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Freitag, 7. Oktober 2011

Someone's Knocking at the Door









Someone's Knocking at the Door
(Someone's Knocking at the Door)
mit Noah Segan, Andrea Renda, Ezra Buzzington, Elina Madison, Jon Budinoff, Ricardo Gray, Silvia Spross, Timothy Muskatell, Lew Temple, Vernon Wells, Jordan Lawson, Mary Rings, Joseph Pilato, Trent Haaga, Sean Cain
Regie: Chad Ferrin
Drehbuch: Chad Ferrin / Roham Ghodsi
Kamera: Niklas Larsson
Musik: Brad Joseph Breeck
Ungeprüft
USA / 2009

Sechs Medizin-Studenten aus dem College haben genug vom Lernen. Das nächste Wochenende steht ganz im Zeichen von Alkohol, Drogen und Sex. Doch die Clique hat keine Ahnung, worauf sie sich eingelassen hat, denn am Party-Ort werden nicht nur experimentelle bewusstseinserweiternde Drogen genommen. Es wird auch gestorben. Schon kurz nach ihrer Ankunft wird einer von ihnen brutal ermordet. Panik geht um, als klar wird, dass ein verrücktes Stalker-Pärchen, die Hoppers, ihr Unwesen treiben. Das Mörderduo tötet und vergewaltigt. Das Irre daran? Wilma und John Hopper waren in den 70er Jahren für ihre Mordexzesse berüchtigt. Was haben die Studenten getan, dass dieses Killer-Duo nach knapp vier Jahrzehnten wieder zurückbringt?


Nicht selten trifft man auf Filme, nach deren Sichtung man sich die Frage stellt, was man da eben eigentlich gesehen hat. Bei vorliegendem Werk tritt diese Frage ziemlich extrem in den Vordergrund, denn was Regisseur Chad Ferrin sich bei diesem eigentümlichen Szenario gedacht hat, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. Auf den Inhalt braucht man nicht weiter einzugehen, denn im Prinzip gibt es gar keinen. Von der ersten Minute an wird der Zuschauer mit einem mehr als nur bizarren Geschehen konfrontiert, für das man am Ende wenigstens eine kleine Erklärung geliefert bekommt. In der Zwischenzeit jedoch präsentiert sich eine Geschichte, die diese Bezeichnung eigentlich überhaupt nicht verdient hat. So etwas absurdes kommt einem wirklich nicht alle Tage unter die Augen und schon nach wenigen Minuten verspürt man das immer stärker werdende Verlangen, diesen filmischen Müll einfach in die Tonne zu kloppen. Das liegt ganz sicher nicht an der offensichtlich niedrigen Budgetierung des Filmes, gibt es doch genügend Beispiele dafür, das man auch mit wenig Geld sehenswerte Produktionen bewerkstelligen kann.

Hier liegt es schlicht und ergreifend an der Tatsache, das dieses Werk ganz einfach grottenschlecht ist und man eigentlich gar nichts positiv anmerken könnte. Hinzu kommt auch noch erschwerend der Aspekt, das anscheinend nicht nur die Protagonisten des Geschehens schlechte Erfahrungen mit Drogen machen, denn auch Chad Ferrin muss wohl auf einem äusserst schlechten Trip gewesen sein, als er diesen Schund gedreht hat. Nicht anders ist die vollkommene Sinnlosigkeit zu erklären die sich dem Betrachter hier offenbart. Zudem verdient das Werk auch keinesfalls die Bezeichnung Horrorfilm, handelt es sich doch vielmehr um Trash der allerübelsten Sorte. Der wahre Horror überkommt lediglich den Zuschauer, der sich gut 75 Minuten mit diesem Mist herumolagt, bis dann endlich der erlösende Abspann einsetzt und das filmische Grauen beendet. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg, auf dem man mit vollkommen sinnbefreiten Dialogen und übelstem Schauspiel bis aufs Blut geqüält wird. Die Darsteller erweisen sich dabei als vollkommen talentfreie Zonen, die zudem auch noch nichtssagend und blass daherkommen. Zu keinem einzelnen Charakter kann man auch nur annähernd einen Bezug herstellen, so das man eher froh darüber ist, das einer nach dem anderen aus dem Leben scheidet.

So etwas wie Spannung oder eine gar ansehnliche Horror-Atmosphäre sucht man leider vergebens, anstelle dessen bekommt man scheinbaren Humor geliefert, der nur leider kaum zünden will. Zwar gibt es die ein oder andere skurrile Passage, doch insgesamt gesehen erweist sich der Humor viel eher als Rohrkrepierer. Zu albern und überzogen gestalten sich die Ereignisse, als das man wirlich darüber lachen könnte. Dennoch passt auch dieser Punkt absolut perfekt in das erschreckend schlechte Gesamtbild das man hier gewinnt. Dar einzige Rausreisser nach oben besteht darin, das man einen nackten Polizisten mit einem Riesenpenis zu sehen bekommt, bei dieser Szene schimmert dann wenigstens etwas Erheiterung in einem ansonsten grottenschlechten Film durch, den man am besten ganz schnell wieder vergisst.

Letztendlich ist "Someone's Knocking at the Door" ein ganz übles Machwerk, das noch nicht einmal den Rohling verdient, auf den es gepresst wurde. Selten hat man etwas Schlechteres gesehen und man stellt sich unweigerlich immer wieder die Frage, welch einem kranken Geist diese Story entsprungen ist. Obwohl es keinerlei Anzeichen dafür gibt, muss hier sogar ein drehbuch vorgelegen haben, jedenfalls werden sogar zwei Personen als Autoren genannt. Diese Tatsache verschlimmert den gewonnenen Eindruck sogar noch, denn geistige Umnachtung scheint dann ja wohl doch ansteckend zu sein. Trotz all der augenscheinlichen Peinlichkeiten die dieser Film beinhaltet, wird er sicherlich seine Fangemeinde finden, finden sich doch immer wieder Leute, die selbst dem größten Müll etwas abgewinnen können.


Fazit:


Wer sogar den fatalen Fehler gemacht hat und diese DVD käuflich erworben hat, müsste das Label im Prinzip auf Schmerzensgeld verklagen. Die Chancen auf den Sieg bei diesem rechtsstreit dürften sehr fut sein, grenzt der Film doch schon fast an schwere Körperverletzung. Lieber die Finger von der Scheibe lassen und zu einem wirklich guten Horrorfilm greifen, denn hier vergeudet man letztendlich nur kostbare Lebenszeit.


1/10

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