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Mittwoch, 21. September 2011

Triple Dog










Triple Dog
(Triple Dog)
mit Britt Robertson, Alexia Fast, Scout-Taylor Compton, Janel Parrish, Emily Tennant, Karly McCillip, Aubrey Mozino, Brett Davern, Jeffrey Ballard, Richard Harmon, Nolan Gerard Funk, Jesse Reid
Regie: Pascal Franchot
Drehbuch: Barbara Marshall
Kamera: George Campbell
Musik: Ian Honeyman
FSK 12
Kanada / 2010

Triple Dog. So nennen amerikanische Teenager ein Spiel für ganz besonders Wagemutige: Wer mitspielt, muss sich auf Mutproben einlassen, die sich die Anderen einfallen lassen. Wer versagt, dem werden die Haare rasiert. Auch die coole Skatergöre Chapin und ihre Freundinnen nutzen einen gemeinsamen Arbeit in der sturmfreien Bude, um Triple Dog zu spielen. Schnell schaukelt sich die Stimmung hoch, die Mutproben werden immer gewagter. Aus Spaß wird ernst, ein Spiel auf Leben und Tod, wie die Girls nur allzu schnell feststellen müssen.


"Triple Dog" ist ein wirklich interessantes Jugenddrama, das auf den ersten Blick gar nicht als solches zu erkennen ist. Präsentiert sich dem Zuschauer doch scheinbar viel eher ein weiterer Teenagerfilm ohne große Tiefe, in dem es hauptsächlich um kleinere Streitereien unter einigen Mädchen geht. Bei genauerer Betrachtung offenbart der Film jedoch sehr wohl eine gewisse Tiefe, beinhaltet die Geschichte doch viel mehr Substanz, als es zu Beginn den Anschein macht. Doch zunächst bekommt man die charakterlich unterschiedlichsten Teenager geboten, die aus Langeweile das Spiel "Triple Dog" spielen, um sich die Zeit zu vertreiben. Dabei kommt es zu einigen sehr witzigen Passagen, die dem Geschehen eine ordentliche Portion Humor verleihen. Doch ziemlich schnell kristallisiert sich heraus, das weitaus mehr hinter dem Ganzen steckt, denn die Ereignisse nehmen phasenweise recht bedrohliche Züge an.

Im Mittelpunkt steht dabei die junge Chapin, die anscheinend ein düsteres Geheimnis hütet, das mit dem Tod einer Schülerin in Verbindung steht. Nun ist es zwar nicht wirklich schwer die Zusammenhänge zu erkennen, dennoch verfügt die Story über einen gelungenen Spannungsaufbau, der auch ganzzeitig keinerlei Einbrüche zu erkennen gibt. Sicherlich verfügt das Szenario über keine sonderlichen Höhepunkte, dennoch versteht es Regisseur Pascal Franchot gekonnt, die Aufmerksamkeit des Betrachters jederzeit hochzuhalten. Geht doch eine nicht genau zu definierende Faszination von den Ereignissen aus, die einen irgendwie in ihren Bann zieht, ohne das man genau erklären könnte, woran das eigentlich liegt. Dazu tragen auch sicherlich die erstaunlich guten darstellerischen Leistungen bei, die hier von den Jungdarstellern dargeboten werden. Vor allem Britt Robertson in der Rolle von Chapin weiss äusserst gut zu überzeugen und ist meiner Meinung nach das absolute Highlight des Filmes.

Im Laufe der Geschichte ändert sich auch das Verhältnis der Mädchen untereinander völlig, aus den zu Beginn vollkommen zerstrittenen Personen werden mit der Zeit echte Freundinnen, was sich insbesondere zum Ende hin sehr deutlich zeigt. Komischerweise ist das gewagte Spiel dafür verantwortlich, bei dem die Mädels die kuriosesten Herausforderungen bestehen müssen, da ihnen ansonsten eine Glatze verpasst wird. Was hier am Anfang noch auf Unverständnis und Ablehnung trifft, schweisst die Gruppe letztendlich zusammen und bringt die Teenager auch menschlich näher. Vorurteile werden zur Seite geräumt und jeder versucht auf einmal, auch hinter die Fassade des anderen zu schauen. Die vorher größtenteils oberflächlichen Mädels lernen mit der Zeit, einen Menschen nicht nur nach dem Äusseren zu beurteilen, sondern machen sich auch endlich einmal die Mühe, auf die inneren Werte zu achten.

Insgesamt gesehen ist "Triple Dog" ein kleines aber sehr feines Jugenddrama, das in einigen Passagen sogar diverse Elemente des Thrillers erkennen lässt. Überraschend gut agierende Darsteller und eine wirklich interessante Geschichte machen dieses Werk absolut sehenswert. Die gelungene Mixtur aus Drama, Spannung und Humor sorgt für ganzzeitig ertsklassige Unterhaltung, die man sich jederzeit ohne Bedenken anschauen kann.


Fazit:


Man kann dieses Werk durchaus unterschätzen, offenbart sich die inhaltliche Substanz doch erst mit zunehmender Laufzeit. Eine freche und herzerfrischende Geschichte sorgt dafür, das noch nicht einmal ansatzweise Langeweile aufkommen kann. Erstklassige Darsteller und jede Menge Humor tun ihr Übriges, um für ein wirklich tolles Filmerlebnis zu sorgen, das man sich unbedingt anschauen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: Trailer, Deleted Scenes


7/10

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