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Samstag, 14. November 2009

Halloween - Left for Dead






Halloween - Left for Dead
(Left for Dead)
mit Steve Byers, Danielle Harris, Shawn Roberts, Ahmed Dirani, Robbie Amell, Daniel Clark, Katrina Devine, John Bregar, Rebecca Davis, JaNae Armogan, Boyd Banks, Steve Vincic, Naomi Hewer, Ryan Louagie, Paul Vasilak
Regie: Christopher Harrison
Drehbuch: Christopher Harrison
Kamera: Daniel Holmes
Musik: Marinho Nobre
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2007

Drogen, Sex und wilde Partys - jedes Jahr zu Halloween werfen die Studenten einer kanadischen Kleinstadt sämiliche Hemmungen über Bord. Doch dieses Mal kommt ein ungebetener Gast zu Besuch. Er trägt eine Halloween-Maske und dezimiert die Vergnügungssüchtigen mit einer Machete. Tommy beobachtet den Mord an seinem Freund Freddy, doch weder Polizei noch Freunde schenken ihm Glauben. Und auch die Leiche ist verschwunden. Was geht hier vor sich? Tommy hegt einen schrecklichen Verdacht und ein äusserst blutiges Spektakel nimmt seinen Anfang...


Nun kann die Inhaltsangabe des Filmes schon gewisse Erwartungen aufkommen lassen und auch wenn es sich hier um eine Thematik handelt, die doch schon ziemlich ausgelutscht zu sein scheint, hegt man die Hoffnung, einen durchaus spannenden und interessanten Slasher präsentiert zu bekommen. Wenn man dann auch noch dem letzten Satz in der Inhaltsangabe einigen Glauben schenkt, dann stellt man sich auf jeden Fall auf einen recht blutigen Vertreter dieser Art ein und freut sich auf ein kurzweiliges Filmerlebnis.

Umso größer ist dann aber die äusserst schnell auftretende Ernüchterung und es macht sich auch eine gewisse Enttäuschung breit, denn leider kann "Halloween - Left for Dead" nicht halten, was er verspricht. Das mag einerseits darin begründet liegen, das man diesem Werk jederzeit das äusserst niedrige Budget von geschätzten 200.000 $ CAD anmerkt, was aber meiner Meinung nach keinesfalls die teilweise etwas langatmige Inszenierung rechtfertigt. Denn trotz einer sehr kurzen Laufzeit von nur knapp 78 Minuten ist es den Machern hier gelungen, mehrere unnötig in die Länge gezogene Passagen einzubauen, die nicht gerade zu einem kurzweiligen Sehvergnügen beitragen.

Für die hier erzählte Geschichte hat man sich bei einigen anderen Genre-Vertretern bedient, so sind Anlehnungen an den Teenie-Slasher "Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast" sehr auffällig und für eine Szene stand ganz eindeutig William Lustig's Klassiker "Maniac" von 1980 Pate. Das ist ja nun auch nicht weiter schlimm, wenn diese Ähnlichkeiten der Bestandteil einer knackig verpackten und spannenden Story wären, doch das ist hier leider nur recht bedingt der Fall. Denn seine Spannung bezieht der Film allein aus der Tatsache, das mehrere Personen als Mörder in Frage kommen, der Rest des Geschehens trägt nicht unbedingt dazu bei, hier übermäßig Spannung aufzubauen.

Wenn jetzt wenigstens in atmosphärischer Hinsicht der Funke auf den Zuschauer überspringen würde, dann könnte man über die anderen Defizite etwas hinwegsehen, doch auch hier kann der Film nicht gerade viele Pluspunkte verbuchen, da sich keine konstant bedrohliche Stimmung entfalten kann, es sind ledigliche teilweise recht gute Ansätze zu erkennen, die aber immer wieder im Keim erstickt werden.

Wer jetzt eventuell denkt, das er durch einige gut in Szene gesetzte Morde, die vielleicht auch etwas blutiger ausfallen entschädigt wird, wird sich sehr schnell dieser Hoffnung beraubt sehen, denn die Tötungsszenen beinhalten weder Innovation, noch große Härte. Meist sind sie auch nur in Ansätzen zu sehen, so das auch kein größerer Splatter/Gore Gehalt auszumachen ist. Erst ganz zum Schluß gibt es dann noch 2-3 etwas härtere Szenen, die aber keinesfalls das eher unterdurchschnittliche Gesamtbild etwas aufwerten könnten.

Die hier agierenden Jund-Darsteller reissen dann auch nichts mehr heraus und passen sich dem gewonnenen Eindruck an, denn das gebotene Schauspiel ist nicht gerade gut, in vielen Phasen wirkt es seltsam gekünstelt und aufgesetzt und auch die teilweise viel zu lang geratenen Dialoge beinhalten nicht unbedingt sehr viel Klasse, so das hier insgesamt ein Slasher vorliegt, der sicher nicht in die Geschichte des Genres eingehen wird.


Fazit:


"Halloween - Left for Dead" ist eine absolute Low Budget Produktion, bei der man es nicht verstanden hat, trotz wenig vorhandenen finanziellen Mitteln etwas Innovatives zu kreieren. Mit etwas mehr fantasie wäre es sicherlich möglich gewesen, wenigstens einen ganzzeitig gut unterhaltenden Film zu produzieren, den man sich als Fan des Genres gern anschaut. So aber bekommt man ein Gesamtpaket serviert, dem es sichtlich an Ideen fehlt und das so lediglich im unteren Durchschnittsbereich anzusiedeln ist.



Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 1,78:1 / 16:9
Laufzeit: 78 Minuten
Extras: Trailer, Trailershow


4/10

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