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Donnerstag, 14. April 2011

Sweatshop









Sweatshop
(Sweatshop)
mit Ashley Kay, Peyton Wetzel, Brent Himes, Melanie Donihoo, Naika Malveaux, Julin, Krystal Freeman, Danielle Jones, Vincent Guerrero, Jeremy Sumrall, ViVi Sterling, Michael Gingold, Fernando Phagabeefy, Miko Marie, Roxy Vandiver
Regie: Stacy Davidson
Drehbuch: Ted Geoghegan / Stacy Davidson
Kamera: Stacy Davidson
Musik: Dwayne Cathey
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Charlie findet mit ein paar Freunden ein verlassenes Lager, und weil sie nichts anderes zu tun haben, beschließen sie, darin eine kleine Party zu veranstalten. Doch sie haben einen ungebetenen Gast, denn das Lager ist längst nicht so verlassen, wie es auf den ersten Blick scheint. Im Dunkeln lauert der blanke Horror in Gestalt eines namenlosen Monsters. Und das hat nur ein Ziel: Es will den jungen Leuten zeigen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, als sie die Halle betreten haben...


Gleich zu Beginn muss ich fairerweise anmerken, das mir zur Beurteilung dieses Filmes lediglich die geschnittene deutsche DVD vorlag. Nun stellt dieser Aspekt nicht zwangsweise ein Problem dar, aber bei fast neuneinhalb fehlenden Minuten fällt es doch recht schwer, eine wirklich pbjektive Beurteilung abzugeben, die diesem Werk auch gerecht werden würde. Einige Dinge kann man aber dennoch ganz gut beurteilen, wie beispielsweise die Tatsache, das "Sweatshop" rein inhaltlich nicht gerade besonders viel Substanz anbietet, sondern vielmehr eine sehr ausgedünnte Rahmenhandlung anbietet, die zudem in vorliegender Form noch ziemlich konfus und aneinandergestückelt erscheint. Nun reduziert man ja gerade Horrorfilme mit einer eher schwachen Story ganz gern auf den vorhandenen Härtegrad, allerdings dürfte man dann in vorliegendem Fall zu einem äusserst vernichtenden Urteil gelangen, denn bis auf ganz wenige Blutspritzer wurde alles entfernt, was man nur entfernen kann. Das dadurch selbts die schon vollkommen dünne Geschichte auch noch phasenweise für Verwirrung sorgen kann ist schon fast als logische Schlußfolgerung anzusehen, erscheint das Geschehen doch streckenweise wie eine willkürliche Aneinanderreihung von Video-Clips, die kaum einen wirklichen Sinn ergeben und das Sehvergnügen fast vollkommen zerstören.

Wenn man der vorliegenden Fassung überhaupt etwas Gutes abgewinnen kann, dann ist es die ziemlich gelungene und sehr düstere Atmosphäre innerhalb der Lagerhalle, in der sich die Ereignisse abspielen. Da von denen aber wie schon erwähnt nicht gerade viel zu sehen ist, bekommt es der Zuschauer hauptsächlich mit unnützen Tanzeinlagen und sinnbefreiten Dialogen der Protagonisten zu tun, in denen es fast ausschließlich um Sex und Alkohol geht und in denen man sich gegenseitig ständig beleidigt. Die Charaktere an sich sind absolut nichtssagend und bleiben auch während der gesamten laufzeit extrem blass und jederzeit austauschbar, gelungenes Schauspiel sollte man erst gar nicht erwarten, da die Akteure mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht unbedingt zu den Könnern ihres Faches zu zählen sind. Das mag ganz sicher auch im augenscheinlich sehr niedrigen Budget begründet sein, das man dem Werk von Stacy Davidson an allen Ecken und Enden anmerkt, sollte allerdings nicht als Entschuldigung für die äusserst schlechte Qualität des Filmes dienen da man auch mit wenig Geld gute Filme produzieren kann, was hier aber ganz offensichtlich nicht der Fall ist.

Sicher, mit den fehlenden Minuten wird "Sweatshop" wohl wenigstens für die Gorehounds interessant werden, da dann laut Schnittbericht eine ganze Menge Härte Einzug in die Geschichte hält, was dieses Werk aber rein filmisch gesehen auch nicht besonders aufwerten wird. Aber die vorliegende deutsche DVD kann man schon fast als Frechheit bezeichnen, die wenigen Ansätze härterer Passagen sind ein mittelschwerer Witz, zudem bekommt man rein gar keine Informationen über die Täter und deren Motive für ihre Taten. Das ganze Geschehen wirkt vollkommen zusammenhanglos, so das zumeist überhaupt kein richtiger Erzählstrang zu erkennen ist, der auch nur ansatzweise einen Sinn ergeben würde. Erzählfluss-und Struktur kommen so erst gar nicht auf und beim Zuschauer kann sich wirklich mit der Zeit eine gewisse Wut einstellen, kommt man sich doch ziemlich offensichtlich veralbert vor. Denn trotz einer Netto-Laufzeit von gerade einmal knapp über 70 Minuten ist der Film nicht in der Lage, ganzzeitig gute und kurzweilige Unterhaltung zu bieten, das Szenario plätschert vollkommen belanglos vor sich hin und verzeichnet auch nicht den kleinsten Höhepunkt, den man positiv herausstellen könnte.

Ich persönlich versuche wirklich immer, jedem Film etwas Positives abzugewinnen, aber in vorliegendem Fall kann dies nur der Abspann sein, denn der beendet das filmische Grauen, das sich einem hier offenbart. Selbst ungeschnitten stellt "Sweatshop" sicherlich kein Meisterwerk dar, aber es wird sich dann wohl wenigstens um einen Film handeln, den man sich ganz gut anschauen kann. Zudem wird man die Freunde der härteren Gangart befriedigen und auch etliche Alles-Gucker auf seine Seite ziehen. Von der deutschen DVD kann man jedenfalls nur dringend abraten, beinhaltet sie doch rein gar nichts, was man als sehenswert einstufen könnte. Keinerlei Spannung, null Zusammenhänge, schlecht agierende Darsteller und keinerlei Härte sind nicht unbedingt Punkte, um eine Empfehlung für einen Horrorfilm auszusprechen und alle diese Punkte sind in dieser Version ausreichend vorhanden.


Fazit:


Bei einer eventuell erscheinenden ungeschnittenen Version dieses Filmes könnte eine Sichtung durchaus interessant sein, auch wenn es sich nie um ein Highlight des Genres handeln wird. Dafür bietet "Sweatshop" viel zu wenig Substanz und ist mit zu schwachen Darstellern besetzt. Lediglich der Splatter-und Gore Gehalt wird etliche Leute ansprechen, wovon man aber in vorliegender Fassung überhaupt nichts zu sehen bekommt.


Die DVD:


Vertrieb: KSM
Sprache / Ton: Deutsch DD 5.1 / Englisch DD 2.0
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Extras: Art Gallery, Trailer, Bildergalerie, Hidden Feature: Motion Comic


2/10

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