Follower

Sonntag, 28. August 2011

Rubber










Rubber
(Rubber)
mit Stephen Spinella, Jack Plotnick, Wings Hauser, Roxane Mesquida, Ethan Cohn, Charley Koontz, Daniel Quinn, Devin Brochu, Hayley Holmes, Cecelia Antoinette, David Bowe, Remy Thorne, Tara Jean O'Brien, Thomas F. Dulfy
Regie: Quentin Dupieux
Drehbuch: Quentin Dupieux
Kamera: Quentin Dupieux
Musik: Gaspard Auge / Quentin Dupieux
FSK 16
Frankreich / 2010

Robert wäre ein ganz normaler Reifen und würde sich nicht von seinen "Artgenossen" unterscheiden, wenn er nicht allein in der Wüste rumrollen würde und es zudem auf Mensch und Tier abgesehen hätte. Im blutigen Sinne, er hat telepathische Kräfte. Leichen pflastern seinen Weg. Nur einer kann ihn stoppen: Lieutenant Chad. Aber der hat schon mit einem Plüschkrokodil zu kämpfen. Das alles ist wenig erfreulich aber scheiße komisch!


Nun könnte man aufgrund der Inhaltsangabe von einer herrlich erfrischenden Horror-Komödie ausgehen, die einem von Quentin Dupieux präsentiert wird. Was aber letztendlich über bleibt, ist ein vollkommen sinnbefreiter Film, der dem Zuschauer auch noch als extrem unterhaltsam und witzig verkauft werden soll. Hört sich der Inhalt der Geschichte im ersten Moment noch lustig an und schürt sogar die Hoffnung aucf eine Menge Innovation, so bleibt letztendlich aber nur ein weiterer Film, den die Welt beim besten Willen nicht gebraucht hätte. Zugegeben, "Rubber" beinhaltet einige blutige Momente, das war es dann aber auch schon mit der gesamten Herrlichkeit. Entpuppt sich das Geschehen doch als dermaßen grotesk und einfach nur dämlich, das man trotz größter Anstrengung keine Passagen finden kann, die einen zum lachen animieren würden. Zudem ziehen sich allein schon die ersten gut 20 Minuten des Filmes wie ein Kaugummi in die Länge, sieht man doch fast ausschließlich den später killenden Autoreifen, wie er lustlos vor sich hinrollt, ohne das irgendetwas passieren würde. In dieser Phase des Szenarios würde man nur zu gern schon dazu neigen, die Stoptaste des DVD Players zu betätigen, um sich diesen dümmlichen Unsinn nicht weiter ansehen zu müssen.

Doch was tut man nicht alles in der Hoffnung, das eventuell doch noch sehenswerte Dinge geschehen würden, die man keinesfalls verpassen möchte. So übt man sich in Geduld, muss aber im Nachhinein feststellen, das man am Ende eine weitere Stunde kostbare Lebenszeit vergeudet hat, indem man bis zum Schluß durchgehalten hat. Quentin Dupieux war hier längst nicht nur als Regisseur verantwortlich , auch Drehbuch, Kamera und selbst die Musik standen unter seiner Regentschaft. Vielleicht liegt es auch darin begründet, das hier im Endeffekt ein Gesamtpaket entstanden ist, das man getrost auf den Müll werfen kann. Der enthaltene Humor mag eventuell einige Leute ansprechen, doch wenn man ganz ehrlich ist, gibt es im Prinzip überhaupt keine Stellen, die einem auch nur einen Schmunzler entlocken könnten. Irgendwie erscheint alles vollkommen aufgesetzt und künstlich, so das "Rubber" selbst als Parodie zu keiner Zeit funktioniert. Das kuriose Szenario kann nie die gewünschte Wirkung erzielen, so das sich der Film im Endeffekt als absoluter Rohrkrepierer entpuppt.

Natürlich ist das immer reine Geschmackssache, doch zähle ich mich im Normalfall zu den Leuten, die gerade bei aussergewöhnlichen-und skurrilen Werken eine Menge Freude haben, doch diese französische Produktion würde ich als Ausschußware bezeichnen, die man sich nun wirklich nicht antun muss. Von den gut 80 Minuten Spielzeit ist ein großteil absolute Langeweile und selbst die Passagen in denen etwas passiert sind nicht gerade der Brüller. So wird hier eine eigentlich sehr witzige Grundidee sinnlos vergeudet, indem man den Zuschauer mit vollkommen hirnrissigen Sequenzen quält, die einen wirklich an die Grenzen des Erträglichen bringen. Von den total miesen Darstellern will ich gar nicht erst richtig anfangen, denn was einem hier als Schauspiel verkauft werden soll, spottet jeder Beschreibung. Keine einzige Figur erscheint auch nur annähernd lustig, vielmehr gewinnt man verstärkt den Eindruck, das alle wissen, welchen Murks sie da verzapfen. Teilweise ist dann auch noch echtes Fremdschämen angesagt, denn so viel Schrott in einem einzigen Film, das bekommt wahrlich nicht jeder Regisseur hin.

Im Endeffekt muss selbstverständlich jeder sein eigenes Urteil bilden, aber ich kann von diesem Film nur abraten. Als kuriose-und aussergewöhnliche Horror-Komödie angepriesen, eröffnet sich dem Zuschauer ein Wulst an Langeweile und Hirnrissigkeit. Der erwartete Lachanfall bleibt im Halse stecken, was dann ganz automatisch zu einer der größten Enttäuschungen heranreift, die einem in den letzten Jahren vor die Augen gekommen ist. Da schaue ich mir lieber einen Jochen Taubert Film an, denn den kann man wenigstens mit einer Kiste Bier im Bauch ertragen.


Fazit:


Nach etlichen echten Horror-Krachern in den letzten Jahren haben die Franzosen nun auch ihren Ausschuß produziert, der sich "Rubber" nennt. Sicher wird auch dieses unsinnige Filmchen seine Freunde finden, mich konnte er jedenfalls nicht eine Sekunde überzeugen, geschweige denn gut.und kurzweilig unterhalten.


2/10

Keine Kommentare: