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Donnerstag, 27. August 2009

Backstabbed - Spiel der Angst






Backstabbed - Spiel der Angst
(Morkeleg)
mit Line Kruse, Christian Grenvall, Mari-Anne Jespersen, Karl Bille, Dick Kayse, Peter Rygaard, Waage Sande, Birthe Neumann, Robert Reinhold, Claus Strandberg, Lise Schroder, Paul Hüttel, Joachim Knop, Benny Hansen, Laura Drasbaek
Regie: Martin Schmidt
Drehbuch: Dennis Jürgensen
Kamera: Peter Roos
Musik: Alan Howarth
Keine Jugendfreigabe
Dänemark / 1996

Ein abgelegenes Haus in der Wildnis. Vier Freunde spielen voller Begeisterung ein neues, interaktives Spiel: "Fang den Mörder!". Doch sie wissen nicht, dass sich ein gesuchter Frauenmörder genau dieses Haus als Versteck ausgesucht hat. Plötzlich verschwimmen Realität und Fiktion. Aus dem fröhlichen Spiel wird tödlicher Ernst, denn ein psychopathischer Killer hat nun mal mehr Erfahrung, wenn es darum geht, andere Menschen zu beseitigen. Der Einsatz dieses Spiels: Das eigene Leben!


Manchmal brauchen Horrorthriller erst einmal eine gewisse Anlaufzeit, bis sich eine dichte und bedrohliche Atmosphäre entwickelt. Ganz anders verhält es sich bei dieser dänischen Produktion von 1996, denn von Beginn an geht es hier sehr bedrohlich und unheilvoll zur Sache. So kommt es, das der Zuschauer von der ersten Minute an von der hier erzählten Geschichte gefesselt und fasziniert ist. Regisseur Martin Schmidt, der gerade ein jahr zuvor mit "Final Hour" schon einen extrem spannenden Horrorthriller präsentiert hat, hält sich hier gar nicht erst mit großem Vorgeplänkel auf, sondern konfrontiert einen schon nach wenigen Minuten mit dem ersten Mord.

So braucht es auch keinerlei Anlaufzeit, um einen konstanten Spannungsbogen entstehen zu lassen, denn dieser ist sofort vorhanden, dennoch wurde es aber geschafft, das die Spannungsschraube mit zunehmender Laufzeit immer noch fester angezogen wird, so das hier phasenweise wirklich absolute Hochspannung vorherrscht. Dadurch entsteht natürlich auch ein sehr angespanntes Sehverhalten beim Betrachter, es gibt keinerlei Passagen, in denen man einmal etwas entspannter an den Film herangehen könnte, zu sehr saugt man die vorherrschende Stimmung in sich auf, die einem schon so manche Gänsehaut über den Rücken jagt. Es ist so gut wie unmöglich, sich der Faszination von "Backstabbed" zu entziehen, wie gebannt verfolgt man das Geschehen, das sich hier offenbart.

Wenn man genau aufpasst und alles sehr aufmerksam verfolgt, dann kommt man schon verhältnismäßig früh darauf, wer denn hier der psychophatische Killer ist, doch das tut der immensen Spannung keinerlei Abbruch. denn dieser Film zählt ganz eindeutig zu denen, die von der ersten bis zur letzten Minute konstante Spannung auf einem sehr hohen Level bieten, hinzu kommt die wirklich ganz hervorragende unheilvolle Stimmung, die sich hier verbreitet. Hierbei ist ganz sicher der Schauplatz des alten Hauses ein ganz wichtigess Element, weiterhin die Tatsache, das die Geschichte bei Nacht spielt. So spielen die meisten Passagen auch im Halbdunkel, sind aber doch recht gut zu erkennen, lediglich einige wenige Szenen sind etwas zu dunkel gehalten, so das es ziemlich schwierig ist, alles genau zu erkennen.

Die hier agierenden Darsteller machen ihre Sache alle sehr gut, das dargebotene Schauspiel wirkt absolut glaubwürdig und ist insgesamt sehr überzeugend. So bietet auch dieser Bereich einen weiteren Mosaikstein, der nahezu perfekt in das absolut überzeugende Gesamtbild hineinpasst.


Fazit:


"Backstabbed" ist ein echter Geheimtipp für alle Fans von sehr atmosphärischen Horrorthrillern. Selten habe ich in letzter Zeit einen Film gesehen, von dem ganzzeitig so viel Spannung ausgeht. Hier passt einfach alles sehr gut zusammen, so das man ein extrem spannendes und kurzweiliges Filmerlebnis zu sehen bekommt, das man sich auch gern mehrmals ansieht.


8/10

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