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Sonntag, 18. Dezember 2011

The Child's Eye








The Child's Eye
(Tung Ngaan)
mit Rainie Yang, Elanne Kwong, Shawn Yue, Ka Tung Lam, Jo Kuk, Lawrence Chou, Gordon Lam
Regie: Oxide Pang Chun / Danny Pang
Drehbuch: Oxide Pang Chun / Danny Pang
Kamera: Decha Srimantra
Musik: Keine Informationen
Keine Jugendfreigabe
Hongkong / 2010

Aufgrund eines politischen Aufstandes und der Schließung des Flughafens, ist es Rainie und Ihren Freunden nicht möglich nach Hause zu reisen. Kurzerhand entschließen sie sich in einem alten herunter gekommenden Hotel zu bleiben. Unter ihnen ist auch Rainies Freund Lok, Ling und ihr Bruder Rex und Ciwi mit ihrem geliebten Freund Hei. Beim Check-in begegnen sie drei seltsamen Kindern und einem merkwürdigen Hundewelpen. Als seltsame, finstere und unheimliche Dinge passieren, nimmt das Unheil seinen Lauf, einer nach dem anderen verschwindet auf unerklärlicher Weise.


"The Child's Eye" sollte man nicht zwangsläufig zu den handelsüblichen Gruslern aus Asien zählen, bekommt man doch viel eher eine gelungene Mixtur aus Horror-und Drama präsentiert, der insbesondere zum Ende hin auch noch Fantasy-Elemente beigefügt wurden. Diese Kombination ist es dann auch, die das Werk der Gebrüder Pang wohlwollend von anderen Genre-Vertretern abhebt und ihm sogar etwas Aussergewöhnliches verleiht.Besonders am Anfang der Geschichte entsteht zuerst einmal der Eindruck, das es sich um ein Polit-Drama handelt, werden dem Zuschauer doch eindrucksvolle Bilder von den Unruhen in Thailand präsentiert, wo 3 junge Päärchen ihren Urlaub verbringen. Doch schon kurz danach bekommt man einen sehr guten Eindruck vom subtil erscheinenden Horror, der sich hier mit zunehmender Laufzeit immer stärker zu erkennen gibt und einen auf geheimnisvolle Art und Weise richtiggehend in seinen Bann zieht.

Die von nun an immer mysteriöser werdende Geschichte verfügt über einen sehr gelungenen Spannungsaufbau und beinhaltet vor allem einige sehr gekonnt placierte Schockmomente, die dem Geschehen eine äusserst intensive Note verleihen. Nun kann es zu Beginn durchaus zu einigen Verwirrungen kommen, denn die Zusammenhänge des gruseligen Geschehens geben sich erst im Laufe der Zeit zu erkennen, doch zum Ende hin bleiben letztendlich keine Fragen offen, so das man mit einem befriedigenden Gefühl aus dem Film entlassen wird. Bis dahin jedoch wird man insbesondere mit einer sehr gelungenen Grundstimmung konfrontiert, die auch jede Menge Gänsehautmomente beinhaltet und in etlichen Passagen sehr bedrohliche Züge trägt. Dies wird auch in visueller Hinsicht eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, wechseln sich doch düstere-und farblose Bilder mit poppigen-und fast comicartig gestalteten Sequenzen ab, die im letzten Drittel des Filmes in Erscheinung treten.

Das ist dann auch Zeitpunkt an dem die Fantasy-Elemente diese spannend erzählte Geschichte bereichern und den bis hierhin schon überdurchschnittlich guten Gesamteindruck noch einmal zusätzlich aufwerten. Das kräftige Farbenspiel der nun gezeigten Bilder ist ein herrlicher Kontrast zu der zuvor vorherrschenden Atmosphäre, die beim Zuschauer ein Gefühl der Beklemmung hervorgerufen hat. Zwar ist die Bedrohlichkeit der Ereignisse weiterhin vorhanden, erscheint aber durch die neugewonnene Farbgestaltung ganz anders als vorher. Nun werden auch die Gesamtzusammenhänge des Szenarios immer ersichtlicher und sämtliche offenen Fragen werden zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Etwas suspekt erscheint lediglich die zu hoch ausgefallene Alterseinstufung, denn "The Child's Eye" beinhaltet im Prinzip keinerlei Szenen, die diese rechtfertigen würden. Man sollte sich also keinesfalls irritieren lassen und auf harte Passagen hoffen, die meiner Meinung nach allerdings auch eher deplaciert gewirkt hätten.

Insgesamt gesehen bekommt man hier einen wirklich gelungenen Film präsentiert, den man allerdings nicht als reinen Horrorfilm ansehen sollte. Die gelungene Mischung aus mehreren Genres ist die große Stärke eines Werkes, das ganzzeitig gute-und sehr spannende Unterhaltung anbietet. Auch das dargebotene Schauspiel kann sich jederzeit sehen lassen, vor allem die Hauptfigur Rainie (Rainie Yang) überrascht durch eine extrem gelungene Performance. Und so kann man "The Child's Eye" guten Gewissens weiterempfehlen, wobei insbesondere Freunde eines gelungenen Genre-Mixes voll auf ihre Kosten kommen dürften.


Fazit:


Meiner Meinung nach sticht dieser Film aus der breiten Masse der etlichen Asia-Grusler sehr positiv hervor, was in erster Linie der sehenswerten Kombination aus mehreren Genres zu verdanken ist. Sicherlich handelt es sich hier um kein Meisterwerk, wer aber äusserst spannende-und teils unheimliche Unterhaltung zu schätzen weiß, wird seine wahre Freude an dieser Geschichte haben.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Kantonesisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit. 93 Minuten
Extras: Originaltrailer, Trailershow


6,5-7/10

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