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Donnerstag, 8. Dezember 2011

DeadHeads








DeadHeads
(DeadHeads)
mit Michael McKiddy, Ross Kidder, Markus Taylor, Thomas Galasso, Natalie Victoria, Eden Malyn, Benjamin Webster, Grag Dow, Harry Burkey, Leonard Kelly-Young, Jamie Wheatley, Brian Matthew Richardson, Christina Rose, Alexander Borrello, Brock Tarzana
Regie: Brett Pierce / Drew T. Pierce
Drehbuch: Brett Pierce / Drew T. Pierce
Kamera: Robert Toth
Musik: Devin Burrows
FSK 16
USA / 2011

Drei Jahre nach seinem blutigen Ableben wacht Mike plötzlich als waschechter Zombie wieder auf! An viel kann er sich nicht erinnern, eins hat sich allerdings in sein untotes Hirn gebrannt: der Heiratsantrag, den er seiner Freundin Ellie kurz vor seinem Tod machen wollte. Begleitet von seinem neuen Freund, dem ebenfalls zombiefizierten Brent, macht er sich inmitten einer Zombie-Apokalypse auf die abenteuerliche Suche nach seiner großen Liebe. Wird er sie wiedersehen? Wie wird sie auf sein untotes Dasein reagieren? Und wie wird er die Söldner der Regierung los, die ihn erbarmungslos jagen und ihn ein zweites Mal töten wollen?


Spätestens seit "Shaun of the Dead" haben etliche Genre-Beiträge versucht, sich die Bezeichnung Zombie-Komödie zu verdienen. Vertreter wie "Doghouse" oder auch "Zombieland" haben sich den Titel auch auf jeden Fall verdient und nun kommt mit "DeadHeads" ein weiterer Film hinzu, der sogar teilweise neue Wege geht. Der grundlegendste Unterschied liegt sicherlich darin, das die beiden Hauptcharaktere der Geschichte "gute Zombies" sind, die keineswegs Menschen fressen wollen und die sogar ganz normal sprechen können. Allein dieser Aspekt ist schon einmal als willkommene Abwechslung anzusehen und belebt das Genre doch sichtlich. Die Geschichte an sich ist ziemlich simpel gestrickt und wenn hier keine Untoten am Werk wären, würde es sich im Prinzip um eine echte Romantik-Comedy handeln. So aber gestaltet sich durch die gelungene Mischung ein äusserst skurriles Geschehen, das dem Zuschauer ganzzeitig sehr kurzweilige-und witzige Unterhaltung bietet.

Geprägt durch teils schon groteske Situationskomik und jeder Menge bissigem Wortwitz eröffnet sich ein Story-Plot, der sehr abwechslungsreich daherkommt. Im Focus steht dabei der vor 3 Jahren getötete Mike, der seiner Ex-Freundin unbedingt mitteilen will wie sehr er sie liebt. Witzigerweise war es aber deren Vater, der den jungen Mann durch zwei Kopfschüsse brutal aus seinem jungen Leben beförderte. Nicht weiter verwunderlich also, das der gute mann auch jetzt Mike daran hindern will, mit seiner Ex zusammenzutreffen. Er hetzt einige Zombiejäger hinter ihm und seinem neuen untoten Freund Brent hinterher, die der beiden habhaft werden sollen. Die entstehende Jagd eröffnet dann wirklich einige echte Höhepunkte, was hierbei nicht nur auf den Actiongehalt des Geschehens bezogen ist. So geraten die beiden in die aberwitzigsten Situationen, die vor Ironie und Sarkasmus nur so strotzen. Herrlich in Szene gesetzte Action-Passagen wechseln sich dabei mit wunderbar schwarzhumorigen Dialogen und brillanter Situationskomik ab und gerade zum Ende hin ist auch noch genügend Freiraum für eine romantische Note übrig, die aufgrund der gegebenen Situation schon einen recht skurrilen Anteil beinhaltet.

Gestaltet sich die temporeiche Story über eine Stunde lang eher als reine Zombie-Komödie, so schlagen die Ereignisse im letzten Drittel des Filmes eher in die romantische Richtung aus. Dabei erscheint das Szenario aber zu keiner Zeit kitschig, vielmehr harmonieren die einzelnen Komponenten hervorragend miteinander und verleihen dem Geschehen einen unglaublichen Charme. Sämtliche Zutaten des Filmes passen perfekt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das man kaum kurzweiliger hätte gestalten können. Dazu tragen auch die Darsteller bei, von denen man zwar kein oscarreifes Schauspiel erwarten sollte, die aber für ein Werk dieser Art mit absolut tollen Leistungen aufwarten. Am besten hat mir persönlich die Figur von "Cheese" gefallen, der als normaler Zombie zu sehen ist und für so manch herrliche Situation verantwortlich zeichnet. Doch auch sämtliche anderen Figuren tragen ihren Anteil an diesem köstlichen Filmvergnügen, das die Bezeichnung Zombie-Komödie auch wirklich verdient.

Die Gebrüder Pierce haben mit "DeadHeads" einen in allen Belangen überzeugenden Genre-Beitrag abgeliefert, der sich in diversen Punkten sogar etwas von anderen Vertretern abhebt. Natürlich ist wie immer alles reine Geschmackssache, aber dieser Film sorgt für jede Menge Kurzweil und beinhaltet jede Menge Schmunzel-Humor, an dem sich der Zuschauer wirklich erfreuen kann. Die Mischung aus Romanze-und Zombie-Komödie ist absolut gelungen und auch der vorhandene Humor dürfte bei den meisten Genre-Fans auf eine Menge Gegenliebe stoßen. Ich persönlich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann eine uneingeschränkte Empfehlung für diesen tollen Film aussprechen.


Fazit:


"DeadHeads" macht eine Menge Spaß und ist in einigen Belangen durch diverse Neuerungen sogar als recht innovativ einzustufen. Da stört es auch nicht weiter, das die Geschichte an sich im Prinzip relativ simpel gestrickt ist. Köstlicher Humor, der sich durch skurrile Situationskomik und jede Menge Wortwitz zu erkennen gibt vertreibt die Zeit wie im Flug und lässt den Zuschauer mit einem Gefühl der Befriedigung zurück. Freunde lustiger Zombie-Komödien sollten sich dieses Werk auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten


8/10

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