Follower

Freitag, 21. Oktober 2011

Species









Species
(Species)
mit Ben Kingsley, Michael Madsen, Alfred Molina, Forest Whitaker, Marg Helgenberger, Natasha Henstridge, Michelle Williams, Jordan Lund, Don Fischer, Scott McKenna, Virginia Morris, Jayne Luke
Regie: Roger Donaldson
Drehbuch: Dennis Feldman
Kamera: Andrzej Bartkowiak
Musik: Christopher Young
FSK 16
USA / 1995

Sie ist attraktiv, verführerisch, intelligent ... und ihr Charme könnte das Ende der gesamten Menschheit bedeuten! Durch die erstklassige Besetzung und atemberaubende Spezialeffekte erweist sich "Species" als mit Adrenalin aufgeputschte Mischung aus Action, Spannung und Leidenschaft. Als ein wunderschönes Hybridwesen aus menschlichen und Alien-Genen Natasha Henstridge ihren Beobachtern entkommen kann, engagiert der Wissenschaftler Xavier Fitch (Ben Kingsley) einen Killer (Michael Madsen), einen "Empath" (Forest Whitaker), eine Biologin (Marg Helenberger) und einen Anthropologen (Alfred Molina), um das Wesen aufzuspüren. Das Team verfolgt das Alien bis nach L.A. und entdeckt seinen grausigen Plan Es paart sich mit ahnungslosen Männern und sorgt so für Nachkommen, die die Menschheit vernichten könnten. Die tödliche biologische Uhr tickt unerbittlich, und mit hämmerndem Puls jagt Fitchs Team dem Schicksal hinterher, das über das Fortbestehen unserer Welt entscheiden wird.


Die Thematik, das Ausserirdische Lebensformen die Herrschaft über die Welt erlangen wollen, wurde ja nun schon in unzähligen Varianten filmisch dargestellt. Kaum ein anderer Beitrag beinhaltet eine so verführerische Version wie "Species", denn Natasha Henstridge in der Rolle eines weiblichen Hybridwesens ist die Verführung pur. Nun bekommt der Zuschauer in vorliegendem Fall ganz sicher keine realistisch anmutende Möglichkeit der behandelten Thematik präsentiert, vielmehr handelt es sich um eine äusserst klischeebeladene Umsetzung, was allerdings keinesfalls negativ gemeint ist. Regisseur Ronald Davidson hat eine actiongeladene Geschichte konstruiert, in der es größtenteils sehr temporeich zur Sache geht. Dabei werden wirklich sämtliche Klischees bedient die man sich nur vorstellen kann, jedoch kommt das diesem Werk meiner Meinung nach sogar zu Gute, denn der reine Unterhaltungswert des Geschehens ist äusserst hoch angesiedelt. Für ein realistisch ausgelegtes Szenario wurde "Species" sicherlich nich kreiert, handelt es sich doch vielmehr um eine kurzweilige SCI/FI-und Horror-Kombination, die in diesem Bereich auch zu den absolut gelungenen Vertretern zu zählen ist.

Allein schon die Darsteller können sich sehen lassen, ist der Cast doch absolut prominent besetzt. Nun sollte man nicht zwangsweise herausragendes Schauspiel erwarten, doch jede der einzelnen Hauptfiguren wird durch den jeweiligen Schauspieler absolut glaubhaft und authentisch dargestellt. Oscarreife Leistungen bekommt man zwar nicht geboten, jedoch agieren alle Akteure sehr routiniert und dem Geschehen angemessen. Das Highlight des Filmes ist allerdings die spannend umgesetzte Story die zwar nicht unbedingt sehr realitätsnah daherkommt, aber auf jeden Fall beste Unterhaltung bietet. Von der ersten bis zur letzten Minute entpuppen sich die Ereignisse als absolut fesselnd und faszinierend und strahlen eine größtenteils enorm bedrohliche Grundstimmung aus. Zudem enthält das Szenario für eine 16er Freigabe einige recht blutige Momente, die aber zu keiner Zeit den üblichen Rahmen sprengen.

"Species" beinhaltet auch eine ordentliche Portion Erotik, denn die Invasion der Ausserirdischen soll hier durch Fortpflanzung des Hybridwesens Sil stattfinden. So bekommt man dann auch die damals noch blutjunge und bildhübsche Natasha Henstridge einige Male in ihrer vollen Pracht zu sehen, was rein optisch gesehen ein absoluter Leckerbissen ist. Das die Geschichte dabei extrem in die Klischeehaftigkeit abdriftet, kann man meiner Meinung nach durchaus vernachlässigen, passt dieser Aspekt doch absolut perfekt in das Gesamtkonstrukt eines Werkes, das man keinesfalls nach seinem Realitätsgehalt bewerten sollte. Dazu gibt es genügend andere Genrevertreter wie beispielsweise "Contact" mit Jodie Foster, hier zählt einzig und allein der reine Unterhaltungswert und der ist äusserst hoch angesiedelt.

Letztendlich bietet "Species" eine sehr gelungene Mischung aus SCI/FI-und Horror, die auch nach über 15 Jahren nichts von ihrem reiz verloren hat. Selbst nach mehrmaliger Sichtung ist man immer wieder fasziniert von dieser temporeichen und actiongeladenen Geschichte. Für mich persönlich zählt das Werk zu den absolut zeitlosen Filmen, die man sich getrost immer wieder anschauen kann, ohne dabei an Langeweile zu sterben.


Fazit:


Auch wenn die hier gewählte Variante der Thematik um Ausserirdische nicht unbedingt durch einen hohen Realitätsanteil besticht, bekommt man einen in allen Belangen überzeugenden Film präsentiert. Ein gesunder Härtegrad, ein bildschöner Todesengelt und eine spannende Geschichte lassen die Zeit wie im Flug vergehen.


8/10

Keine Kommentare: