Follower

Sonntag, 12. April 2009

Walled In






Walled In
(Walled In)
mit Mischa Barton, Cameron Bright, Deborah Kara Unger, Noam Jenkins, Eugene Clark, Tim Allen, Darla Biccum, Mark Claxton, Shannon Jardine, Sophi Knight, Taylor Leslie, Emily McAfee, Jane Redlyon, Rob Roy, Josh Strait
Regie: Gilles Pasquet-Brenner
Drehbuch: Serge Brussolo / Rudolphe Tissot
Kamera: Karim Hussain
Musik: Keine Informationen
FSK 16
Frankreich / Kanada / USA / 2009

Die junge Ingenieurin Sam Walczak soll den Abriss eines großen Wohngebäudes vorbereiten. Von den letzten dort noch wohnenden Mietern erfährt sie, dass der wahnsinnige Architekt des Gebäudes Menschen lebendig in die Mauern einbetoniert hatte, bevor er selbst Opfer seines Betongrabes wurde. Doch je länger sich Sam in dem Gebäude aufhält, desto mehr seltsame Dinge geschehen. Unheimliche Geräusche ertönen hinter den Mauern und Sam ht immer mehr das Gefühl, dass sie beobachtet wird. Als sie ein Labyrinth von Geheimgängen entdeckt, ist sie plötzlich hinter den Mauern gefangen. Nun hat sie nur noch wenige Stunden Zeit um einen Ausweg aus dem Bauwerk des Grauens zu finden, bevor der Zement sie für immer verschlingt.


Ob es sich bei diesem Film wirklich um den "Horror/Thriller des Jahres" handelt, wie es groß auf der Rückseite des DVD-Covers prangt, das wage ich zu bezweifeln. Aber entgegen einiger anderer Meinungen finde ich schon, das "Walled In" ein recht guter und spannend in Szene gesetzter Film ist. Vor allem in der ersten Filmhälfte macht sich hier eine sehr unheilvolle und sehr bedrückende Stimmung breit, die fast unweigerlich auf den Betrachter überspringt.

Allein schon die Idee, das Wohnhaus irgendwo mitten ins Nirgendwo zu stellen, trägt zu dieser Stimmung bei. Das architektonisch wirklich aussergewöhnliche Gebäude wirkt in diesem Niemandsland irgendwie vollkommen deplaciert und man fragt sich ganz unweigerlich, wie man dort überhaupt leben kann. Weit und breit gibt es wirklich absolut keine Anzeichen für irgendeine Art von Zivilisation, was ganz automatisch ein gefühl der totalen Isolation aufkommen lässt.

Auch im Inneren des Gebäudes kommt zu keiner Zeit so etwas wie eine Art Wohlfühlgefühl auf, alles wirkt sehr trostlos, düster und teils sogar deprimierend. Teilweise überkommt einen viel eher das Gefühl, das man sich in einem unterirdischen Bunker befinden würde. Und gerade durch diese Ausstrahlung des Wohnhauses hat man es hier in der ersten Stunde mit einem meiner Meinung nach guten Spukhausfilm zu tun, der sehr viel Spannung erzeugt und vor allem durch die beklemmende Stimmung überzeugen kann.

Leider wendet sich die Geschichte dann etwas und schlägt eine andere Richtung ein, die das insgesamt doch gute Gesamtbild etwas trübt. Teilweise fällt es sogar etwas schwer, den Zusammenhängen logisch zu folgen, da bei einigen Dingen irgendwo kein Zusammenhang besteht. Einiges wirkt seltsam willkürlich in die Geschichte eingefügt und ergibt keinen wirklich ersichbaren Sinn. Dennoch bleibt aber die Spannung jederzeit erhalten, so das trotz einiger Mankos keine Langeweile beim betrachter aufkommt.

Letztendlich handelt es sich bei "Walled In" um einen insgesamt guten Horror/Thriller, der vor allem in der ersten Hälfte vollkommen überzeugen kann und alles beinhaltet, was ein guter Spukhausfilm braucht. Jedoch wäre es besser gewesen, diese Linie gerade weiterzuziehen, anstatt diesen Story-Schwenk zu vollziehen, der den trotzdem guten Gesamteindruck leider etwas trübt. Dennoch handelt es sich um einen absolut sehenswerten Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1, DTS 5.1 / Englisch DD 5.1
Bild: 1:1,85 (16:9)
Laufzeit: 88 Minuten
Extras: Making Of, Trailer


6,5/10

Keine Kommentare: