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Sonntag, 17. Oktober 2010

Inglorious Zombie Hunters






Inglorious Zombie Hunters
(Joshikyoei hanrangun)
mit Sasa Handa, Yuria Hidaka, Ayumu Tokito, Mizuka Arai, Hiromitsu Kiba, Hidetomo Nishida, Sakae Yamazaki, Toshi Yanagi, Kiyo Yoshizawa
Regie: Koji Kawano
Drehbuch: Satoshi Owada
Kamera: Mitsuaki Fujimoto
Musik: Hideto Takematsu
Ungeprüft
Japan / 2007

Die attraktive Japanerin Aki ersetzt ihre Schwimmkameradin, weil diese vom übereifrigen Trainer aus der Mannschaft geprügelt wurde. Der leicht gestörte Schularzt soll die knackig-trainierten Bodies der Studentinnen gegen ein Virus impfen und infiziert die Mädels eher aus Versehen. Die ganze Schule verwandelt sich in einem Amoklauf von rabiaten Zombies, die sich zum Pimpern und Fressen gernhaben. Der Kampf beginnt. Es liegt an Aki und das Schwimm-Team, die lüsterne Zombiehorde zurück zu den Duschszenen zu schicken! "..


Und wieder einmal stellen die Japaner unter Beweis, das sie ein ausgesprochenes Faible für trashige Splatterfilme besitzen und dabei nicht unbedingt viel Wert auf inhaltliche Substanz und andere Dinge legen, die einen Film im Normalfall ausmachen. So merkt der Zuschauer hier auch recht schnell, in welche Richtung die vorliegende Geschichte geht, denn inhaltliche Tiefe oder eine sinnvolle Story sollte man keinesfalls erwarten. Vielmehr erwartet einen ein vollkommen sinnbefreites Geschehen, das phasenweise zwar recht skurril erscheint, aber im Gesamtbild doch eher etwas enttäuschend daherkommt. Trotz seines extrem hohen Trashanteil weiss "Inglorious Zombie Hunters" zu keiner Zeit wirklich zu überzeugen, in einigen Passagen entpuppt sich das Werk trotz seiner kurzen Laufzeit von knapp 78 Minuten sogar als ziemlich zähflüssig, was für einen Trashfilm im Prinzip absolut tödlich ist. Leben doch gerade diese Filme von ihrem hohen Unterhaltungswert, der hier leider nur streckenweise zum Ausdruck kommt.

Vor allem Freunde der harten Welle dürften etwas enttäuscht sein, denn trotz der hohen Alterseinstufung bekommt man eigentlich herzlich wenig geboten. Es fließt zwar eine Menge Kunstblut und man sieht auch einige abgetrennte Körperteile, doch die Metzeleien an sich sind zumeist lediglich in Ansätzen zu erkennen. Zudem kommt die Tatsache, das die vorhandenen Effekte nicht gerade von hoher Qualität sind, die vorhandenen Splatter-und Gore Szenen wirken viel eher äusserst künstlich und billig in Szene gesetzt. Sicherlich könnte man darüber hinwegsehen, wenn der Film ansonsten ganzzeitige Kurzweil bieten würde, doch leider wird man auch in dieser Beziehung nicht gerade verwöhnt. Die Story hat zwar durchaus ihre komischen und unterhaltsamen Momente, jedoch sind diese nicht oft vorhanden und manchmal zieht so sogar etwas Langeweile in das Geschehen ein.

Selbst die Darsteller passen sich dem äusserst mäßigen Niveau an und agieren phasenweise doch ziemlich lustlos und unmotiviert. Nun ist es keinesfalls so, das ich in einem Trashfilm grandiose Schauspielkunst erwarte, jedoch sind die hier gezeigten Leistungen doch teilweise so schlecht das sie einer wirklichen Beschreibung spotten. Auch die Dialoge untereinander sind einfach nur dumpf und dämlich, zudem enthalten sie keinerlei Wortwitz der den Ereignissen wenigstens etwas unfreiwillig Komisches verleihen würde. Das trägt sicherlich nicht gerade zu einem guten Gesamteindruck bei und selbst eingefleischte Trash-Fans dürften hier zu keinem insgesamt überzeugendem Gesamtbild gelangen, denn dafür beinhaltet der Film selbst für eine japanische Trash-Produktion zu viele offensichtliche Defizite. Anstatt den Zuschauer mit etwas Witz und Humor zu konfrontieren oder ihm einige wirklich gelungene Effekte zu servieren, setzen die Macher auf mehrere Sex-Passagen, die man sich auch durchaus hätte sparen können.

Letztendlich bekommt man es mit einem Film zu tun der zwar einige durchaus gute Ansätze beinhaltet, die aber nicht konsequent ausgearbeitet werden. Das die Japaner es weitaus besser können, haben sie ja beispielsweise mit Filmen wie "The Macjine Girl" oder "Tokyo Gore Police" eindrucksvoll unter Beweis gestellt, jedoch beinhalten diese Werke eine Klasse, an die vorliegende Geschicht nicht einmal ansatzweise herankommt. Dennoch bin ich mir sehr sicher, das auch vorliegende Produktion ihre Fangemeinde finden wird und das obwohl es sich hier um eine äusserst bescheidene Trash-produktion handelt, aus der man weitaus mehr hätte herausholen können.


Fazit:


"Inglorious Zombie Hunters" kann die in ihn gesetzten Erwartungen leider nur phasenweise erfüllen, so das man im Endeffekt lediglich streckenweise kurzweilig unterhalten wird. Selbst für einen Trashfilm wird ganz einfach zu wenig geboten, als das man eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen könnte. Zu krampfhaft wird versucht, die Ereignisse witzig erscheinen zu lassen, vielmehr wirkt der vorhandene Humor ziemlich platt und stellenweise extrem albern. Da können auch einige skurrile Momente nicht drüber hinwegtäuschen, die aber immerhin vorhanden sind, so das man dieses Werk nicht als Totalausfall bezeichnen muss.


Die DVD:

Vertrieb: 8 Films
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1 / Japanisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 80 Minuten
Extras: Trailer, Photogalerie, 4 Collector's Cards


3/10

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