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Sonntag, 30. August 2009

Big Bad Wolf






Big Bad Wolf
(Big Bad Wolf)
mit Trevor Duke, Kimberly J. Brown, Richard Tyson, Sarah Aldrich, Christopher Shyer, Andrew Bowen, Sarah Christine Smith, Jason Alan Smith, Adam Grimes, Robin Sydney, Adam Hendershott, Clint Howard, Martin Dorsla, Jennifer Roa, Walter Perez
Regie: Lance W. Dreesen
Drehbuch: Lance W. Dreesen
Kamera: Stephen Crawford
Musik: Dana Niu
FSK 16
USA / 2006

Der junge College Student Derek hat für seine Schulfreunde eine ganz besondere Überraschung parat: Er lädt die Gruppe zu einem Party-Wochenende in die abgelegene Waldhütte seines Stiefvaters ein. Doch was als verrücktes Happening mit Alkohol, Drogen und Sex gedacht war, entpuppt sich als tödlicher Albtraum, denn in dem Wald treibt ein blutrünstiger Werwolf sein Unwesen. Und dieser hat sichtbar Spaß dabei, seine ahnungslose Beute einen nach dem anderen zu jagen und zu zerfleischen. Nur Derek und seine Freundin Samantha können dem brutalen Biest entkommen. Aber schon bald müssen sie einsehen, dass dieser Albtraum noch längst nicht zu Ende ist. Er hat gerade erst begonnen...


Und wieder einmal ein Teenie-Horrorfilm, der sich mit der Werwolf-Thematik beschäftigt. Entgegen vieler eher negativen Kritiken hat mir dieses Werk von Regisseur Lance W. Dreesen sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten. Sicher, Innovation wird hier nicht geboten, man hat alles schon einmal so oder so ähnlich in anderen Filmen mit gleicher Thematik zu sehen bekommen( Verflucht von Wes Craven), aber die hier erzählte Geschichte wird spannend erzählt und bietet dem Zuschauer Altbewährtes in einer guten Verpackung. Außerdem fand ich die Idee recht witzig, das der Werwolf hier sprechen kann und sogar einige Reime zum Besten gibt.

Zwar weiß man nach ziemlich kurzer Zeit, wer hier die Bestie ist, doch das tut der Spannung allerdings keinerlei Abbruch, denn der Focus des Films ist vielmehr darauf gerichtet, das Derek und Samantha nach einer Möglichkeit suchen, sich der Bestie zu entledigen. So baut sich gleich zu Beginn eine Menge an Spannung auf, die zwar im Mittelteil des Films etwas einbricht, da es in diesem Abschnitt zu keinerlei Konfrontation mit dem Werwolf kommt, doch im letzten Filmdrittel wird die Spannungsschraube noch einmal kräftig angezogen und die Story nimmt mächtig an Fahrt auf, bis zum Ende hin alles in einem wirklich furiosen Showdown endet. Doch auch der etwas actionarme Mittelteil der Story ist keineswegs uninteressant, es passiert zwar nicht gerade viel und diese Phase des Filmes ist vielleicht etwas zu dialoglastig, jedoch leidet darunter keineswegs das Interesse und die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Atmosphärisch ist "Big Bad Wolf" meiner Meinung nach als sehr gelungen zu bezeichnen, was ganz besonders in den Passagen zum Ausdruck kommt, die sich Nachts in der jagdhütte abspielen. Das geschehen dort löst schon manchmal ein klaustrophobisches Feeling aus, man möchte keinesfalls mit den Jugendlichen tauschen, die dort der Bestie auf engstem raum scheinbar vollkommen hilflos ausgeliefert sind. Es entfaltet sich eine sehr ausgeprägte bedrohliche und unheilvolle Stimmung, die auch ihre Wirkung auf den Zuschauer nicht verfehlt. Und gerade am Ende des Filmes verdichtet sich diese Stimmung noch mehr, so das man richtiggehend mit den Akteuren mitfiebert und schweißnasse Hände kaum vermeiden kann.

Unter den Darstellern findet man zwar keine Oscar-Kandidaten, jedoch sind die Leistungen durchaus als gut zu bezeichnen und passen perfekt in einen Film dieser Art, so das es in dieser Beziehung nichts zu bemängeln gibt. Wenn man überhaupt etwas zu bemängeln hat, dann wäre etwas mehr Werwolf-Action vielleicht wünschenswert gewesen, aber insgesamt gesehen bekommt man es hier mit einem wirklich sehenswerten genre-Vertreter zu tun, der für eine 16er Freigabe auch einige etwas härtere Szenen beinhaltet, die aber nicht im Überfluss vorhanden sind.


Fazit:


"Big Bad Wolf" ist ein durchaus gelungener Genre-Beitrag, der durch den sprechenden Werwolf eine in meinen Augen witzige variante beinhaltet. Ansonsten sind altbewährte Zutaten nett verpackt worden, so das der Zuschauer gute und kurzweilige Unterhaltung geboten bekommt, die sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten. Allerdings darf man keine Innovation erwarten, denn man hat alles schon einmal gesehen. Wem das nicht sonderlich viel ausmacht, der wird jedenfalls bestens bedient und wird mit diesem Film durchaus seinen Spaß haben.


6,5/10

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