Follower

Dienstag, 16. August 2011

Deadly Crossing









Deadly Crossing
(True Justice)
mit Steven Seagal, Meghan Ory, Warren Christie, William "Big Slepps" Stewart, Sarah Lind, Gil Bellows, Anna Van Hooft, Ben Cotton, Adrian Hough, Elizabeth Thai, Diana Pavlovska, John Tench, Kyle Cassie, Sarah-Jane Redmond, Alex Mallari Jr.
Regie: Keoni Waxman
Drehbuch: Steven Seagal
Kamera: Nathan Wilson
Musik: Carly Paradis
FSK 16
USA / 2010

Elijah Kane (Steven Seagal) ist der Boss einer Undercover-Einheit, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Straßen von Seattle von den Drogen zu säubern. Dafür müssen allerdings die Hintermänner und das Vertriebssystem der Drogen-Mafia gefunden werden, da snsonsten keine Erfolge verbucht werden können. Eine heikle Aufgabe für das Elite-Team beginnt, das jede Menge gefährliche Situationen überstehen muss.


"Deadky Crossing" ist der Pilotfilm zu einer amerikanischen TV-Serie, die unter dem Titel "True Justice" läuft und in der Action-Haudegen Steven Seagal den Chef einer Undercover-Gruppe darstellt, die in Seattle Jagd auf skrupellose Drogendealer macht. So macht die ehemalige Action-Ikone sich also auf, um auch die letzte noch nicht angetastete Bastion zu erobern, nämlich das Fernsehen. Nun sollte man allerdings fairerweise anmerken, das Seagal seine besten Tage längst hinter sich hat, was nicht nur rein optisch mehr als deutlich wird, sondern sich auch in seinem gesamten Bewegungsablauf widerspiegelt, denn von ehemals äusserst geschmeidigen Bewegungen ist nicht mehr sehr viel übriggeblieben. Dennoch macht es immer noch viel Spaß, seine Kampfkünste zu bewundern, die auch in vorliegendem Piloten einige Male zum Einsatz kommt, denn in Nahkämpfen ist er den meisten seiner Gegnern immer noch überlegen.

Man sollte hier jedoch keinesfalls die Action-Qualität seiner frühen Filme zugrunde legen, handelt es sich doch bei "Deadly Crossing" lediglich um einen Actioner, der sich auf solidem TV-Niveau bewegt, was ganz nebenbei auf den Film insgesamt zu beziehen ist. Knisternde Spannung oder gar furiose Kampfeinlagen sollte man nicht unbedingt erwarten, vielmehr entpuppt sich das Werk als eher handelsübliche Dutzendware, die leider ohne jegliche Höhepunkte auskommen muss. Trotzdem lässt sich das Geschehen doch weitaus besser anschauen, als man eventuell vermuten könnte, denn die Haupt-Charaktere der Geschichte erscheinen doch einigermaßen symphatisch, was durchaus als positiver Aspekt anzumerken ist und so vielleicht sogar der gesamten Serie einen gewissen Charme verleihen kann, was sich allerdings erst mit den nächsten Veröffentlichungen zeigen wird.

Auf jeden Fall aber ist das um Kane aufgebaute Team durchaus zeigenswert, auch wenn die Figuren an sich eher ziemlich blass und oberflächlich nachgezeichnet sind. Kane selbst stellt im Prinzip genau den Charakter dar, den Seagal bisher immer gespielt hat, nämlich einen obercool erscheinenden-und recht wortkargen Typen, der viel lieber seine Fäuste sprechen lässt. Die üblichen Macho-Sprüche dürfen an der Stelle selbstverständlich auch nicht fehlen, nur wirken diese keinesfalls mehr so authentisch wie noch in den 80er Jahre Filmen und haben dadurch manchmal schon fast einen etwas peinlichen Nachgeschmack. Doch selbst in fortgeschrittenem Alter und mit etlichen Pfunden zuviel auf den Rippen kommt diese Art bei Seagal irgendwie immer noch einigermaßen lässig rüber und man nimmt ihm diesen Typus Mann immer noch eher ab als so manch anderem in die jahre gekommenen Schauspieler.

Letztendlich sollte man als Zuschauer die Erwartungen nicht zu hoch ansiedeln, denn auch die in den letzten Jahren etlichen B-Movies mit Seagal waren schon nicht mehr das Gelbe vom Ei. Da macht dann auch vorliegender Pilotfilm der TV-Serie "True Justice" keine Ausnahme. Trotz einiger recht unterhaltsamer Action-Passagen mangelt es ein wenig an Qualität und auch im Bezug auf Spannung wird man nicht unbedingt verwöhnt. Und so handelt es sich mit Sicherheit nicht gerade um einen absoluten Quoten-Renner, aber immerhin um einen soliden Einstieg in eine TV-Serie, die noch einiges Potential nach oben hat.


Fazit:


Die Zeiten von "Alarmstufe : Rot", "Zum Töten freigegeben" und "Deadly Revenge - Das Brooklyn Massaker" sind längst vorbei und Steven Seagal hat den Zenit schon seit etlichen Jahren überschritten. Trotzdem schafft es die 80er Jahre Ikone immer noch, halbwegs gute Actioner an den Start zu bringen, was etlichen anderen Schauspielern aus seiner Ära ( z.B Van Damme) schon seit Ewigkeiten nicht mehr gelungen ist. "Deadly Crossing" stellt dabei alles andere als ein echtes Highlight dar, bietet aber immerhin solide TV-Action, die größtenteils kurzweilig zu unterhalten weiss und die Vorfreude auf die weiteren Veröffentlichungen aufrecht erhält.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 87 Minuten


6/10

Keine Kommentare: