Follower

Donnerstag, 1. Juli 2010

Days of Darkness






Days of Darkness
(Days of Darkness: Rise of the Flesheaters)
mit Tom Eplin, Sabrina Gennarino, Travis Brorsen, Roshelle Pattison, John Lee Ames, Bryan Rasmussen, Eric Stuart, Chris Ivan Chevis, Marian Thomas Griffin, Ashley Elizabeth Pierce, William Cannon
Regie: Jake Kennedy
Drehbuch: Jake Kennedy
Kamera: Brandon Trost
Musik: Jamey Scott
Keine Jugendfreigabe
USA / 2007

Die Behörden sagten, dass der Niederschlag eines in der Erdatmosphäre zerschellten Kometen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung darstellen würde. Aber sie lagen falsch. Eine Seuche bricht aus, die sich rasend schnell ausbreitet und Männer, Frauen und Kinder zu blutdürstigen Zombies mutieren lässt. Eine Handvoll Überlebender findet zusammen und beschließt in einem alten Armeebunker so lange zu verharren, bis Hilfe eintrifft. Doch schon bald ergibt sich erstes Konfliktpotenzial und die Zombies scheinen nicht mehr die größte Gefahr für die Gruppe zu sein…


Der vorliegende Zombiefilm ist das Langfilm-Debut von regisseur Jake Kennedy und im Prinzip kann man davon ausgehen, das der Film als durchaus ernstzunehmender genre-Beitrag gedacht war. Lediglich die Umsetzung der hier ziemlich hanebüchenen Geschichte ist phasenweise schon als äusserst grotesk zu bezeichnen, so das man dieses Werk nur schwerlich zu den ernsten Zombiefilmen zählen kann. Der Versuch, die aus heiterem Himmel auftretende Zombie-Seuche einmal etwas anders darzustellen, ist ja durchaus als lobenswert zu bezeichnen, doch wenn man insbesondere zum Ende des Geschehens die Erklärung dafür erhält und vor allem die Gründe, warum einige Leute nicht infiziert wurden, muss man sich doch merklich ein Lachen verkneifen. Zu sehr wirkt die Auflösung doch an den Haaren herbeigezogen und strotzt nur so von Dummheit. Und auch die Zeit bis dorthin wird einem nicht unbedingt mit hochklassiger Zombie-Action versüßt, da das Geschehen doch weitesgehend höhepunktarm daherkommt und bis auf wenige Ausnahmen auch im Härte-Bereich nicht sehr viel zu bieten hat.

Dennoch übt der Film durchaus eine gewisse Faszination auf den Betrachter aus, die sich allerdings nur so richtig entfalten kann, wenn man die Geschichte von Beginn an als Trash ansieht. Aus diesem Blickwinkel gesehen funktioniert das Szenario nämlich ganz ausgezeichnet und man sieht auch die äusserst dümmlich agierenden Darsteller und die teilweise extrem skurrilen Dialoge mit ganz anderen Augen. Hohe Schauspielkunst sollte man hier keinesfalls erwarten, jedoch sind die hölzernen Darstellungen der einzelnen Charaktere einem Trashfilm vollkommen angemessen und können so für eine Menge Spaß beim Zuschauer sorgen, der sich bei den größtenteils schon grotesken Verhaltensweisen der Schauspieler so manches Mal die Hände vor den Kopf schlägt, da sie an mangelnder Logik kaum zu überbieten sind.

Echte Spannung oder gar eine ordentliche Endzeitstimmung wollen hier nie so richtig aufkommen, das Bemühen ist zwar zu erkennen, jedoch bleiben diese Dinge doch in gutgewollten Ansätzen stecken. Im Prinzip ist das aber auch nicht weiter schlimm, denn man sollte lediglich auf den Unterhaltungs-Faktor der Geschichte achten, denn der ist unter der Vorraussetzung, das man den Film als Trash ansieht, ziemlich hoch angesiedelt. Das Problem ist lediglich, das viele Leute eventuell mit falschen Erwartungen an diesen Genre-Beitrag herangehen werden und deshalb eventuell enttäuscht sein werden. Auf dem DVD-Cover wird die Geschichte doch so angepriesen, das diverse Ideen eines george A. Romero eingeflossen sind, was ganz sicher zu hohe Erwartungen auslösen kann. Hier sollte man von beginn an mit den richtigen Erwartungen zur Stelle sein, um später keine Enttäuschung zu erleben.

Letztendlich ist "Days of Darkness" als ernster Zombiefilm eher als Reinfall zu bezeichnen, wer jedoch einen ordentlichen Trashfilm zu schätzen weiss, wird voll auf seine Kosten kommen. Eine skurrile Geschichte mit einer mehr als nur witzigen Auflösung, vollkommen hirn-und sinnlose Dialoge, dümmliche Schauspieler und einige auch etwas härtere Passagen sorgen so dafür, das man einen wirklich kurzweiligen und gut unterhaltenden Film präsentiert bekommt, der sehr viel Laune macht, wenn man nicht zuviel erwartet.

Fazit:


"Days of Darkness" als ernsteren Film anzusehen, ist beim vorhandenen Trashgehalt schon fast nicht möglich, da die Inszenierung zu billig ist und zuviel unfreiwilliger Humor vorhanden ist. Dadurch wird die Geschichte allerdings für jeden Trash-Fan zur absolut lohnenswerten Angelegenheit, denn in dieser beziehung kann das Werk vollkommen überzeugen. Spaß, kurzweilige Unterhaltung und etwas Splatter -und Gore sorgen dafür, das man den Film durchaus weiterempfehlen kann.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 86 Minuten
Extras: Trailershow


6/10

Keine Kommentare: