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Mittwoch, 25. Februar 2009

Frayed






Frayed
(Frayed)
mit Aaron Blakely, Kelle Bradley, Don Brady, Colin Byrne, Jimmy Castle, Quinlan Corbett, Alena Dashiell, Tony Doupe, Tim Evans, Kathy Hsieh, Jeanette Maus, Dino Moore, Rachel Pate, Tasha Smith-Floe, Adam Twersky, Nick Warmbach
Regie : Norbert Caoili / Rob Portmann
Drehbuch : Dino Moore / Norbert Caoili
Kamera : Karel Bauer
Musik : Norbert Caoili
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

September '94: Kurt Baker erwartet eine Sicherheitsverwahrung für den Rest seines Lebens, nachdem er mit nur 8 Jahren seine Mutter erschlagen und die Bluttat mit einer Videokamera dokumentiert hat. Jahre später bricht er aus der Anstalt aus und richtet ein Blutbad unter dem dortigen Personal an. Für Kurts Vater und dessen neue Familie beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit, denn seine Tochter campt mit Freunden in jenen Wäldern, in die ihr Bruder geflüchtet ist. Seinen Verfolgern hinterlässt der rasende Killer eine blutige Spur des Entsetzens und zahlreiche Leichen. Erst als es zum finalen Aufeinandertreffen der Familienmitglieder kommt, stellt sich heraus, wer wirklich all die Grausamkeiten begangen hat.


Auch wenn auf dem DVD-Cover extra vermerkt ist, das es sich hier nicht um ein "Halloween-Rip Of" handelt, so sind doch viele Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Und trotzdem ist dieser Film vollkommen anders und das ist auch gut so. Geschickt wurden hier Slasher-Elemente mit denen des Psycho / Thrillers verbunden, in gewissen Passagen des Handlungsablaufs fühlt man sich auch stark an "High Tension" erinnert.

Gerade diese Mischung ist es, die "Frayed" so aussergewöhnlich macht und eine starke faszination auf den Betrachter ausübt. Von der ersten Minute an baut sich hier eine immense Spannung auf, die bis zum Ende auch nicht abreisst. Auch wenn man während des Films manchmal das Gefühl hat, das eigentlich vieles zu leicht zu durchschauen ist, so wird man doch am Schluß mit einem nicht unbedingt vorhersehbaren Showdown überrascht. Auch die Schauspieler tragen zum guten Gesamtbild bei, ihre dargebotenen Leistungen sind als gut zu bezeichnen und wirken nicht zu übertrieben, sondern durch die Bank sehr glaubhaft, jedenfalls habe ich persönlich das so empfunden.

Atmosphärisch kommt hier eine richtig dichte und herrlich bedrohliche Stimmung auf, so das man durchgehend vom gezeigten Geschehen gefesselt wird und den Blick kaum vom Bildschirm lösen kann, aus Angst, das man etwas verpassen könnte. Auch in Sachen Härte hat der Film eine Menge zu bieten, es geht phasenweise ziemlich hart und blutig zur Sache, vor allem der Anfang geht sehr unter die Haut und hinterlässt einen sehr nachhaltigen Eindruck. Nach der sehr harten Eröffnung der Geschichte sind die weiteren blutigen Szenen gut verteilt und nicht im Übermaß vorhanden, was ich als sehr gelungen empfinde, da man "Frayed" so nicht nur auf den Härtegrad reduziert.

Meiner Meinung nach ist hier eine wirklich tolle Mischung aus Horror-und Psycho / Thriller entstanden, die originell und extrem spannend in Szene gesetzt wurde und zu keiner Zeit langweilig ist. Vieles, das anscheinend klar auf der Hand liegt, erweist sich im Endeffekt doch als vollkommen anders, was wieder einmal ein Beweis dafür ist, das der erste Eindruck nicht immer der richtige sein muß. Ein Film, der Horror-Fans begeistern dürfte und für beste Unterhaltung sorgt.


Die DVD :

Vertrieb : Ascot Elite
Sprache / Ton : Deutsch DD 5.1 / Englisch DD 2.0
Untertitel : Deutsch
Bild : 1,78:1 (16:9)
Laufzeit : 111 Minuten
Extras : Trailer, Bildergalerie, 3 Featurettes


8/10

Freitag, 20. Februar 2009

The Chair






The Chair
(The Chair)
mit Alanna Chisholm, Lauren Roy, Nick Abraham, Paul Soren, Nickolas Tortolano, Adam Seybold, David Kim, Michael Capellupo
Regie : Brett Sullivan
Drehbuch : Michael Capellupo
Kamera : Kiarash Sadigh
Musik : Kurt Swinghammer
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2007

Um mit etwas Abstand ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, mietet die junge Studentin Danielle ein abgelegenes viktorianisches Landhaus. Doch das alte Gebäude birgt ein düsteres Geheimnis, das Danielle immer mehr verwirrt. Um ihrer Schwester Anna zu beweisen, dass sie sich die seltsamen Geräusche und Umstände in dem düsteren Gemäuer nicht nur einbildet, beginnt sie damit, sich mit der Vergangenheit des Hauses zu beschäftigen. Sie findet heraus, dass dort vormals ein brutaler Kindermörder namens Edgar Crowe sein Unwesen trieb und vermutet, dass dessen untote Seele durch diese Residenz spukt. Doch schon längst hat sich Crowe der jungen Frau bemächtigt und benutzt sie als Gehilfin zum Bau eines grausamen Folterinstruments. Anna sieht sich nun der Herausforderung gegenübergestellt, diesen Horror zu beenden - ohne das Leben ihrer Schwester in Gefahr zu bringen...


Regisseur Brett Sullivan ist es gelungen, mit "The Chair" einen wirklich guten und fesselnden Horrorfilm zu kreieren, der die Geisterhaus-Thematik ganz hervorragend zum Ausdruck bringt. Sehr gekonnt wird hier ein sehr straffer Spannungsbogen aufgebaut und es entfaltet sich eine düstere und sehr bedrohliche Stimmung, die durch gezielt eingesetzte Schockmomente noch zusätzlich unterstützt wird. So ist es kein Wunder, das einem hier einige wirkliche Gänsehautmomente beschert werden und ein sehr schönes Grusel-Feeling entsteht.

Man sollte sich allerdings nicht von dem "Keine Jugendfreigabe" Siegel täuschen lassen, das hier etwas deplaciert wirkt, denn bis auf 1-2 Szenen gibt es hier keine Härte oder Brutalität zu sehen. Diese Tatsache ist aber meiner Meinung nach als durchaus positiv zu bewerten, denn irgendwie hätte das nicht richtig in diesen Film hineingepasst. Der hier entstehende Horror ist vielmehr von der subtilen Art und steigert sich immer mehr zu einem stark beklemmenden Gefühl, dem man sich als Betrachter den gesamten Film über nicht entziehen kann.

Vor allem der überzeugenden darstellerischen Leistung von Alanna Chisholm (Danielle) ist es auch zu verdanken, das man von dem Geschehen fasziniert wird, denn ihre Darstellung der "Besessenen" ist einfach nur toll und wirkt mehr als realistisch. gerade die Passagen, in denen sie sich ohne es selbst zu merken verändert. sind ein absolutes Highlight des Films. Trotz der Besessenheit wirkt sie beherrscht und irgendwie abgeklärt, auch wenn manchmal die aufsteigende Agressivität zum Ausdruck kommt. So kommt es auch, das ihre Schwester zwar eine Veränderung in ihrem Wesen bemerkt, aber das drohende Unheil trotzdem nicht kommen sieht.

Auch das Ende des Films ist perfekt gewählt und rundet das insgesamt sehr gute Gesamtbild von "The Chair" ab, es ist zwar nicht besonders überraschend, aber doch absolut passend und folgerichtig. So kann man zu dem Fazit kommen, das man es hier mit einem wirklich gelungenem Horrorfilm zu tun hat, der durch seinen gelungenen Spannungsbogen und die dichte und düstere Geisterhaus-Atmosphäre vollends zu überzeugen weiss. Wer allerdings aufgrund des KJ-Siegels einen harten und brutalen Schocker erwartet, der könnte ziemlich enttäuscht sein. Auf jeden Fall aber ist der Film beste Horror-Unterhaltung der subtilen Art, der Grusel-Fans begeistern und überzeugen dürfte.


Die DVD :

Vertrieb : Splendid
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 1,85:1 (16:9)
Laufzeit : 89 Minuten
Extras : Behind the Scenes, Audiokommentar, Trailer Trailershow, M. Zymytryk kommt zurück


8/10

Dienstag, 17. Februar 2009

Don't Wake the Dead






Don't Wake the Dead
(Don't Wake the Dead)
mit Ralph Fellows, Sonja Kerskes, Fiana de Guzman, Carolin Schmidt, Cristiane Malia, Sarah Plochl, Maren Lisner, Amy Lee, Julia Casper, Courtney Peltzer, Wolfgang Wobeto, Joi von Regenstein, Jürgen Teuchert, Christian Rotholz, Wolfgang Noack
Regie : Andreas Schnaas
Drehbuch : Klaus Dzuck / Ted Geoghegan
Kamera : Oliver Naske / Nikolai Sevke ( Kameraführung)
Musik : Marc Trinkhaus
Keine Jugendfreigabe
Deutschland / 2008

Zusammen mit ihren Freundinnen möchte Lana auf dem Schloß, das sie völlig unerwartet geerbt hat, ein heiteres Wochenende verbringen. Was sie jedoch nicht wissen: Auf dem Anwesen befindet sich ein mittelalterlicher Friedhof und die verfaulten Leichname einiger Tempelritter. Ein grausamer Fluch haucht ihnen alle 66 Jahre, für eine Nacht neues Leben ein. Sie dürsten nach frischem Fleisch und heißem Blut. Und so sind Lana und ihre Freundinnen genau heute zur falschen Zeit am falschen Ort. Zusammen mit dem Karthäuser-Mönch Vincent versuchen die Mädchen, den Untoten zu entkommen...


Mit diesem Film hat Regisseur Andreas Schnaas sein bis jetzt sicherlich handwerklich bestes Projekt abgeliefert. Um diesen Film einigermaßen fair zu bewerten, sollte man natürlich bedenken, das es sich hierbei um eine deutsche Amateur-Produktion handelt, was man ihr zum größten Teil natürlich auch anmerkt. Doch gerade unter diesem Aspekt gesehen ist "Don't Wake the Dead" ein recht ansehnlicher Horrorfilm, vor allem, wenn man bedenkt, das die bisherigen Werke von Schnaas nicht wirklich überzeugen konnten.

Die Story ist recht simpel gehalten, sie spielt irgendwo in Norddeutschland und als Schauplatz dient ein altes Schloss, das auch während der gesamten Laufzeit kaum einmal verlassen wird. Das große Manko des Films sind die Darsteller, denen man anmerkt, das sie nicht unbedingt mit sehr viel Talent gesegnet sind, sich jedoch auf relativ gutem Amateur-Niveau bewegen. Lediglich der im Bela Lugosi-Look auftretende Butler wirkt hier irgendwie vollkommen deplaciert und extrem übertrieben dargestellt.

Was man Schnaas, der ja immerhin zu den Pionieren des deutschen Amateur-und Low Budget Films zählt bescheinigen muß, ist die verbesserte Qualität der Splatter/Gore Effekte, die zwar zu keiner Zeit das Niveau eines Olaf Ittenbach erreichen, aber vor allem im Gegensatz zu früheren Produktionen wie zum Beispiel Anthropophagous 2000 eine ansteigende Tendenz zeigen. Sie wirken längst nicht mehr so gekünstelt und wissen phasenweise durchaus zu überzeugen. Und genau die Effekte sind es auch, auf die das Hauptaugenmerk dieses Werkes gerichtet sind, sie schaffen es, die Erwartungen der Fans einigermaßen zu befriedigen und lassen einen über manch andere Schwäche hinwegsehen.

Ganz nebenbei ist hier auch einiges an Humor vorhanden, obwohl man das Gefühl nicht los wird, das es sich hierbei eher um unfreiwillig komische Passagen handelt. So findet im Schloss eine richtiggehende Party ab, bei der sämtliche Untote zu Klängen einer untoten Musikband nahezu ekstatisch das Tanzbein schwingen. Auf der einen Seite wirkt diese Szenerie schon sehr skurril und man fragt sich unwillkürlich, was das soll, aber andererseits entbehrt es auch nicht einer gewissen Komik und ringt einem so manchen Schmunzler ab.

Insgesamt kann man festhalten, das sich bei Andeas Schnaas eine handwerkliche Weiterentwicklung vollzogen hat, das Gesamtwerk aber wohl lediglich die Fans des deutschen Amateur-Horrorfilms überzeugen kann. Man sollte die Erwartungen nicht zu hoch setzen, jedoch ist der reine Unterhaltungsfaktor dieses Films über dem Durchschnitt.


Die DVD :

Vertrieb : Sunfilm
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 2.0 Stereo
Bild : Keine Angabe
Laufzeit : 80 Minuten


6/10

Samstag, 14. Februar 2009

Seven Deadly Demons






Seven Deadly Demons
(Fallen Angels)
mit Michael Dorn, Bill Moseley, Adrianne Curry, Michael Kaliski, Kevin McCarthy, Farah White, Daniel Zacapa, Reggie Bannister, Michael Berrymann, Jake Deanda
Regie : Jeff Thomas
Drehbuch : Jeff Thomas
Kamera : John Darbonne
Musik : Lance Warlock
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Als der Teil eines alten Gefängnisses für einen Neuaufbau abgerissen wird, macht man eine grausige Entdeckung: in einem unbekannten Kellergewölbe, das jahrzehntelang nicht mehr betreten wurde, werden verstümmelte Skelette gefunden. Ein CSI-Team wird für die Untersuchung angefordert und macht eine noch viel fürchtelichere Entdeckung ! Dabei erwecken sie sieben blutrünstige Ausgeburten der Hölle...


Wenn man einmal die Liste der Darsteller durchgeht, finden sich hier doch einige alte Bekannte wieder, die dafür sorgen, das man hier einen ordentlichen Film zu sehen bekommt. Leider ist das aber nut teilweise der Fall, denn selbst die besten Darsteller können eine durchschnittlich umgesetzte Story nicht ausgleichen.

Regisseur Jeff Thomas ist es nicht gelungen, die hier erzählte Geschichte durchgehend gut in Szene zu setzen, obwohl das Potential sicherlich vorhanden ist. Der Film beginnt auch sehr interessant, doch mit zunehmender Laufzeit wird der Story-Plot immer undurchsichtiger und teilweise verwirrend, so das man vorrübergehend schon die Übersicht verlieren kann. Es treten einige in die länge gezogene Passagen auf, die man durchaus hätte vermeiden können. Dazu zählen vor allem einige sehr dialoglastige Sequenzen, was ja an sich nicht schlimm ist, doch überkommt einen hier das Gefühl, etwas weniger wäre hier mehr gewesen.

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das diese Passagen so ausgedehnt wurden, um den Film so etwas in die Länge zu ziehen, jedenfalls kam es mir so vor. So kommt es auch, das sich hier zu keiner Zeit ein wirklich konstanter Spannungsbogen aufbauen kann, was eigentlich sehr schade ist, da eine bedrohliche Grundstimmung gegeben ist., die so aber auch nur teilweise zur Geltung kommt.

Was aber wenigstens etwas entschädigt, sind die recht guten Gore-Einlagen, die sich auch qualitativ sehen lassen können, auch wenn die Schnittfolge in manchen Einstellungen etwas zu schnell ist, so das man nicht alles erkennen kann. Aber das ist ja nichts Neues, man hat dies auch schon in ganz anderen Produktionen gesehen, wie zum Beispiel auch in "28 Weeks later".

Insgesamt gesehen kommt "Seven deadly Demons" leider nicht über das Mittelmaß hinaus, obwohl hier meiner Meinung nach mehr möglich gewesen wäre. Aber so schlecht, wie einige bewertungen ausfallen, ist der Film wirklich nicht, da hat man schon viel Schlechteres gesehen. Anschauen sollte man sich dieses Werk auf jeden Fall einmal, das ist es wert.


Die DVD :

Vertrieb : KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild : 1,78:1 (16:9)
Laufzeit : 97 Minuten
Extras : Behind the Bars: The Location, Cult Icons, The Special Effects, Trailer, Biographien, Bildergalerie



5/10

Dienstag, 10. Februar 2009

Midnight Movie






Midnight Movie
(Midnight Movie)
mit Rebekah Brandes, Daniel Bonjour, Greg Cirulnick, Mandell Maughan, Stan Ellsworth, Melissa Steach, John Briddell, Michael Swan, Michael Schwartz, Justin Baric, Brea Grant, Shaun Ausmus, Carol Stanzione, Lee Main, Ashley Black
Regie : Jack Messitt
Drehbuch : Mark Garbett / Jack Messitt
Kamera : Ruben Russ / Clyde W. Smith
Musik : Penka Kouneva
SPIO / JK
USA / 2008

In einer kleinen Stadt schaut sich eine Gruppe Jugendlicher in der Mitternachtsvorstellung eines alten Kinos einen Kulthorrorfilm aus den 70 er Jahren an. Alle haben ihren Spaß, doch als einer ihrer Freunde - mitten im Film - ermordet wird, sind alle entsetzt. Sie entdecken, dass das kein alberner Scherz war ! Das Kino ist verschlossen, niemand kann hinaus und der Killer kennt keine Gnade ! Gefangen zwischen der Realität und dem Flimmern des Horrorstreifens werden die Jugendlichen bald die Opfer in ihrem eigenen Film.


Nun, mit diesem Film hat Regisseur Jack Messitt sicher kein Meisterwerk, aber doch einen netten Genre-Beitrag abgeliefert, der eine spannende und interessante Geschichte erzählt. Allerdings ist die Story, das ein Killer aus einem Film in die Realität gelangt, auch nicht so ganz neu, einen ähnlich gelagerten Plot sah man auch schon in dem australischen Film "Cut" von Kimble Rendall.

Allerdings verhält es sich hier noch etwas anders, denn die Grenzen zwischen Realität und Fiction sind hier ziemlich stark vermischt, was im Laufe der Zeit recht gut ersichtlich wird. Der Spannungsaufbau ist durchaus gelungen, nach einem etwas ruhigerem Beginn nimmt "Midnight Movie" immer mehr an Fahrt auf, die vorhandenen Morde werden teilweise sehr blutig dargestellt, sind aber nicht gerade innovativ.

Nach und nach werden die Reihen der Kinobesucher durch den Killer dezimiert und anscheinend gibt es nicht die geringste Möglichkeit, ihm zu entkommen. Handelt es sich bei dem Mörder um den Regisseur des Films, der auch gleichzeitig eine Rolle in seinem Werk spielte ? Denn 5 Jahre zuvor war dieser Mann in einer Heilanstalt, in der es dann zu einem Massaker kam, das über 50 Menschenleben forderte. Und just seit diesem Zeitpunkt war eben auch der Regisseur spurlos verschwunden.

Darstellerische Höhepunkte kann man hier nicht unbedingt verzeichnen, aber die für einen solchen Genrefilm üblichen Schauspieler sind solide und machen ihre Sache anständig, ohne das jemand besonders hervorsticht. Was positiv anzumerken ist, sind einige eher unterschwellige humoristische Momente. ein Beispiel dafür sieht man gleich ziemlich zu Beginn, als ein kleiner, ca. 10-12 Jahre alter Junge auch wie selbstverständlich in die Mitternachtsvorstellung gehen möchte.

Das Ende ist meiner Meinung nach perfekt gewählt, alles andere hätte dem ganzen keinerlei Sinn verliehen, aber da muß sich jeder selbst sein Urteil bilden. jedenfalls bekommt man hier einen kurzweiligen und teilweise sehr blutigen Horrorfilm zu sehen, der sich allemal lohnt und ein schönes Filmvergnügen darstellt.


Die DVD :

Vertrieb : New KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild : 1,78:1 (16:9)
Laufzeit : 77 Minuten
Extras : Trailer, Biographien, Produktionsnotizen, Bildergalerie


7/10

Freitag, 6. Februar 2009

The Boston Strangler: Die wahre Geschichte des Killers DeSalvo






The Boston Strangler: Die wahre Geschichte des Killers DeSalvo
(Boston Strangler: The Untold Story)
mit David Faustino, Andrew Divoff, Kostas Sommer, Joe Torry, Corin Nemec, Jen Nikolaisen, Johnny Liska, Caia Coley, Tara Shayne, Beth Shea, Sonia Curtis, John Gorman, Timothy Oman, Jack Stehlin, Jay Pickett
Regie : Michael Feifer
Drehbuch : Michael Feifer
Kamera : Hank Baumert Jr.
Musik : Andres Boulton
SPIO / JK
USA / 2008

Sein Vater schlug ihn, früh beging er Verbrechen, saß im Knast wegen eines Einbruchs. Doch in ihm brodelt es. Er schlägt zu am hellichten Tage, hinterlässt keine Spuren, dafür aber brutal erdrosselte Frauenleichen. Und obwohl sein Hirn nicht richtig tickt, ist er doch zu clever, die Polizei tappt im Dunkeln, während er - der Boston Strangler - umher streicht und weitere Opfer sucht...




David Faustino, der vielen noch aus der Kult-Serie "Eine schrecklich nette Familie" bekannt sein dürfte, als wahnsinniger Serienmörder, das wirkt am Anfang schon etwas befremdlich. Doch nach Sichtung dieses Films muß man ganz ehrlich sagen, das er diese Rolle wirklich sehr gut und überzeugend verkörpert hat. Man würde eigentlich nie auf die Idee kommen, das sich hinter dieser unscheinbaren Fassade einer der bekanntesten Serienmörder in der Geschichte der USA verbirgt.

Dieses True Crime-Story zeichnet die Geschichte des Stranglers nach, wobei aber auf Rückblenden in die Kindheit verzichtet wird. Die Geschichte beginnt also bei den ersten Morden und zieht sich bis zur Ermordung De Salvos in seiner Gefängniszelle.

Wer jetzt aber einen harten Film erwartet, in dem die Morde reisserisch dargestellt werden, der wird sicherlich enttäuscht sein, denn vielmehr wird die Story eigentlich sehr ruhig, aber dennoch zu jeder Zeit spannend erzählt. Regisseur Michael Feifer versucht das hauptaugenmerk auf die Polizeiarbeit und die Person De Salvo zu richten, was ihm meiner Meinung nach auch sehr gut gelingt.

Der Mörder hinterlässt keinerlei Spuren, so das die Polizei jahrelang einem Phantom nachjagt und sich bei einigen Beamten schon eine Art Resignation breitmacht. Hinzu kommt ein Staatsanwalt, der lediglich um seine Karriere besorgt ist, aber anscheinend kein echtes Interesse hat, wer nun eigentlich wirklich der Würger von Boston ist. Der Druck, der auf allen Beteiligten lastet, ist phasenweise richtig spürbar. Vor allem Andrew Divoff, der einen der ermittelnden Beamten spielt, ist die Anspannung besonders anzumerken, so das es auch zu Streitigkeiten mit Kollegen und dem Staatsanwalt kommt.

Am eindruckvollsten jedoch ist die schauspielerische Leistung von Faustino, der es sehr gut versteht, den anscheinend vorhandenen geistigen Deffekt von Albert De Salvo in den Vordergrund zu stellen. Nicht anders ist es zu erklären, das er zusammen mit einem Mitgefangenen und einem Anwalt einen Plan entwickelt, der in reich und berühmt machen soll, in dem er ein Geständnis für alle Morde des Stranglers ablegt, die er ja vielleicht gar nicht begangen hat. Jedenfalls scheint ja bis zum heutigen Tag nicht eindeutig bewiesen zu sein, wer der wirkliche Boston Strangler ist.

Ein eindrucksvoller True Crime-Krimi, der eine sehr spannende und interessante Geschichte erzählt, aber auch einige Fragen offen lässt.


Die DVD :

Vertrieb : KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch 5.1 DD
Bild : 1,78:1 (16:9)
Laufzeit : 93 Minuten
Extras : Audiokommentar, Trailer, Bildergalerie, Biographien



7/10

Dienstag, 3. Februar 2009

Dark Town - Eine Stadt in Angst und Schrecken






Dark Town - Eine Stadt in Angst und Schrecken
(Uri dongne)
mit Oh Man-seok, Ryu Deok -Hwan, Lee Seon -gyoon, Park Myeong -shin, Jeong Hye-won, Lee Moo-saeng, Lee Kap-seon, Choi Jeong-woo, Choi An-do, Jeong In-gi, Yukie Mori, Kang I-seok
Regie : Jeong Gil-yeong
Drehbuch : Kim Yoo-min / Jung Kil-young
Kamera : Lee Kang-min
Musik : Jung Jae-hwan
Keine Jugendfreigabe
Korea / 2007

Ein brutaler Serienkiller geht um in einer koreanischen Gemeinde. Im Monatsabstand wurde jeweils eine Frauenleiche an prominenter Stelle in Kreuzform aufgehängt. Der Polizist Jea-shin tritt mit seinen Ermittlungen auf der Stelle und so kontaktiert er seinen Freund den Autor Kyung-fu, der schon seit Wochen über die Mordserie recherchiert, um diese als Grundlage für sein neues Buch zu nehmen. Als die Ermittlungen Parallelen zu einem Fall von vor 10 Jahren aufwerfen, wird alles noch einmal von vorne aufgerollt und plötzlich scheint nichts mehr so zu sein wie man es gedacht hatte...



Dieser koreanische Thriller kann durchaus als äusserst gelungenes Regie-Debut von Jeong Gil-yeong bezeichnet werden. Hier ist ein Film entstanden, der den Zuschauer von Beginn an in seinen Bann zieht und durchgehend spannend und interessant zu unterhalten weiß. Vor allem die Tatsache, das man sich hier das Hauptaugenmerk auf die Suche nach dem Täter gelegt hat, denn den kennt man schon nach ziemlich kurzer Zeit, empfinde ich als sehr positiv.

Vielmehr geht es in der vorliegenden Geschichte darum, die Beweggründe des Mörders offenzulegen, was im Laufe des Films auch logisch und vollkommen nachvollziehbar geschieht. Dabei geht es in der Hauptsache darum, die Beziehung der drei Hauptdarsteller zueinander in den Mittelpunkt zu stellen. Was zu Beginn noch teilweise verwirrend und zusammenhanglos erscheinen mag, setzt sich in der weiteren Zeit immer mehr wie ein Puzzle zusammen und lässt am Ende keine Fragen mehr offen.

Zur Erklärung des Ganzen werden immer wieder kleinere Rückblenden eingefügt, deren Wichtigkeit man auch erst mit zunehmender Laufzeit richtig erkennt. Das alles ist hier sehr spannend in Szene gesetzt worden, wobei der Spannungsgrad sich langsam immer mehr steigert und zum Ende des Films in einem furiosen Finale entlädt.

Darstellerisch wird dem Betrachter auch so einiges geboten, denn die agierenden Schauspieler verstehen ihr Handwerk und spielen die ihnen zugeordneten Charaktere sehr ausdrucksstark und mehr als überzeugend. Gerade weil man den Asiaten manchmal mangelnden Ausdruck und starre Mimik nachsagt, bietet dieser Film hier meiner Meinung nach eine sehr willkommene Ausnahme und wiederlegt auch diese Meinung eindrucksvoll.

Bemerkenswert ist auch, das "Dark Town" auch bis auf ganz wenige Ausnahmen ohne große Härte auskommt, die Morde an den Frauen werden hier nicht in allen Einzelheiten dargestellt, man sieht eigentlich immer nur die aufgehängten Opfer. Dennoch gibt es auch einige wenige härtere Szenen, die aber keinesfalls übertrieben oder gar reisserisch wirken, was auch irgendwie nicht in diesen qualitativ hochwertigen Film hineingepasst hätte.

So bekommt man hier einen wirklich aussergewöhnlichen und sehr spannenden asiatischen Thriller serviert, der auch höheren Ansprüchen gerecht werden dürfte. Ein Fest für jeden Thriller-Fan, der keinerlei Längen aufzuweisen hat und sehr niveauvolle und kurzweilige Unterhaltung bietet.


Die DVD :

Vertrieb : Splendid
Sprache / Ton : Deutsch / Koreanisch 5.1 DD
Untertitel : Deutsch
Bild : 1,85:1 (16:9)
Laufzeit : 109 Minuten
Extras : Interviews, Making Of


9/10