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Dienstag, 18. August 2009

Dark Floors






Dark Floors
(Dark Floors)
mit Lordi, Kita, Amen, Ox, Awa, Skye Bennett, Noah Huntley, Dominique Mc Elligott, Ronald Pickup, William Hope, Leon Herbert, Philip Bretherton, John Calton, Laura Faarinen, AnniinaKeiskander, Jari Sarja, Jarmo Saurio
Regie: Pete Riski
Drehbuch: Pekka Lethosaari / Lordi
Kamera: Jean Noel Mustonen
Musik: Ville Riippa
FSK 16
Finnland / Island / 2008

Sarah ist ein autistisches kleines Mädchen, deren Vater Ben um ihre Gesundheit besorgt ist. Er beschließt seine Tochter aus dem Krankenhaus zu entführen. Während der Durchführung seines Plans gibt es technische Probleme und der Aufzug mit ihm, Sarah und einigen weiteren Personen bleibt stecken. Als die Türe endlich wieder aufgeht, scheint das Krankenhaus völlig verlassen. Auf ihrem weiteren Weg entdecken sie einige verstümmelte Körper und plötzlich erfolgt ein Angriff von Kreaturen aus einer anderen Welt. Im Laufe des Überlebenskampfes wird klar, das vielleicht nur Sarah die Gruppe retten kann.


Das ist er nun also, der von so vielen sehnsüchtig erwartete finnische Horrorfilm der Hardrock-Band Lordi. Das Regie-Debut von Pete Riski, der auch schon für die Musik-Videos der Band verantwortlich zeichnete, ist mit einem Budget von etwas über vier Millionen Euro auch gleichzeitig der teuerste finnische Film aller Zeiten. Doch nicht nur das, denn mainer Meinung nach ist hier auch ein richtig guter Horrorfilm entstanden, der es schafft, die Aufmerksamkeit des Zuschauers ganzzeitig für sich zu gewinnen, was ja nun wirklich beileibe nicht allen Horrorfilmen gelingt.

Von Beginn an wird hier eine wirklich interessante Geschichte erzählt, die während ihres Verlaufes immer mehr an Spannung zunimmt und ganz besonders in atmosphärischer Hinsicht vollkommen überzeugen kann. Umso mehr kann ich einige andere Kritiken nicht so ganz nachvollziehen, in denen der Film als langatmig oder gar langweilig bezeichnet wird. Vielleicht sind diese Meinungen darin begründet, das die Monster-Rocker der Band Lordi nicht gerade oft auftreten, doch sehe ich die Auftritte viel eher als wohl dosiert und durchaus ausreichend an.

Doch das Aushängeschild des Filmes ist ganz eindeutig die vorherrschende Atmosphäre. Wirkt sie zu Anfang schon sehr beklemmend und teilweise auch klaustrophobisch, als die Gruppe durch die leeren und steril wirkenden Krankenhausgänge irrt, so nimmt sie mit der Zeit immer düstere und bedrohlichere Ausmaße an, als die Protagonisten der Geschichte sich auf einmal in den gleichen Räumlichkeiten wiederfindet, die allerdings optisch vollkommen anders dargestellt werden. Denn auf einmal ist alles vollkommen verdreckt, dunkel und überall liegn verweste Menschenkörper herum.

Und so kommen wir auch gleich zum eigentlich einzigen Problem dieses Werkes, denn eine vollständige Erklärung für die Geschehnisse bleibt leider aus, Das merkt man vor allem auch am Ende des Films, das eigentlich mehr Fragen aufwirft, als das es sie beantwortet. Der Schluß kommt viel zu schnell und abrupt, es bleibt sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen, was an sich gar nicht mal verkehrt ist, aber der Spielraum ist hier einfach zu groß und ein etwas schlüssigerer Abschluß der Story wäre nicht schlecht gewesen.

Das ist für mich persönlich aber auch der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten bekommt man wirklich eine recht gelungene Mixtur aus Horror-und Grusel zu sehen, allerdings darf man keine große Härte erwarten, denn bis auf 1-2 etwas härtere Szenen bekommt man in dieser Beziehung nichts geboten. das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn man vermisst hier erst gar nicht die Härte, da man von der sich entfaltenden Atmosphäre gänzlich gefesselt und fasziniert wird.

Und auch bei den Darstellern gibt es nichts zu meckern, durch die Bank bekommt man überzeugende und gute Leistungen geboten, wobei vor allem die Figur der Sarah mit Skye Bennett nahezu perfekt besetzt wurde. Sie spielt das autistische Mädchen wirklich absolut glänzend und vor allem sehr autenthisch. Aber auch die anderen Darsteller sind durchaus glaubwürdig, obwohl man sich schon manchmal fragt, wie man in gewissen Situationen ein Mädchen im Rollstuhl, so oft aus den Augen lassen kann, das sie sich immer wieder selbstständig macht und von der Gruppe entfernen kann.


Fazit:


"Dark Floors" ist vielleicht nicht der absolute Überflieger, den manche Leute erwartet haben, aber immerhin ein sehr guter Horrorfilm, der eine interessante Geschichte sehr spannend erzählt. Ausgetsattet mit guten Darstellern und einer ungeheuer dichten Atmosphäre bietet der Film ein mehr als kurzweiliges und sehr unterhaltsames Film-Vergnügen, das sich kein Fan des genres entgehen lassen sollte.


7/10

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