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Sonntag, 28. Juni 2009

Blood Monkey






Blood Monkey
(BloodMonkey)
mit F. Murray Abraham, Matt Ryan, Amy Manson, Matt Reeves, Laura Aikman, Sebastian Armesto, Freishia Bomanbehran, Prapimporn Karnchanda, Mascagni Andrea, Manop Seengoen, Ulf Peder Johansson, Anu Thureekan, Thunya Suwanchatree
Regie: Robert Young
Drehbuch: George LaVoo / Gary Dauberman
Kamera: Choochart Nantitanyada
Musik: Charles Olins / Mark Ryder
FSK 16
Thailand / 2007

Lange hat man nach dem Missing Link zwischen Mensch und Affe gesucht. Der Anthropologe Conrad Hamilton hat sein Leben der Erforschung dieser bislang unbekannten Spezies gewidmet. Im Dschungel von Thailand hat er die intelligenten Riesenaffen aufgespürt. Doch eine erste Expedition endet im Desaster. Hamiltons Kollegen werden von den Affen alle brutal massakriert. Eine zweite Expedition macht sich auf den Weg, erkennt aber erst im Dschungel selbst, dass sie es mit bösartigen Kreaturen zu tun hat. Einer nach dem anderen fallen die Forscher den blutrünstigen Riesenaffen zum Opfer. Ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod beginnt.


Tierhorrorfilme gibt es ja wie Sand am Meer und nur die wenigsten sind wirklich als herausragend einzustufen (Der weisse Hai). Auch mit "Blood Monkey" ist sicherlich kein Highlight des genres gelungen, jedoch bin ich der Meinung, das der Film keineswegs so schlecht ist, wie er teilweise bei gewissen Bewertungen wegkommt. Man sollte allerdings seine Erwartungen auch nicht zu hoch schrauben, denn der Film bewegt sich doch eher im gesunden Mittelmaß, wie es so oft bei Filmen dieser Art der Fall ist.

Der größte Kritikpunkt ist sicherlich der, das die Affen eigentlich während des gesamten Films gar nicht richtig zu sehen sind, denn bei ihren Angriffen auf die Menschen sind sie leider nur schemenhaft zu erkennen. Lediglich in einer ganz kurzen Schlußsequenz ist eine der Bestien einmal ganz kurz richtig zu sehen, was für einen Tierhorrorfilm doch etwas zu wenig ist. Dennoch finde ich den Film recht interessant, denn er bezieht seine Spannung daraus, das man jederzeit damit rechnet, das etwas passiert. Auch wenn das aber eher selten der Fall ist, baut sich doch eine gewisse Spannung auf, die sich auch auf den Zuschauer überträgt.

Als besonders gelungen kann man die gewählte Dschungel-Location und die damit verbundene Atmosphäre einstufen, denn die gesamte Zeit über schwingt ein Gefühl der Bedrohlichkeit mit, das einen wenigstens phasenweise schon faszinieren kann. Auch wenn es hier keine besonderen Highlights zu verzeichnen gibt, so übt "Blood Monkey" doch eine gewisse Anziehungskraft auf den Zuschauer aus, der man sich nicht gänzlich entziehen kann. Trotzdem sind es eher zwiespältige Gefühle, die der Film beim Betrachter hinterlässt, denn auf der einen Seite sind da die guten Ansätze und die aufkommende Spannung, doch andererseits die leichte Enttäuschung, das diese Dinge nicht konsequent weitergeführt wurden.

Darstellerisch sollte man hier keine Wunderdinge erwarten, denn teils erinnern die gezeigten Leistungen an so manchen Teenie-Slasher, in dem sich die Teenies an unlogischen Verhaltensweisen gegenseitig übertreffen. Ähnlich verhält es sich auch hier, erschwerend kommen noch die teils dümmlichen Dialoge hinzu, die man auch durchaus hätte vermeiden können.

Insgesamt gesehen kommt dieses Werk sicherlich nicht über das Mittelmaß hinaus, aber es gibt doch weitaus schwächere Genre-Vertreter, die einen um einiges schlechter unterhalten. Trotz einiger Defizite ist der Film wohl vor allem für Tierhorror-Fans auf jeden Fall einen Blick wert, wer allerdings höhere Ansprüche stellt, könnte eventuell enttäuscht werden.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DTS, DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:1.85
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: Trailer


5/10

Kommentare:

deguz hat gesagt…

vllt. wäre der Film noch um Einiges spannender geworden, wenn es ihn überhaupt nicht gegeben hätte.
Zumindest konsequent, denn wenn sein fast gesamtes Potential auf etwas nicht Gezeigtes beruht.
dgz.

Rene hat gesagt…

Sorry, aber das ist kein Film, das ist eine Beleidigung für die Augen! Der Film (was man eigentlich nicht so nennen kann) wäre durch sein "Nichterscheinen" um vieles besser gewesen!!!