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Mittwoch, 15. April 2009

Blood Car






Blood Car
(Blood Car)
mit Mike Brune, Anna Chlumsky, Katie Rowlett, Matt Hutchinson, Marla Malcolm, Mr. Malt, Matthew Stanton, Bill Szymanski, Hawmi Guillebeaux, Vince Canlas
Regie: Alex Orr
Drehbuch: Hugh Braselton / Alex Orr
Kamera: Adam Pinney
Musik: Keine Informationen
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

In der nahen Zukunft: Die Benzinpreise sind so hoch, daß kaum noch jemand Auto fährt. Ein veganischer Kindergarten-Lehrer möchte diese Misere beenden und baut einen neuen Motor, der mit Blut angetrieben wird. Zunächst dient der Lebenssaft toter Tiere als Kraftstoff, doch schon bald folgen dahinsiechende Omas, Kriegsveteranen und Kriminelle. Im Kofferraum des Autos wird eine tödliche Häckselmaschine installiert, die irgendwann auch undurchsichtige Regierungsagenten auf den Plan ruft. Das "Blood Car" gefährdet die nationale Sicherheit...und sein Betreiber, inzwischen ein veritabler Massenmörder, soll selber die Rotorblätter des Motors zu spüren bekommen!


Mit "Blood Car" hat Regisseur Alex Orr eine wirklich bitterböse und sehr trashige Horror-Komödie geschaffen. Pechschwarzer Humor der feinsten Sorte wurde hier mit einigen sehenswerten SFX gemischt, dazu noch einige teils skurrile Charaktere und schon hat man einen wirklich sehr gut unterhaltenden Film, den man allerdings nicht so ernst nehmen sollte.

Allein der Charakter des Veganers Richie ist es schon wert, sich diesen Film anzusehen. Es macht einen Heidenspaß, ihn bei seiner "Benzin-Beschaffungsmaßnahme" zu begleiten. Ist der gute Richie am Anfang noch ein vollkommen hermloser Typ und wirkt wie der typische nette Nachbar, so ändert er sich im Laufe der Zeit doch viel eher zu einem Serienkiller, dem alles recht ist, wenn nur sein Auto genug Benzin hat.

So sieht man ihn am Anfang des Films noch verzweifelt und weinend, wenn es darum ging, kleinere Tiere zu erschießen, um später ihr Blut als Kraftstoff zu gebrauchen. Als er dann aber eine Affäre mit der sexhungrigen Denise anfängt, der es natürlich hauptsächlich um das Auto geht, verschwinden sämtliche seiner Hemmungen und es fällt ihm mit jedem Mal leichter zu töten. So kommt es dann natürlich dazu, das auch immer mehr Menschen dem "Häcksler" zum Opfer fallen.

Die Geschichte, die in "Blood Car" erzählt wird, ist natürlich ziemlich hirnrissig, aber dafür umso unterhaltender. Garniert wurde das Ganze mit einigen Sex-Szenen, von denen manche schon fast grotesk wirken, so das sie doch für so manchen Lacher sorgen. Auch die vorhandenen SFX, auf die man allerdings eine ganze Weile warten muss, sind handwerklich recht gut gelungen.

Die Stärke des Films ist ganz eindeutig, das er zu keiner Zeit irgendwelche Längen aufweist, dafür sorgt schon allein die vollkommen abstruse Geschichte, die so flüssig und witzig erzählt wird, das kein Auge trocken bleibt. Und dann wäre da noch das Ende des Films, bei dem ich mir durchaus vorstellen könnte, das es die Meinungen spaltet. Ich beziehe das auf einige Szenen, in denen Kinder vorkommen und die vielleicht nicht unbedingt hätten sein müssen. Auf jeden Fall aber ist das gewählte Ende extrem makaber und eventuell sogar etwas zu fern des guten Geschmacks.

Insgesamt gesehen aber ist "Blood Car" ein sehr gelungener Film, der eine sehr trashige Note beinhaltet und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet. Ein Film, den Fans sich nicht entgehen lassen sollten.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1 / Englisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 73 Minuten
Extras: Audiokommentar, Behind the Scenes, "Mike Brune for President", "The Last last and the Tribulations of Johnnybush", Trailer


7/10

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