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Freitag, 26. August 2011

Krieger des Lichts








Krieger des Lichts
(Fading of the Cries)
mit Brad Dourif, Thomas Ian Nicholas, Mackenzie Rosman, Elaine Hendrix, Halee Hirsh, Lateef Crowder, Jessica Morris, Julia Whelan, Jordan Matthews, Pamela Clay, Heidi Sheperd, Ryan Bartley, Harry Zimm
Regie: Brian A. Metcalf
Drehbuch: Brian A. Metcalf
Kamera: Brad Rushing
Musik: Nathaniel Levisay
FSK 16
USA / 2011

Der Kampf gegen die Wesen der Nacht hat begonnen! Das Böse ist zurück! In Sarahs kleinem Heimatort herrscht das Chaos. Denn der Teufel selbst ist dort auf der Suche nach einer antiken Halskette, die einst im Besitz von Sarahs Onkel war. Jacob, ein mysteriöser junger Mann mit einem magischen Schwert, steht Sarah im Kampf gegen die Wesen der Nacht treu zur Seite. Auf ihrem gemeinsamen Weg muss sich das Duo gegen Horden dämonischer Kreaturen verteidigen, um am Ende Matthias, dem Anführer des Bösen, zum finalen Kampf gegenüber zu stehen.


Mit "Krieger des Lichts" hat man wieder einmal einen Film vor sich, der einen mit etwas zwiespältigen Gefühlen zurücklässt. Grundsätzlich hat man es mit einer recht guten Mischung aus Fantasy-und Horror zu tun, die allerdings in entscheidenden Momenten nicht das bietet, was man sich erhofft. Dabei beginnt die Geschichte schon sehr schwungvoll, man wird ohne große Anlaufzeit mit gelungenen Action-Passagen konfrontiert und es baut sich zudem ein scheinbar gelungener Spannungsbogen auf. Leider kann sich dieser allerdings nicht konstant aufrechterhalten, gibt es doch während der gut 90 Minuten Spielzeit immer wieder kleinere Einbrüche zu verzeichnen. Diese trten vor allem durch den Aspekt auf, das diverse Nebenerzählstränge in die Geschichte eingebaut sind, so wird man beispielsweise immer wieder mit Flashbacks in die Vergangenheit konfrontiert, die von Sarahs Onkel Michael erzählt werden. Im Normalfall ist das ja nicht weiter schlimm, doch in vorliegendem Fall harmonieren die verschiedenen Erzählstränge nicht wirklich miteinander, so das die Dramaturgie des Geschehens teilweise etwas abgehackt erscheint. Dieser Punkt schränkt den Erzählfluss schon ziemlich ein, was man sicherlich hätte vermeiden können.

Trotzdem handelt es sich auf jeden Fall um einen sehenswerten und soliden Genrevertreter, der bis auf die genannten Einschränkungen größtenteils sehr unterhaltsame Filmkost bietet. Dabei bietet das Werk von Brian A. Metcalf sogar eine Menge Abwechslung, wechseln sich doch ständig auftretende Horror-Phasen mit etlichen Fantasy-Elementen ab, so das der Film streckenweise den Eindruck eines schaurigen Horror-Märchens beim Zuschauer hinterlässt. Sogar einige recht harte Szenen sind enthalten, die man bei einer 16er Freigabe nicht zwangsläufig erwartet. Kann man doch sehen, wie einigen der Kreaturen Körperteile abgetrennt werden, manche werden sogar richtiggehend zerstückelt, was der Geschichte einen blutigen-und angemessenen Härtegrad verleiht. Der eigentliche Schwachpunkt des Szenarios liegt in den zu abrupten Tempowechseln, die jeweiligen Übergänge sind ganz einfach nicht wirklich flüssig. Denn immer, wenn man sich gerade in einem wahren Kampfgetümmel befindet, wechselt das Geschehen auf einmal in einen eingestreuten Flashback, der wiederum äusserst ruhig und bedächtig in Szene gesetzt wurde. Die dabei entstehenden Umschwünge hätte man weicher gestalten müssen, so aber wird das Sehvergnügen ständig beeinträchtigt und drückt den Gesamteindruck des Filmes doch etwas nach unten.

Darstellerisch gibt es eigentlich nichts zu bemängeln, man bekommt ordentliches Schauspiel zu sehen, ohne das sich jemand besonders in den Vordergrund spielen würde. Allerdings hätten die jeweiligen Charakterzeichnungen etwas intensiver ausfallen können, bekommt man doch einen eher nur oberflächlichen Eindruck über die einzelnen Figuren. Insbesondere die Figuren von Jacob (Jordan Matthews) und Matthias (Brad Dourif) hätte man mit intensiveren Beleuchtungen versehen müssen, die enthaltenen Hintergrundinformationen sind doch äusserst spärlich geraten und werden einem zudem erst in der zweiten Filmhälfte dargelegt. Dadurch fällt es zunächst auch sehr schwer einen wirklichen Bezug zu diesen Charakteren herzustellen, die doch für die Story extrem wichtig sind. Nun aber genug mit den eher negativen Aspekten, denn es gibt meiner Meinung nach auch viel Positives, das man nicht unbeachtet lassen sollte. Da wären beispielsweise die sehenswerten CGI-Effekte, oder auch die sehr gelungene Atmosphäre, die vor allem in den Momenten zum Vorschein kommt, wenn sich das Geschehen in der Nacht abspielt. Hier entpuppt sich die Grundstimmung als äusserst dicht- und düster, stellenweise trten sogar sehr bedrohliche Momente in den Vordergrund, die für ein gepflegtes Grusel-Feeling sorgen.

Wenn man im Nachhinein noch einmal den gesamten Film vor seinem geistigen Auge Revue passieren lässt, handelt es sich um einen sehenswerten Film, aus dem man allerdings weitaus mehr hätte herausholen können. Viele gute Ansätze werden leider sofort wieder im Keim erstickt, wodurch sich das Szenario viel von seiner eigenen Stärke nimmt. Dennoch hat mir "Krieger des Lichts" recht gut gefallen und siedelt sich im oberen Durchschnittsbereich an. Eine bessere Bewertung wird durch teils fehlendem Erzählfluss leider verhindert.


Fazit:


Ich finde es immer wieder sehr bedauerlich, wenn vorhandenes Potential einer Geschichte nicht wirklich ausgeschöpft wird. Brian A. Metcalf hätte mit "Krieger des Lichts" einen wirklich herausragenden Film kreieren können, hat aber durch einige Fehler dafür gesorgt, das dieses Werk über den oberen Durchschnitt nicht hinauskommt. Eine Sichtung der Geschichte ist aber dennoch empfehlenswert, man sollte lediglich mit der richtigen Erwartungshaltung an den Film herangehen.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:2,35 (16:9)
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: Trailer



6/10

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