man schon unschwer an der Story erkennen hat, handelt es sich hier um keinen Vampirfilm der klassischen Art. Allein die Tatsache, das hier das Militär gegen Vampire kämpft, wie auch der Schauplatz im südamerikanischen Dschungel sind für den geneigten Vampir-Fan schon etwas gewöhnungsbedürftig. Das mag auch mit der Grund sein, das es hier etwas an der bedrohlichen und unheimlichen Atmosphäre fehlt, die man aus klassischen Vampir-Werken kennt.

Der Film nimmt sich auch teilweise selbst nicht so ernst, was man auch an der Tatsache sieht, das Regisseur Kevin VanHook ihm eine herrlich trashige Note verpasst hat, die ihm sehr gut zu Gesicht steht. So bekommt man es zum Beispiel teilweise mit sehr kampfsporterprobten Blutsaugern zu tun, die sich wirklich nette Martial Arts Kämpfe mit den Söldnern liefern.

Die mangelnde Atmosphäre macht der Film dadurch wett, das es hier sehr blutig und actiongeladen zur Sache geht, in dieser Beziehung bleiben hier beim Zuschauer wirklich keine Wünsche offen. Spannungsmäßig sollte man hier nicht zuviel erwarten, ein straff gespannter Spannungsbogen ist nicht vorhanden, aber ehrlich gesagt, hätte der in dieser Art Vampirfilm wohl auch eher wie ein Fremdkörper gewirkt.

"Slayer - Die Vampir-Killer" ist ein neuartiger Vampirfilm, bei dem man sich schon vorher darüber bewust sein sollte, das es sich um keinen klassischen Vampirfilm handelt. Wenn man darauf eingestellt ist, dann bekommt man hier wirklich gute und sehr kurzweilige Filmkost geboten, denn eines hat dieser Film auf jeden fall und das ist ein extrem hoher Unterhaltungsfaktor.

Mit dieser DVD-Veröffentlichung hat die Firma Sunfilm eine absolute Unterhaltungs-Granate auf den Markt gebracht, die man nicht ganz so ernst sehen sollte, Bild-und Tonqualität sind gewohnt sehr gut und viel Spaß ist hier vorprogrammiert.



6,5/10

Dienstag, 2. Dezember 2008

Cold Prey - Eiskalter Tod






Cold Prey - Eiskalter Tod
(Fritt vilt)
mit Ingrid Bolse Berdal, Rolf Kristian Larsen, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Viktoria Winge, Rune Melby, Erik Skjeggedal, Tonie Lunde, Hallvard Holmen
Regie : Roar Uthaug
Drehbuch : Thomas Moldestad / Roar Uthaug
Kamera : Daniel Voldheim
Musik : Magnus Beite
FSK 16
Norwegen / 2006

Tiefster Winter - 5 junge Freunde machen einen Snowboard-Trip in die Berge. Sie heizen die Hänge runter, bis einer stürzt und sich das Bein bricht. Kein Handyempfang, kein Mensch weit und breit und die Dunkelheit bricht langsam herein. Sie suchen Zuflucht in einem verlassenen Berghotel, doch sie wissen noch nicht, dass sie dort ein brutaler Psychopath erwartet. Dem Killer schutzlos ausgeliefert, beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod...


5 Freunde in der verschneiten Winterlandschaft Norwegens, die in einem verlassenen Hotel Unterschlupf finden, nachdem einer von ihnen durch einen Unfall einen offenen Wadenbeinbruch erlitten hat und ein psychopatischer Killer, das sind die Zutaten für diese erstklassige Mischung aus Slasher-und Horrorfilm. Hier haben wir das beste Beispiel dafür, das auch in Europa wirklich erstklassige Filme dieser Art entstehen können.

Regisseur Roar Uthaug hat hier aus den genreüblichen Zutaten einen wirklich begeisternden und extrem spannenden Film konstruiert, der sich meiner Meinung nach doch sehr wohlwollend vom oft gesehenen Einheitsbrei abhebt. Das liegt sicherlich in erster Linie an den sehr sympatischen und vor allem autentischen Charakteren, die nicht so übertrieben dargestellt werden, wie es oft der Fall in dieser Art Filme ist. Hier spielen die Darsteller ihre Parts wirklich sehr überzeugend und glaubhaft, so, das es dem Zuschauer auch viel leichter fällt, sich mit ihnen zu identifizieren.

Weiterhin ist es Uthaug hier gelungen, den Mörder sehr gut im Hintergrund zu lassen, so das er lediglich wie eine Notwendigkeit des Films wirkt, aber längst nicht wie die Hauptperson. Und gerade dadurch richtet sich der Focus des Betrachters in erster Linie auf die Opfer, man setzt sich viel intensiver mit ihnen und den entstehenden Gefühlen auseinander und fühlt sich so fast wie ein Teil der Geschichte. Man taucht tiefer in die Story ein und fühlt sich wie gefesselt, kann sich der Faszination des Geschehens nicht entziehen und leidet mit den Protagonisten mit.

Auch der Spannungsaufbau kann hier nur als absolut gelungen bezeichnet werden, der Film fängt eher etwas beschaulich an und mit Ausnahme des Unfalls passiert in den ersten 30 Minuten nicht viel, so das man sein Augenmerk viel eher auf die wunderschöne Winterlandschaft richten kann. Doch dann nimmt "Cold Prey ordentlich an Fahrt auf, die Spannungsschraube wird langsam immer fester angezogen und auch die generell gute Atmosphäre des Films wird schlagartig richtig bedrohlich und unheimlich. Teilweise entsteht eine so starke Beklemmung, das man vor dem Bildschirm wirklich schweissnasse Hände bekommt und die Spannung kaum aushalten kann.

Erst ganz zum Ende bekommt der Mörder dann auch ein Gesicht und durch eine sehr kurze Erinnerungssequenz wird einem klar, um wen es sich dabei handelt. Es ist wirklich erfrischend, hier mal einen Film zu sehen, in dem nicht das Hauptaugenmerk auf den Mörder gerichtet war, sondern die Opfer eindeutig im Vordergrund stehen.

Abschließend kann man nur sagen, das diese norwegische Produktion eine absolute Empfehlung ist, ein Horrorfilm mit Niveau und sehr glaubhaften Charakteren, der beste und sehr spannende Unterhaltung bietet.


Eine wirklich tolle und gelungene Veröffentlichung der Firma Sunfilm, die in einem schicken Schuber daherkommt. Erstklassige Bild-und Tonqualität ist man hier mittlerweile schon gewohnt, als Extras gibt es ein Making Of, einen Kurzfilm, Featurettes: Digitaleffekte, Farbkorrektur, Sound Design und Artwork, zusätzlich Bloopers, Proben und einen Trailer.



8/10