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Freitag, 20. März 2009

The Tribe - Die vergessene Brut






The Tribe - Die vergessene Brut
(The Tribe)
mit Marc Bacher, Justin Baldoni, Nikki Griffin, Kellan Lutz, Jewel Staite
Regie : Jorg Ihle
Drehbuch : Jorg Ihle
Kamera : Keine Information
Musik : Keine Information
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Liz und ihre Freunde stechen mit einer Luxus-Yacht in See, um zusammen einen fantastischen Urlaub zu erleben. Vom Kurs abkommend, zerschellt das Schiff an einem Riff und die Crew rettet sich in letzter Minute auf eine verlassene Insel, um dort am Strand auf Hilfe zu warten. Am nächsten Morgen ist von Liz' Verlobtem Peter nur noch eine blutige Spur im Sand übrig. Als der Rest der Gruppe in die Tiefen des Dschungels vordringt um Peter zu suchen, treffen sie auf eine furchterregende Spezies. Schnell wird klar, dass auch sie nur Futter für die hungrigen Bestien sind...


Eigentlich ist es sehr schade, wenn man sieht, wieviel Potential Regisseur Jorg Ihle bei dieser Geschichte verschenkt hat. Das soll jetzt keineswegs heissen, das man es hier mit einem schlechten Film zu tun hat, nur hätte man doch einiges mehr herausholen können. Meiner Meinung nach werden hier zum Beispiel fast alle Charaktere viel zu schnell nacheinander getötet, so das sich "The Tribe" doch einer ganzen Menge seiner vorhandenen Spannung beraubt, die sich vorher so schön und gut aufgebaut hat.

Doch dann bekommt man auf einmal das Gefühl, das man an einem Fließband stehen würde, so schnell werden die reihen der Beteiligten dezimiert. Was dafür aber fast den ganzen Film über konstant vorherrscht, ist die sehr bedrohliche Grundstimmung, die in der herrlichen Dschungel-Location aufkommt. Um jedoch einen überdurchschnittlich guten Survival-Horrorfilm auf die Beine zu stellen, wäre es doch viel besser gewesen, wenn der Kampf zwischen den Menschen und den Bestien etwas ausführlicher gewesen wäre. Damit meine ich aber nicht härtere Szenen, sondern ganz einfach einen ausführlicheren Überlebenskampf. Das hat man aber leider versäumt und so kommt es dann auch, das nach knapp 50 Minuten kein einziger Dialog mehr geführt wird, da nur noch eine Person übrig ist und die Bestien nicht sprechen können.

Dieses hätten die Macher dieses Films sicherlich verhindern können, denn es ist schon ziemlich ungewohnt, einen Film zu sehen, der in mehr als 30 Minuten nicht einen Dialog enthält. Auch einige Logiklücken sind leider vorhanden, so findet die Gruppe zum Beispiel eine Zeltstation, die gut 80 Jahre alt ist, wenn man der Eröffnungs-Sequenz des Films glauben darf. Wenn man dann aber sieht, wie gut alles noch erhalten ist, darf man wenigstens verwundert den Kopf schütteln.

Die gezeigten schauspielerischen Leistungen sind hier auch nicht so leicht zu beschreiben, denn von den meisten Darstellern bekommt man ja leider nicht so viel zu sehen, aber ich glaube, das solide hier der angebrachte Begriff ist.

"The Tribe" hinterlässt in der Gesamtbewertung etwas zwiespältige Gefühle, auf der einen Seite ist hier ein recht interessanter Genre-Beitrag entstanden, auf der anderen Seite hat man viel Potential verschenkt. Das hätte eine richtig tolle Produktion werden können, so aber siedelt sich das Werk etwas üver dem Durchschnitt an.


Die DVD :

Vertrieb : Splendid
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 2.35:1 (16:9)
Laufzeit : 84 Minuten
Extras : Making Of


6/10

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