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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Age of Heroes









Age of Heroes
(Age of Heroes)
mit Sean Bean, Danny Dyer, Izabella Miko, James D'Arcy, Sebastian Street, Rosie Fellner, Aksel Hennie, John Dagleish, William Houston, Theo Barklem-Biggs, Daniel Brocklebank, Guy Burnet, Stephen Walters, David Gwillim
Regie: Adrian Vitoria
Drehbuch: Adrian Vitoria / Ed Scates
Kamera: Mark Hamilton
Musik: Michael Richard Plowman
FSK 16
Großbritannien / 2011

Unter Führung des erfahrenen Major Jones zieht eine kleine Elite-Einheit des neu gegründeten "30 Commando" in ihren ersten Einsatz. Die acht zu allem bereiten Soldaten werden tief in das Gebiet des besetzten Norwegens eindringen, um dort Informationen über eine revolutionäre Radar-Technologie der Nazis zu stehlen und die zugehörige Anlage zu zerstören. Das Gelingen ihrer Mission ist entscheidend für den Ausgang des Krieges. Die kleine Gruppe kämpft sich durch die Schneewüste des nördlichen Polarkreises. Sehr viel schneller als erwartet entdecken die Nazis die Eindringlinge...


Zugegeben, "Age of Heroes" ist ganz augenscheinlich ein Film, der mit einem verhältnismäßig niedrigen Budget gedreht wurde. Das merkt man allein schon an den eher spartanischen Kulissen und auch die generelle Grundausstattung bewegt sich in einem sehr überschaubaren Rahmen. Mindert dies im Normalfall eher die Qualität eines Filmes, so kommt es meiner Meinung nach dem vorliegenden Werk eher zu Gute. Erscheint das Geschehen doch gerade durch seine unspektakuläre Aufmachung extrem authentisch und man bekommt einen äusserst glaubwürdigen Eindruck über die karge norwegische Winterlandschaft, in der sich die Großteile der Geschichte abspielen. Nun bekommt der Zuschauer hier ganz sicher nichts Neues geboten und der Ablauf der Story erinnert doch frappierend Filmen wie beispielsweise "Das dreckige Dutzend", doch wurden altbewährte Zutaten sehr gut zusammengefügt und ergeben im Gesamtpaket ein äusserst kurzweiliges Filmerlebnis.

Die Erlebnisse der kleinen Spezialeinheit sind zwar sehr klischeebeladen, was insbesondere durch einzelne Figuren stark zum Ausdruck kommt. Wäre da doch der altbewährte Drillsergeant oder aber auch der rebellische Soldat, der Riesenprobleme mit Autoritäten hat. Doch auch wenn einem diese Dinge mehr als nur bekannt vorkommen ist es Regisseur Adrian Vitoria gelungen, ein interessantes-und actiongeladenes Szenario zu kreieren, an dem man seine Freude hat. Dazu trägt auch die agierende Darstellerriege bei, von der man durchaus sehenswertes Schauspiel geboten bekommt. Vor allem Sean Bean und Danny Dyer wissen in ihren Rollen absolut zu überzeugen, auch wenn es zu Beginn eher ungewohnt ist, gerade Danny Dyer in einer solchen Rolle zu sehen. Doch dieses gefühl schwindet ziemlich schnell und man empfindet viel Symphatie für die Figur des aufsäßigen Soldaten, der im Laufe der Zeit zu einer Säule der Geschichte wird.

Auch wenn "Age of Heroes" über eher bescheidene Settings verfügt, hat das Werk gerade im Bezug auf den Actiongehalt eine ganze Menge zu bieten. Etliche Nahkämpfe und jede Menge Schießereien lassen das Herz des Actionfreundes höher schlagen und tragen ganz nebenbei auch zur Kurzweiligkeit der Abläufe bei. Aus diesem Grunde verwundert es mich auch eher, das der Film größtenteils eher durchschnittliche Meinungen hervorruft, denn nur weil die Schauplätze von bescheidener Art sind, mindert das keinesfalls die vorhandene Klasse des Geschehens. Was nützt einem denn die spektakulärste Aufmachung, wenn die Ereignisse keinen glaubhaften Eindruck beim Betrachter hinterlassen? Genau hier liegt die Stärke dieser Low Budget Produktion, die trotz offensichtlicher Ähnlichkeiten zu höher budgetierten Genrevertretern einen erstklassigen Eindruck hinterlässt.

Insgesamt gesehen bekommt man einen wirklich guten Kriegsfilm geboten, der in allen Belangen äusserst sehenswerte Kost anbietet. Spannung, eine authentische Ausstattung und hervorragende Akteure lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Ein sehr hoher Actionanteil tut sein Übriges, um erst gar keine Langeweile aufkommen zu lassen. Wer Filme wie "Das dreckige Dutzend" zu schätzen weiss, wird auch bei "Age of Heroes" voll auf seine Kosten kommen.


Fazit:


Insbesondere durch eine eher karge Inszenierung hinterlässt der Film einen äusserst glaubwürdigen Eindruck beim Zuschauer, da man sich extrem gut mit der vorherrschenden Winterlandschaft anfreunden kann. Selten habe ich einen Kriegsfilm gesehen, der einerseits fast vollkommen unspektakulär daherkommt, aber dennoch eine so große Faszination ausstrahlt. Und deshalb kann ich von meiner Seite aus auch eine unbedingte Empfehlung für dieses Werk aussprechen.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 90 Minuten
Extras: B-Roll, Documentary: Film und Wirklichkeit, Soundbites, Norwegen: Panorama, Deleted Scenes, Outtakes, Originaltrailer, Trailershow


7,5/10

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