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Dienstag, 17. Februar 2009

Don't Wake the Dead






Don't Wake the Dead
(Don't Wake the Dead)
mit Ralph Fellows, Sonja Kerskes, Fiana de Guzman, Carolin Schmidt, Cristiane Malia, Sarah Plochl, Maren Lisner, Amy Lee, Julia Casper, Courtney Peltzer, Wolfgang Wobeto, Joi von Regenstein, Jürgen Teuchert, Christian Rotholz, Wolfgang Noack
Regie : Andreas Schnaas
Drehbuch : Klaus Dzuck / Ted Geoghegan
Kamera : Oliver Naske / Nikolai Sevke ( Kameraführung)
Musik : Marc Trinkhaus
Keine Jugendfreigabe
Deutschland / 2008

Zusammen mit ihren Freundinnen möchte Lana auf dem Schloß, das sie völlig unerwartet geerbt hat, ein heiteres Wochenende verbringen. Was sie jedoch nicht wissen: Auf dem Anwesen befindet sich ein mittelalterlicher Friedhof und die verfaulten Leichname einiger Tempelritter. Ein grausamer Fluch haucht ihnen alle 66 Jahre, für eine Nacht neues Leben ein. Sie dürsten nach frischem Fleisch und heißem Blut. Und so sind Lana und ihre Freundinnen genau heute zur falschen Zeit am falschen Ort. Zusammen mit dem Karthäuser-Mönch Vincent versuchen die Mädchen, den Untoten zu entkommen...


Mit diesem Film hat Regisseur Andreas Schnaas sein bis jetzt sicherlich handwerklich bestes Projekt abgeliefert. Um diesen Film einigermaßen fair zu bewerten, sollte man natürlich bedenken, das es sich hierbei um eine deutsche Amateur-Produktion handelt, was man ihr zum größten Teil natürlich auch anmerkt. Doch gerade unter diesem Aspekt gesehen ist "Don't Wake the Dead" ein recht ansehnlicher Horrorfilm, vor allem, wenn man bedenkt, das die bisherigen Werke von Schnaas nicht wirklich überzeugen konnten.

Die Story ist recht simpel gehalten, sie spielt irgendwo in Norddeutschland und als Schauplatz dient ein altes Schloss, das auch während der gesamten Laufzeit kaum einmal verlassen wird. Das große Manko des Films sind die Darsteller, denen man anmerkt, das sie nicht unbedingt mit sehr viel Talent gesegnet sind, sich jedoch auf relativ gutem Amateur-Niveau bewegen. Lediglich der im Bela Lugosi-Look auftretende Butler wirkt hier irgendwie vollkommen deplaciert und extrem übertrieben dargestellt.

Was man Schnaas, der ja immerhin zu den Pionieren des deutschen Amateur-und Low Budget Films zählt bescheinigen muß, ist die verbesserte Qualität der Splatter/Gore Effekte, die zwar zu keiner Zeit das Niveau eines Olaf Ittenbach erreichen, aber vor allem im Gegensatz zu früheren Produktionen wie zum Beispiel Anthropophagous 2000 eine ansteigende Tendenz zeigen. Sie wirken längst nicht mehr so gekünstelt und wissen phasenweise durchaus zu überzeugen. Und genau die Effekte sind es auch, auf die das Hauptaugenmerk dieses Werkes gerichtet sind, sie schaffen es, die Erwartungen der Fans einigermaßen zu befriedigen und lassen einen über manch andere Schwäche hinwegsehen.

Ganz nebenbei ist hier auch einiges an Humor vorhanden, obwohl man das Gefühl nicht los wird, das es sich hierbei eher um unfreiwillig komische Passagen handelt. So findet im Schloss eine richtiggehende Party ab, bei der sämtliche Untote zu Klängen einer untoten Musikband nahezu ekstatisch das Tanzbein schwingen. Auf der einen Seite wirkt diese Szenerie schon sehr skurril und man fragt sich unwillkürlich, was das soll, aber andererseits entbehrt es auch nicht einer gewissen Komik und ringt einem so manchen Schmunzler ab.

Insgesamt kann man festhalten, das sich bei Andeas Schnaas eine handwerkliche Weiterentwicklung vollzogen hat, das Gesamtwerk aber wohl lediglich die Fans des deutschen Amateur-Horrorfilms überzeugen kann. Man sollte die Erwartungen nicht zu hoch setzen, jedoch ist der reine Unterhaltungsfaktor dieses Films über dem Durchschnitt.


Die DVD :

Vertrieb : Sunfilm
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 2.0 Stereo
Bild : Keine Angabe
Laufzeit : 80 Minuten


6/10

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