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Sonntag, 4. Oktober 2009

Study Hell






Study Hell
(Study Hell)
mit Brian Austin Jr., Randy Cunningham, Lindsay Dell, Ryan Fisher, Michael Henry, Stephen McDougall
Regie: Mark McNabb
Drehbuch: Jeff McArthur
Kamera: Ross Ellsworth
Musik: Shawn Munroe
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2007

Don Keller, ehemaliger Kriegsveteran und nun Lehrer an der Grant High School, kommt mit dem Druck an seiner Schule nicht mehr zurecht. Die Schüler und auch der Direktor bereiten ihm schlaflose Nächte. Irgendwann ist das Fass übergelaufen und aus dem Lehrer wird der Psychokiller, der schon immer tief in ihm schlummerte und nun ans Tageslicht kommt. So wird das Schulgebäude sein Kriegsschauplatz. Seine persönlichen Gegner: Die Studenten Denise, Todd, Amy, Matt und Greg. Niemand kann ihn stoppen, denn der Tod geht um an der Grant High School...


Wenn man sich so die Inhaltsangabe durchliest, erkennt man sehr schnell, das hier zwar sicherlich nicht gerade viel Innovation geboten wird, aber durchaus genügend Potential für einen ordentlichen und gut unterhaltenden Slasher vorhanden ist. Wenn man dann allerdings dieses Werk gesichtet hat, ist man doch ziemlich ernüchtert, denn die Umsetzung der Geschichte ist schon sehr dilletantisch und kann einen so nicht unbedingt vom Hocker reissen, um es einmal vorsichtig auszudrücken. dabei fängt der Film doch sehr vielversprechend an und weckt so auch gewisse Begehrlichkeiten und Hoffnungen beim Zuschauer, die aber leider in keiner Phase der gut 9o Minuten auch nur annähernd erfüllt werden.

"Study Hell" ist ein Paradebeispiel dafür, wie man eine durchaus interessante Geschichte durch ihre schlechte Umsetzung vollkommen der Belanglosigkeit preisgibt, denn dem Film fehlt es im Prinzip an allen Ecken und Enden. Hauptverantwortlich für den insgesamt maximal untedurchschnittlichen Eindruck, den dieses Low Budget Werk hinterlässt, sind in meinen Augen die Darsteller, die phasenweise richtiggehend lustlos agieren, dem Geschehen aber vor allem keine Glaubwürdigkeit verleihen. In erster Linie möchte ich hier den durchgeknallten Lehrer (Stephen McDougall) anführen, der vollkommen unmotiviert seinen Part herunterspielt und dabei als Psychophat vollkommen unglaubwürdig und fehlbesetzt erscheint. Doch auch die anderen Schauspiler wirken allesamt austauschbar und in ihren Handlungsweisen wenig glaubhaft.

Ein weiteres manko ist die fehlende Spannung, einzig und allein bei den Verfolgungsjagden durch das Schulgebäude kommt wenigstens ansatzweise so etwas wie Spannung auf, die aber immer wieder verhältnismäßig schnell in sich zusammenfällt. Dadurch kann sich auch zu keiner Zeit so etwas wie eine wirklich bedrohliche oder gar unheimliche Grundstimmung entwickeln, die sich auf den Zuschauer übertragen könnte. Wenn jetzt wenigstens die vorhandenen Morde gut in Szene gesetzt wären, dann könnte man ja noch über andere Unzulänglichkeiten des Filmes hinwegsehen, doch leider ist auch das nicht der Fall, denn die Tötungsszenen sind alles andere als gelungen, sondern wirken viel eher dilletantisch. Da der vorhandene Härtegrad ganz generell eher niedrig angesiedelt ist, kann ich auch ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, weswegen "Study Hell" das Keine Jugendfreigabe Siegel erhalten hat, denn eine 16er Freigabe hätte hier vollkommen ausgereicht.

So kann man diesem Werk also leider kaum etwas Positives abgewinnen, wodurch es wohl auch lediglich für ganz hartgesottene "Vielseher" zu empfehlen ist. Etwas anspruchsvollere Genre-Fans werden hier eher nicht auf ihre Kosten kommen, da der Film so gut wie keine Höhepunkte, geschweige denn einen spannenden und atmosphärischen Story-Verlauf bietet. Und auch, wenn es sich hier um eine Low Budget Produktion handelt, wäre sicherlich etwas mehr drin gewesen, als das, was man im Endeffekt geboten bekommt.


Fazit:


Es ist wohl keineswegs übertrieben, wenn man "Study Hell" als eine Enttäuschung bezeichnet, denn der Film lässt so ziemlich alles vermissen, was einen wirklich spannenden Horrorfilm ausmacht. Dennoch wird auch diese Produktion ganz sicher ihre Fans finden, allerdings sollte man von Beginn an wissen, auf was man sich hier einlässt, denn der Unterhaltungswert ist doch ziemlich eingeschränkt und wird wohl nur die absoluten Hardcore-Fans überzeugen.


Die DVD:

Vertrieb: KSM
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 4:3 (Letterbox)
Laufzeit: 87 Minuten
Extras: Trailer



3/10

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