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Mittwoch, 3. Juni 2009

Last of the Living






Last of the Living
(Last of the Living)
mit Morgan Williams, Robert Faith, Mark Hadlow, Emily Paddon-Brown, Ashleigh Southam
Regie: Logan McMillan
Drehbuch: Logan McMillan
Kamera: Kirk Pflaum
Musik: Ben Edwards / Kurt Preston
Keine Jugendfreigabe
Neuseeland / 2008

Ein hochgradig ansteckender Virus hat die Weltbevölkerung in Zombies verwandelt. Alt-Rocker Johnny, Möchtegern-Schauspieler Morgan und Ex-Buchhalter Ash gehören zu den letzten Überlebenden. Die drei Couch Potatoes haben es sich in der post-apokalyptischen Welt nett eingerichtet. Sie wohnen in den besten Häusern, fressen die Supermärkte kahl und vertreiben sich mit Videos und Playstation die Zeit. Das ändert sich, als sie Stefanie treffen. Die süsse Wissenschaftlerin ist einem Heilmittel auf der Spur und überredet die drei Chaoten, mit ihr die Welt zu retten. Ein blutiger Kreuzzug gegen die Untoten beginnt...


Und wieder einmal ein skurriler Horrorfilm, den uns die Neuseeländer beschert haben. Da aus diesem Land eigentlich immer sehr unterhaltsame Genre-Beiträge kommen, bildet auch "Last of the Living" keine Ausnahme. Mit viel Witz und einer ordentlichen Portion Charme wurde hier eine sehr unterhaltsame Zombie-Komödie produziert, die es versteht, bestens und kurzweilig zu unterhalten. Doch ein großer Unterschied zu anderen Beiträgen aus Neuseeland besteht hier schon, denn ist man es normalerweise gewohnt, das es in den Filmen wie "Bad Taste" oder auch "Black Sheep" neben viel Humor auch sehr viel Blut zu sehen gibt, so ist dieses Werk von Regisseur Logan McMillan doch verhältnismäßig blutarm. Es gibt natürlich einige auch etwas härtere und blutige Passagen, die sich aber in einem sehr überschaubaren Rahmen halten.

Ich empfinde diese Tatsache aber keinesfalls als negativ, denn man hat trotzdem seinen Spaß mit diesem Film, wofür allein schon die witzigen Charaktere sorgen, die hier vollkommen durchgeknallt dargestellt werden. Teilweise scheinen sie schon etwas den Sinn für die Realität verloren, denn wie sonst ist es beispielsweise zu erklären, das Nachrichten auf die Anrufbeantworter von Frauen gesprochen werden, die schon längst das Zeitliche gesegnet haben? Vor allem die drei Hauptdarsteller geraten hier in die ein oder andere sehr groteske Situation, aus der sie sich mit meist nicht minder skurrilen Methoden befreien. Der Humor ist hier jedenfalls ganz ausgezeichnet und entbehrt auch nicht einer gewissen Portion Sarkasmus, was dem Film sehr gut zu Gesicht steht.

In gewisser Weise wird man hier auch an "28 Days later" erinnert, der von der Story her ähnlich aufgebaut ist. Natürlich ist hier die Szenerie auf komödiantische Art und Weise verpackt worden und es fehlt etwas an blutigen Momenten, jedenfalls für eine Zombie-Komödie. Andererseits bin ich durchaus der Meinung, das man auch solche Filme nicht immer nur nach ihrem Blutgehalt bewerten sollte, denn selbst ein mittlerweile zum Kultfilm gewordener "Shaun of the Dead" brilliert durch andere Vorzüge, die nicht unbedingt im Härte-Bereich zu suchen sind. Und ähnlich verhält es sich auch bei "Last of the Living", der mehr durch Wortwitz und Situationskomik besticht und dennoch auch einige nette, etwas härtere Szenen beinhaltet.

Und auch, wenn die hier erzählte Geschichte nicht gerade neu ist, so ist die Umsetzung doch als gelungen zu bezeichnen, denn die Verpackung stimmt einfach und es macht einen Heidenspaß, die Chaoten bei ihrem Kampf gegen die untote Übermacht zu begleiten.

Insgesamt gesehen ist dieser Film auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlenswert, man bekommt sehr witzige Zombie-Unterhaltung geboten und kann sich an den herrlich skurrilen Charakteren erfreuen, die einem durch ihr durchgeknalltes Handeln doch oft genug ein Lächeln ins Gesicht zaubern und so für sehr kurzweilige Unterhaltung sorgen, die man sich als Fan von Zombie-Komödien nicht entgehen lassen sollte.



Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: Deleted Scenes, Alternatives Ende, Interview mit den Hauptdarstellern und Filmemachern, Trailer




6,5/10

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