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Mittwoch, 25. November 2009

House of Fears






House of Fears
(House of Fears)
mit Corri English, Sandra McCoy, Michael J. Pagan, Corey Sevier, Alice Greczyn, Eliot Benjamin, David Christenson, Kelvin Clayton, Shannon Engemann, Tomas Fernlund, K. Danor Gerald, Ashley Morgan, Cydney Neil, Brian Wimmer
Regie: Ryan Little
Drehbuch: Steven A. Lee
Kamera: John Lyde
Musik: J. Bateman
FSK 16
USA / 2007

Am Vorabend der Eröffnung der neuen Gespenster-Gasse schleichen sich drei Mitarbeiter mit ihren Freundinnen heimlich ein, um ihre Mädchen zu erschrecken. Bald merken sie, dass sie in eine Falle ohne Ausweg geraten sind, und ihr kleiner abendlicher Spaß wird zum schrecklichen Albtraum: Einer nach dem anderen wird ermordet. Jeder Fluchtversuch wird vereitelt, die Überlebenden geraten in eine Welt von Terror, Tod und Schrecken, unmöglich zu sagen, was real ist und was nicht. Aber sie müssen einander vertrauen obwohl sie wissen, dass sie da umbringen kann...


Und wieder einmal bekommt man es mit einem der mittlerweile unzähligen Teenie-Slasher zu tun, die innerhalb der letzten Jahre den Weg zu uns gefunden haben. Nun ist "House of Fears" sicherlich nicht gerade innovativ, denn Neues wird hier nicht wirklich geboten, aber dennoch ist die erzählte Geschichte recht interessant umgesetzt worden und beinhaltet auch einen gewissen Reiz. Offensichtliche Parallelen zu Filmen wie zum Beispiel "Dark Ride" sind dabei unübersehbar, in dem sich einige Jugendliche in einer stillgelegten Geisterbahn aufhalten. Hier handelt es sich halt um das "Haus der Ängste", in denen die ureigensten Ängste der Teenager zur Realität werden und ihnen an den Kragen wollen.

Über Sinn oder Unsinn der Story sollte man sich keine großen Gedanken machen, ausschlaggebend ist viel eher der vorhandene Unterhaltungswert des Ganzen und der ist in meinen Augen durchaus gegeben. Der Film beinhaltet eigentlich alle Zutaten, die ein kurzweiliger und unterhaltsamer Slasher braucht, man bekommt es auch hier mit den handelsüblichen und typischen Jungdarstellern zu tun, die zwar nicht durch herausragendes Schauspiel auffallen, aber vor allem, was die Mädchen betrifft, einen optischen Leckerbissen darstellen. Auch die teilweise nicht nachvollziehbaren und eher unlogischen Verhaltensweisen der Protagonisten tragen dazu bei, das hier sämtliche Klischees bedient werden, die man in dieser Art Film fast schon erwartet. Und auch, wenn man sich immer wieder gerade über diese Klischeehaftigkeit aufregt, so gehört sie doch einfach dazu und macht den besonderen Reiz eines Slashers aus.

Man sollte sich allerdings von Beginn an darauf einstellen, das man es hier mit einem sehr blutarmen und nicht gerade harten Vertreter seiner Art zu tun hat, was meiner Meinung nach aber nicht weiter ins Gewicht fällt und den Film auch nicht abwertet, denn hier wurde ganz eindeutig das Hauptaugenmerk auf die Spannung und eine gelungene Atmosphäre gerichtet. Zwar ist die Geschichte durchaus vorhersehbar und nicht gerade mit etlichen Überraschungsmomenten gespickt, bietet aber dennoch einen konstanten Spannungsbogen, der sich durch den gesamten Film zieht und als sehr solide bezeichnet werden kann, auch wenn zu keiner Zeit die absolute Hochspannung vorherrscht.

Atmosphärisch kann "House of Fears" einige Pluspunkte sammeln, denn die Stimmung hat schon phasenweise bedrohliche und unheimliche Ausmaße, so das in vielen Phasen ein schönes Grusel-Feeling aufkommen kann. Hinzu kommen einige recht nette Schockmomente, durch die man manchmal schon zusammenzucken kann, obwohl man sie eigentlich erwarten konnte. Alles zusammengenommen wird also kurzweilige Horrorunterhaltung geboten, die zwar nicht unbedingt neue Aspekte ins Genre einbringt und auch im Bezug auf den Härtegrad eher recht harmlos geraten ist, was man allein schon wegen der 16er Freigabe erwarten konnte, aber dennoch für einen gemütlichen Filmabend bestens geeignet ist.


Fazit:


Im Endeffekt ist "House of Fears" ein typischer 08 / 15 Teenie-Slasher, der sicherlich niemanden befriedigen wird, der etwas Innovatives erwartet. Wer aber seine Freude an Altbewährtem in einer netten Verpackung hat, der sollte sich dieses Werk von Ryan Little ruhig einmal zu Gemüte führen, denn Spannung und Kurzweil sind genügend vorhanden. Ich persönlich mag den Film und auch, wenn man alles schon einmal in ähnlicher Form bei anderen Genre-Vertretern gesehen hat, fühlte ich mich bestens unterhalten, was allein schon in der Tatsache begründet liegt, das Slasher meine Leidenschaft sind. Jedenfalls kann ich für Freunde des Sub-Genres ohne Bedenken eine Empfehlung aussprechen.


6,5/10

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