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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Gesichter des Todes









Gesichter des Todes
(Faces of Death)
mit Michael Carr, Samuel Berkowitz, Mary Ellen Brighton, Thomas Noguchi
Regie: John Alan Schwartz
Drehbuch: John Alan Schwartz
Kamera: Keine Information
Musik: Gene Kauer
Ungeprüft
USA / 1978

GESICHTER DES TODES ist der wohl bekannteste unter den sogenannten Mondo-Filmen. Der Großvater von "Traces of Death", "Death Scenes" und den etwas neueren "Faces of Gore". Verboten in 46 Ländern, das ist absoluter Rekord! Selbst "Faces of Gore" schafft es auf nur 38 Länder. Der Film zeigt im Prinzip 50% echte und 50% gefakete Szenen, im Abspann wird darauf hingewiesen, dass nicht alles echt ist. Dr. Gross wird von einen Schauspieler namens Michael Carr gespielt wird.


Jahrelang hielt sich sie Behauptung, das die in "Gesichter des Todes" gezeigten Dinge alle der Realität entsprechen und wirklich so passiert sind. Mittlerweile weiss man allerdings, das es sich um eine Mischung aus wahrhaften und gefakten Szenarien handelt, was der Intensität des Filmes jedoch keinerlei Abbruch tut. Gerade bei der ersten Sichtung dieses Werkes treffen einen die Bilder größtenteils wie ein Dampfhammer in die Eingeweide und man erhält zu keiner Zeit den Eindruck, das auch nur eine einzige Passage gestellt wäre. Fast schon fassungslos verfolgt man die verschiedendsten Todesarten, die hier beleuchtet werden und steht stellenweise unter einer regelrechten Schockwirkung. Das liegt hauptsächlich an der realistisch erscheinenden Inszenierung und an der nicht unwesentlichen Tatsache, das man nicht genau weiss, welche Szenen echt und welche gestellt sind.

Die einzelnen "Gesichter des Todes" beinhalten allesamt einen schaurigen Beigeschmack und diverse Dinge sind extrem makaber. Ganz egal, ob es sich um Unfälle, Selbstmorde oder auch Hinrichtungen handelt, jede einzelne Darstellung wirkt so intensiv auf den Zuschauer ein, das selbst heute, über 30 Jahre nach erscheinen des Filmes die Luft zum atmen knapp bemessen ist. Man kann das ganzzeitig vorhandene Gefühl der Beklemmung ganz einfach nicht ablegen, bekommt man doch streckenweise so grausame Bilder präsentiert, das diese einen wie eine zentnerschwere Last niederdrücken.

Dieser erste Teil der Reihe ist auch gleichzeitig der mit Abstand beste Film, in keinem der Nachfolger konnte auch nur annähernd die gleiche Wirkung beim Betrachter erzielt werden. Im Gegensatz zu diesem Original erscheinen die Folgeteile fast schon etwas weichgespült und leicht verdaulich. Wer jedoch die Anfänge der "Faces of Death" einmal gesehen hat, wird sie sein Leben lang nicht wieder vergessen, da sich die Bilder unauslöschbar im Gehirn des Zuschauers festbrennen. Besonders makaber sind vor allem eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl, oder die Tötung eines kleinen Affen, um danach sein Gehirn zu verspeisen. Das sind aber lediglich zwei Beispiele von vielen, die hier für eine ganzzeitige Gänsehaut sorgen.

Letztendlich handelt es sich bei "Gesichter des Todes" um einen Film, den man schwer als gut oder schlecht einstufen kann. Man sollte das Werk aber sicherlich kennen, um sich selbst ein Bild über die realistische Darstellung einzelner Todesarten zu machen, die einem hier präsentiert werden. Zudem hinterlässt diese "Doku" einen weitaus stärkeren und einprägsamen Eindruck, als es der härteste Horrorfilm je tun könnte.


Fazit:


Knallhart, kompromisslos und extrem glaubwürdig werden dem Betrachter hier die verschiedendsten Arten des Todes nähergebracht, wobei es sich um eine äusserst gelungene Mictur aus echten und gestellten Passagen handelt. Die Klasse des Filmes zeigt sich dabei allein darin, das es einem so gut wie unmöglich ist, die Unterschiede auszumachen. Ganz egal ob Fake oder Wahrheit, diesen Film sollte man gesehen haben.


9/10

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