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Freitag, 18. November 2011

Blue Moon - Als Werwolf geboren








Blue Moon - Als Werwolf geboren
(The Howling: Reborn)
mit Landon Liboiron, Lindsey Shaw, Ivana Milicevic, Jesse Rath, Niels Schneider, Frank Schorpion, Kristian Hodko, Sean Mercado, Sacha Charles, Erin Agostino, Mark Camacho, Cecile Cristobal, Adrian Burhop, Erica Deutschman, Danny Blanco Hall
Regie: Joe Nimziki
Drehbuch: Joe Nimziki / James Robert Johnston
Kamera: Benoit Beaulieu
Musik. Christopher Carmichael / Mark Anthony Yaeger
FSK 12
USA / 2011

An dem Abend, als Will Kidman seinen High School Abschluss absolviert, schafft er es endlich bei seinem Schwarm Eliana Wynter zu landen. Doch als das Licht bei der Highschoolparty plötzlich ausgeht, greift ein haariges Monster die Schüler an und Will kann nur knapp mit dem Leben entkommen. Aber dann bemerkt er, dass er von einem dunklen Geheimnis geplagt wird und sich langsam in einen Werwolf verwandelt! Für Will beginnt ein Kampf um die Liebe, gegen sein Verlangen nach Fleisch und vor allem ums Überleben. Denn andere Werwölfe sind bereits auf dem Weg und zeigen keine Gnade


Wer sich hier vom Uriginaltitel "The Howling: Reborn" irritieren lässt und eine Art Remake des 80er Jahre Klassikers "Das Tier" erwartet, ist im Grunde genommen selbst schuld. Allein schon aufgrund der Altersfreigabe und der Inhaltsangabe sollte man doch erkennen, das es sich vielmehr um einen Film handelt, der in die Richtung der "Twillight-Reihe" tendiert, nur das es sich dieses Mal um Werwölfe und nicht um Vampire handelt. Und so verhält es sich dann im Endeffekt auch, "Blue Moon" ist keinesfalls ein reinrassiger Werwolffilm, sondern viel eher eine Kombination aus Romanze, Drama-und ein wenig Horror. Das sich Regisseur Joe Nimizki ganz offensichtlich wirklich an der genannten reihe orientiert ergibt sich allein schon aufgrund der Tatsache, das ganz klar die Romanze des jungen Will und seiner angebeteten Eliana im Mittelpunkt des Geschehens steht. Im Grunde genommen mag ich diese Art von Film nicht besonders, ist sie doch zumeist auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten.

Doch ganz ehrlich gesagt bin ich angenehm überrascht, wie unterhaltsam das Werk daherkommt, obwohl für eingefleischte Horrorfans wie mich eigentlich herzlich wenig geboten wird. So muss man beispielsweise auf Härten oder richtig blutige Szenen fast gänzlich verzichten, was allerdings im Endeffekt gar nicht weiter schlimm ist, wenn man denn mit den richtigen Erwartungen an die Geschehnisse herangeht. Dann bekommt der Zuschauer nämlich eine sehr nette-und gut unterhaltende Geschichte präsentiert. Dabei entwickelt sich sogar ein relativ konstanter Spannungsbogen, hat Nimziki es doch erstklassig verstanden, durch etliche Andeutungen die Erwartungen des Betrachters in die Höhe schnellen zu lassen. Zwar werden diese insbesondere im Bezug auf die vorhandenen Horrorelemente eher weniger erfüllt, dennoch geht von dem Szenario eine gewisse Faszination aus, die man sich eigentlich gar nicht so recht erklären kann. Obwohl der Film über eine eher ruhigere Erzählstruktur verfügt, sind es gerade die immer wieder eingestreuten Tempowechsel, die zu keiner Zeit das geschehen auch nur annähernd langweilig erscheinen lassen.

Es macht einfach eine Menge Spaß, den jungen Will (Landon Liboiron) auf seinem Selbstfindungs-Trip zu begleiten, ahnt er doch das irgenetwas nicht mit ihm stimmt. Vielleicht liegt es auch ganz einfach am symphatischen Hauptdarsteller, das einen die Ereignisse ganz unwillkürlich in ihren Bann ziehen und die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Ganz generell bekommt man es mit sehr ansprechendem Schauspiel zu tun, auch wenn sich ganz bestimmt niemand für eine Oscar-Nominierung aufdrängt, jedoch sind sämtliche Leistungen im sehr soliden Bereich anzusiedeln. Der eigentlich einzige wirkliche Kritikpunk ist höchstwahrscheinlich jener, das die Lykanthropen erst zum Ende der Geschichte und dann auch eher sporadisch zu sehen sind. Hier hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen, denn ein Film mit Werwolf-Thematik sollte doch die Bestien auch etwas öfter in den Focus rücken, als es hier der Fall ist.

Ansonsten gibt es aber meiner meinung nach nichts zu bemängeln, vor allem das doch recht actionreiche Finale entschädigt für etwas wenig Horror-und Action im Vorfeld. So kann man insgesamt gesehen von einem durchaus gelungenen Genre-Mix sprechen, der selbst einen alten Hasen wie mich doch äusserst positiv überrascht hat. Dennoch ist "Blue Moon" aber in der Hauptsache für die jüngere Generation kreiert worden und vor allem die Freunde der "Twillight-Reihe" dürften hier vollends auf ihre Kosten kommen.


Fazit:


"Blue Moon - Als Werwolf geboren" ist alles andere als ein harter Werwolffilm, bietet aber sehr angenehme-und kurzweilige Unterhaltung die man sich ohne Weiteres anschauen kann. Echte Horror-Freaks kommen zwar nicht auf ihre Kosten, aber in der Zeit der modernen Horror-Romanzen handelt es sich ganz eindeutig um einen Beitrag, der die entsprechende Zielgruppe begeistern dürfte.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten
Extras: Trailer


6,5/10

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