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Dienstag, 6. Oktober 2009

Evil Bong





Evil Bong
(Evil Bong)
mit David Weidoff, John Patrick Jordan, Mitch Eakins, Brian Lloyd, Robin Sidney, Kristyn Green, Tommy Chong, Michelle Mais, Jacob Witkin, Kristen Caldwell, Phil Fondacaro, Tim Thomerson, Bill Moseley, Brandi Cunningham, Dana Danes
Regie: Charles Band
Drehbuch: August White
Kamera: Mac Ahlberg
Musik: District 78 / Ker'in Hayden
FSK 16
USA / 2006

Eebee ist eine Bong. Aber keine gewöhnliche Bong. Sie ist besessen. Sie ist böse. Und sie giert nach menschlichen Seelen. Raucht man aus ihr, so betritt man die Bong-Welt. Der Kiffer dringt ein in eine Dimension des Rauschs, in dem Stripperinnen in einem Club verheißungsvoll ihre Körper räkeln. Sie locken den Kiffer an, nur um ihn brutal und blutrünstig aus dem Leben zu befördern im Traum wie auch im echten Leben. Das alles wissen Alistair, Brett, Larnell und Bachman natürlich nicht, als sie in den Besitz der riesigen Bong aus den 60er Jahren geraten. Und sie können es kaum erwarten, sie zum ersten Mal zu benützen.


Keine Macht den Drogen!



Dieser Slogan trifft auf diesen Film wie die Faust aufs Auge, denn wie extrem schädlich das Kiffen sein kann, muß hier auch die mehr als skurrile Männer-WG feststellen, für die es anscheinend nichts Besseres gibt, als sich ständig vollzudröhnen. Lediglich der neu zugezogene Alistair tanzt hier vollkommen aus der Reihe, denn er ist ein typischer Streber, der an nichts anderes als an sein Studium denkt.

Nun hat der Film sicherlich seine positiven Seiten, es macht beispielsweise sehr viel Spaß, die durchgeknallten Charaktere bei ihrer skurrilen Lebensweise zu beobachten, doch so richtig kann der Film eigentlich zu keiner Zeit zünden, jedenfalls war das bei mir nicht der Fall. Für eine waschechte Horror-Komödie ist von beiden Elementen eigentlich zu wenig vorhanden, Horror gibt es so gut wie überhaupt nicht zu sehen und leider wirken auch die meisten Gags eher oberflächlich und etwas mau. Es fehlen einfach die wirklich zündenden Gags, die dem Zuschauer ein herzhaftes lachen abringen könnten und so muß man sich mit einigen leichten Schmunzlern zufriedengeben.

Ein weiteres unübersehbares Manko dieses Werkes ist die mangelnde Spannung. Sicher, es handelt sich hierbei um eine Horror-Komödie, aber dennoch wäre ein solider Spannungsaufbau durchaus angebracht gewesen. Doch leider sucht man vergebens danach und so kommt es unweigerlich dazu, das die hier erzählte Geschichte teilweise etwas belanglos vor sich hinplätschert. Das heisst keinesfalls, das "Evil Bong" langweilig ist, denn der Film bietet schon recht kurzweilige, aber eher sehr seichte Unterhaltung, die ohne irgendwelche Höhepunkte daherkommt. Ich finde das sehr schade, denn ich hatte mir persönlich doch etwas mehr von dieser Produktion erwartet.

Nichtsdestotrotz werden gerade Fans trashiger Filme ihren Gefallen an diesem Werk finden, man sollte nur von Anfang an seine Ansprüche keinesfalls zu hoch ansiedeln, ansonsten könnte man hinterher doch etwas enttäuscht sein. Wenn auch nicht gerade die witzig-spritzige Horror-Komödie geboten wurde, die ich mir erhofft hatte, ist "Evil Bong" aber dennoch nette und recht kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch, stellt aber meiner Meinung nach keinesfalls einen Genre-Beitrag dar, der auch nachhaltig im Gedächtnis des Zuschauers haften bleibt. Lediglich die vollkommen durchgeknallten Charaktere des Films kann man als wirkliches Highlight empfinden, denn hier wird einem herrlich trashiges Schauspiel geboten, das perfekt zu der grotesken Story passt.


Fazit:


"Evil Bong" ist sicherlich kein Genre-Highlight, bietet aber zumeist kurzweilige Unterhaltung, die allerdings ziemlich unspektakulär daherkommt und nicht gerade reich an Höhepunkten ist. Andererseits gibt es weitaus schlechtere Filme dieser Art, so das man im Endeffekt von einem soliden Film sprechen kann, der aber über das gesunde Mittelmaß keineswegs hinauskommt und sich so vollkommen unnötigerweise im breiten Mittelfeld des Horrorfilms ansiedelt. Das hätten die Macher ganz sicher verhindern können, wenn sie etwas mehr vom vorhandenen Potential dieser irren Geschichte ausgeschöpft hätten.



5/10

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