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Freitag, 30. Januar 2009

Bloody Birthday






Bloody Birthday
(36 Pasos)
mit Noelia Balbo, Ines Sbarra, Ariana Marchioni, Melisa Fernandez, Priscili Rauto, Andrea Duarte, Victoria Witemburg, Priscila Caldera, Ana Haramboure, Omar Musa, Sabino Molina, Fernando Roa
Regie : Adrian Garcia Bogliano
Drehbuch : Adrian Garcia Bogliano / Ramiro Garcia Bogliano
Kamera : Sergio Fleischer
Musik : Rodrigo Franco
Keine Jugendfreigabe
Argentinien / 2006


Braungebrannte Mädchen in knappen Bikinis, die sich zu feuchten Wasserspielen im Pool treffen, oder sich einfach nur auf dem prächtigen Anwesen in der Sonne räkeln. Könnte das Leben noch schöner sein? Ia, es könnte, denn was hier wie das Paradies aussieht, ist in Wirklichkeit die Hölle auf Erden. Die jungen Damen wurden nämlich mit sehr unsanften Mitteln auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Sollten sie sich weigern zu feiern, oder eine der aufgestellten Regeln nicht beachten, tobt sich ein wahnsinniger Killer mit dem Vorschlaghammer und ähnlichem Beauty-Besteck an ihnen aus. Die Mädchen spielen mit, so gut es ihre Nerven zulassen. Als jedoch die Regel aufgestellt wird, das sie sich gegenseitig töten sollen, steuert die Party unweigerlich ihrem blutigen Höhepunkt zu.


Was sich hier im ersten Moment noch wie eine trashige Splatter-Granate anhört, entpuppt sich schon nach ziemlich kurzer Laufzeit als ein Werk, das weder Sinn noch Verstand hat. Als innovativer und skurriler Horrofilm angekündigt, muß man sich hier ganz automatisch die Frage stellen, was sich die Macher dieses Films gedacht haben, viel kann es jedenfalls nicht gewesen sein.

Die hier von Beginn an sehr dünne Story ist vollkommen sinn-und handlungsbefreit, was durch irgendwelche wirren Rückblenden szändig noch unterstrichen wird. Selten hat man als Zuschauer einen solch unzusammenhängenden Mist vorgesetzt bekommen, bei dem man sich unwillkürlich die Frage stellt, ob der Regisseur bei den Dreharbeiten im Drogenrausch war.

Es gibt hier wirklich rein gar nichts, was man in irgendeiner Form positiv hervorheben könnte, selbst Filme von Jochen Taubert haben einen größeren Unterhaltungswert und das will schon etwas heissen. Und die Bezeichnung Trashfilm wäre eine Beleidigung für jeden noch so schlechten Vertreter dieser Filmgattung.

Bei den sogenannten Schauspielern kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, talentfreiere Zonen hat es sehr selten gegeben. Selbst bei einem Casting von "Deutschland sucht den Superstar" würde man wohl beim schlechtesten Kandidaten mehr Talent finden wie hier. So ist es dann natürlich auch nicht weiter verwunderlich, das die hier vorgetragenen Dialoge sich dem nicht vorhandenen Niveau dieses Films anpassen und dafür sorgen, das der Betrachter phasenweise unter Ohrenschmerzen leidet.

Über Dinge wie Spannung oder gar Atmosphäre braucht man bei "Bloody Birthday" erst gar nicht nachzudenken, denn diese Begriffe scheinen dem Regisseur gänzlich unbekannt zu sein, jedenfalls erweckt es nach Sichtung dieses "Meisterwerks" den Anschein.

Selbst, wenn man seine Ansprüche vollkommen runterfährt und mit keiner Erwartungshaltung an diesen Film herangeht, wird man immer noch enttäuscht sein und sich am Ende fragen, was man die letzten 90 Minuten eigentlich gesehen hat. So kann man abschließend nur raten, die Finger von diesem Müll zu lassen, der den Rohling nicht wert ist, auf den er gepresst wurde.


1/10

Dienstag, 27. Januar 2009

Carver






Carver
(Carver)
mit Matt Carmody, Savannah Costello, Alex Demah, Erik Fones, Paul Goldblatt, Kristyn Green, David G. Holland, Neil Kubath, Natasha Malinsky, Kilby O'Rourk, Jonathan Rockett, Stephen Rogers, Ursula Taherian, Leslie Ann Valenza, Luke Vitale
Regie : Franklin Guerrero Jr.
Drehbuch : Franklin Guerrero Jr.
Kamera : Ryan Bedell
Musik : Christian Szczesniak
SPIO / JK
USA / 2007

Bevor er die Universität wechselt, möchte es sich Pete nochmal so richtig gut gehen lassen und entspannen. Er geht mit Freunden auf Trekking-Tour durch die Berge. Die erste Nacht verbringen sie in einem idyllischen, abgelegenen Dorf. Der Wirt des örtlichen Diners garantiert ihnen den ganzen Abend Essen und Getränke aufs Haus, wenn die Clique den angrenzenden Schuppen aufräumt. Bei der Entrümpelungsaktion stoßen die jungen Leute auf eine Kiste mit alten Super 8-Filmrollen, die allem Anschein nach "Snuff-Inhalte", also möglicherweise reale Tötungs-und Folterszenen aufweisen.

Trotz anfänglich mulmiger Stimmung nimmt auf dem Zeltplatz eine feucht-fröhliche Party ihren Lauf. Es dauert eine Weile, bis den Freunden klar wird, das sie einer nach dem anderen von der Familie des Diner-Besitzers entführt und vor laufender Kamera brutal gefoltert und anschließend auf grausame Weise ermordet werden.



Wie man schon aus der Inhaltsangabe ersehen kann, wird einem hier nichts großartig Neues präsentiert, es ist die typische Backwood-Horror Geschichte, die man schon in etlichen anderen Filmen gesehen hat und dennoch weiss dieses Werk durchaus zu überzeugen. Regisseur Franklin Guerrero Jr. hat es vor allem durch den gelungenen Spannungsaufbau verstanden, das Interesse des Zuschauers zu wecken. Auch wenn der Film eher relativ ruhig beginnt, so wird die vorhandene Spannungsschraube mit der Zeit immer fester gezogen und auch die Grundstimmung, die am Anfang noch eher ziemlich seicht und banal daherkommt, verwandelt sich mit zunehmender Laufzeit in eine extrem dichte und vor allem sehr bedrohliche Atmosphäre, die einen zu fesseln versteht. Man steht die ganze Zeit unter Spannung, da man das Gefühl nicht los wird, das jeden Moment etwas passieren kann.

So passiert in der ersten Filmhälfte eigentlich nicht sehr viel und dennoch kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Beim Betrachter baut sich lediglich immer mehr Spannung auf, da man die ganze Zeit über ahnt, das sicher ein ziemlich furioses Finale folgen wird. Und so verhält es sich dann auch, wurde in der ersten Stunde noch etwas mit Splatter / Gore Szenen gegeizt, so bekommt man im letzten Drittel doch so manch derbe Szene geboten, die besonders die Gorehounds zufriedenstellen sollten.

Das Besondere an "Carver" sind aber wie schon erwähnt, der sehr gelungene Spannungs-und Stimmungsaufbau, der einen vor dem Bildschirm phasenweise richtig unruhig werden lässt, da man mit den Opfern mitleidet. Da kann man auch schon einmal über die ein oder andere unlogische Szene hinwegsehen, wie zum Beispiel das absägen eines Fußes in wenigen Sekunden.

Auch die gezeigten schauspielerischen Leistungen kann man als sehr solide bezeichnen, ohne das sich hier aber ein neues Riesen-Talent zeigen würde. So kann man insgesamt festhalten, das "Carver" ein guter Backwood-Slasher ist, der zwar nicht durch Innovation glänzt, aber dem Zuschauer spannende und sehr kurzweilige Unterhaltung bietet.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch 5.1 DD
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1
Laufzeit: 96 Minuten
Extras: Bildergalerie, Deleted Scenes


7/10

Samstag, 24. Januar 2009

Chaos






Chaos
(Chaos)
mit Kevin Gage, Sage Stallone, Kelly K.C Quann, Stephen Wozniak, Chantal Degroat, Maya Barovich, Deborah Lacey, Scott Richards, Ken Medlock, Jeb Barrows, Ron Althoff, Red Horton, Steven Jay Bernheim
Regie : David DeFalco
Drehbuch : David DeFalco
Kamera: Brandon Trost
Musik : Keine Informationen
SPIO / JK
USA / 2005

Die Teenager Angelica und Emily wollen sich für einen Rave noch schnell etwas Ecstasy besorgen. Dabei geraten sie in die Fänge des sadistischen Rednecks Chaos und seiner debilen Freunde. Die Gang foltert und vergewaltigt die Mädchen, um sie anschließend brutal umzubringen. Da die Polizei der Vermisstenanzeige nur widerstrebend nachgeht, machen sich Emilys Eltern selber auf die Suche-und stoßen schon bald auf Chaos und seine Bande. Wohlwissend, das die Gesetzeshüter ihnen nicht helfen werden, gehen sie auf einen gnadenlosen Rachefeldzug-und zahlen dafür den ultimativen Preis.


Das ist nun also die inoffizielle Neuauflage des Wes Craven-Klassikers "The last House on the left" von 1972. Wenn man den Cover-Angaben der DVD glauben darf, bezeichnet Regisseur David DeFalco sein eigenes Werk als "härtesten Film aller Zeiten", was aber wogl doch etwas übertrieben sein mag. Um das aber richtig einordnen zu können, muß der Zuschauer sowieso auf die amerikanische DVD zurückgreifen, da beide deutsche Versionen stark geschnitten sind.

Wenn man sich den Schnittbericht ansieht, dann kann man aber doch feststellen, das hier wirklich fast die gesamte Härte der Schere zum Opfer gefallen ist. Ob man die teilweise wirklich heftigen entfernten Szenen unbedingt sehen muß, das lasse ich mal dahingestellt, nur sind die Schnitte meist so auffällig gesetzt, das es phasenweise schwierig ist, der Story richtig zu folgen. Erwas weniger auffallende Schnitte wären hier schon angebrachter gewesen.

Ansonsten ist der Plot natürlich so aufgebaut wie das Original, nur das "Chaos" meiner Meinung nach nicht an die hohe Qualität des Klassikers heranreichen kann. Wer Cravens Werk nicht kennt, wird ganz sicher einiges mehr mit diesem Film anfangen können, als Leute, die beide Filme kennen. In dieser Neuauflage von 2005 kommt leider die beklemmende und sehr bedrohliche Stimmung, die das Werk von 1972 so auszeichnet nicht so stark zum Tragen. Zwar geben sich die Darsteller hier sicherlich die größte Mühe, die gegebenen Situationen möglichst authentisch zum Zuschauer zu transportieren, doch leider will das nicht so richtig gelingen.

Vor allem den beiden Opfern fehlt es doch etwas an Ausdruckskraft, sie können zwar laut schreien und weinen, doch kommt nur selten die Panik und die Verzweiflung wirklich beim Betrachter an. Hat man beim Original von Craven noch einb sehr starkes Gefühl der Beklemmung verspürt und mit den Opfern mitgelitten, so ist das hier nicht so der Fall.

Ungeschnitten ist der Film sicher extrem hart, was Splatter / Gore Szenen angeht und Gorehounds werden bestimmt ihre Freude daran haben, doch selbst dann wäre dieses Werk nicht mehr als gesundes Mittelmaß. Zu blass sind doch die Darsteller und zu mittelmäßig die Atmosphäre.

Als eigenständiger Film ist "Chaos" durchaus zu empfehlen, aber als Remake kann er ganz einfach nicht mit "The last House on the left" mithalten, selbst mit den ganzen geschnittenen Szenen nicht. Denn gerade das war Cravens Stärke, ohne viele härtere Szenen eine Atmosphäre zu schaffen, das es dem Betrachter kalte Schauer über den Rücken gejagt hat.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch 5.1 DD
Bild: 1.33:1 (4:3)
Laufzeit: 71 Minuten
Extras: Fotogalerie, Featurette " Die Roger Ebert-Kontroverse"


5,5/10

Mittwoch, 21. Januar 2009

Siyama






Siyama
(Siyama)
mit Than Thanakorn, Thitima Maliwan, Nattanun Jantarawetch, Bawriboon Chanreuang, Sompob Benjathikul, Viriya Juramakorn, Montri Ketkaew, Hassapon Kongsip
Regie : Preecha Songsakul
Drehbuch : Keine Information
Kamera : Krisom Buramasing
Musik : Keine Information
FSK 16
Thailand / 2008

Siam im Jahr 1766: Es tobt ein grausamer Bürgerkrieg. Die gewaltige Armee des Kaisers stößt in das kleine Dorf Siyama vor. Plötzlich fällt auf wundersame Weise ein Auto vom Himmel-aus der Gegenwart in die Vergangenheit geschleudert. An Bord drei junge Thais. Eine eindrucksvolle, visuell opulente Reise durch die Zeit beginnt. Während Ana, Gib und Boat mit ihrem modernen Wissen die tapferen Bewohner bei der Verteidigung Siyamas unterstützen, tobt ein gnadenloser Kampf.


Diese thailändische Produktion zählt meiner Meinung nach zu den positiven Überraschungen des abgelaufenen Jahres. Auch wenn sich die Inhaltsangabe im ersten Moment eher etwas witzig anhören mag, so ist das Endergebnis absolut überzeugend und sehr sehenswert. Die hier gewählte Mixtur aus Fantasy-und Historienfilm versteht es von Beginn an, den Zuschauer zu fesseln und für sich zu gewinnen. Vor allem der visuelle Eindruck, den dieses Werk hinterlässt, kann man als sehr ansprechend bezeichnen. Es werden eindrucksvolle Kämpfe gezeigt, die ohne unnötige Brutalität und Gewalt auskommen und trotzdem vollkommen zu überzeugen wissen.

Atmosphärisch ist der Film sehr dicht und vermittelt dem Betrachter einen guten Einblick in das Siam der damaligen Zeit. Dazu die 3 Zeitreisenden aus der Gegenwart, die mit ihrem Wissen sehr hilfreich für die Dorfbewohner sind, das ist schon eine sehr gelungene Mischung. Auch wenn es etwas komisch wirkt, mit welcher Selbstverständlichkeit die 3 auf die Tatsache reagieren, das sie sich auf einmal in der Vergangenheit befinden, aber das ist nur ein kleines Manko, das wohl nicht weiter ins Gewicht fällt und den sehr guten Gesamteindruck des Films keinesfalls schmälert.

Natürlich darf "Siyama" auch nicht der vielen asiatischen Filmen anhaftende melancholische Touch fehlen, der auch hier phasenweise auftritt, der aber keinesfalls stört, sondern ganz einfach in einem solchen "Helden-Epos" nicht fehlen darf. Es wirkt auch keinesfalls übertrieben, sondern passt perfekt zu den dementsprechenden Passagen. Vor allem die letzten Minuten des Films bringen diese besondere Stimmung noch einmal sehr stark zum Ausdruck und gerade das gewählte Ende drückt sehr viel über Begriffe wie Loyalität und Heldenmut aus. Auch wenn es manch einem vielleicht etwas zu übertrieben vorkommen mag, so wäre jedes andere Ende für diesen Film unpassend gewesen.

Die mitwirkenden Darsteller machen ihre Sache allesamt sehr gut und spielen ihre Parts absolut überzeugend und auch sehr ausdrucksstark, was bei asiatischen Filmen nicht immer der Fall ist. Doch hier sorgen vor allem auch die Schauspieler dafür, das der Betrachter ein sehr schönes und teilweise gefühlvolles Fantasy-Abenteuer erleben darf, das viel Spaß macht und sehr bildgewaltig und interessant in Szene gesetzt wurde.

Insgesamt kann man sagen, das "Siyama" auf jeden Fall zu empfehlen ist, kurzweilige und spannende Unterhaltung ist hier garantiert und nicht nur Freunde von historischen Filmen werden hier auf ihre Kosten kommen.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Thailändisch 5.1 DD
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 101 Minuten
Extras: Musikvideo, Behind the Scenes, Interviews, Trailer



7/10

Sonntag, 18. Januar 2009

The Entrance






The Entrance
(The Entrance)
mit Sarah-Jane Redmond, Michael Eklund, Ron Sauve, Jerry Wasserman, Frank Cassini, Colin Cunningham, Bernard Cuffling, Hiro Kanagawa, C. Ernst Harth, Taja Lee, Zoltan Barabas, Daryl Bennett, Slobhan McCarthy, Joel Wirkunnen, Lauren Littleton
Regie : Damon Vignale
Drehbuch : Damon Vignale
Kamera : Larry Lynn
Musik : Daryl Bennett
FSK 16
Kanada / 2006

Im 16. Jahrhundert berichtet der Exorzist Pater Sebastian Michaelis über eine von einem Dämon besessene Nonne. Dieser Dämon ist ein gefallener Engel, der Sünder bestraft und Unschuldige verführt.

Heute, vierhundert Jahre später. Ein völlig verstört wirkender Drogendealer erzählt der Polizistin Jen Porhowski eine verrückte Geschichte über seine Entführung durch einen Dämonen und ein Spiel auf Leben und Tod in einem alten Parkhaus. Jen versucht ihm zu helfen. Doch auf der Suche nach der Wahrheit gerät sie in die Fänge der dämonischen Mächte des Bösen und muss nun selbst um ihr Leben kämpfen.




Dieser okkulte kanadische Horror / Thriller wirbt mit der Schlagzeile“Nach einer wahren Begebenheit“, was ja mittlerweile nichts Neues mehr ist. Das man jetzt dafür aber sogar 400 Jahre zurückgeht, ist wohl noch nicht so oft vorgekommen. Wie dem aber auch sei, der Film fängt wirklich sehr interessant an und baut auch sehr schnell Spannung auf. Auch eine bedrohliche Grundstimmung ist von Beginn an da, so das man sich als Zuschauer auf ein tolles Filmerlebnis freut.

Doch leider ist es Regisseur Damon Vignale nicht ganz gelungen, diese tollen Ansätze konsequent weiterzuführen und somit wurde durchaus vorhandenes Potential für mehr verschenkt. Das soll jetzt nicht heißen, das der Film langweilig oder gar schlecht ist, nur kann er leider nicht das halten, was der Anfang verspricht.

Im Laufe der Zeit merkt man doch ziemlich eindeutig, das die vorhandene Story etwas dünn gestrickt ist, was sich vor allem durch die manchmal etwas wirr wirkenden flashartigen Rückblenden zeigt, die den Betrachter doch manchmal aus der Konzentration auf das Geschehen herausholen. Auch die mangelnde Beleuchtung der einzelnen Figuren trägt dazu bei, das man das Gefühl nicht los wir, das hier irgendetwas fehlt, ohne das man eigentlich richtig an einer Sache festmachen könnte.

Aber ein Beispiel sind die Spiele der Entführten untereinander, bei denen sich herausstellen soll, wer als nächstes sein Leben verlieren soll. Man merkt, das hier eine leichte Anlehnung an die „Saw-Reihe“ vorliegt, nur das man das hier gezeigte Szenario nicht annähernd so interessant in Szene gesetzt hat. Auch die Idee, den Teufel hier in Menschengestalt erscheinen zu lassen, ist vom Prinzip her sicherlich gut, nur die Umsetzung ist eher als mittelmäßig zu bezeichnen. Auch das Ende hätte man etwas ausführlicher gestalten können, denn das kommt wirklich etwas zu plötzlich, so das man doch sehr überrascht ist und der Betrachter fragt sich ganz automatisch, ob das jetzt alles war.

Doch trotz dieser Defizite ist dieser Film keineswegs uninteressant, er übt sogar eine gewisse Faszination auf den Betrachter aus und sorgt keineswegs für Langeweile, aber mit etwas mehr Liebe zum Detail und einer besseren und ausführlicheren Ausarbeitung der Geschichte hätte man hier viel mehr herausholen können. So aber hat man es mit einem Horror / Thriller zu tun, der leider nicht über das gesunde Mittelmaß hinauskommt.



Die DVD:



Vertrieb: Sunfilm

Sprache / Ton: Deutsch / Englisch 5.1 & 2.0 DD

Untertitel: Deutsch

Bild: 16:9

Laufzeit: 81 Minuten

Extras: Trailershow, Making Of


6/10

Donnerstag, 15. Januar 2009

The Machine Girl






The Machine Girl
(Kataude mashin garu)
mit Minase Yashiro, Asami, Kentaro Shimazu, Honoka, Nobuhiro Nishihara, Yuya Ishikawa, Ryosuke Kawamura, Demo Tanaka, Nahana, Taro Suwa, Kentaro Kishi, Noriko Kijima
Regie : Noboru Iguchi
Drehbuch : Noboru Iguchi
Kamera : Yasutaka Nagano
Musik : Takashi Nakagawa
Keine Jugendfreigabe
Japan / USA / 2008

Ami und ihr jüngerer Bruder Yu leben trotz des frühen Todes ihrer Eltern ein glückliches Leben. Was Ami nicht weiß, ihr Bruder wird von einer Jugendbande unter der Leitung des Yakuza-Sohns Sho terrorisiert. Das führt letztendlich zum Tod von Yu und seinem besten Freund Takeshi. Blind vor Wut schwört Ami blutige Rache. Beim Versuch Sho zu töten, wird sie gefangen genommen und brutal gefoltert. Als Schlusspunkt ihres Leidens amputieren die Folterknechte dem Mädchen den Unterarm. Doch dies stoppt Ami nicht. Ihre Rachegelüste werden nun grenzenlos. Ein großkalibriges Maschinengewehr und diverse andere Waffen erweisen sich als perfekte Armprothese auf ihrem blutigen Feldzug gegen ihre Widersacher. Ein unglaubliches Massaker nimmt seinen Lauf...


Das die Japaner dafür bekannt sind, gern auch einmal sehr durchgeknallte und sehr splattrige Filme zu produzieren, das wissen wir nicht erst seit heute. Dieser Film ist ein weiterer Beweis dafür und Freunden dieser Art Film wird das Herz vor Freude lachen. Rein inhaltlich geht es um eine ganz simple Rache-Story, die aber extrem überzogen und sehr blutig in Szene gesetzt wurde.

Die hier dargestellte Härte wird teilweise so übertrieben dargestellt, das man ganz automatisch lachen muß und es gar nicht so hart empfindet. Manch einer behauptet sogar, das "The Machine Girl" die asiatische Antwort auf "Planet Terror" ist und so weit hergeholt ist dieser Vergleich auch gar nicht, denn auch hier wird nach Herzenslust gemetzelt, was das Zeug hält. Und das alles mit der dazugehörigen großen Portion Humor, die phasenweise schon recht skurril wirkt.

Dennoch ist hier auch von Beginn an ein konstant gespannter Spannungsbogen vorhanden, man will ganz einfach wissen, ob Ami mit ihrem Rachefeldzug Erfolg hat. Und wenn man sie auf ihrer reise begleitet, dann erlebt man als Zuschauer wirklich die absolut haarsträubendsten Situationen. Die hier vorhandene Mischung aus Splatter / Gore und Komik ist ganz einfach brillant zusammengestellt und sorgt dafür, das hier beste und sehr kurzweilige Unterhaltung geboten wird.

Natürlich wird dieser Film nicht allen gefallen, man muß schon ein gewisses Faible für solche Werke haben, denn hier gibt es keine Innovation oder gar eine tiefgehende Geschichte, die zum Beispiel die einzelnen Charaktere näher beleuchtet. Nein, hier geht es ganz einfach um den Spaß an der Sache und der kommt hier ganz sicher nicht zu kurz.

Auch die darstellerischen Leistungen können sich durchaus sehen lassen, man kann sie durchgehend als solide bezeichnen. Für diesen Fun-Splatter sind sie sogar nahezu perfekt und tragen so mit dazu bei, dem Film einen insgesamt mehr als guten Gesamteindruck zu verleihen. Einen Wermutstropfen darf man aber den Fans nicht vorenthalten, denn der mittlerweile vorhandene Schnittbericht zeigt auf, das dieser Film trotz der extrem vorhandenen Härte immer noch um etwas mehr als 5 Minuten geschnitten ist, was mich aber ehrlich gesagt nicht weiter verwundert.

Dennoch ist auch die deutsche Version absolut sehenswert und bereitet dem Splatter / Gore Fan jede Menge Freude und provoziert auch so manche Lachsalve. Wer also nicht unbedingt einen Film auf einem storymäßig hohen Niveau erwartet und einfach nur viel Spaß haben will, der darf dieses Werk keinesfalls an sich vorbeiziehen lassen. Mich jedenfalls hat dieser japanische Film bestens unterhalten, ich habe mich königlich amüsiert.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Japanisch 5.1 DD
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 16:9
Laufzeit: 96 Minuten
Extras: Behind the Scenes


8/10

Montag, 12. Januar 2009

Opapatika






Opapatika
(Opapatika)
mit Somchai Kemglad, Shahkrit Yamnarm, Leo Putt, Athip Nana, Ray MacDonald, Kemapsom Sirisukha, Nirut Sirichanya, Pongpat Wachirabunjong
Regie : Thanakorn Pongsuwan
Drehbuch : Yutnathorn Kaewthong / Thanakorn Pongsuwan
Kamera : Keine Informationen
Musik : Keine Informationen
SPIO / JK
Thailand / 2007

Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Opapatikas sind Unsterbliche mit übernatürlichen Kräften, die sie erlangen, nachdem sie sich selbst getötet haben. Doch dass Nutzen dieser Kräfte ist mit einem Fluch versehen und ist für jeden Opapatika schmerzvoll. Doch was passiert wenn mehrere dieser Unsterblichen aufeinander treffen, und einer von ihnen seinen Fluch nur mit dem Fleisch anderer Opapatikas bekämpfen kann? Es kommt zum unerbittlichen Krieg der Unsterblichen.



Nun, eigentlich könnte man denken, das man hier eine recht interessante Geschichte zu sehen bekommt, doch leider wird die eigentliche Story nur leicht angeschnitten und nicht konsequent ausgearbeitet. Nebenbei von einem Sprecher erzählt, bekommt der Zuschauer nur die wirklich nötigsten Informationen geliefert. Viel besser wäre es vor allem für die manchmal etwas wirr wirkende Geschichte gewesen, wenn man vielleicht etwas mehr in die eigentliche Thematik der Unsterblichkeit eingedrungen wäre.

Doch das Hauptaugenmerk des Films liegt hier ganz eindeutig bei den Action-und Splatter-Sequenzen, die zugegebenermaßen teilweise sehr gut in Szene gesetzt wurden, doch manchmal eher in ziemlich sinnlosen Kämpfen und überflüssigem Gemetzel enden. Etwas weniger wäre in diesem Fall sicher mehr gewesen, so aber nimmt sich "Opapatika" selbst viel von seinem eigentlichen Reiz, der meiner Meinung nach ganz klar in der eigentlichen Geschichte der Unsterblichen liegt. So ist es auch zu erklären, das sich hier kein konstanter Spannungsbogen entwickeln kann, geschweige eine überdurchschnittlich gute Atmosphäre, die den Zuschauer fesseln und faszinieren könnte. Dafür liegt der Focus des Films zu sehr auf dem vorhandenen Effekt-Spektakel und dem ziemlich hoch angesiedelten Härtegrad, allerdings werden Freunde dieser Kriterien sicher begeistert sein.

Zum leider nur mittelmäßigen Eindruck, den dieses Werk hinterlässt, zählen sicherlich auch die ziemlich austauschbar wirkenden Darsteller, die alle irgendwie lustlos und wenig überzeugend wirken. Das begründet sich nach meinem Empfinden vor allem in der Mimik, die maskenartig und aufgesetzt wirkt. Etwas mehr Ausdruckskraft wäre hier sicher angebracht gewesen.

So kann man abschließend sagen, das Splatter-und Action Fans bei diesem Film mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen werden, denn in der Beziehung hat "Opapatika" doch eine ganze Menge zu bieten. Wer aber eine Story erwartet, die die vorhandene Thematik nicht nur ankratzt, sondern etwas mehr in die Tiefe geht, der könnte leicht enttäuscht sein.



Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Thailändisch 5.1 DD
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 annamorph 16:9
Laufzeit: 101 Minuten
Extras: Making Of, Teaser, Trailer, Interviews mit Cast & Crew, B-Roll, 8 Trailer


6/10

Freitag, 9. Januar 2009

Lost Boys 2: The Tribe






Lost Boys 2: The Tribe
(Lost Boys 2: The Tribe)
mit Tad Hilgenbrink, Angus Sutherland, Autumn Reeser, Gabrielle Rose, Corey Feldman, Shaun Sipos, Merwin Mondesir, Kyle Cassie, Moneca Delain, Greyston Holt, Tom Savini, Daryl Shuttleworth, Sarah Smyth, P.J. Pesce, Alexander Calvert
Regie : P.J. Pesce
Drehbuch : Janice Fischer / James Jeremias
Kamera : Barry Donlevy
Musik : Nathan Barr
Keine Jugendfreigabe
USA / 2008

Nach dem Tod ihrer Eltern kommen Ex-Surfer-Star Chris und seine Schwester Nicole bei ihrer Tante in einem kalifornischen Küstenstädtchen unter. Chris lernt durch Zufall sein früheres Idol Shane kennen, der ihn zu einer Party einlädt, die er gemeinsam mit Nicole besucht. Am Tag nach der Party fühlt sich Nicole reichlich seltsam. Von Surfbrettmacher und Vampirjäger Edgar Frog erfährt Chris, dass der angebliche Wein, den Nicole auf der Party kostete, Blut war und sie nun auf dem besten Weg ist, zum Vampir zu werden...

Diesen Film richtig einzuordenen, ist gar nicht mal so leicht. Ich muß dabei aber zu meiner Schande eingestehen, das ich den ersten Teil von 1987 immer noch nicht kenne. So konnte ich aber wenigstens unvoreingenommen und ohne jede Erwartung an diesen Film herangehen.

Ich bin immer noch ziemlich zwiegespalten, denn auf der einen Seite hat dieses Werk einige wirklich gute Momente, wie zum Beispiel der Umgang der Vampire untereinander, der doch phasenweise recht witzig dargestellt ist. Aber ansonsten ist der vorhande Humor hier meiner Meinung nach doch eher fehl am Platz, da er nach meinem Empfinden weder originell noch witzig ist, sondern vielmehr ins Lächerliche abdriftet. Allein die Figur des sogenannten Vampirjägers, der sein "Priester-Diplom" aus dem Internet und sein Wissen über Vampire aus Comics hat, ist schon etwas zuviel des Guten.

Diese Art Vampirfilm, wie sie hier dargestellt wird, macht es dem Zuschauer ziemlich schwer, ihn irgendwie als "echten" Beitrag der Vampirfilme zu sehen. Hier fehlt es einfach allein schon an der bedrohlichen und unheilvollen Grundstimmung, die man eigentlich von einem solchen Film erwartet. Auch spannungsmäßig ist hier kein konstanter Bogen zu erkennen, so das man als Betrachter eigentlich nie gänz mit diesem Film warm wird und immer etwas auf Distanz bleibt.

Hierzu tragen noch zusätzlich die eher blassen und ziemlich ausdruckslosen Darsteller bei, deren Spiel nie richtig überzeugen kann und lediglich im Mittelmaß anzusiedeln ist. Einzig und allein der Kurzauftritt von Tom Savini am Anfang des Films ist hier ein kleines, aber feines Highlight.

Man merkt zwar phasenweise, das hier ein etwas aussergewöhnlicher Vampirfilm mit viel Humor entstehen sollte, doch leider ist dieses Bestreben nicht gänzlich gelungen, so das "Lost Boys-The Tribe" ein durchaus kurzweiliger Film ist, der aber keinen allzu großen Wiedererkennungswert haben dürfte.

Ich glaube, das ich mir endlich einmal den so hochgelobten Film von 1987 ansehen muß, allein um zu sehen, ob dieses Werk wirklich so gut ist, wie viele behaupten. Diesen nachfolger jedenfalls kann man sich einmal ansehen, aber zu mehr reicht es nicht.



5,5/10

Mittwoch, 7. Januar 2009

Fight Night






Fight Night
(Rigged)
mit Chad Ortis, Rebecca Neuenswander, Kurt Hanover, Elizabeth Ahrens, Ari Bavel, Alicia Cabrera, Garrett Dutton, Will Fowler, Nadja Griffith, Stephen Henze, James Kellogg, Shane Lowery, Matt Schroll, Chris Spicer, John Wilson, Jeff Woods
Regie : Jonathan Dillon
Drehbuch : Ian Shorr
Kamera : Hanuman Brown-Eagle
Musik : Ryan Adison Amen / Patrick Kirst
FSK 16
USA / 2008

Michael Dublin ist ein Kleinganove und verdient sein Geld mit illegalen Boxkämpfen, die nicht selten manipuliert sind. Auf diese Weise macht Michael sich mehr Feinde als Freunde. Doch als er auf die Straßenkämpferin Katherine Parker trifft, wittert er die große Chance. Katherine ist aggressiv und durchtrainiert, dass sie sogar gegen Männer antritt-und jeden Fight gewinnt. Beide ziehen durchs Land, immer auf den großen Coup lauernd. Ein Fight folgt dem anderen, in dreckigen Bars, alten Lagerhäusern und Hinterhöfen. Der Erfolg ist vorprogrammiert, doch dann holt sie Michaels dunkle Vergangenheit ein. Und der Einsatz ist nicht nur länger Geld: Diesmal geht es um ihr Leben!


"Bloodsport" trifft auf "Million Dollar Baby"

Mit diieser Schlagzeile wird auf dem DVD-Cover für diesen Film geworben. Nun, die dadurch vielleicht geweckten Erwartungen beim Zuschauer können hier leider nicht ganz erfüllt werden, aber dennoch hinterlässt "Fight Night" doch einen überwiegend positiven Eindruck beim Betrachter.

Für einen reinen Kampfsportfilm sind die gezeigten Kämpfe doch etwas zu harmlos und für einen Vergleich mit Clint Eastwoods Meisterwerk fehlt es dem Film etwas an Tiefgang. Das soll aber nicht heissen, das der Film gar keinen Tiefgang hat, ganz im Gegenteil, es ist halt nur sehr schwierig, so eindringlich auf den Zuschauer zu wirken, wie es "Million Dollar Baby" getan hat.

Aber eine Gemeinsamkeit haben die beiden Werke dann doch, denn auch hier ist es dem Regisseur gelungen, den Focus auf die beiden Hauptdarsteller zu richten, so das man gar nicht unbedingt auf die Kämpfe achtet, Und obwohl es sich hier nicht um die erste Riege der Darsteller handelt, so machen die Akteure ihre Sache sehr gut und wissen vollends zu überzeugen.

Rebecca Neuenswander spielt die knallharte Straßenkämpferin absolut glaubwürdig und verleiht dem Charakter der Katherine auch ein gewisses Maß an Tiefe, man bekommt es hier nicht mit einer seelenlosen Kampfmaschine zu tun, sondern auch mit einer Frau, die versucht, eine alte Rechnung aus ihrer Vergangenheit begleichen will, um ihren inneren Frieden zu finden. Ähnlich verhält es sich mit der Figur des Michael, der auch sehr eindringlich und autentisch durch Chad Otis gespielt wird.

Beide Hauptdarsteller ergänzen sich hier ganz hervorragend und sorgen so dafür, das beim Zuschauer echtes Interesse für den Film geweckt wird, auch wenn man am Anfang vielleicht etwas anderes erwartet hat. Eine wirklich gelungene Mischung, die Regisseur Jonathan Dillon hier geschaffen hat, dieser Film ist das beste Beispiel dafür, das es nicht immer die ganz großen Namen sein müßen, um einen wirklich guten Film entstehen zu lassen.

Ein Film, der gute und auch niveauvolle Unterhaltung bietet und den man sich auf jeden Fall ansehen sollte, denn ansonsten könnte man etwas verpassen.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS & DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:1,85 (16:9)
Laufzeit: 85 Minuten
Extras: Trailer


7/10

Sonntag, 4. Januar 2009

Brain Dead






Brain Dead
(Brain Dead)
mit Joshua Benton, Sarah Grant Brendecke, David Crane, Andy Forrest, Chad Guerrero, Elizabeth Lambert, Greg Lewolt, Tess McVicker, Dennis Michael Tenney, Christina Tiberia, Michelle Tomlinson, Jim Wynorski
Regie : Kevin Tenney
Drehbuch : Dale Gelineau
Kamera : Patrick McGowan / Alex Simon
Musik : Dennis Michael Tenney
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007




Ein mit aggressiven Einzellern gefüllter Meteorit prallt in den amerikanischen Hinterwald, um jene Menschen, die in Kontakt mit ihm treten, postwendend in rasende Zombies mit Appetit auf frisches Hirn zu verwandeln. Zufällig in der Nähe sind zwei junge Ausflüglerinnen, ein unkeuscher Reverend samt jugendlicher Gespielin, und ein Duo flüchtiger Krimineller. Die solcherart zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft findet Unterschlupf in einer Waldhütte und sieht sich dortselbst bald von Menschenfressern belagert.


Die Story ist sicherlich nicht besonders innovativ, aber dieser Low Budget-Streifen kann sich durchaus sehen lassen. Es gibt wirklich genügend genre-Vertreter, die nicht annähern so gut und kurzweilig unterhalten. Zombie, hübsche Mädchen, die auch durchaus mal die Hüllen fallen lassen, jede Menge Blut und einige wirklich heftige Splatter / Gore Szernen, dazu eine gehörige Portion schwarzer Humor, das sind die Zutaten, die diesen Film wirklich sehenswert machen.


Diesen Film darf man natürlich nicht mit Peter Jackson's "Braindead" verwechseln, auch wenn es sich bei beiden Werken um Fun-Splatter handelt. Der hier vorliegende Film kann nicht mit der Qualität des Frühwerkes vom Herr der Ringe-Regisseur mithalten, ist aber dennoch ein guter und sehr witziger Genre-Vertreter. Allein die vollkommen verschiedenen Charaktäre sorgen hier schon dafür, das sehr viel Humor vorhanden ist. Zu den in der Angelhütte eingeschloßenen gehören ein eiskalter Mörder mit seinem sprücheklopfenden Mitgefangenem, eine männerhassende Lesbe mit ihrer Mitstudentin und ein lüsterner Reverend mit dem jungen Objekt seiner Begierde. Das bei einer solchen Konstellation für einigen Zündstoff gesorgt ist, versteht sich wohl von selbst.

Nun müßen sich die Protagonisten der Angriffe der infizierten Zombies erwehren und dies geschieht auf eine teilweise sehr witzige, aber auch harte Art und Weise. "Brain Dead" hat nämlich einige wirklich sehr gute Splatter / Gore Szenen zu bieten, die aber nicht Überhand nehmen, so das der Film nicht in ein vollkommen sinnloses gemetzel ausartet. Und das alles geschieht hier mit dernötigen Portion an Humor, die dem Werk sehr gut zu Gesicht steht. Der Film nimmt sich selbst nicht so ernst und das sollte auch der Zuschauer nicht tun, denn dann hat man hier ein durchaus gelungenes Filmvergnügen.

Von den Darstellern sollte man keine Wunderdinge erwarten, die gezeigten Leistungen sind für einen Film dieser Art typisch, also eher solid, ohne viel Ausdruckskraft, die man hier aber auch von vornherein nicht unbedingt erwarten sollte. So kann man hier von einem sehr gelungenem, aber nicht besonders innovativem Genre-Film sprechen, der dem Betrachter viel Spaß bereitet, wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung an ihn herangeht. Also, Logik ausschalten, DVD einlegen und einfach viel Spaß haben.

Die DVD von Sunfilm gibt es übrigens in einem schicken Steelbook, Bild-und Tonqualität sind sehr gut. Als Extras gibt es ein Making Of, Behind the Screams und 8 Trailer zu anderen Filmen. Auf jeden Fall ist der Film empfehlenswert und für Freunde des Genres ein "Must See".



7/10

Freitag, 2. Januar 2009

Body: Every little Piece will return






Body: Every little Piece will return
(Body sob 19)
mit Arak Amornsupasin, Ornjira Lamwilei, Kritteera Inpornwijit, Patharawarin Timkul
Regie : Paween Purikitpanya
Drehbuch : Paween Purikitpanya / Chukiat Sakveerakul
Kamera : Somboon Phopitakkul
Musik : Keine Information
Keine Jugendfreigabe
Thailand / 2007

Der Student Chon konsultiert die Psychaterin Dr. Usa, weil ihn wiederkehrende Alpträume quälen. In seinen Träumen wird eine Frau, die Chon nur beiläufig kannte, von einem geheimnisvollen Mann ermordet, in Stücke zerhackt und dann Teil für Teil die Toilette runtergespült. Diese Visionen verfolgen Chon immer stärker, bis er sich selbst so fühlt, als ob er seziert wird. Während die Psycologin Chon versucht zu versichern, dass solche Träume nur symbolischen Charakter haben, kommt er zu dem Schluss, das es sich hierbei um Botschaften der toten Frau handelt. Nur, das diese nicht für ihn bestimmt sind, sondern für ihren Mörder. Chon muss dieses Geheimnis auf eigene Faust lösen, bevor er den Verstand verliert.


Das die Asiaten sehr gute Gruselfilme produzieren, ist ja nicht erst seit heute bekannt, aber das neben den Japanern, die in der Sparte wohl führend sind, jetzt auch die Thailänder ganz vorn mitmischen, das ist für mich doch schon etwas überraschend. Aber mit dieser thailändischen Produktion, die unter der Regie von Paween Purikitpanya entstanden ist, hat man einen absoluten Volltreffer gelandet, die den Zuschauer begeistert und zu fesseln vermag.

Hier ist eine wirklich mehr als gelungene Mixtur aus Gruselfilm, Thriller und Gore entstanden, die aber zu keiner Zeit übermäßig hart ist. Auch wenn man bei dieser Art von Film eigentlich keine Goreeffekte gewohnt ist, so passen die hier vorhandenen S/FX, die sich hauptsächlich auf die Träume beziehen und gut über den Film verteilt sind, absolut in die vorhandene Story hinein. Wohl verteilt und nie exzessiv sorgen sie dafür, das der Film nie zu einer sinnlosen Metzelei ausartet.

Die Erzählweise der Story ist sehr flüssig und gerät zu keiner Zeit ins Stocken, nebenbei ist sie so interessant in Szene gesetzt worden, das der Zuschauer zu keiner Zeit sein Interesse und seine Aufmerksamkeit verliert. Das Schönste an "Body sob 19" aber ist vor allem die Tatsache, das die Geschichte in keiner Phase vorhersehbar ist, man stellt zwar während des Films mehrmals eigene Vermutungen an, aber das, was am Ende herauskommt, möchte ich doch als ziemlich überraschend bezeichnen.

Vor allem der Spannungsaufbau ist hier sehr gut gelungen, wenn es am Beginn noch etwas seichter zugeht, so wird die vorhandene Spannungsschraube langsam und kontinuirlich immer fester gezogen, was natürlich auch der von Haus aus guten Grundstimmung dieses Films sehr zuträglich ist, denn auch die verdichtet sich von Minute zu Minute und nimmt immer bedrohlichere und unheilvollere Züge an, so das dem Betrachter doch so mancher Schauer über den Rücken laufen kann. Dazu tragen aber auch die sehr gut placierten und toll in Szene gesetzten Schockeffekte bei, die auch von der Qualität her höheren Ansprüchen genügen dürften.

Die uns Europäern wohl eher unbekannten Darsteller zeigen hier absolut sehenswerte und sehr überzeugende Leistungen, sie spielen ihre Rollen absolut glaubhaft und ausdrucksstark. So kann man hier wirklich von einem absolut gelungenem Film sprechen, der den Zuschauer jederzeit bestens, spannend und sehr kurzweilig unterhält. Hier handelt es sich um einen tollen Genre-Mix, der sicher nicht nur Fans der asiatischen Gruselfilme wärmstens zu empfehlen ist.


Die DVD:
Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Thailändisch / 5.1 DD
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9
Laufzeit: 124 Minuten
Extras: Making Of und Interviews, Visuell Effects, Poster Gallery, Triler + Teaser, Musikvideo, Trailershow


9/10