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Dienstag, 16. März 2010

Bitten in the Twilight






Bitten in the Twilight
(Bitten)
mit Jason Mewes, Erica Cox, Richard Fitzpatrick, Jordan Madley, Nic Nac, Stuart Stone, Grace Armas, Amy Lynn Grover, Jeff Pangman, Shawn Goldberg, Stefan Brogren, Suresh John
Regie: Harvey Glazer
Drehbuch: Tim McGregor / Tyler Levine
Kamera: Simon Shohet
Musik: Stuart Stone
Keine Jugendfreigabe
Kanada / 2008

Der leider nur durchschnittlich begabte Sanitäter Jack rettet Danika, eine junge Frau, vor dem sicheren Tod. Und das, obwohl sie einen absolut tödlichen Unfall hatte. er denkt sich nichts dabei, er glaubt eher an seine Fähigkeiten als Super-Sani. Als sie sich weigert, in ein Krankenhaus zu gehen, nimmt er sie mit zu sich und pflegt sie wieder gesund. Es kommt, wie es kommen muss, er verliebt sich in sie! Kurze Zeit später zeigt sie aber plötzlich seltsame Entzugserscheinungen. Der Sanitäter glaubt, sie ist ein Junkie, aber da täuscht er sich gewaltig, denn nicht Drogen sind ihr Problem...sie will Blut! Als er am nächsten tag nach der Arbeit nach Hause kommt, findet er eine völlig ausgeblutete Leiche auf seinem Fussboden. Jack will ihr helfen, er fängt streunende Katzen, die reichen Dani aber nicht. Also muss Jack sich etwas überlegen, sein Job kommt da gerade recht...


Anscheinend vergleicht sich vorliegender Film selbst mit dem Kassenschlager "Twillight", nur das hier mehr Blut vorhanden sein soll. Ob dieser Vergleich berechtigt ist oder nicht, das kann ich nicht beurteilen, da ich "Twillight" nicht gesehen habe, so fällt es aber umso leichter, vollkommen objektiv an das vorliegende Werk heranzugehen. Wenn man nun eine kurzweilige Vampirkomödie mit einem sehr hohen Blutgehalt erwartet, dann könnte es gut möglich sein, das man im Endeffekt etwas enttäuscht sein wird, da die hier erzählte Geschichte nur bedingt überzeugen kann.

Zwar beinhaltet die Story einige recht witzige Momente, die sich hauptsächlich in Form von Situationskomik zu erkennen geben, jedoch kann man insgesamt nicht darüber hinwegsehen, das der vorhandene Humor eher flach erscheint und nicht so richtig zum lachen animiert. Vergebens wartet man als Zuschauer auf Passagen, die man als Highlights bezeichnen könnte, da man hier über einige gute Ansätze leider nicht hinauskommt. Dennoch ist ein gewisser Unterhaltungsfaktor durchaus gegeben, man sollte halt nur nichts Besonderes erwarten, da das Geschehen doch eher etwas belanglos vor sich hin plätschert und zu keiner Zeit so etwas wie einen konstanten Spannungsbogen entwickeln kann. Zu sehr ist der Story-Plot auf die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Jack und Danika gerichtet und die Vampir-Thematik bleibt dabei zu sehr auf der Strecke.

Statt Horror wird man vielmehr mit diversen Soft-Sex-Szenen konfrontiert, die zugegebenermaßen recht ästhetisch erscheinen, aber meiner Meinung nach nicht unbedingt zwingend notwendig waren. Eventuell wollten die Macher des Films damit über andere Schwächen hinwegtäuschen, die größtenteils ziemlich offensichtlich in Erscheinung treten. So muss man beispielsweise feststellen, das die Geschichte doch äusserst dünn geraten ist, so das man hier nicht gerade viel Substanz erwarten sollte. Dazu passen auch die sehr durchschnittlichen Darsteller, die nicht gerade hochmotiviert daherkommen und deren Schauspiel phasenweise ziemlich aufgesetzt und seltsam künstlich wirkt. Und auch im Bezug auf eine düstere und bedrohliche Grundstimmung, wie man sie eigentlich bei Vampierfilmen erwartet, wird man vielmehr mit absoluter Schmalkost bedient.

Letztendlich fehlt es dem Film doch an allen Ecken und Enden, so das er im grauen Mittelmaß steckenbleibt und nicht gerade ein Highlight des Genres darstellt. Regisseur Harvey Glazer ist es leider nicht gelungen, hier einen gänzlich überzeugenden Film zu kreieren, für eine Komödie fehlt es ganz einfach an Humor und sehr blutig ist dieses Werk auch nicht geraten, so das man auch die Freigabe als etwas zu hoch geraten ansehen kann, da sich der Härtegrad in einem mehr als überschaubaren Rahmen bewegt, der keinen Horror-Fan vom Hocker hauen wird.


Fazit:


"Bitten in the Twilight" hat leider nicht das geboten, was ich mir von diesem Film erwartet habe und ich kann mir gut vorstellen, das auch andere das so sehen werden. Dennoch wird der Film ganz sicher seine Fan-Gemeinde finden, da die Geschmäcker bekanntlicherweise sehr unterschiedlich sein können. Ich persönlich hätte mir jedoch etwas mehr Inhalt und etwas mehr offensichtlichen Humor gewünscht, denn der vorhandene Witz kommt viel zu selten an die Oberfläche.



5/10

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