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Sonntag, 29. März 2009

Jack Ketchum's The Lost






Jack Ketchum's The Lost
(The Lost)
mit Marc Senter, Shay Astar, Alex Frost, Megan Henning, Robin Sydney, Michael Bowen, Ed Lauter. Dee Wallace, Misty Mundae, Ruby Larocca, Tom Ayers
Regie: Chris Sivertson
Drehbuch: Jack Ketchum (Roman / Chris Sivertson (Drehbuch)
Kamera: Zoran Popovic
Musik: Tim Rutili
SPIO / JK
USA / 2005

Als Ray (Marc Senter) vor einem Toilettenhäuschen im Wald der nackten Lisa begegnet, ist er zunächst entzückt. Kurz nachdem er Lisa jedoch eng umschlungen mit ihrer Freundin sieht, wird Lisa erschossen und ihre Freundin Elise fällt durch eine Schussverletzung ins Koma. Vier Jahre später: Elise stirbt und der Polizei ist längst klar, dass Ray Urheber der brutalen Morde war. Das Problem ist nur, dass die einzigen Augenzeugen eingeschüchtert schweigen. Aber der psychisch labile Ray wird, als er von der hübschen Katherine abgewiesen wird, zu neuen Untaten getrieben...


Endlich gibt es diesen fantastischen Film, der auf einem Roman von Jack Ketchum basiert, auch in deutscher Sprache. "The Lost" stammt schon aus dem Jahr 2005 und Regisseur dieses Werkes ist Chris Sivertson. Mittlerweile ist der Film schon zu einem richtigen Festival-Kracher mutiert und wenn man ihn gesehen hat, dann kann man das auch durchaus nachvollziehen. Allerdings hat es hier nur zu einer Veröffentlichung auf DVD gereicht, obwohl der Film es ganz sicher verdient hätte, auch in den Lichtspielhäusern zu laufen.

Sivertson ist es hier gelungen, ein knallhartes Drama zu schaffen, das sich hauptsächlich mit dem psychopathischen Charakter des Ray auseinandersetzt, der hier übrigens durch Marc Senter absolut perfekt gespielt wird. Selten hat mich eine schauspielerische Leistung so sehr beeindruckt, wie diese hier. Wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man wirklich zu der Ansicht kommen, das der Mann sich hier selbst gespielt hat, denn seine darbietung wirkt absolut überzeugend und mehr als nur authentisch. Marc Selter geht so in der Rolle auf, das er sie spürbar lebt, wodurch der gesamte Film auf den Betrachter noch viel intensiver wirkt. Auch die anderen Darsteller machen einen wirklich guten Job, stehen jedoch absolut im Schatten des Hauptdarstellers, der alle förmlich an die Wand spielt. Allein dieses brillante Schauspiel ist es schon wert, das man sich "The Lost" anschaut.

Auch die Dramaturgie des Filmes ist mehr als gelungen, nach einem doch ziemlich heftigen Start beruhigt er sich doch sichtlich, ohne jedoch auch nur eine Sekunde lang so etwas wie Langeweile aufkommen zu lassen. Vielmehr bekommt man eine sehr tiefgehende Charakterstudie des psychopathischen Ray zu sehen, der durch seine unberechenbaren Launen seine Mitmenschen und sogenannten Freunde mit Angst erfüllt. Niemand traut sich gegen ihn aufzulehnen, was unwillkürlich sein von Haus aus übersteigertes Ego noch um ein Vielfaches ansteigen lässt. Ray hält sich für den Nabel der Welt und für absolut unwiderstehlich, seiner Meinung nach scheint er ein Geschenk Gottes für die Frauen zu sein.

So kommt es dann, das er sich in Katherine verliebt und ihr sogar sein großes geheimnis verrät. Als Katherine in schließlich ablehnt, kann sein Ego das nicht vertragen und er startet einen unglaublichen Amoklauf, der anscheinend nicht zu stoppen ist.

Gerade die letzten Minuten des Films sind extrem hart geraten, die aufgestaute Wut bricht explosionsartig aus Ray heraus und endet in einem wirklich furiosen Finale. Generell sind die wirklich härteren Szenen lediglich am Anfang und am Ende des Films zu sehen und besonders zum Schluss scheppert es so richtig. Wenn man bei anderen Filmen oft der Meinung ist, das man die Härte besser über den Film hätte verteilen können, so ist das hier absolut nicht der Fall. So, wie diese geschichte umgesetzt wurde, ist es ganz genau richtig und perfekt gemacht worden. Und auch, wenn der Großteil der Laufzeit sich mit der Charakterisierung der Hauptperson beschäftigt, hat man nie das Gefühl, etwas zu vermissen.

"The Lost" ist ein perfekt in Szene gesetztes Drama, das durchgehend sehr spannende Unterhaltung bietet und mit einem brillanten Hauptdarsteller aufwartet, der den Betrachter durch sein Schauspiel fesselt und fasziniert. Ein Film, der ein Ende beinhaltet, das an Intensität und Härte kaum zu überbieten ist und einen nachhaltigen Eindruck im Kopf eines jeden Zuschauers hinterlässt.


Die DVD:

Vertrieb: KSM
Sprache Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: 116 Minuten
Extras: Audiokommentar (Englisch), Trailer, Biograpkien, Bildergalerie


9/10

Donnerstag, 26. März 2009

London to Brighton






London to Brighton
(London to Brighton)
mit Lorraine Stanley, Georgia Groome, Johnny Harris, Nathan Constance, Sam Spruell, Alexander Morton, David Keeling, Jamie Kenna, Chloe Bale, Claudie Blakley, Tim Matthews, Louise Appel, Cat Meacher, Nick Ewans, James Beirman
Regie: Paul Andrew Williams
Drehbuch: Paul Andrew Williams
Kamera: Christopher Ross
Musik: Laura Rossi
FSK 16
Großbritannien / 2006

Genau 24 Dtunden hat Derek Zeit, um Kelly und Joanne wieder aufzutreiben. Er war es, der die Londoner Straßen- Prostituierte und die kleine Ausreißerin zu seinem wichtigsten Kunden geschickt hatte. Der reiche Perversling mit den speziellen Wünschen hatte wieder einmal nach ganz jungem, unverbrauchten Fleisch verlangt. Und die 12-jährige Joanne brauchte dringend Geld. Jetzt sind das Mädchen und ihre ungewöhnliche Beschützerin auf der Flucht. Und in 24 Stunden wird irgendjemand büßen für das, was geschehen ist...


Gleich mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm hat sich Regisseur Paul Andrew Williams an eine sehr brisante Thematik herangemacht, denn der Betrachter bekommt es hier mit Pädophilie und Kindesmissbrauch zu tun. Gerade in der heutigen zeit ist das sicherlich ein ganz aktuelles und sehr heisses Eisen, doch es ist ihm durch seine brillante Umsetzung gelungen, einen faszinierenden Einblick in die Materie zu gestatten, der jedoch auch gleichzeitig schockierend und teilweise abstossend ist.

Teilweise tun sich hier wahrlich Abgründe der menschlichen Seele auf, vor allem dann, wenn man sieht, wozu Leute bereit sind, nur um an Geld zu gelangen. So verhält es sich auch mit Zuhälter derek, der keinerlei Skrupel erkennen lässt, wenn es darum geht Kinder an reiche Perverse zu vermitteln, damit diese ihre abartigen Gelüste an diesen stillen können. Auf der anderen Seite gibt es die Prostituierte Kelly, die auch immer Geld braucht und ziemlich heruntergekommen erscheint, aber dennoch ein Gewissen hat und zur Beschützerin der kleinen Joanne wird.

Der dritte im Bunde ist der Sohn des reichen Perversen, der anscheinend Rache für den Tod seines Vaters verlangt, aber am Ende doch noch für eine große Überraschung gut ist, mit der man nicht unbedingt rechnen konnte. Und gerade die vielschichtigen Charaktere und ihre Darsteller sind die große Stärke dieses Films, von absoluten Sympathieträgern (Kelly und Joanne), bis hin zu Personen, die man richtiggehend abstossend findet und sogar hassen kann (Derek), ist hier eigentlich alles vertreten. Die Schauspieler sorgen durch ihre brillanten Leistungen dafür, ihren Figuren sehr viel Ausdruck und vor allem ein starkes Maß an Glaubwürdigkeit verleihen, was diesem Werk einen sehr glaubhaften und realitätsnahen Anstrich verleiht.

Die zweite große Stärke ist die Erzählweise der Geschichte, denn man erfährt nicht gleich zu Beginn, was eigentlich passiert ist. Der Film beginnt mit der Flucht von Kelly und Joanne und erst durch die eingefügten Rückblenden setzt sich hier alles wie in einem Puzzle zusammen, so das man erst ziemlich zum Ende hin die ganzen Ausmaße der Story erkennt. Zwar kann man vieles schon vorher erahnen, kann sich jedoch bis zum Ende nicht sicher sein, ob einen die eigenen Vermutungen nicht täuschen. So verhält es sich auch mit dem doch überraschendem Ende des Films, das man zwar ab einem gewissen Zeitpunkt vermutet, das aber trotzdem sehr überraschend ist, nachdem es eintritt.

Ob es sich nun bei "London to Brighton" um den besten britischen Film aller Zeiten handelt, wie manch einer behauptet, das vermag ich nicht zu beurteilen, aber auf jeden Fall ist es ein kompromissloser, realistischer und schockierender Film, der auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. Ein Film, den man gesehen haben sollte und den man nicht so schnell vergisst.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: 81 Minuten
Extras: Audiokommentar, Deleted Scenes, Beim Casting von Georgia Groome, Beim Dreh von London to Brighton, Fragen und Antworten, Alternatives Ende, Originaltrailer, Trailershow


9/10

Montag, 23. März 2009

Buried Alive (2007)






Buried Alive
(Buried Alive)
mit Leah Rachel, Erin Reese, Tobin Bell, Germaine De Leon, Terence Jay, Steve Sandvoss, Lindsey Scott
Regie: Robert Kurtzman
Drehbuch: Art Monterastelli
Kamera: Thomas L. Callaway
Musik: Terence Jay
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

Eine Gruppe von Studenten fährt in einen abgelegenen Canyon, um dort ein wildes Wochenende zu verbringen. Dort möchten sie auch zwei neue Studenten in ihre Verbindung aufnehmen. Einer von ihnen hat aber ganz andere Pläne, denn laut einer alten Familienlegende soll unter dem verlassenen Haus, in dem die Clique wohnt, ein Goldschatz verborgen sein. Als er jedoch mit dem Graben beginnt, befreit er dadurch den blutrünstigen Geist einer Frau, die dort vor vielen Jahren lebendig begraben wurde. Der Wochenendtrip wird zur reinsten Hölle.


Sicher könnte man jetzt als erstes bemängeln, das dieser Film nichts Neues und Innovatives bietet, denn man hat alles schon einmal irgendwo anders gesehen. Aber dennoch hat Regisseur Robert Kurtzman hier alle nötigen Zutaten für einen recht gelungenen Teenie-Slasher in einen Topf geworfen, einmal kräftig umgerührt und ein doch unterhaltsames und spannendes Endprodukt geschaffen.

Hübsche Mädchen, etwas nackte Haut, eine solide Story, ein paar nette Splatter / Gore Szenen und einen guten Spannungsbogen, der sich auch recht konstant durch den gesamten Film zieht. Nun, wem das nicht ausreicht, der sollte sich überlegen, ob er sich "Buried Alive" überhaupt anschaut, wer aber einen überdurchschnittlich guten Slasher sehen möchte, der auch eine gute Portion Humor beinhaltet, der ist hier bestens aufgehoben.

Allein den Spannungsaufbau dieses Werkes kann man meiner Meinung nach als äusserst gelungen ansehen, nachdem es eigentlich eher ruhig beginnt, baut sich spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem die Teenies ihr Ziel erreichen in verhältnismäßig kurzer Zeit eine sehr starke Spannung auf, die auch dafür sorgt, das sich eine sehr bedrohliche und teils unheilvolle Atmosphäre entfalten kann. Das Szenario ist zu jeder Zeit interessant und wird zwischendurch immer wieder durch einige Aufnahme-Rituale, die den zwei neuen Studentinnen auferlegt werden aufgeheitert und sorgt so auch für den ein oder anderen Schmunzler, den man sich nicht verkneifen kann.

Es dauert zwar eine ganze Weile, bis die erste wirklich härtere Szene zu sehen ist und es gibt auch insgesamt nicht sehr viele davon zu sehen, allerdings sind die vorhandenen gut gemacht. Ich persönlich empfinde es sogar als sehr angenehm, das die SFX gut über den Film verteilt sind und auch nicht so zahlreich vertreten sind, denn dadurch kann man sich mehr der Geschichte an sich widmen und die wirklich gute und sehr bedrohliche Stimmung genießen.

Darstellerisch gibt es durchaus solide Leistungen zu begutachten, besonders nett sind die Auftritte von Tobin Bell, der durch seine Art zur Steigerung des Humors beiträgt. Wenn ich etwas bemängeln kann, dann ist es lediglich das doch etwas abrupte Ende, das ganz einfach zu schnell kommt und in meinen Augen doch etwas unbefriedigend wirkt. Das soll aber den insgesmat sehr guten Gesamteindruck, den "Buried Alive" bei mir hinterlassen hat in keinem Fall trüben, denn ich fühlte mich bestens unterhalten und kann diesen Film ohne Bedenken empfehlen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 1.78:1 (anamorph)
Laufzeit: 91 Minuten
Extras: Deutscher Originaltrailer, Englischer Originaltrailer, Bildergalerie


7/10

Freitag, 20. März 2009

The Tribe - Die vergessene Brut






The Tribe - Die vergessene Brut
(The Tribe)
mit Marc Bacher, Justin Baldoni, Nikki Griffin, Kellan Lutz, Jewel Staite
Regie : Jorg Ihle
Drehbuch : Jorg Ihle
Kamera : Keine Information
Musik : Keine Information
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Liz und ihre Freunde stechen mit einer Luxus-Yacht in See, um zusammen einen fantastischen Urlaub zu erleben. Vom Kurs abkommend, zerschellt das Schiff an einem Riff und die Crew rettet sich in letzter Minute auf eine verlassene Insel, um dort am Strand auf Hilfe zu warten. Am nächsten Morgen ist von Liz' Verlobtem Peter nur noch eine blutige Spur im Sand übrig. Als der Rest der Gruppe in die Tiefen des Dschungels vordringt um Peter zu suchen, treffen sie auf eine furchterregende Spezies. Schnell wird klar, dass auch sie nur Futter für die hungrigen Bestien sind...


Eigentlich ist es sehr schade, wenn man sieht, wieviel Potential Regisseur Jorg Ihle bei dieser Geschichte verschenkt hat. Das soll jetzt keineswegs heissen, das man es hier mit einem schlechten Film zu tun hat, nur hätte man doch einiges mehr herausholen können. Meiner Meinung nach werden hier zum Beispiel fast alle Charaktere viel zu schnell nacheinander getötet, so das sich "The Tribe" doch einer ganzen Menge seiner vorhandenen Spannung beraubt, die sich vorher so schön und gut aufgebaut hat.

Doch dann bekommt man auf einmal das Gefühl, das man an einem Fließband stehen würde, so schnell werden die reihen der Beteiligten dezimiert. Was dafür aber fast den ganzen Film über konstant vorherrscht, ist die sehr bedrohliche Grundstimmung, die in der herrlichen Dschungel-Location aufkommt. Um jedoch einen überdurchschnittlich guten Survival-Horrorfilm auf die Beine zu stellen, wäre es doch viel besser gewesen, wenn der Kampf zwischen den Menschen und den Bestien etwas ausführlicher gewesen wäre. Damit meine ich aber nicht härtere Szenen, sondern ganz einfach einen ausführlicheren Überlebenskampf. Das hat man aber leider versäumt und so kommt es dann auch, das nach knapp 50 Minuten kein einziger Dialog mehr geführt wird, da nur noch eine Person übrig ist und die Bestien nicht sprechen können.

Dieses hätten die Macher dieses Films sicherlich verhindern können, denn es ist schon ziemlich ungewohnt, einen Film zu sehen, der in mehr als 30 Minuten nicht einen Dialog enthält. Auch einige Logiklücken sind leider vorhanden, so findet die Gruppe zum Beispiel eine Zeltstation, die gut 80 Jahre alt ist, wenn man der Eröffnungs-Sequenz des Films glauben darf. Wenn man dann aber sieht, wie gut alles noch erhalten ist, darf man wenigstens verwundert den Kopf schütteln.

Die gezeigten schauspielerischen Leistungen sind hier auch nicht so leicht zu beschreiben, denn von den meisten Darstellern bekommt man ja leider nicht so viel zu sehen, aber ich glaube, das solide hier der angebrachte Begriff ist.

"The Tribe" hinterlässt in der Gesamtbewertung etwas zwiespältige Gefühle, auf der einen Seite ist hier ein recht interessanter Genre-Beitrag entstanden, auf der anderen Seite hat man viel Potential verschenkt. Das hätte eine richtig tolle Produktion werden können, so aber siedelt sich das Werk etwas üver dem Durchschnitt an.


Die DVD :

Vertrieb : Splendid
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 2.35:1 (16:9)
Laufzeit : 84 Minuten
Extras : Making Of


6/10

Dienstag, 17. März 2009

La Zona






La Zona
(La Zona)
mit Daniel Gimenez-Cacho, Maribel Verdu, Alan Chavez, Daniel Tovar, Carlos Bardem, Marina de Tavira, Mario Zaragoza, Andres Montiel, Blanca Guerra, Enrique Arreola, Gerardo Taracena
Regie : Rodrigo Pla
Drehbuch : Laura Santullo / Rodrigo Pla
Kamera : Emiliano Villanueva
Musik : Fernando Velazquez
FSK 12
Mexiko / 2007

In einer stürmischen Nacht dringen drei Jugendliche aus einem Slumviertel von Mexiko-City in das streng bewachte Villenviertel La Zona ein. Beim Einbruch in eines der Luxushäuser werden sie überrascht und zwei von ihnen auf der Flucht kaltblütig erschossen. Nur der junge Miguel kann entkommen und versteckt sich in einem Keller des Viertels. Ein Fall für die Polizei, doch in La Zona herrschen eigene Gesetze: Hier regieren Geld und Macht - der Hass auf den "Abschaum" der Slums kennt keine Grenzen. Panisch und von Rachelust getrieben gründen die Bewohner eine Bürgerwehr - und die gnadenlose Hetzjagd auf Miguel beginnt. Wird es ihm gelingen, seinen übermächtigen Verfolgern zu entkommen?


Es gibt Regisseure, die schaffen es während ihrer gesamten Karriere nicht, auch nur einen wirklich guten Film zu drehen und dann gibt es welche, die schon mit ihrem Erstling etwas ganz Besonderes präsentieren. Zur zweiten Gattung zählt mit Sicherheit der mexikanische Regisseur Rodrigo Pla, der mit diesem Regie-Debut einen Film geschaffen hat, der einem wirklich unter die Haut geht und Spuren hinterlässt.

Was hier wie ein stinknormaler Krimi anfängt, geht doch ziemlich schnell in ein sehr intensives und tief berührendes Drama über, das den Betrachter sofort fasziniert und durch seine sehr dichte und beklemmende Stimmung in Beschlag nimmt. Die Faszination, die von dem Film ausgeht, liegt in der Tatsache begründet, das er schonungslos und absolut realistisch Teile der Gesellschaft anprangert und die tiefen Unterschiede zwischen Bevölkerungsschichten aufzeigt. Selten wurden in einem Film die sozialen Gräben, die unter den verschiedenen Bevölkerungsschichten herrschen, so drastisch aufgezeigt, wie es hier der Fall ist. Der Eindruck der dadurch entsteht ist gleichzeitig faszinierend aber auch abstossend und wirkt wie ein Tiefschlag in die eigenen Eingeweide.

Die Geschichte spielt mit den ureigensten Ängsten der sogenannten "besseren Schicht" vor den Aussenseitern der Gesellschaft, die anscheinend eine Bedrohung für die Reichen darstellen. Aus dieser vorherrschenden Angst um die eigenen Statussymbole wird hier Hass und zum Ende hin der pure Wahnsinn. Es wird hier ganz hervorragend herausgearbeitet, wie schnell jegliche Vernunft und anscheinend auch sämtliche menschlichen Gefühle über Bord geworfen werden. Teilweise wird der Mansch an sich auch als wahre Bestie dargestellt, wenn es darum geht, den eigenen Besitz und eine gewisse Vormachtsstellung zu verteidigen.

Das alles wird in "La Zona" durch wirklich herausragende Darsteller unterstützt, die durch die Darstellung der einzelnen Charaktere ganz erheblich zum realistischen Eindruck beitragen, den dieser Film hinterlässt. Hier gibt es keinerlei Theatralik zu sehen, sondern lediglich überzeugende und sehr ausdrucksstarke Schauspielkunst, die den Betrachter berührt.

"La Zona" ist ein Film, der schonungslos soziale Mißstände anprangert und aufzeigt, was man mit genügend Geld alles bewerkstelligen kann. Korruption ist an der Tagesordnung, ein Menschenleben ist kaum etwas wert, vor allem dann nicht, wenn es sich um sozial benachteiligte Menschen handelt. Das zeigt vor allem die zweite Hälfte dieses Werkes, die ganz besonders nachdenklich macht und auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt.

Man könnte fast behaupten, das es sich hier um ein sehr sozialkritisches Mahnmahl handelt, das den Menschen zum Nachdenken anregen soll. Auf jeden Fall sollte man sich diese zu recht preisgekrönte Produktion keinesfalls entgehen lassen, denn hier bekommt man einen sehr anspruchsvollen Film zu sehen, den man auf sich wirken lassen muss, um besser zu verstehen, welch tiefbewegendes Drama sich eben gerade auf dem Bildschirm abgespielt hat.


Die DVD :

Vertrieb : Sunfilm
Sprache / Ton : Deutsch DTS 5.1 DD 5.1 / Spanisch DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 2,35:1 (16:9)
Laufzeit : 92 Minuten
Extras : Making Of, Deutscher Trailer


10/10

Samstag, 14. März 2009

Death on Demand






Death on Demand
(Death on Demand)
mit Jerry Broome, Suzannah Lawson Matalon, Bridget Megan Clark, Daphne Ciccarelle, Hilary Greer, Elisabeth Jamison, Dan Falcone, Terron Jones, Joseph Pensabene, Sara Christal, Josh Folan, Brandon Goins, Anne McDaniels, Ralph Bernard, Irene Seton
Regie : Adam Matalon
Drehbuch : Adam Ma[b]talon / Kevin Burke
Kamera : Peter Scheer
Musik : Adam Blau
Keine Jugendfreigabe
USA / 2008

Zwanzig Jahre ist es her, das der Abenteurer Sean McIntyre seine Familie grausam ermordete und sich danach selbst in der Dachkammer erhängte. Die kleine Stadt versucht das schreckliche Geschehen seither zu vergessen und man schweigt am liebsten darüber. Richard, ein gerissener College Student, überzeugt drei Pärchen, in der Halloweennacht das Gehimnis des Ortes zu lösen. Das ganze will er als Live-Webcast ins Internet bringen. Als sie sich durch das unheimliche Haus bewegen, müssen sie feststellen, dass sie nicht alleine sind.


Nun, die in diesem Film gezeigte Geschichte ist nicht neu, merkt man doch ziemlich schnell die unübersehbaren Anlehnungen an Werke wie zum Beispiel "Halloween-Resurrection". Der einzige Unterschied besteht eigentlich darin, das sich "Death on Demand" rein qualitätsmäßig noch eine Stufe unter dem genannten Beispiel ansiedelt.

Das größte Manko dieses Films sind sicherlich die ziemlich talentfreien Darsteller, denen man sehr schnell anmerkt, das sie nicht gerade zu den besten ihres Faches zählen. Auf der anderen Seite sorgen sie durch ihre teilweise etwas unbeholfenen Darstellungen dafür, das dieses Werk eine doch recht witzige Seite aufzeigt, auch wenn die manchmal eher etwas unfreiwillig wirkt. Aber auf jeden Fall wird dadurch der reine Unterhaltungswert doch immens aufgewertet. Das zeichnet sich ganz besonders durch die phasenweise vollkommen sinnbefreiten Dialoge aus, die aber durch ihre Skurrilität zum lachen anhalten.

Vor allem in der ersten Filmhälfte passiert eigentlich recht wenig, doch durch den oben erwähnten Humor ist der Film trotzdem nicht langweilig, man erfreut sich an den unbeholfenen und überzeichneten Charakteren und den doch recht unlogischen Verhaltensweisen. Hierbei tut sich vor allem eine auch im haus verweilende Pono-darstellerin namens "Velvet Luv" hervor, die nur darauf aus ist, die anderen Beteiligten der Reihe nach zu vernaschen. Dadurch entstehen einige wirklich groteske Situationen, bei denen man kaum an sich halten kann und kaum aus dem lachen herauskommt. Erst nach knapp einer Stunde geht es dann auch mit den Morden los, von denen man allerdings nicht sehr viel zu sehen bekommt. Dennoch gibt es durchaus einige wenige Gore-Szenen zu sehen, die aber nicht im Übermaß vorhanden sind.

So etwas wie ein konstanter Spannungsbogen oder eine gar bedrohliche Stimmung kann sich hier aber nicht richtig entfalten, denn dazu ist "Death on Demand" viel zu witzig, man sollte dieses Werk also nicht unbedingt als ernstzunehmenden Genre-Beitrag sehen. Wenn man das akzeptieren kann und auch dazu in der Lage ist, sich an unfreiwilliger Komik zu erfreuen, dann kommt man hier vollends auf seine Kosten. Sollte man aber einen eher ernsten Slasher erwarten, dann könnte man vielleicht etwas enttäuscht sein. Mich hat der Film jedenfalls sehr gut und vor allem kurzweilig unterhalten.


Die DVD :

Vertrieb : KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild : 1,78:1 (16:9)
Laufzeit : 93 Minuten
Extras : Outtakes, Trailer, Behind the Scenes, Bildergalerie, Bio-und Filmographien


5,5/10

Dienstag, 10. März 2009

Brutal






Brutal
(Brutal)
mit Jeffrey Combs, Sarah Thompson, Michael Berryman, Eric Lange, William Sanford, Don O. Knowlton, Kevin Indio Copeland, India Dupre, Crystal Stone, Whitney Anderson, Cyrus Alexander, Lisa Pescia, Kristin Kirgan, Jimmy Stathis
Regie : Ethan Wiley
Drehbuch : Ethan Wiley
Kamera : Roel Reine
Musik : Joseph Bauer
SPIO / JK
USA / 2007

In einem kleinen Ort in den USA werden einige brutale Morde begangen, immer hinterlässt der Täter eine andere Blume am Tatort. Sheriff Jimmy Fleck (Jeffrey Combs) ermittelt zusammen mit seiner Partnerin Zoe Adams (Sarah Thompson), doch die Recherchen verlaufen anders als erwünscht: Zoe droht schon bald das nächste Opfer des irren Killers zu werden...

Regisseur Ethan Wiley hat mit dieser Low Budget Produktion einen Genre-Beitrag geschaffen, der ziemlich zwiespältige Gefühle bei mir hinterlassen hat. Auf der einen Seite ist der Film recht gut anzuschauen und baut auch phasenweise gute Spannung und eine bedrohliche Stimmung auf, doch andererseits nimmt er sich durch seine teilweise unfreiwillige Komik einiges von seiner Ernsthaftigkeit. So gibt es zum Beispiel eine Passage, in der eines der Opfer kurz bevor der Killer ihn tötet von allein tot umfällt, weil er zu viele Viagra-Pillen zu sich genommen hat. Im ersten Moment wirkt das zwar ganz witzig, trotzdem wird man das Gefühl nicht los, das der Witz eher unfreiwillig in Szene gesetzt wurde.

Die Story an sich bietet nichts Neues, ist aber doch recht interessant umgesetzt worden und bietet auf jeden Fall einen doch recht hohen Unterhaltungs-Faktor. Auch wenn man hier von Anfang an weiss, wer der Mörder ist, ist das nicht weiter schlimm, denn man hat doch ein gesteigertes Interesse daran, die Motive zu erfahren. Die bleiben aber leider im Dunkeln, zum Ende hin erfährt man lediglich etwas über das System, nachdem der Killer seine Opfer ausgesucht hat.

Das Schöne an "Brutal" ist aber, das man hier ein Wiedersehen mit zwei altbekannten Darstellern des genres feiern kann, einerseits spielt der "Re-Animator" Jeffrey Combs den eher unsymphatischen und vollkommen unlogisch handelnden Sheriff und Michael Berryman, den die meisten sicherlich aus Wes Cravens Klassiker "The Hills have Eyes" kennen dürften, der hier mit seinen Spürhunden zum Auffinden einiger Leichen beiträgt.

Die Darsteller-Riege bewegt sich hier ganz generell auf durchschnittlichem Niveau, es gibt keine erwähnenswerten Highlights zu begutachten, aber man hat auch schon weitaus schlechtere Leistungen in anderen Genre-Filmen gesehen. Jedoch hätte man hier die deutsche Synchronisation etwas besser gestalten können, denn einige Dialoge wirken doch ziemlich deplaciert und tragen so dazu bei, das wieder dieses Gefühl der unfreiwilligen Komik entsteht.

Der vorhandene Härtegrad des Films ist nicht übermäßig hoch, aber die vorhandenen Szenen sind recht hart und meiner Meinung nach auch gar nicht so schlecht gemacht. Jeder Fan dürfte hier auf seine Kosten kommen und durchaus zufrieden sein. So kann man insgesamt sagen, das "Brutal" ein Genre-Beitrag ist, den man im guten Mittelfeld ansiedeln kann. Es ist sicherlich kein Highlight, bietet aber doch sehr annehmbare Horrorkost mit einigen witzigen Einlagen, die allerdings manchmal nicht wie gewollt wirken, aber dennoch den Unterhaltungswert des Films steigern. Mich persönlich hat er gut und kurzweilig unterhalten.


Die DVD :

Vertrieb : KSM
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild : 1.78:1 (16:9)
Laufzeit : 90 Minuten
Extras : Audiokommentar, Making Of, Trailer, Biografien, Bildergalerie.

Samstag, 7. März 2009

All the Boys Love Mandy Lane






All the Boys Love Mandy Lane
(All the Boys Love Mandy Lane)
mit Amber Heard, Anson Mount, Whitney Able, Michael Welch, Edwin Hodge, Aaron Himelstein, Luke Grimes, Melissa Price, Adam Powell, Peyton Hayslip, Brooke Bloom, Robert Earl Keen
Regie : Jonathan Levine
Drehbuch : Jacob Forman
Kamera : Darren Genet
Musik : Mark Schulz
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Mandy Lane: So süß, so attraktiv, so sympathisch – nicht eine Sekunde kommen Zweifel auf. Und jeder Junge aus der Highschool hat irgendwann schon von ihr geträumt, wenn sie auftaucht spielen alle verrückt. Als sich das It-Girl zu einem Ausflug aufs Land überreden lässt, denken Red und seine Kumpels den Jackpot geknackt zu haben. Nur leider gibt es einen Psycho-Killer unter ihnen, der nicht bereit ist Mandy Lane mit anderen zu teilen. Let the games begin…


Zuerst einmal sollte man wirklich anmerken, das Amber Heard in der Rolle der Mandy Lane wohl wirklich so ziemlich das Heißeste ist, was in der letzten Zeit über den heimischen Bildschirm gelaufen ist. Die Frau hat eine Ausstrahlung, die allein schon ausreichend ist, um das Interesse des Betrachters zu wecken. Gerade die Tatsache, das sie unnahbar und eher schüchtern wirkt, kommt sehr gut zum Ausdruck und man kann sich gut vorstellen, das die Jungs nach ihr verrückt sind. So ist es dann auch, jeder will sie haben, aber es scheint sie keiner zu bekommen.

Regisseur Jonathan Levine hat in der ersten Filmhälfte eine vielleicht etwas zu langsame Erzählweise gewählt, denn diese Zeitspanne zieht sich doch etwas in die Länge, bevor eigentlich wirklich etwas passiert. Ich möchte nicht behaupten, das der Film in dieser zeit langweilig ist, aber man hat nicht unbedingt das Gefühl, das man einen Horrorfilm sieht. Dieser Zustand ändert sich dann aber doch ziemlich schlagartig und man bekommt auch auf einmal eine vollkommen andere Atmosphäre präsentiert. Was in den ersten 30-45 Minuten noch eher an einen eher belanglosen Teenie-Film erinnerte, der eine Party-Stimmung verbreitet hat, wird schlagartig und urplötzlich zu einem Horror-Thriller, der sich durch eine sehr dichte und vor allem bedrohliche Atmosphäre auszeichnet. Nichts ist mehr zu spüren von der losgelösten Stimmung, viel eher geht auf einmal die pure Angst um.

Gerade dieser fast ansatzlose Übergang ist es, der meiner Meinung nach diesen Film auszeichnet, die Spannungsschraube wird innerhalb kürzester Zeit mit einem Ruck festgezogen, so das man kaum eine Chance hatte, sich als Betrachter darauf einzustellen. Man wird aus einer ziemlich gelösten Sichtweise der Geschichte mit ungeheurer Wucht in ein Horror-Szenario gedrängt, dass durchaus überzeugend in Szene gesetzt wurde. Vergessen ist der erste, etwas lockere Teil des Films, von nun an herrscht eine beklemmende Stimmung, die jedenfalls auf mich übergesprungen ist und mich nicht mehr losgelassen hat.

Auch der Härtegrad steigt rasant an, ohne das der Film dabei unnötig hart wirkt. Die vorhandenen Effekte sind nicht übermäßig vorhanden, besitzen aber eine gute Qualität und sind teilweise ziemlich hart ausgefallen. Ich finde, hier wurde genau die richtige Mischung gefunden, was ja in vielen Filmen nicht immer der Fall ist. Und dann ist da noch das doch überraschende Ende, das man nicht unbedingt vorhersehen konnte, jedenfalls habe ich nicht unbedingt Anhaltspunkte für diesen Schluss des Films gesehen. Dennoch ist er passend gewählt und im nachhinein hätte man es durchaus erahnen können, vielleicht wollte ich es auch nur nicht wahrhaben.

So kann man zu dem Fazit kommen, das hier ein guter Horrorfilm entstanden ist, der zwar keineswegs perfekt ist und auch nicht besonders innovativ. Aber man wird mit einem Wechselbad der Gefühle konfrontiert, das sehr gut inszeniert wurde und zu überraschen weiß. Horror-Fans dürften hier auf ihre Kosten kommen und allein schon Amber Heard ist es wert, das man sich dieses Werk wenigstens einmal ansieht.


7/10

Mittwoch, 4. März 2009

Rest Stop: Don't Look Back






Rest Stop: Don't Look Back
(Rest Stop: Don't Look Back)
mit Richard Tillman, Jessie Ward, Graham Norris, Joey Mendicino, Julie Mond, Brionne Davis, Diane Salinger, Michael Childers, Gary Entin, Edmund Entin, Mikey Post, Steve Railsback, Michael Toland, Kelly Albanese, Sharon Senina
Regie : Shawn Papazian
Drehbuch : John Shiban
Kamera : Jas Shelton
Musik :Bear McCreary
SPIO / JK
USA / 2008

Vor einem Jahr hat der geheimnisvolle Raststättenkiller die jungen Ausflügler Jesse und Nicole aufgeschlitzt und zerfetzt. Jetzt machen sich drei weitere ahnungslose Reisende auf die Suche nach dem verschollenen Duo. Was nur bedeuten kann, dass der Killer erneut seine grausamen Foltermethoden anwendet - und zwar noch blutiger und fürchterlicher als zuvor. Außerdem ist er nicht allein: Auch das Wohnmobil mit den gruseligen Untoten taucht wieder auf und macht die alte Landstraße unsicher. Schließlich erscheinen sogar die brutal verstümmelten Geister von Jesse und Nicole und sinnen auf Rache - nichts kann sie von ihrem mörderischen Vorhaben abbringen. Schaut zu, wenn ihr euch traut. Doch egal was ihr tut - schaut euch nicht um !


Nun ja, wenn man diese Inhaltsangabe auf dem DVD-Cover liest, dann könnte man wirklich auf einen tollen und spannenden Nachfolger des 2006 erschienenen "Rest Stop" hoffen, allerdings merkt man doch ziemlich schnell, das sich diese Hoffnung nicht erfüllen wird. Positiv hervorzuheben ist allein die Tatsache, das man hier Informationen über den Mörder und die Untoten bekommt, was ja beim Vorgänger nicht der Fall war. Das ist aber fast schon das einzig Positive, was es zu diesem Film zu sagen gibt, denn ansonsten versinkt er doch stark im absoluten Mittelmaß und weiß nicht wirklich zu überzeugen.

Das liegt aber ganz sicher nicht an den knapp 3 Minuten, um die diese deutsche DVD erleichtert wurde, denn die Passagen würden dieses Werk lediglich härter, aber keineswegs besser machen. War der erste Teil noch sehr spannend in Szene gesetzt und verfügte über eine sehr dichte und bedrohliche Atmosphäre, so kann man diese Dinge hier kaum mehr verspüren. Vielmehr dümpelt der Film fast die ganze Zeit so vor sich hin, ohne einen konstant hohen Spannungsbogen zu erzeugen.

Ein weiterer Schwachpunkt sind die maximal durchschnittlich agierenden Darsteller, die den von ihnen gespielten Charakteren kaum Ausdruck verleihen können und so beliebig auswechselbar wirken. Eine so überzuegende Darstellung wie sie Jaimie Alexander (Nicole) im Vorgänger abgeliefert hat, ist hier nicht ansatzweise von einem der Schauspieler zu erwarten. Etwas talentiertere Mimen hätten hier vielleicht noch eine ganze Menge bewegen können und dem Ganzen etwas mehr Esprit und Pep verliehen.

Hinzu kommt, das die gesamte Story absolut vorhersehbar ist, es gibt keinerlei Überraschungsmomente, so das alles wie ein lauwarmer Aufguss wirkt, der keinerlei neue oder gar innovative Ansatzpunkte in sich birgt. So kann es durchaus passieren, das hier schnell so etwas wie Langeweile aufkommt, die man mit etwas mehr Fantasie sicherlich hätte vermeiden können. So aber bietet "Rest Stop 2: Don't Look Back" lediglich seichte Unterhaltung, die zwar zum einmaligen anschauen geeignet ist, aber zu mehr reicht es keinesfalls.



4,5/10

Sonntag, 1. März 2009

Shadowplay






Shadowplay
(Shadowplay)
mit Elly Jaresko, A.J. Castro, Brian Allen, Kimberly Alexander, Sracey Bosworth, Nikki Christie, Jim Donald Ellis, Alex Ferrari, Drew Kartchner, Jill Slattery, Elizabeth Yaskin
Regie : Derek Osedach
Drehbuch : Eric Myers / Nicholas Pallus
Kamera : Bryce Fortner
Musik : Jeremy Doss
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

Drei Personen wachen in einem dunklen Raum auf. Sie wissen nicht, wer sie sind oder warum sie hier sind. In dem Raum befinden sich nur ein Tisch, eine Kanne mit Wasser und eine Box aus Metall. Der Schlüssel zu dem Rätsel liegt in der Box, soviel ist bald klar. Je näher die drei Personen der Lösung kommen, desto gefährlicher wird ihre Lage. Bruchstückhafte Erinnerungen deuten auf vergangene Gewalttaten...und auf einmal befinden sich auch Waffen in dem Raum !


Psychothriller, die fast wie ein Kammerspiel wirken, indem sie in nur einem Raum spielen und die Anzahl der Darsteller sehr begrenzt ist, sind spätestens seit "Cube" nichts Neues mehr. Doch wenn man einen Film dieser Art produziert, dann sollte man wenigstens die dafür nötigen Zutaten beifügen, also überzeugende Schauspieler, eine beklemmende Grundstimmung und vor allem einen konstanten Spannungsbogen.

Leider ist hier von diesen Zutaten eigentlich nichts vorhanden, jedenfalls nicht in der Form, das es einen wirklich überzeugen könnte. Vor allem in der ersten Filmhälfte zieht sich das Geschehen doch ziemlich in die Länge und bietet rein gar nichts, was die Aufmerksamkeit des Betrachters verdient hätte. Alles wirkt seltsam zusammenhanglos und lässt noch nicht einmal in Ansätzen so etwas wie einen Handlungsstrang erkennen. Es dauert nicht lange, bis man ein Gefühl der Langeweile verspürt, wozu auch die nicht gerade guten Darsteller ihren Teil beitragen. Die Dialoge untereinander wirken irgendwie gekünstelt und aufgesetzt, was für einen Film dieser Machart eigentlich pures Gift ist. So wurde hier sicher vorhandenes Potential verschenkt und alles wirkt zu belanglos und plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin. Bei etwas mehr Fantasie hätte man ganz bestimmt eine weitaus bessere Umsetzung der Thematik erreichen können, vor allem dann, wenn man es geschafft hätte, das sich hier ein konstanter Spannungsaufbau entwickelt hätte, der aber leider so gut wie gar nicht vorhanden ist.

Auch die eingefügten "Überraschungsmomente" wissen nicht zu gefallen und sind vor allem alles andere als innovativ. Da erscheinen einige Namen auf der Metallkiste, bei denen die Buchstaben versetzt wurden und später wieder verschwinden, was für eine geniale Idee. Der einzige Reiz, den "Shadow Play" ausstrahlt, ist die Tatsache, das man erfahren möchte, worum es eigentlich geht und weshalb die Leute in diesem Raum eingesperrt sind. Das Rätsel löst sich dann durch rückkehrende Erinnerungen der drei Beteiligten, die wenigstens für etwas Abwechslung in diesem doch eher zähflüssigem Kammerspiel sorgen. Man sollte jetzt allerdings nicht erwarten, das es sich hier um richtige Highlights handelt, allerdings sorgen die Szenen dafür, das man nicht vollkommen das Interesse verliert.

Das Ende des Films, das sicherlich nach Meinung der Macher dieses Werkes überraschend und innovativ wirken soll, jedenfalls habe ich das so empfunden, ist viel eher dümmlich inszeniert, passt aber irgendwie perfekt in das doch recht unterdurchschnittliche Gesamtbild, das "Shadow Play" hinterlässt. Insgesamt gesehen hat man es hier mit einem Film zu tun, der einen doch ziemlich enttäuscht und unbefriedigt zurücklässt. Und obwohl die laufzeit lediglich knapp 72 Minuten beträgt, denn die restlichen 15 Minuten sind Abspann, kommt einem die Zeit wie eine kleine Ewigkeit vor. Eine Ewigkeit, in der so gut wie nichts passiert.

Zum Abschluß noch etwas zur Freigebe des Films, das Siegel mit "Keine Jugendfreigabe" wirkt hier eher wie ein mittelschwerer Witz, es gibt eigentlich keine einzige Szene, die diese Einstufung rechtfertigen würde, da hat man etlich FSK 12 Filme gesehen, in denen es mehr zur Sache geht. Und auch hier wäre eine FSK 16 völlig ausreichend gewesen.


Die DVD :

Vertrieb : Ascot Elite
Sprache / Ton : Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel : Deutsch
Bild : 1,85:1 (16:9)
Laufzeit : 87 Minuten (ohne Abspann 72 !!!! Minuten)
Extras : Trailer


4/10