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Dienstag, 10. März 2009

Brutal






Brutal
(Brutal)
mit Jeffrey Combs, Sarah Thompson, Michael Berryman, Eric Lange, William Sanford, Don O. Knowlton, Kevin Indio Copeland, India Dupre, Crystal Stone, Whitney Anderson, Cyrus Alexander, Lisa Pescia, Kristin Kirgan, Jimmy Stathis
Regie : Ethan Wiley
Drehbuch : Ethan Wiley
Kamera : Roel Reine
Musik : Joseph Bauer
SPIO / JK
USA / 2007

In einem kleinen Ort in den USA werden einige brutale Morde begangen, immer hinterlässt der Täter eine andere Blume am Tatort. Sheriff Jimmy Fleck (Jeffrey Combs) ermittelt zusammen mit seiner Partnerin Zoe Adams (Sarah Thompson), doch die Recherchen verlaufen anders als erwünscht: Zoe droht schon bald das nächste Opfer des irren Killers zu werden...

Regisseur Ethan Wiley hat mit dieser Low Budget Produktion einen Genre-Beitrag geschaffen, der ziemlich zwiespältige Gefühle bei mir hinterlassen hat. Auf der einen Seite ist der Film recht gut anzuschauen und baut auch phasenweise gute Spannung und eine bedrohliche Stimmung auf, doch andererseits nimmt er sich durch seine teilweise unfreiwillige Komik einiges von seiner Ernsthaftigkeit. So gibt es zum Beispiel eine Passage, in der eines der Opfer kurz bevor der Killer ihn tötet von allein tot umfällt, weil er zu viele Viagra-Pillen zu sich genommen hat. Im ersten Moment wirkt das zwar ganz witzig, trotzdem wird man das Gefühl nicht los, das der Witz eher unfreiwillig in Szene gesetzt wurde.

Die Story an sich bietet nichts Neues, ist aber doch recht interessant umgesetzt worden und bietet auf jeden Fall einen doch recht hohen Unterhaltungs-Faktor. Auch wenn man hier von Anfang an weiss, wer der Mörder ist, ist das nicht weiter schlimm, denn man hat doch ein gesteigertes Interesse daran, die Motive zu erfahren. Die bleiben aber leider im Dunkeln, zum Ende hin erfährt man lediglich etwas über das System, nachdem der Killer seine Opfer ausgesucht hat.

Das Schöne an "Brutal" ist aber, das man hier ein Wiedersehen mit zwei altbekannten Darstellern des genres feiern kann, einerseits spielt der "Re-Animator" Jeffrey Combs den eher unsymphatischen und vollkommen unlogisch handelnden Sheriff und Michael Berryman, den die meisten sicherlich aus Wes Cravens Klassiker "The Hills have Eyes" kennen dürften, der hier mit seinen Spürhunden zum Auffinden einiger Leichen beiträgt.

Die Darsteller-Riege bewegt sich hier ganz generell auf durchschnittlichem Niveau, es gibt keine erwähnenswerten Highlights zu begutachten, aber man hat auch schon weitaus schlechtere Leistungen in anderen Genre-Filmen gesehen. Jedoch hätte man hier die deutsche Synchronisation etwas besser gestalten können, denn einige Dialoge wirken doch ziemlich deplaciert und tragen so dazu bei, das wieder dieses Gefühl der unfreiwilligen Komik entsteht.

Der vorhandene Härtegrad des Films ist nicht übermäßig hoch, aber die vorhandenen Szenen sind recht hart und meiner Meinung nach auch gar nicht so schlecht gemacht. Jeder Fan dürfte hier auf seine Kosten kommen und durchaus zufrieden sein. So kann man insgesamt sagen, das "Brutal" ein Genre-Beitrag ist, den man im guten Mittelfeld ansiedeln kann. Es ist sicherlich kein Highlight, bietet aber doch sehr annehmbare Horrorkost mit einigen witzigen Einlagen, die allerdings manchmal nicht wie gewollt wirken, aber dennoch den Unterhaltungswert des Films steigern. Mich persönlich hat er gut und kurzweilig unterhalten.


Die DVD :

Vertrieb : KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild : 1.78:1 (16:9)
Laufzeit : 90 Minuten
Extras : Audiokommentar, Making Of, Trailer, Biografien, Bildergalerie.

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