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Freitag, 30. Dezember 2011

Camp Armadillo (Doku)








Camp Armadillo
(Armadillo)
Dokumentation
Regie: Janus Metz Pedersen
Drehbuch: Kasper Torsting
FSK 16
Dänemark / 2010

Sechs Monate lang ist der Dokumentarfilmer Janus Metz einer Gruppe junger dänischer Soldaten im Afghanistan-Einsatz gefolgt. Die Kamera ist immer dabei: beim Abschied von Freunden und Familie, bei der Einweisung in Camp Armadillo, bei der ersten Patrouille, bei Begegnungen mit der Bevölkerung.

Auch als eine Soldatengruppe plötzlich in ein Feuergefecht mit den Taliban gerät, ist Metz mit seinem hervorragenden Kameramann mitten im Geschehen. Die Bilder zeigen junge Männer, die sich verändern. Sie zeigen, wie sich Abenteuerlust in Härte, ja sogar Zynismus verwandelt, wie Tod und Verletzung sich auf die Soldaten auswirken und wie weit der Begriff "Friedenstruppe" von der afghanischen Wirklichkeit entfernt ist.



Es gibt etliche spannende und sehr sehenswerte Dokumentationen und gerade das Label Ascot Elite glänzt hier immer wieder durch fantastische Veröffentlichungen. Mit "Camp Armadillo" wird der hohe Qualitätsstandard diverser Dokus jedoch noch einmal auf ein ganz anderes Level gehoben, handelt es sich hier doch um eine Produktion, die dem Zuschauer jederzeit das Gefühl verleiht sich direkt im Geschehen zu befinden. Das gezeigte Szenario entfaltet dabei eine ungeheure Intensität, die sich auch zwangsläufig auf einen selbst überträgt. Man kann die größtenteils sehr beklemmende Atmosphäre fast körperlich nachempfinden, die sich wie ein bleierner Mantel auf die eigenen Schultern legt und einen dabei fast erdrücken will. Trostlos und karg gestaltet sich der Schauplatz in Afghanistan, an dem die dänischen Soldaten scheinbar fernab jeglicher Zivilisation ihr tristes Dasein fristen und die Zivilbevölkerung vor den Taliban beschützen sollen.

Zu Beginn erscheint der Tagesablauf noch ziemlich öde und aus Gesprächen erfährt man, das die jungen Soldaten Kampfhandlungen regelrecht entgegenfiebern. Was zu Beginn noch die pure Abenteuerlust darstellt, verwandelt sich mit der Zeit bei vielen der jungen Männer in die pure Lust am Töten. Gerade dieser Aspekt der Charakterwandlung kommt hier besonders gut zum Vorschein und manchem Soldaten kann man diese Veränderung sogar im Gesicht ablesen. Hält man sich hier noch einmal den Beginn des Filmes vor Augen als die Männer sich von ihren Familien verabschieden und lediglich die Lust auf ein Abenteuer verspüren, so ist die vollzogene Wesensänderung bei einigen schon sehr frappierend. Das kommt auch in etlichen Dialogen zum Ausdruck, in denen ein gewisser Fanatismus zum Vorschein kommt. Mit Begeisterung erzählen die Männer von ihren Taten und wie sie diverse Taliban regelrecht niedergemetzelt haben. Schaut man einigen von ihnen dabei ins Gesicht, kann man ein fanatisches Flackern in den Augen erkennen, was einem schon eine gepflegte Gänsehaut über den Rücken jagen kann. Es beinhaltet schon eine erschreckende Faszination, wie innerhalb kürzester zeit aus jungen Männern scheinbar eiskalte Killermaschinen geworden sind, denen es regelrecht Freude bereitet, andere Menschen zu töten.

Die Kamera ist ganzzeitig dabei und man weiss eigentlich zu keiner Zeit, ob die Soldaten gerade deswegen mit ihren Taten regelrecht prahlen, oder ob sie sich dieser Tatsache überhaupt nicht bewust sind. Gerade dadurch erscheint das Geschehen umso authentischer, hinterlässt aber auch einen schalen Beigeschmack beim Betrachter. Zudem ist es der immer stärker in den Vordergrund rückende Zynismus der Männer, der dem Zuschauer zu schaffen macht und an manchen Stellen fast unerträglich erscheint. Gleichzeitig ist dies aber ein Paradebeispiel dafür, wie sehr sich die Psyche der Soldaten während ihres Einsatzes verändert hat. haben sie sich zu Beginn noch als Missionare für eine gute Sache gesehen, so hat das Kriegsgeschehen diese Einstellung doch ganz offensichtlich verändert. So ist es dann auch nicht wirklich verwunderlich, das "Camp Armadillo" in Dänemark für starke Diskussionen sorgte und einige Männer sogar der Kriegsverbrechen beschuldigt wurden. Das kommt aber auch schon während des Filmes zum Ausdruck, denn durch einige freimütige Äusserungen diverser Soldaten über die Erschießung von Verwundeten kommt es zu Beschwerden von Familienangehörigen, die anscheinend von einigen "Nestbeschmutzern" über diesen Zustand informiert wurden.

"Camp Armadillo" ist eine wirklich aussergewöhnlich gute Dokumentation und weitaus intensiver als jeder fiktive Kriegsfilm. Das authentische Szenario entfaltet eine beklemmende Faszination und kriecht dem Zuschauer merklich unter die Haut. Jederzeit hat man dabei das Gefühl ein Teil dieser "Friedensmission" zu sein, die doch alles andere als friedlich erscheint. Herausragend ist der Aspekt der psychischen Veränderung der Soldaten, kein Spielfilm könnte hier auch nur ansatzweise die Echtheit der Gefühle wiedergeben, die sich in den Gesichtern und den Dialogen der Männer widerspiegeln. Man kann nur erahnen, welche psychischen Probleme die Männer von ihrem Einsatz mit in die Heimat zurückgenommen haben, in der sie am Ende der Doku von ihren Familienangehörigen in den Arm geschlossen werden. Wie dem aber auch sei, dieses halbe jahr in Afghanistan wird sicherlich kein einziger je in seinem Leben vergessen.


Fazit:


Janus Metz Pedersen und sein Film-Team haben mit "Camp Armadillo" eine Doku geschaffen, die härter und intensiver als jeder Kriegsspielfilm daherkommt. Nichts ist realistischer als echte Soldaten in einem echten Einsatz und das macht diesen Film so absolut aussergewöhnlich. Ich persönlich kann diese DVD nur jedem ans Herz legen, der einmal die echten Schrecken des Krieges sehen will.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Dänisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 101 Minuten
Extras: Originaltrailer, Trailershow


8/10

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Damned by Dawn








Damned by Dawn
(Damned by Dawn)
mit Renee Willner, Bridget Neval, Dawn Klingberg, Danny Alder, Taryn Eva, Mark Taylor, Peter Stratford, Nina Nicols, Trent Schwarz
Regie: Brett Anstey
Drehbuch: Rob Townshend / Russell Friedrich
Kamera: Reg Spoon
Musik: Phil Lambert / Scott McIntyre
Keine Jugendfreigabe
Australien / 2009

Die junge Claire fährt zur Familienfarm aufs Land um der kranken Großmutter einen Besuch abzustatten. Claires Großmutter glaubt fest daran, dass sie bald sterben und von einer geisterhaften Hexe ins Jenseits gebracht wird. Sie rät Claire eindringlich, die Hexe nicht in ihrem Tun zu stören. Als die Großmutter tatsächlich stirbt und die Hexe wie vorausgesagt auftaucht, bekommt es Claire jedoch mit der Angst zu tun und begeht dabei einen folgenschweren Fehler: Sie greift die Hexe an. In ihrem Tun gestört beschwört die Hexe die Seelen der Toten herauf, um sie auf die Lebenden loszulassen. Es ist der Beginn einer Nacht des Grauens.


Schon seit einigen Jahren hat sich Australien als zuverlässiger Lieferant gelungener Genre-Beiträge erwiesen, Filme wie beispielsweise "Wolf Creek" oder auch "Storm Warning" sind dabei nur 2 Beispiele für sehenswerte Horrorfilme. Nun ist mit "Damned by Dawn" ein Gruselfilm bei uns erschienen der einerseits recht gelungene Genre-Kost anbietet, aber auf der anderen Seite nicht gänzlich zu überzeugen weiß, da die Geschichte doch einige offensichtliche Defizite offenbart. Diese sind in der Hauptsache in der Story selbst zu finden, kommt diese doch sehr ausgedünnt daher. Es handelt sich lediglich um eine äusserst dünne Rahmenhandlung, die keinerlei inhaltliche Tiefe beinhaltet und zudem auch noch sehr vorhersehbar erscheint. Fast zwangsweise will dadurch nie ein wirklich konstanter Spannungsaufbau zustande kommen, was das Filmvergnügen doch ein wenig beeinträchtigt.

Erschwerend kommt auch noch der Aspekt hinzu, das die Geschichte nicht wirklich etwas Neues bietet, denn die vorhandene Thematik hat man so oder in ähnlicher Form schon etliche Male zu Gesicht bekommen, so das man hier wirklich keinerlei Wunderdinge erwarten sollte. Dafür begleitet den Film allerdings von der ersten Minute an eine herrlich unheilvolle-und düstere Grundstimmung. Ständig vorhandene Nebelschwaden und blasse Farben sorgen für das richtige Ambiente und versetzen den Zuschauer in die richtige Gruselstimmung. Diese entschädigt dann auch für die manchmal fehlende Spannung und die manchmal etwas ungelenk agierenden Darsteller, die nicht gerade durch oscarreifes Schauspiel zu gefallen wissen. Man merkt "Damned by Dawn" bei diesen Punkten schon an, das hier wohl nicht unbedingt ein sehr hohes Budget zu Grunde lag, was sicherlich eine bessere Inszenierung des Geschehens verhindert hat, doch mangelndes Geld allein darf hier keine Ausrede für einige durchaus vermeidbare Mankos sein. Allein mit etwas mehr Fantasie und ein bisschen Innovation hätte man zum Beispiel die Vorhersehbarkeit der Ereignisse jederzeit verhindern können.

Auch die extrem oberflächliche Zeichnung der einzelnen Charaktere wertet das gewonnene Gesamtbild nicht gerade auf, kann man doch zu keiner einzigen Figur eine echte Beziehung aufbauen. Zudem gibt es auch keine einzige Person, die hier wirklich Symphatiepunkte beim Betrachter sammeln könnte, so das man dann auch das vorzeitige Ableben der Charaktere ziemlich gelassen nimmt. Hier verfährt Regisseur Brett Anstey im Prinzip nach dem "10 kleine Negerlein Verfahren", wird doch ein Character nach dem anderen von den wiedererweckten Toten heimgesucht und ins Jenseits befördert. Dies geschieht nicht auf besonders blutige Art und Weise, so das die hohe Alterseinstufung des Filmes etwas überzogen erscheint. Ausserdem wird die Methode nach einer gewissen Zeitspanne auch etwas langweilig, ein wenig Abwechslung hätte dem ganzen sicherlich nicht geschadet.

Insgesamt gesehen ist "Damned by Dawn" ein Film, der einen mit ziemlich zwiespältigen Gefühlen zurücklässt. Ist da einerseits die wirklich gelungene Atmosphäre, so stehen ihr andererseits eine maue Geschichte und größtenteils mangelnde Spannung gegenüber. Dennoch handelt es sich immer noch um einen Genre-Beitrag der zumindest im Durchschnittsbereich anzusiedeln ist. Eine höhere Einstufung wäre sicherlich möglich gewesen, wenn die Macher des Filmes etwas kreativer an die Sache herangegangen wären und der Story ein wenig mehr Substanz verliehen hätten.


Fazit:


"Damned by Dawn" ist sicherlich kein schlechter Film, allerdings sollte man auch nicht mit zu hohen Erwartungen an ihn herangehen. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Inhalt gewünscht, zudem hätte man das Szenario kreativer und nicht ganz so durchschaubar umsetzen können. Kurzweilige Gruselunterhaltung bekommt man dennoch geboten, ob der Film sich allerdings zur mehrmaligen Sichtung eignet, muss ein jeder für sich selbst entscheiden.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 81 Minuten
Extras: Trailer, Making Of, Trailershow


5/10

Montag, 26. Dezember 2011

Tage des Ruhms








Tage des Ruhms - Die vergessenen Helden des Zweiten Weltkrieges
(Indigenes)
mit Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem, Sami Bouajila, Bernard Blancan, Mathieu Simonet, Assaad Bouab, Benoit Giros, Melanie Laurent, Antoine Chappey, Aurelie Eltvedt, Thomas Langmann, Philippe Beglia
Regie: Rachid Bouchareb
Drehbuch: Rachid Bouchareb / Olivier Lorelle
Kamera: Patrick Blossier
Musik: Armand Amar / Cheb Khaled
FSK 12
Algerien / Belgien / Frankreich / Marokko / 2006

1943. In Europa tobt der 2. Weltkrieg. Vier junge Algerier ziehen in den Krieg um Frankreich von der Besatzung durch die Nazis zu befreien. Zusammen mit über 200.000 Kolonial-Truppen riskieren sie ihr Leben für ein Land, das sie nie gesehen haben. Die epische Reise führt Messaoud, Said, Abdelkader und Yassir von Afrika nach Italien, wo sie in den verlustreichen Schlachten von Monte Cassino ihre Feuerprobe bestehen müssen. Im Rahmen der Operation Dragoon landen sie anschließend in der Provence und befreien Marseille. Doch in den eigenen Reihen werden sie immer wieder diskriminiert und gedemütigt. Und so kämpfen die vergessenen Helden nicht nur für ein freies Europa, sondern auch für die eigene Anerkennung, Gleichbehandlung und Respekt. Im Elsass kommt es zum finalen Gefecht mit der Wehrmacht.


Es ist schon erstaunlich, das dieser größtenteils gelungene Kriegsfilm schon 2006 erschienen ist, aber in Deutschland anscheinend keinerlei Beachtung gefunden hat. Dabei handelt es sich doch um eine äusserst interessante Thematik, die den Focus allerdings nicht unbedingt auf größere Schlachten und etliche Kampfszenen legt. Vielmehr stehen die algerischen Kolonialsoldaten im Vordergrund, die für Frankreich in den Krieg ziehen, um ihr zweites Vaterland von den Nazis zu befreien. Im Prinzip ohne eine fundierte Kampfausbildung werden die Männer in den Krieg geschickt und müssen sich erst dort die notwendigsten Grundlagen erwerben um am Leben zu bleiben. "Tage des Ruhms" legt das Hauptaugenmerk insbesondere auf die Ungleichstellung und Diskriminierung der algerischen Soldaten in der eigenen Armee, denn obwohl die Männer streckenweise sogar mehr leisten als die Franzosen werden sie ständig schikaniert und teilweise sogar wie Aussätzige behandelt. Das äussert sich in etlichen Kleinigkeiten wie beispielsweise der Essensausgabe, hauptsächlich aber bei Beförderungen der Soldaten, bei denen die Algerier beabsichtigt übergangen werden.

Einerseits wird die Thematik wirklich gut in Szene gesetzt, dennoch kratzt der Film nur recht oberflächlich an der offensichtlichen Ungerechtigkeit, die den Männern zuteil wird. Es werden zwar einige gute Beispiele serviert, doch insgesamt gesehen hätte man das Ganze durchaus drastischer darstellen können. Mich persönlich hat es ein wenig gestört, das sich die Algerier nur sporadisch gegen die Ungerechtigkeiten aufgelehnt haben und letztendlich doch sämtliche Versprechungen der Vorgesetzten immer für bare Münze genommen haben. Dennoch erscheint das Geschehen insgesamt sehr stimmig, wozu auch die gelungenen Kampfszenen beitragen. Diese sind zwar nicht im Übermaß vorhanden, dafür aber sehr authentisch und glaubwürdig. Auf wirklich spektakuläre Schlachten wie in etlichen Hollywood-Blockbustern wartet man allerdings vergebens, jedoch hätten diese in meinen Augen das Szenario aber auch etwas verfälscht.

Nun gibt es fast selbstverständlich auch wieder genügend Leute, die diesem Film eine gewisse Langatmigkeit und mangelnde Action vorwerfen, doch diese Kritikpunkte konnte ich für meinen Teil nicht entdecken. In seiner Gesamt-Inszenierung wirkt "Tage des Ruhms" doch prinzipiell sehr gelungen, kleinere Defizite lassen sich wie in fast jedem Film aber nicht von der Hand weisen. So ist es zum Beispiel sehr erstaunlich, das es in dieser Geschichte eigentlich gar keine Verwundeten gibt, in den gezeigten Kämpfen sind die Opfer fast ausschließlich sofort tot, was letztendlich zwar ein wenig unglaubwürdig erscheint, doch im Prinzip keinen Grund zu großer Kritik bietet. Die meiner Meinung nach einzige und wirkliche Schwäche des Werkes bildet der finale Kampf in einem elsässischen Dorf, bei dem die 4 Hauptdarsteller der Story auf einige Nazis treffen. In diesen Passagen fehlt es einfach an der nötigen Spannung, als das man diesen Schluss-Akkord als Höhepunkt ansehen könnte. Hier bekommt man es auch mit der einzigen Phase des Filmes zu tun, in der es nun wirklich ein wenig Langeweile gibt.

Insgesamt gesehen hat mir "Tage des Ruhms" wirklich sehr gut gefallen, denn bis auf einige kleine Schwächen bietet das Werk einen absolut gelungenen Kriegsfilm, der seine Stärke nicht in unendlich vielen Kampfszenen sondern in seiner interessanten Thematik hat. Zwar hätte man diese noch etwas intensiver herauskehren können, doch auch so ist der Zuschauer unangenehm von den Ungerechtigkeiten berührt, die den algerischen Soldaten widerfahren. So kann man also letztendlich von einen sehr guten Filmerlebnis sprechen, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


Fazit:


Sicherlich ist "Tage des Ruhms" kein fehlerfreier Film, doch warum das Werk von Rachid Bouchareb bei uns bisher kaum Beachtung gefunden hat kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Immerhin handelt es sich um eine interessante Geschichte die auch größtenteils sehr spannend erzählt wird. Eine gut agierende Darsteller-Riege tut ihr Übriges, damit sich dieser Film auf jeden Fall über dem normalen Durchschnitt ansiedeln kann und somit als absolut sehenswert zu bezeichnen ist.


Die DVD: Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Französisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 119 Minuten


7/10

Samstag, 24. Dezember 2011

No Reason








No Reason
(No Reason)
mit Irene Holzfurtner, Matthias Engel, Alexander Gamnitzer, Andreas Pape, Annika Strauß, Ralph Willmann, Markus Hettich, Timothy Balme, Thomas Reitmair, Vlasto Peyitch, Hildegard Kocian, Dominik Bühler, Felix Decker
Regie: Olaf Ittenbach
Drehbuch: Olaf Ittenbach
Kamera: Axel Rubbel
Musik: Keine Information
Ungeprüft
Deutschland / 2010

Jäh wird Jennifer aus ihren bisher unscheinbaren und gut verlaufenden Lebensumständen gerissen. Die bald mit dem geliebten Gatten vor einem Umzug stehende junge Mutter erlebt dabei einen alles andere als normalen Tag: Sie erhält neben befremdlichen Besuchen ihrer baldigen Ex-Nachbarn auch den eines Postboten mit dringendem Bedürfnis. Nach einem Einkauf ist ihre ältere Nachbarin, die auf ihren Sohn Niko aufgepasst hat, spurlos verschwunden und dem Abschiedsgedicht einer anderen Hausbewohnerin sind Bilder beigefügt, die Jennifers Mann Sebastian beim Liebesspiel mit eben jener Hausgenossin zeigen. Um den ersten Schock zu überwinden, nimmt sie ein Bad und schläft in der Wanne ein. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich nackt auf dem Boden ihrer Wohnung, der über und über mit Blut und Leichenteilen bedeckt ist. Verantwortlich zeigt sich dafür ein geheimnisvoller, maskierter Mann, der Jennifer durch eine ganz eigenwillige Philosophie zum rechten Weg und ins 'weiße Licht' führen will. Dabei muss die junge Frau schreckliche Bilder und einiges an psychischer wie physischer Folter über sich ergehen lassen.


Wer sich einen Film von Olaf Ittenbach anschaut, legt dabei sein Hauptaugenmerk zumeist auf die immer gekonnten SFX, denn in dieser Beziehung hat einen der Mann bisher eigentlich nie enttäuscht. Gern lässt der geneigte Fan dabei dann auch mal die vorhandene Geschichte beiseite, die in den meisten Fällen nicht unbedingt durch inhaltliche Tiefe bestechen kann. Dabei muss man Ittenbach durchaus zu Gute halten, das er sogar immer wieder recht innovative Story-Ansätze erkennen lässt, es aber letztendlich an der Umsetzung des Ganzen hapert. So liegt dann auch dem letzten Werk "No Reason" eine im Prinzip sehr innovative Grundidee bei, deren filmische Umsetzung aber manchen Fan sicherlich nicht gerade begeistern wird. Offenbart sich doch nach einem verhältnismäßig normalen Beginn ein visueller Bilderrausch, der doch größtenteils an einen extremen Drogentrip erinnert. Im Focus des Geschehens steht dabei die Hauptfigur Jennifer, die anscheinend ein ganz normales Familienleben mit Ehemann und Kind führt. Ziemlich schnell verflüchtigt sich allerdings dieser Eindruck, nachdem sich aus der geradlinig beginnenden Geschichte ein bizarrer Bilder-Mix entwickelt, der im Bezug auf Härte eine ganze Menge zu bieten hat.

Nun handelt es sich hier längst nicht um einen der typischen Ittenbach-Filme, bei denen man zumeist mit einer eher seichten Geschichte konfrontiert wird bei der man sich genüsslich zurücklehnen kann und sich an den gekonnten Splatter-und Gore Einlagen erfreut. Hier muss man sogar sehr konzentriert bei der Sache bleiben, um überhaupt die Zusammenhänge der gerade in der ersten Filmhälfte eher verwirrenden Story zu folgen. Denn erst zum Ende hin lüftet sich der geheimnisvolle Schleier um die Hauptfigur, die man auf einmal in einem vollkommen anderen Licht sieht. Ob nun die visuelle Umsetzung der Ereignisse als gelungen angesehen werden kann, liegt selbstverständlich wie immer im Auge des Betrachters. Das kann man allein schon an etlichen im Netz veröffentlichten Kritiken erkennen, in denen die Meinungen extrem auseinandergehen. Von absolutem Schund bis hin zur genialen Umsetzung einer tollen Idee ist eigentlich alles vertreten, was man sich nur vorstellen kann. Die Wahrheit ist bestimmt irgendwo dazwischen angesiedelt und natürlich kommt es auch auf den persönlichen Geschmack an.

Eigentlich ist es aber auch vollkommen egal wie man zu der visuellen Umsetzung von Ittenbachs Grundidee steht, denn bei den vorhandenen Splatter-und Gore Effekten von Olaf dürfte jeder Fan voll auf seine Kosten kommen. Bekannterweise hat es sich hier ja schon immer um die ganz große Stärke des Regisseurs gehandelt und auch "No Reason" ist hier keine Ausnahme. Nach einer eher etwas mau ausgefallenen Einführung in die Geschichte ist mit dem Einsetzen des alptraumhaften Bilderrausches des Filmes für den geneigten Gorehound eine regelrechte Happy Hour angesagt, denn nun hält ein Härtegrad Einzug in das Geschehen, der sich wirklich sehen lassen kann. Es wird gemetzelt und gesplattert was das Zeug hält, wobei einige Szenen zu sehen sind, die man schon fast im Hardcore-Bereich ansiedeln kann. Hier sollte man insbesondere auf zwei Passagen achten, in denen der männliche Penis die absolute Hauptrolle spielt und bei deren Anblick so mancher Mann dezente Unterleibsschmerzen verspüren dürfte. Einige Passagen könnten eventuell sogar einen ekligen Eindruck hinterlassen, wird doch der Weg des guten Geschmacks so einige Male verlassen. Wie dem aber auch sei, Olaf lässt sich hier wirklich nicht lumpen und fährt so einige schwere Geschütze auf, weshalb man auch durchaus nachvollziehen kann, warum dieser Film in Deutschland der berüchtigten Schere zum Opfer fiel.

Letztendlich provozieren die Werke des deutschen Gore-Papstes im Prinzip immer zu angeregten Diskussionen, doch wohl kaum ein anderer Film von Ittenbach dürfte die Meinungen der Fans so sehr spalten wie "No Reason". Das liegt ganz sicher hauptsächlich an der visuellen Umsetzung der vorliegenden Story, die ganz bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Und so kann ich dann auch die Leute verstehen, die nicht gerade viel mit diesem Werk anfangen-und sich lediglich mit dem vorhandenen Härtegrad anfreunden können. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, wobei der surreale Bilderrausch auch bei mir ein etwas zwiespältiges Gefühl hinterlassen hat. Jedoch bewundere ich den Mut Ittenbachs, hier eine innovative Grundidee auf den Weg zu bringen, doch diesen Mut konnte man ihm auch eigentlich noch nie absprechen.


Fazit:


"No Reason" ist mit Sicherheit nicht der beste Film von Ittenbach, jedoch ist das Werk auch keinesfalls so schlecht, wie es manche Kritiken vermuten lassen. Die Geschichte an sich ist dabei absolute Geschmackssache, doch die vorhandenen SFX können sich wie immer mehr als nur sehen lassen. Teilweise handelt es sich sogar um ein wahres Gemetzel, was die echten Gorehounds aber wohl eher begeistern anstatt abschrecken wird.


7/10

Donnerstag, 22. Dezember 2011

World of the Dead: The Zombie Diaries








World of the Dead: The Zombie Diaries
(World of the Dead: The Zombie Diaries)
mit Philip Brodie, Alix Wilton Regan, Rob Oldfield, Vicky Araico, Toby Bowman, Okorie Chukwu, Russell Jones, Hiram Bleetman, Josh Myers, Marshall Griffin, Toby Nicholas, Rufus Graham, Craig Stovin, Aj Williams
Regie: Michael Bartlett / Kevin Gates
Drehbuch: Kevin Gates
Kamera: George Carpenter
Musik: Peter Renton
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2011

Drei Monate sind seit Ausbruch der Infektion vergangen und 99,9% der Weltbevölkerung wurde durch den Virus in blutgierige Zombies verwandelt. Nur eine Hand voll überlebender Soldaten und Zivilisten konnte sich in eine alte Kaserne retten. Von dort brechen sie auf um einen Militärstützpunkt an der Küste zu erreichen. Eine erbarmungslose Reise durch ein verwüstetes, totes Land...


5 Jahre ist es mittlerweile her, das die britische Low Budget Produktion "The Zombie Diaries" die Meinungen der Fans in mehrere Lager spaltete. Nun präsentieren die beiden Regisseure Michael Bartlett und Kevin Gates die auch schon für den ersten Teil verantwortlich zeichneten einen Nachfolger, der sicherlich einmal mehr die Meinungen spalten wird. Wie schon im Werk von 2006 werden hier die Ereignisse in einer Art Video-Tagebuch von den Überlebenden festgehalten was für Verfechter der Wackelkamera-Optik schon ein Grund sein dürfte, die Hände von diesem Film zu lassen. Doch obwohl auch ich selbst nicht gerade ein Fan dieser Filmart bin, hat mir diese Fortsetzung sehr gut gefallen, entsteht doch gerade durch diese machart ein äusserst authentischer Eindruck der Geschehnisse. So hat der Zuschauer eigentlich ständig das Gefühl, sich in einer Live-Dokumentation zu befinden und so ein Teil der Geschichte zu sein.

Nun ist die Handlung der Story wirklich auf ein Minimum beschränkt, was anscheinend für viele Leute einen sehr negativen Kritikpunkt darstellt, wenn man mehreren Kritiken im Netz Glauben schenken darf. Doch ganz ehrlich gesagt reicht die zugegebenermaßen recht dünne Rahmenhandlung vollkommen aus, denn ohne jegliche Schnörkel wird letztendlich ein verzweifelter Überlebenskampf einer Handvoll Menschen dargestellt, die sich auf der ständigen Flucht vor den unzähligen Zombies befinden. Gerade durch den eher spartanisch ausgestatteten Inhalt kommt das apokalyptische Szenario extrem glaubwürdig beim Betrachter an und es entsteht eine mehr als nur bedrohliche Grundstimmung, die man in jeder einzelnen Einstellung spüren kann.

Man sollte hier wie schon im Vorgänger keinen übermäßig hohen Härtegrad erwarten, es gibt zwar die ein oder andere etwas härtere Passage, doch insgesamt gesehen bewegt man sich hierbei in einem überschaubaren Rahmen. Da sich die meisten Handlungen in der Nacht abspielen fällt es manchmal gar nicht so leicht alles zu erkennen, zumal die Wackelkamera ihr Übriges tut, das Sehvergnügen etwas zu erschweren. Für mich persönlich ist dies allerdings der einzige Kritikpunkt in einem ansonsten überzeugenden Film, der für manch einen eventuell etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag, aber gute Zombie-Unterhaltung anbietet. Die Untoten sind dabei gar nicht einmal das größte Problem der wenigen Überlebenden, kristallisiert sich der größte Feind doch aus den eigenen Reihen heraus. Auf ihrer Flucht vor den Untoten trifft die kleine Gruppe nämlich auf einen Trupp, der nun wirklich aus menschlichem Abschaum besteht. So kommt es dann auch zum Kampf Mensch gegen Mensch, was aufgrund der gegebenen Situation schon äusserst makaber erscheint. Durch die Horde der Plünderer zieht dann auch eine sehr morbide Note in das Geschehen ein, kann man doch in einer Passage beobachten, wie einer der Desperados Sex mit einer Untoten hat. Was hier im ersten Moment vielleicht sogar belustigend erscheint, ist letztendlich aber auch ein Einblick in die Abgründe der menschlichen Natur und hinterlässt einen sehr bitteren Beigeschmack.

Im Endeffekt handelt es sich bei "World of the Dead: The Zombie Diaries" einmal mehr um einen Genrebeitrag, der die Meinungen extrem auseinandergehen lässt. Mir persönlich hat der Film wie auch schon der Vorgänger gut gefallen, denn mit geringen Mitteln wurde ein intensiv erscheinendes Szenario kreiert, das gerade durch die auf ein Minimum beschränkte Geschichte einen glaubwürdigen Eindruck hinterlässt. Eine sehr bedrohliche-und dichte Atmosphäre tut ihr Übriges, um hier ein gelungenes Gesamtpaket zu präsentieren, das man sich auf jeden Fall anschauen sollte.


Fazit:


Wem "The Zombie Diaries" gefallen hat, wird auch diese Fortsetzung zusagen. Mit den gleichen Stilmitteln wurde eine spartanisch erscheinende Rahmenhandlung interessant und glaubwürdig in Szene gesetzt. Atmosphärisch voll überzeugend und mit einigen etwas härteren Szenen angereichert ist "World of the Dead" ein Film, der durchweg gute und kurzweilige Unterhaltung anbietet.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 88 Minuten
Extras: Behind the Scenes, Life of the Dead, Survivors in an Infected World, Surviving the Dead


6,5/10

Dienstag, 20. Dezember 2011

Husk - Erntezeit!








Husk - Erntezeit!
(Husk)
mit Devon Graye, Wes Chatham, C.J. Thomason, Tammin Sursok, Ben Easter, Josh Skipworth, Nick Toussaint, Michael Cornelison, Aaron Harpold, Candice Rose
Regie: Brett Simmons
Drehbuch: Brett Simmons
Kamera: Marco Fargnoli
Musik: Bobby Tahouri
FSK 16
USA / 2010

Es sollte ein lustiger Wochenendausflug werden, zu dem eine Gruppe junger Freunde aufgebrochen ist. Auf der Landstraße crasht ihnen plötzlich eine Krähe in die Windschutzscheibe und das Auto landet im Maisfeld. Nun gilt es, Hilfe zu suchen. Im Feld machen die Jungs alsbald ein altes Farmhaus aus, zu dem sie sich durchschlagen. Das Haus scheint verlassen, obwohl im oberen Stockwerk Licht brennt. Irgendetwas scheint mit dem Haus nicht in Ordnung zu sein, das umsäumt von Vogelscheuchen ganz verlassen inmitten des Felds steht. Schon bald merken die Freunde, dass sich hier ein grausames Ritual abspielt, dessen Teil sie bereits sind...


Wirklich gute Horrorfilme in denen Vogelscheuchen als Killer auftreten gibt es nicht gerade viele, die Scarecrow-Reihe und auch "Messenger 2" sind eher als durchschnittliche Genre-Beiträge anzusehen. Der bisher beste Vertreter dieser Art dürfte immer noch "Paratroopers" sein und selbst dieser Film ist nicht als echter Burner zu bezeichnen. Nun ist also mit "Husk" ein weiterer Beitrag erschienen, in dem einmal mehr scheinbar endlose Maisfelder als Location dienen und auch dieser Film beginnt einmal mehr in der eher belanglosen Art, in der sich fast sämtliche Beiträge dieser Machart präsentieren. Dennoch ist es recht erfreulich festzustellen, das sich "Husk" in einigen Dingen sehr wohlwollend von seinen Genre-Kollegen abhebt, wird dem Zuschauer die Thematik einmal auf eine etwas andere-und neue Art näher gebracht, so das man fast schon von so etwas wie Innovation sprechen könnte. Und so ist der Begriff auch streckenweise durchaus angebracht, auch wenn einige fast überschwenglich positive Kritiken zu dem Werk von Brett Simmons maßlos übertrieben erscheinen.

Im Prinzip präsentiert sich ein solider Slasher, in dem "etwas andere" Vogelscheuchen als gewohnt als Killer agieren. Dies geschieht schon aufgrund der 16er Freigabe nicht übermäßig blutig-und hart, man sollte also in diesem Bezug keinerlei Wunderdinge erwarten. Was man dem Film wirklich zu Gute halten muss, ist die äusserst dicht geratene Atmosphäre, die größtenteils sogar ziemlich bedrohliche Züge erkennen lässt und phasenweise sogar für eine dezente Gänsehaut sorgen kann. dagegen steht jedoch eine extrem ausgedünnte Geschichte, die man bestenfalls als nötige Rahmenhandlung ansehen kann. Insbesondere die Vorgeschichte der Vogelscheuchen wird lediglich in kleinen Rückblenden mehr als spartanisch in das Geschehen eingewoben, eine etwas intensivere Beleuchtung hätte dem Film ganz sicher nicht geschadet. Der Aspekt, das diese Flashbacks in Form von Visionen eines der Jugendlichen gezeigt werden, ist meiner Meinung nach nicht gerade ein genialer Schachzug gewesen. Was hier anscheinend als innovativ gelten soll, zieht das Ganze dann doch ein wenig ins Lächerliche, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Insgesamt gesehen gestaltet sich der Film auch wegen seiner verhältnismäßig kurzen Laufzeit von gerade einmal gut 74 Minuten relativ kurzweilig, bei der extrem dünnen Geschichte wäre eine längere Laufzeit auch kaum möglich gewesen, beinhaltet das Geschehen doch einfach viel zu wenig Substanz. Darstellerisch bewegt man sich im soliden Bereich, das gezeigte Schauspiel bietet nichts Aussergewöhnliches, es sind allerdings auch keine negativen Rausreisser zu erkennen. Bis auf die schon fast üblichen-und teils vollkommen unlogischen Handlungsweisen einiger Protagonisten wird man recht gut bedient. Dennoch erscheinen die Figuren recht farb-und konturlos, so das man kaum dazu in der Lage ist, eine echte Beziehung zu ihnen aufzubauen. So kann man dann die Ereignisse auch ziemlich neutral-und emotionslos beobachten, gibt es doch nicht einen einzigen Charakter, der übermäßig symphatisch erscheint oder von der ganz bösen Sorte ist.

Im Bereich des Scarecrow-Horrors ist "Husk" eine ganz nette Abwechslung und bietet letztendlich gute Unterhaltung für zwischendurch, einen nachhaltigen Eindruck kann diese Low Budget Produktion allerdings nicht hinterlassen. Ein viel zu dünner Story-Plot und farblose Figuren verhindern eine bessere Bewertung, zumal auch der Spannungsbogen nicht kontinuirlich aufrecht gehalten werden kann.


Fazit:


Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, kann diesem Filmchen durchaus eine Chance geben, für mehr reicht es allerdings nicht. Und so bleibt letztendlich netter Vogelscheuchen-Horror mit ein paar neuen Ideen, die den Gesamteindruck aber auch nicht sonderlich aufwerten können.


6,5/10

Sonntag, 18. Dezember 2011

The Child's Eye








The Child's Eye
(Tung Ngaan)
mit Rainie Yang, Elanne Kwong, Shawn Yue, Ka Tung Lam, Jo Kuk, Lawrence Chou, Gordon Lam
Regie: Oxide Pang Chun / Danny Pang
Drehbuch: Oxide Pang Chun / Danny Pang
Kamera: Decha Srimantra
Musik: Keine Informationen
Keine Jugendfreigabe
Hongkong / 2010

Aufgrund eines politischen Aufstandes und der Schließung des Flughafens, ist es Rainie und Ihren Freunden nicht möglich nach Hause zu reisen. Kurzerhand entschließen sie sich in einem alten herunter gekommenden Hotel zu bleiben. Unter ihnen ist auch Rainies Freund Lok, Ling und ihr Bruder Rex und Ciwi mit ihrem geliebten Freund Hei. Beim Check-in begegnen sie drei seltsamen Kindern und einem merkwürdigen Hundewelpen. Als seltsame, finstere und unheimliche Dinge passieren, nimmt das Unheil seinen Lauf, einer nach dem anderen verschwindet auf unerklärlicher Weise.


"The Child's Eye" sollte man nicht zwangsläufig zu den handelsüblichen Gruslern aus Asien zählen, bekommt man doch viel eher eine gelungene Mixtur aus Horror-und Drama präsentiert, der insbesondere zum Ende hin auch noch Fantasy-Elemente beigefügt wurden. Diese Kombination ist es dann auch, die das Werk der Gebrüder Pang wohlwollend von anderen Genre-Vertretern abhebt und ihm sogar etwas Aussergewöhnliches verleiht.Besonders am Anfang der Geschichte entsteht zuerst einmal der Eindruck, das es sich um ein Polit-Drama handelt, werden dem Zuschauer doch eindrucksvolle Bilder von den Unruhen in Thailand präsentiert, wo 3 junge Päärchen ihren Urlaub verbringen. Doch schon kurz danach bekommt man einen sehr guten Eindruck vom subtil erscheinenden Horror, der sich hier mit zunehmender Laufzeit immer stärker zu erkennen gibt und einen auf geheimnisvolle Art und Weise richtiggehend in seinen Bann zieht.

Die von nun an immer mysteriöser werdende Geschichte verfügt über einen sehr gelungenen Spannungsaufbau und beinhaltet vor allem einige sehr gekonnt placierte Schockmomente, die dem Geschehen eine äusserst intensive Note verleihen. Nun kann es zu Beginn durchaus zu einigen Verwirrungen kommen, denn die Zusammenhänge des gruseligen Geschehens geben sich erst im Laufe der Zeit zu erkennen, doch zum Ende hin bleiben letztendlich keine Fragen offen, so das man mit einem befriedigenden Gefühl aus dem Film entlassen wird. Bis dahin jedoch wird man insbesondere mit einer sehr gelungenen Grundstimmung konfrontiert, die auch jede Menge Gänsehautmomente beinhaltet und in etlichen Passagen sehr bedrohliche Züge trägt. Dies wird auch in visueller Hinsicht eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, wechseln sich doch düstere-und farblose Bilder mit poppigen-und fast comicartig gestalteten Sequenzen ab, die im letzten Drittel des Filmes in Erscheinung treten.

Das ist dann auch Zeitpunkt an dem die Fantasy-Elemente diese spannend erzählte Geschichte bereichern und den bis hierhin schon überdurchschnittlich guten Gesamteindruck noch einmal zusätzlich aufwerten. Das kräftige Farbenspiel der nun gezeigten Bilder ist ein herrlicher Kontrast zu der zuvor vorherrschenden Atmosphäre, die beim Zuschauer ein Gefühl der Beklemmung hervorgerufen hat. Zwar ist die Bedrohlichkeit der Ereignisse weiterhin vorhanden, erscheint aber durch die neugewonnene Farbgestaltung ganz anders als vorher. Nun werden auch die Gesamtzusammenhänge des Szenarios immer ersichtlicher und sämtliche offenen Fragen werden zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Etwas suspekt erscheint lediglich die zu hoch ausgefallene Alterseinstufung, denn "The Child's Eye" beinhaltet im Prinzip keinerlei Szenen, die diese rechtfertigen würden. Man sollte sich also keinesfalls irritieren lassen und auf harte Passagen hoffen, die meiner Meinung nach allerdings auch eher deplaciert gewirkt hätten.

Insgesamt gesehen bekommt man hier einen wirklich gelungenen Film präsentiert, den man allerdings nicht als reinen Horrorfilm ansehen sollte. Die gelungene Mischung aus mehreren Genres ist die große Stärke eines Werkes, das ganzzeitig gute-und sehr spannende Unterhaltung anbietet. Auch das dargebotene Schauspiel kann sich jederzeit sehen lassen, vor allem die Hauptfigur Rainie (Rainie Yang) überrascht durch eine extrem gelungene Performance. Und so kann man "The Child's Eye" guten Gewissens weiterempfehlen, wobei insbesondere Freunde eines gelungenen Genre-Mixes voll auf ihre Kosten kommen dürften.


Fazit:


Meiner Meinung nach sticht dieser Film aus der breiten Masse der etlichen Asia-Grusler sehr positiv hervor, was in erster Linie der sehenswerten Kombination aus mehreren Genres zu verdanken ist. Sicherlich handelt es sich hier um kein Meisterwerk, wer aber äusserst spannende-und teils unheimliche Unterhaltung zu schätzen weiß, wird seine wahre Freude an dieser Geschichte haben.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Kantonesisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit. 93 Minuten
Extras: Originaltrailer, Trailershow


6,5-7/10

Freitag, 16. Dezember 2011

The Thing (2011)








The Thing
(The Thing)
mit Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Ulrich Thomsen, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Paul Braunstein, Trond Espen Seim, Kim Bubbs, Jergen Langhelle, Jan Gunnar Reise, Stig Henrik Hoff, Kristofer Hvju,
Regie: Matthijs van Heijningen Jr.
Drehbuch: Eric Heisserer / John W. Campbell Jr.
Kamera: Michael Abramowicz
Musik: Marco Beltrami
FSK 16
Kanada / USA / 2011

Überleben ist alles. Im ewigen Eis der Antarktis lauert etwas, das es auf die gesamte Menschheit abgesehen hat - einen Menschen nach dem anderen. Erweckt aus dem Winterschlaf" beginnt ein außerirdischer Organismus sein blutiges Handwerk und kehrt in der Vorgeschichte zu John Carpenters Sci-Fi-Horror-Kultfilm Das Ding aus einer anderen Welt" auf die Leinwand zurück. Die Paläontologin Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead) bekommt die Chance ihres Lebens und darf sich einem norwegischen Forscherteam anschließen, das am Südpol über ein Alien-Raumschiff gestolpert ist. Im Wrack entdeckt sie ein Wesen, das schon vor einer Ewigkeit beim Absturz ums Leben gekommen zu sein scheint. Die wahre Gefahr schläft aber nur und wird durch ein simples Experiment geweckt. Gemeinsam mit dem Crew-Piloten Carter (Joel Edgerton) muss sie versuchen, den hochentwickelten Parasiten zu stoppen, der jede Lebensform nachahmen kann, die er berührt. Abgeschnitten von der Außenwelt, umgeben von gnadenloser Kälte, traut keiner mehr dem anderen - und die Todesangst breitet sich mindestens genauso gefährlich aus wie der kaltblütige Killer aus dem All.


Die Aufgabe, ein Prequel zu John Carpenters Kult-Klassiker "Das Ding aus einer anderen Welt" auf den Weg zu bringen, birgt sicherlich schon von Haus aus ein gewisses Risiko, handelt es sich doch wohl um einen der unumstrittenen Klassiker des SCI/FI-Horrors überhaupt. Dieses Unterfangen dann auch noch einem ziemlichen Nobody unter den Regisseuren (Matthijs van Heijningen Jr.) anzuvertrauen, zeugt entweder von sehr viel Mut oder einem hohen Maß an Vertrauen in die Fähigkeiten des eher unbekannten Regisseurs. Wie dem auch sei, der gute Mann hat meiner Meinung nach einen mehr als ordentlichen Job abgeliefert und eine sehr gelungene Vorgeschichte zu Caroenters Werk abgeliefert. Dabei besticht "The Thing" nicht unbedingt durch viel Innovation, denn die Geschichte erinnert doch strak an die 1982er Version, bei etlichen Passagen wähnt man sich sogar 30 Jahre zurückversetzt und wird dabei das Gefühl nicht los den gleichen Film mit anderen Darstellern zu sehen. Manch einer mag das dem Film eventuell vorwerfen, einige mögen sogar fast von einer 1:1 Kopie sprechen, doch keinesfalls kann man diesem Film seine Klasse absprechen, die auf jeden Fall vorhanden ist.

Zugegebenermaßen entsteht nicht gerade selten der Eindruck, das man sich viel eher in einem Remake denn in einem Prequel befindet, doch ehrlich gesagt habe ich das keineswegs als störend empfunden. Im Prinzip ist es eigentlich nur eine weibliche Hauptdarstellerin und die norwegische Crew die dem Zuschauer aufzeigen, das sich die Geschichte zeitlich gesehen vor der Carpenter-Story abspielt. Um diesen Eindruck zu verstärken, sollte man sich die beiden Filme auch hintereinander anschauen, denn den Übergang kann man ohne Weiteres als fließend bezeichnen. Doch nun zurück zum vorliegenden Film, der in meinen Augen ein absolutes Highlight des Filmjahres 2011 darstellt. Das liegt sicherlich nicht in der zugegebenermaßen vorhersehbaren Story begründet, denn dazu sind die Ähnlichkeiten zum 1982er Werk viel zu offensichtlich. Es sind hauptsächlich die absolut genialen Effekte, die hier den Betrachter in ihren Bann ziehen. In diesem Punkt haben die Macher des Filmes nämlich absolut sensationelle Arbeit geleistet und einige eventuelle Schwächen mehr als wettgemacht. Allerdings bezieht sich die Genialität lediglich auf die gezeigten Mutationen die nun wirklich ein visueller Hochgenuss sind. Wer hier sensationelle SFX erwartet sollte die Erwartungen lieber etwas zurückschrauben, denn im Bezug auf den Härtegrad haben viele Leute eventuell etwas mehr Gore erwartet.

Das soll aber keineswegs bedeuten das "The Thing" keine Härten beinhaltet, lediglich die Anzahl der härteren Passagen hält sich in überschaubaren Grenzen. Es ist einfach die Mischung aus einer zwar nicht neuen, aber dennoch sehr spannenden Geschichte in Kombination mit einer erstklassigen Atmosphäre, die für ganzzeitig erstklassige Unterhaltung sorgen. Zwar ist Carpenters Werk im Bezug auf diese Aspekte weiterhin unangefochten, doch auch in vorliegendem Film entwickelt sich diese fast schon klaustrophobische Grundstimmung in der Forschungsstation. Van Heijningen tritt hier also durchaus in die Fußstapfen einer Regie-Legende und verleiht seiner Geschichte die gleichen Zutaten, die schon vor über 30 Jahren hervorragend funktioniert haben. Dennoch kann ich es auch gut nachvollziehen, wenn die Meinungen zu "The Thing" teilweise weit auseinandergehen und es fällt auch nicht wirklich leicht eine vollkommen objektive Bewertung abzugeben. Denn bis auf diverse Änderungen im Bezug auf die Crew und diverse andere Kleinigkeiten hinterlässt das Werk doch den starken Eindruck einer Kopie, wobei man allerdings fairerweise von einer äusserst gelungenen Kopie sprechen sollte.

Für eine wirklich faire Bewertung ist es wohl absolut ausschlaggebend, mit welcher Erwartungshaltung man an diesen Film herangeht, denn wer eine innovative und vollkommen neue Vorgeschichte erwartet wird am Ende wohl eher negativ beeinflusst sein. Andererseits wird es genügend Leute geben, die sich ganz einfach am hohen Unterhaltungswert dieses Prequels erfreuen, das aber zu 80 % wie ein Remake erscheint. Ich zähle mich eher zur zweiten Gruppe und bin ehrlich gesagt ziemlich begeistert von dieser Vorgeschichte, die mich in allen Belangen voll überzeugt hat. Allein schon die fantastisch in Szene gesetzten Mutationen sind es wert, sich später die DVD zuzulegen und auch der Rest bietet SCI/FI-Horror der Extraklasse.


Fazit:


Das Original aus dem Jahre 1951 einmal ganz ausser acht gelassen, bietet "The Thing" die meiner Meinung nach gelungene Vorgeschichte zum 82er Kult-Remake von John Carpenter. Frappierende Ähnlichkeiten in der Geschichte empfand ich keinesfalls als störend, wobei das selbstverständlich immer im Auge des Betrachters liegt. Matthijs van Heijningen Jr. hat auf jeden Fall sehr gute Arbeit geleistet, so das man das Projekt Prequel als sehr gelungen bezeichnen kann. Eine bekannte Geschichte mit kleineren Neuerungen wurde spannend und atmosphärisch in Szene gesetzt und mit sensationellen Effekten versehen, so das man insgesamt von einem mehr als nur unterhaltsamen Gesamtpaket sprechen kann, dessen Anschaffung allemal lohnenswert ist.


8,5/10

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Nude Nuns with Big Guns








Nude Nuns with Big Guns
(Nude Nuns with Big Guns)
mit Asun Ortega, David Castro, Perry D'Marco, Maxie J. Santillan Jr., Ivet Corvea, Aycil Yeltan, Emma Messenger, Bill Oberst Jr., Maz Siam, Xango Henry, Robert Rexx, Jessica Elder, Alfonso Castro, Jose Martinez, Rene Arreola
Regie: Joseph Guzman
Drehbuch: Joseph Guzman / Robert James Hayes II
Kamera: Edwin M. Figuerroa
Musik: Dan Gross
Keine Jugendfreigabe
USA / 2010

Gerade erst hat sie Ihr Gelübde, Nonne zu werden, abgelegt - da wird Schwester Sarah von den Menschen, denen sie bisher grenzenlos vertraut hatte, missbraucht, einer Gehirnwäsche unterzogen und mit Drogen dem korrupten Klerus fügig gemacht. Zwischen Leben und Tod schwebend durch eine viel zu hohe Dosis von Medikamenten und Drogen, erhält Schwester Sarah eine Botschaft von Gott, der ihr aufträgt, an all denen Rache zu üben, die sie belogen, betrogen und misshandelt haben. Bewaffnet mit ihrem Glauben an Gott und einem Arsenal von Kanonen, wird sie die Inkarnation des Jüngsten Gerichts für ihre ehemaligen Peiniger. Im Gegenzug jedoch heuert die Kirche die gnadenlose Motorradgang Los Muertos; an, um Schwester Sarah aufzuspüren und zu töten. Aber selbst diese abgebrühten Gangster müssen bald erkennen, dass diese gnadenlose Nonne nicht von schlechten Eltern ist.


Die Richtung der Geschichte ist wohl schon durch den Filmtitel und die Inhaltsangabe vorgegeben, es handelt sich ganz eindeutig um eine Hommage an das Grindhouse-Cinema. Dennoch kann die zweite Regiearbeit von Joseph Guzman (Run Bitch Run) leider nur teilweise überzeugen, denn ein echter Funke will nicht so wirklich zum Zuschauer überspringen. Wer einen Film wie "Machete" erwartet, wird am Ende doch eher enttäuscht sein, denn weder im Bezug auf überzeichnete Action-Passagen noch im Bezug auf humorige Passagen kommt "Nude Nuns with Big Guns" auch nur ansatzweise an das Werk mit Danny Trejo heran. Zwar sollte man auch die vorliegende Geschichte keinesfalls ernst nehmen, doch lässt das Szenario echte Höhepunkte vermissen und hinterlässt dadurch doch einen äusserst zwiespältigen Eindruck beim Betrachter.

Man darf nicht ausser acht lassen das die deutsche DVD leider der Schere zum Opfer gefallen und um gut 3 Minuten erleichtert wurde, doch rein filmisch gesehen dürften die zusätzlichen Szenen dieses Werk auch nicht sonderlich aufwerten. Zu belanglos gestalten sich weite Passagen des Filmes, in denen man künstlich in die Länge gezogene Szenen geboten bekommt, in denen im Prinzip überhaupt nichts passiert. Dabei sind durchaus gute Ansätze zu erkennen und manchmal schimmert auch das unterhaltsame Grindhouse-Cinema durch, doch in der Summe gesehen wurde leider etliches an Potential verschenkt, als das man von einem vollkommen überzeugenden Film sprechen könnte. Ein Grund dafür ist sicherlich die Darsteller-Riege von der man keine Wunderdinge erwarten sollte, das dargebotene Schauspiel passt sich dem eher mittelmäßigen Eindruck an, den der gesamte Film hinterlässt. Zum anderen ist es auch die fehlende Action die den Unterhaltungswert doch ganz erheblich einschränkt. Bis auf einige Kopfschüsse bekommt man nämlich herzlich wenig geboten und von den herrlich überzogenen Action-Passagen eines "Machete" ist man hier leider Lichtjahre entfernt.

Dabei sind es doch eben diese Dinge, die das Grindhouse-Kino so liebens-und sehenswert machen und im seinen ganz eigenen Stempel aufdrücken, der es so unverwechselbar macht. Joseph Guzman hat es allerdings versäumt, genau diese Zutaten einzufügen und beschränkt sich vielmehr auf die Präsentation viel nackter Haut. Zugegeben, der Anblick einiger leicht bekleideter Damen gestaltet sich sehr nett, doch etwas weniger davon und ein bisschen mehr Action hätten den Film sichtlich aufgewertet. Zudem funktioniert auch der enthaltene Humor nicht so richtig, die Dialoge lassen den nötigen Biss vermissen und gestalten sich größtenteils sogar recht belanglos. Die farblosen Charaktere tun dann ihr Übriges, um den Film endgültig im Mittelmaß versinken zu lassen, was man meiner Meinung nach durchaus hätte vermeiden können, wenn man mit etwas mehr Liebe zum Detail an die Sache herangegangen wäre.

Letztendlich kann "Nude Nuns with Big Guns" keinesfalls die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen, dennoch bin ich mir ziemlich sicher, das dieses Werk auch seine Fan-Gemeinde finden wird. Man sollte allerdings von Beginn an die eigene Erwartungshaltung nach unten schrauben, um im Endeffekt keine zu große Enttäuschung zu erleben. Die Geschichte hat zwar durchaus ihre guten Momente, die aber leider viel zu selten in Erscheinung treten, als das man von einem gänzlich kurzweiligen Filmerlebnis sprechen könnte.


Fazit:


Verschenktes Potential, mittelmäßige Darsteller und fehlender Esprit lassen hier einen Film im absoluten Mittelmaß enden, aus dem man viel mehr hätte herausholen können. Zwar kann man sich das Werk von Joseph Guzman durchaus einmal anschauen, einen nachhaltigen Eindruck wird der Film aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht hinterlassen.


Die DVD:


Vertrieb: Ascot elite
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:2,35 (16:9)
Laufzeit: 89 Minuten
Extras: Originaltrailer, Trailershow, Short Film, TV-Ansprache


4/10

Montag, 12. Dezember 2011

Die Hölle der lebenden Toten








Die Hölle der lebenden Toten
( Virus)
mit Margit Evelyn Newton, Franco Garofalo, Selan Karay, Robert O'Neil, José Gras, Gaby Renom, Josep Lluís Fonoll, Piero Fumelli, Bruno Boni, Patrizia Costa, Cesare Di Vito, Sergio Pislar
Regie: Bruno Mattei
Drehbuch: Jose Maria Cunilles / Claudio Fragasso
Kamera: John Cabrera
Musik: Keine Information
Ungeprüft
Italien / Spanien / 1980

Auf einem verlassenen Atoll irgendwo im Pazifik werden in einer Forschungsanstalt Versuche mit Viren durchgeführt. Nach einem Unfall werden Mitarbeiter von neuartigen Virus infiziert. Als Folge bricht in ihnen der Drang zum Kannibalismus aus. Eine Elitetruppe wird auf die Insel geschickt, um den Schrecken zu beenden. Nach den ersten schweren Verlusten beschließt man, einen Großangiff auf das Zentrallabor zu starten. Es kommt zu einer blutigen Schlacht...


Dieser herrliche Zombie - Klassiker von 1980 ist bei sehr vielen Leuten verpönt und wird teilweise als Trash angesehen. Sicher hat der Film auch wirklich eine teilweise trashige Note und man kann ihn auch nicht mit den Zombiefilmen von Romero vergleichen, aber das, was Bruno Mattei hier auf die Beine gestellt hat, besitzt meiner Meinung nach doch so etwas wie Kultcharakter. Viele Leute allerdings sind da vollkommen anderer Ansicht, ordnen den Film als Müll ein und können mit dem beinhalteten Trashgehalt rein gar nichts anfangen. Wer allerdings zur Gruppe derjenigen gehört, die ihre helle Freude an nicht ganz ernstzunehmenden Genrevertretern haben, sollte in diesem Fall bestens bedient werden.

Die Geschichte an sich wird sehr flüssig und interessant erzählt und auch von der Atmosphäre her ist der Film sehr schön dicht gehalten. Dafür darf man hier auf keinen Fall sehr viel Inhalt erwarten, da die Stpry doch äusserst sinnbefreit erscheint, was dem generellen Unterhaltungswert aber keinerlei Abbruch tut. Ein kleines Manko des Films ist es allerdings, das es teilweise kleinere Spannungseinbrüche gibt, die aber, wie ich finde, nicht so gravierend sind, als das man den Film so schlecht bewertet, wie es sehr oft der Fall ist. Da gibt es ganz andere Genre - Vertreter, die viel schlechter sind. Dafür wird der Zuschauer allerdings mit einigen wirklich netten Splatter-und Goreeinlagen belohnt, die sich durchaus sehen lassen können und auch einen nicht gerade niedrig angesiedelten Härtegrad erkennen lassen, so das auch die Freunde etwas härterer Zombiekost auf ihre Kosten kommen dürften.

Das Einzige, was mich eigentlich wirklich etwas stört, sind die teilweise schlechten Schauspielerleistungen. Einige der Akteure wirken wirklich extrem hölzern und oft ist die Verhaltensweise einiger Darsteller im Film doch schon geradezu grotesk. Natürlich erwartet man bei einem Zombiefilm nicht gerade oscarreife darstellerische Leistungen, aber hier wirkt einiges doch sehr unbeholfen. Andererseits unterstreicht das Schauspiel doch ziemlich stark die teilweise skurrile Seite dieses Werkes, so das man es auch ohne Probleme als passend bezeichnen könnte. Wie dem auch sei, "Die Hölle der lebenden Toten" ist ganz sicher kein cineastisches Meisterwerk und auch bestimmt nicht einer der besten Zombiefilme, jedoch hat das Werk einen sehr hohen Unterhaltungswert, den man ihm keinesfalls absprechen kann. Der Rest ist wie immer absolute Geschmackssache, so das jeder selbst entscheiden muss, wie er diese italienisch / spanische Co-Produktion letztendlich einordnet.

Aber auch trotz dieser etwas negativen Punkte mag ich diesen Film sehr, er bietet trotz allem sehr unterhaltsame und kurzweilige Zombie - Unterhaltung und zählt meiner Meinung nach zu den Klassikern des Genres. Jeder echte Fan sollte Bruno Mattei's Werk zumindest einmal gesehen haben, denn atmosphärisch ist die Geschichte gar nicht so schlecht, die teils düstere und äusserst bedrohliche Grundstimmung verdichtet sich im Laufe der Zeit immer mehr, was einen dazu bewegen kann über diverse kleine Mankos hinwegzusehen.



8/10

Samstag, 10. Dezember 2011

Pakt der Wölfe








Pakt der Wölfe
(Le Pacte des loups)
mit Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Émilie Dequenne, Vincent Cassel, Monica Bellucci, Jérémie Rénier, Jean Yanne, Jean-François Stévenin, Jacques Perrin, Johan Leysen, Bernard Farcy, Edith Scob
Regie: Christophe Gans
Drehbuch: Stephane Cabel
Kamera: Dan Laustsen
Musik: Joseph LoDuca
FSK 16
Frankreich / 2001

Seit Jahren versetzt die Bestie von Gévaudan im 18. Jahrhundert einen ganzen Landstrich in Angst und Schrecken. Mehr als 100 Menschen hat das sagenumwobene Untier bereits auf dem Gewissen. Jetzt soll ihr endlich der Garaus gemacht werden. Der König schickt seinen besten Mann, den mit allen Wassern gewaschenen Haudegen Fronsac, der mit seinem getreuen Begleiter, dem Indianer Mani, in die unheilvolle Gegend reist. Dort stroßen die beiden auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens und geraten wiederholt in Lebensgefahr. Bis sich herausstellt, dass die Bestie nicht die einzige Ausgeburt der Hölle ist, die die Gegend unsicher macht.


"Pakt der Wölfe" ist ein Film, dem man nicht einem bestimmten Genre zuordnen kann, vermischen sich hier doch Grusel-und Fantasy Elemente in einem mittelalterlichen Ambiente. Gerade diese Kombination aus mehreren Genres ist es, die dem Film etwas absolut Aussergewöhnliches verleiht und eine unglaubliche Faszination entfaltet, der man als Zuschauer ganz automatisch erliegt. Das liegt auch sicherlich an der mystischen Note die der Geschichte beiwohnt, teilweise wird man auch in gewissen Passagen an einen Film wie "Sleepy Hollow" erinnert, denn auch vorliegendes Werk lässt größtenteils den Eindruck eines Horror-Märchens entstehen. Mit wirklich authentischen Sets und Kulissen wird man in das Frankreich des 18. Jahrhunderts versetzt, in dem eine unbekannte Bestie einen ganzen Landstrich in Angst und Schrecken versetzt. Allein diese Bestie sorgt schon für die ungeteilte Aufmerksamkeit des Betrachters, denn ganz bewust wird deren Identität doch lange Zeit im Dunkeln gelassen. Durch diesen Aspekt baut sich ein enormer Spannungsbogen auf, ist man doch merklich erpicht darauf, das Monster einmal zu Gesicht zu bekommen.

Bis es jedoch soweit ist vergeht eine geraume Zeit, die einem allerdings keineswegs langweilig vorkommt, denn der Aufbau der Story kann als sehr gelungen angesehen werden. Dabei herrscht ganzzeitig eine sehr mysteriöse Grundstimmung vor, denn die Zusammenhänge der blutigen Morde sind nicht zu erkennen. Erst im Laufe der Zeit lüftet Regisseur Christophe Gans das gut gehütete Geheimnis häppchenweise und gibt dem Zuschauer immer nur soviel Informationen, das man sich stückchenweise einer Wahrheit nähert, die man beim besten Willen nicht vorhersehen konnte. Trotz der eher ruhigen Erzählweise der Geschichte entfaltet sich ein hohes Maß an Intensität, die Ereignisse gestalten sich extrem spannend und sorgen für ein ganzzeitig erstklassiges Filmerlebnis.

Ganz nebenbei enthält der Film auch noch etliche sehr sehenswerte Action-Passagen, für die in erster Linie Mark Dacascos verantwortlich zeichnet, der hier eine gelungene Kostprobe seiner Kampfsportfähigkeiten zum Besten gibt. Gleichzeitig ist auch er für den mystischen Touch verantwortlich, der dem Story-Plot die ganze Zeit über beiwohnt. Schon sein exotisches Äusseres ist ein herrlicher Kontrast und wirkt wie ein willkommener Farbtupfer im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Dacascos überzeugt durch sein fast schon asketisches Auftreten und verleiht dem Geschehen eine äusserst mysteriöse Note, diverse Passagen des Filmes erhalten durch ihn und seine geheimnisvoll anmutenden Handlungen eine herrlich bedrohliche Note, die dem Gesamtwerk sehr gut zu Gesicht stehen. So ergibt sich letztendlich ein Gesamtwerk, das einen wirklich erstklassigen Eindruck hinterlässt und Filmkost der Extraklasse anbietet, die auch nach mehrmaligem Anschauen nichts von ihrem Reiz verliert. Dazu trägt auch die Auflösung der Ereignisse bei, die nicht einfach an den Haaren herbeigezogen erscheint, sondern vielmehr einen gut durchdachten Eindruck beim Betrachter hinterlässt.

Christophe Gans ist mit "Pakt der Wölfe" ein in allen Belangen großartiger Film gelungen, der eine gelungene Mixtur aus mehreren Genres darstellt. Eine spannend aufgebaute-und sehr gut durchdachte Geschichte, herrliche Kulissen und erstklassige Darsteller sorgen dabei für ein rundum Sorglos Paket, das auch bei einer Laufzeit von gut 140 Minuten keinerlei langatmige Passagen beinhaltet. Dafür sorgt schon der gekonnte Geschichtsaufbau, der sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr in eine Richtung entwickelt, die man zu Beginn unmöglich vorhersehen kann. Was am Anfang noch wie eine Mordserie eines unberechenbaren Tieres aussieht, erhält zum Ende hin eine vollkommen andere Bewandnis wenn man erst einmal die Gesamtzusammenhänge des Geschehens erkennt. Darin besteht die große Stärke dieses Filmes, der wirklich keinerlei Schwachstellen erkennen lässt und in dem viele unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen um ein großes Geheimnis zu hüten, das sich vollständig anders gestaltet, als man es vermutet hätte.

Fazit:

"Pakt der Wölfe" ist ein absolut faszinierender Genre-Mix, den man sich in regelmäßigen Abständen immer wieder gern anschaut. Hier wird beste-und spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau geboten und eine mysteriöse Geschichte zieht einen unweigerlich in ihren Bann. Eine grandios aufspielende Darsteller-Riege, herrlich authentische Kulissen und gelungene Kampfeinlagen ergeben ein Gesamtpaket, das man bedenkenlos weiterempfehlen kann.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch, Französisch, Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Audiokommentare
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 137 Minuten (Kinofassung), 143 Minuten (DC)
Extras: Trailer beim Start der Disc: Don't be afraid of the Dark (2:25 Min.), Audiokommentar mit Regisseur Christoph Gans, Audiokommentar mit Vincent Cassel und Samuel le Bihan, Filmdokumentation: Das Innere der Bestie (78:11 Min.), Hinter den Kulissen (77:54 Min.), Geschnittene / Verlängerte Szenen: Land der Bestie (10:54 Min.), Grausamer Fund (4:09 Min.), Kutsche & Kanzel (2:42 Min.), Wiedersehen im Nebel (6:29 Min.), Im Folterkeller (10:03 Min.), Montage (5:49 Min.), Trailer & TV-Spots: dt. Kinotrailer (1:47 Min.), eng. Kinotrailer (1:04 Min.), dt. TV-Spots (1:18 Min.), Cast & Crew, Trailer: Don't be afraid of the Dark (s.o.), Memento, The Gift, House on Haunted Hill, Dungeons & Dragons


9/10

Donnerstag, 8. Dezember 2011

DeadHeads








DeadHeads
(DeadHeads)
mit Michael McKiddy, Ross Kidder, Markus Taylor, Thomas Galasso, Natalie Victoria, Eden Malyn, Benjamin Webster, Grag Dow, Harry Burkey, Leonard Kelly-Young, Jamie Wheatley, Brian Matthew Richardson, Christina Rose, Alexander Borrello, Brock Tarzana
Regie: Brett Pierce / Drew T. Pierce
Drehbuch: Brett Pierce / Drew T. Pierce
Kamera: Robert Toth
Musik: Devin Burrows
FSK 16
USA / 2011

Drei Jahre nach seinem blutigen Ableben wacht Mike plötzlich als waschechter Zombie wieder auf! An viel kann er sich nicht erinnern, eins hat sich allerdings in sein untotes Hirn gebrannt: der Heiratsantrag, den er seiner Freundin Ellie kurz vor seinem Tod machen wollte. Begleitet von seinem neuen Freund, dem ebenfalls zombiefizierten Brent, macht er sich inmitten einer Zombie-Apokalypse auf die abenteuerliche Suche nach seiner großen Liebe. Wird er sie wiedersehen? Wie wird sie auf sein untotes Dasein reagieren? Und wie wird er die Söldner der Regierung los, die ihn erbarmungslos jagen und ihn ein zweites Mal töten wollen?


Spätestens seit "Shaun of the Dead" haben etliche Genre-Beiträge versucht, sich die Bezeichnung Zombie-Komödie zu verdienen. Vertreter wie "Doghouse" oder auch "Zombieland" haben sich den Titel auch auf jeden Fall verdient und nun kommt mit "DeadHeads" ein weiterer Film hinzu, der sogar teilweise neue Wege geht. Der grundlegendste Unterschied liegt sicherlich darin, das die beiden Hauptcharaktere der Geschichte "gute Zombies" sind, die keineswegs Menschen fressen wollen und die sogar ganz normal sprechen können. Allein dieser Aspekt ist schon einmal als willkommene Abwechslung anzusehen und belebt das Genre doch sichtlich. Die Geschichte an sich ist ziemlich simpel gestrickt und wenn hier keine Untoten am Werk wären, würde es sich im Prinzip um eine echte Romantik-Comedy handeln. So aber gestaltet sich durch die gelungene Mischung ein äusserst skurriles Geschehen, das dem Zuschauer ganzzeitig sehr kurzweilige-und witzige Unterhaltung bietet.

Geprägt durch teils schon groteske Situationskomik und jeder Menge bissigem Wortwitz eröffnet sich ein Story-Plot, der sehr abwechslungsreich daherkommt. Im Focus steht dabei der vor 3 Jahren getötete Mike, der seiner Ex-Freundin unbedingt mitteilen will wie sehr er sie liebt. Witzigerweise war es aber deren Vater, der den jungen Mann durch zwei Kopfschüsse brutal aus seinem jungen Leben beförderte. Nicht weiter verwunderlich also, das der gute mann auch jetzt Mike daran hindern will, mit seiner Ex zusammenzutreffen. Er hetzt einige Zombiejäger hinter ihm und seinem neuen untoten Freund Brent hinterher, die der beiden habhaft werden sollen. Die entstehende Jagd eröffnet dann wirklich einige echte Höhepunkte, was hierbei nicht nur auf den Actiongehalt des Geschehens bezogen ist. So geraten die beiden in die aberwitzigsten Situationen, die vor Ironie und Sarkasmus nur so strotzen. Herrlich in Szene gesetzte Action-Passagen wechseln sich dabei mit wunderbar schwarzhumorigen Dialogen und brillanter Situationskomik ab und gerade zum Ende hin ist auch noch genügend Freiraum für eine romantische Note übrig, die aufgrund der gegebenen Situation schon einen recht skurrilen Anteil beinhaltet.

Gestaltet sich die temporeiche Story über eine Stunde lang eher als reine Zombie-Komödie, so schlagen die Ereignisse im letzten Drittel des Filmes eher in die romantische Richtung aus. Dabei erscheint das Szenario aber zu keiner Zeit kitschig, vielmehr harmonieren die einzelnen Komponenten hervorragend miteinander und verleihen dem Geschehen einen unglaublichen Charme. Sämtliche Zutaten des Filmes passen perfekt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das man kaum kurzweiliger hätte gestalten können. Dazu tragen auch die Darsteller bei, von denen man zwar kein oscarreifes Schauspiel erwarten sollte, die aber für ein Werk dieser Art mit absolut tollen Leistungen aufwarten. Am besten hat mir persönlich die Figur von "Cheese" gefallen, der als normaler Zombie zu sehen ist und für so manch herrliche Situation verantwortlich zeichnet. Doch auch sämtliche anderen Figuren tragen ihren Anteil an diesem köstlichen Filmvergnügen, das die Bezeichnung Zombie-Komödie auch wirklich verdient.

Die Gebrüder Pierce haben mit "DeadHeads" einen in allen Belangen überzeugenden Genre-Beitrag abgeliefert, der sich in diversen Punkten sogar etwas von anderen Vertretern abhebt. Natürlich ist wie immer alles reine Geschmackssache, aber dieser Film sorgt für jede Menge Kurzweil und beinhaltet jede Menge Schmunzel-Humor, an dem sich der Zuschauer wirklich erfreuen kann. Die Mischung aus Romanze-und Zombie-Komödie ist absolut gelungen und auch der vorhandene Humor dürfte bei den meisten Genre-Fans auf eine Menge Gegenliebe stoßen. Ich persönlich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann eine uneingeschränkte Empfehlung für diesen tollen Film aussprechen.


Fazit:


"DeadHeads" macht eine Menge Spaß und ist in einigen Belangen durch diverse Neuerungen sogar als recht innovativ einzustufen. Da stört es auch nicht weiter, das die Geschichte an sich im Prinzip relativ simpel gestrickt ist. Köstlicher Humor, der sich durch skurrile Situationskomik und jede Menge Wortwitz zu erkennen gibt vertreibt die Zeit wie im Flug und lässt den Zuschauer mit einem Gefühl der Befriedigung zurück. Freunde lustiger Zombie-Komödien sollten sich dieses Werk auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten


8/10

Dienstag, 6. Dezember 2011





Imprint
(Masters of Horror)
mit Billy Drago, Youki Kudoh, Michie, Shiho Harumi, Magy, Shinichi Tokuhara, Takao Handa, Hiroshi Kuze, Miyuji Konno, Yutaka Matsuzaki, Hiroshi Fujita, Sachiko Matszzra, Noriko Eguchi, Megumu Takada
Regie: Takashi Miike
Drehbuch: Mick Garris / Daisuke Tengan
Kamera: Toyomichi Kurita
Musik: Koji Endo
SPIO/JK
Japan / USA / 2005

Japan, 19. Jahrhundert: Nach Jahren kehrt der amerikanische Journalist Billy zurück nach Japan, das er damals auf geheimnisvolle Weise schlagartig verlassen hatte. Er begibt sich auf die Suche nach seiner Geliebten, einer japanischen Prostituierten, die er einst zurückließ. Seine Suche führt ihn auf eine düstere karge Insel. Während er nach seiner Unterkunft Ausschau hält, begegnet ihm eine mysteriöse Frau, die skurrilerweise genau weiß, was Billy sucht. In bildgewaltigen brutal-blutigen Rückblenden lässt sie Billy am schrecklichen Schicksal seiner Geliebten teilhaben. Doch sie warnt ihn, alte Geister sollte man ruhen lassen...


"Imprint" ist Takashi Miijes Beitrag zur ersten Staffel der Masters of Horror-Reihe und zählt zu den Filmen, die bisher in Deutschland nur geschnitten erschienen sind. Nun endlich hat Splendid den Film noch einmal ungeschnitten in der "Black Edition" herausgebracht und das Warten auf eine ungeschnittene Version hat sich durchaus gelohnt. Dabei sollte man allerdings anmerken, das man kein bluttriefendes Spektakel geliefert bekommt, doch einige Passagen des Filmes fallen durchaus härter aus und so manche Szene geht einem im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Doch Miike hat hier keinesfalls sein Hauptaugenmerk auf explizite Gewaltdarstellungen gelegt, sondern legt den Focus vielmehr auf eine wirklich spannende-und vor allem sehr mysteriöse Geschichte, die zudem noch herrlich ineinander verschachtelt ist.

So bekommt dann auch die Hauptfigur Billy (Billy Drago) zuerst mehrere Halbwahrheiten über das Schicksal seiner Geliebten präsentiert, bevor sich erst kurz vor dem Ende die ganze-und schreckliche Wahrheit offenbart. Durch die häppchenweise gelieferten Informationen entwickelt sich für den Zuschauer ein äusserst straff gezogener Spannungsaufbau und die geheimnisvolle Atmosphäre des Filmes tut ihr Übriges, um einen in ihren Bann zu ziehen. Ganzzeitig verspürt man dabei das Gefühl, das jede einzelne Version über den Verbleib der Geliebten noch längst nicht die ganze Wahrheit enthalten, so das man miz einem Knalleffekt zum Ende hin rechnet, der sich dann letztendlich auch wirklich ergeben soll. Dabei beginnt die Story im Prinzip eher ruhig und bedächtig, phasenweise ist die zu Beginn sehr bedächtige Erzählweise sogar ein wenig einschläfernd. Doch ganz offensichtlich wurde dieser Stil von Miike ganz bewust gewählt, um den Betrachter danach mit einem umso temporeicheren Szenario zu konfrontieren, das es stellenweise wirklich in sich hat.

Es gibt einige sehr gut plazierte Schockmomente und einige Szenen verursachen einem selbst fast körperliche Schmerzen. Der Blutgehalt der Ereignisse hält sich zwar in einem überschaubaren Rahmen, doch dafür bekommt man diverse Foltermethoden geliefert, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Das absolute Highlight war für mich persönlich allerdings die absolut gelungene Auflösung des mysteriösen Geschehens, hat Miike hier doch einen echten Überraschungseffekt eingebaut, mit dem man nicht wirklich rechnen konnte. Bis es jedoch endlich soweit ist, kann man die exzellente Grundstimmung des Filmes wie ein Schwamm in sich aufsaugen und sich zudem am gelungenen Schauspiel der einzelnen Akteure erfreuen.

"Imprint" ist letztendlich eine äusserst gelungene Kombination aus Horror-und Gruselfilm, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht etliche Pluspunkte für sich verbuchen kann. Doch auch in allen anderen Belangen kann man dem Werk ein überdurchschnittlich gutes Gesamtzeugnis ausstellen und einen Kauf der DVD auf jeden Fall empfehlen.


Fazit:


Vielfilmer Takashi Miike hat mit "Imprint" einen wirklich gelungenen Beitrag zur Masters of Horror-Reihe beigetragen, der nun endlich auch bei uns in Deutschland in seiner ungeschnittenen Version vorliegt. Ein stimmungsvoller-und mysteriöser Horrorfilm, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch (Bonus)
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 61 Minuten + 105 Minuten Bonus
Extras: Making Of, Interview, Biografie, Imprinting - Das Special


8/10

Sonntag, 4. Dezember 2011

XII - Die Jury








XII - Die Jury
(XII)
mit Steven Brand, Michael Leydon Campbell, Jeremy Fitzgerald, Emily Hardy, Vanessa Long, Mercedes McNab, Josh Nuncio, Joe Nunez, Monica Ramon, Nick Searcy, Jack Story, Mark Twogood
Regie: Michael A. Nickles
Drehbuch: Michael A. Nickles / Tennyson E. Stead
Kamera: Mark Peterson
Musik: Tim Montijo
SPIO/JK
USA / 2008

Fünf Jahre ist es her, dass eine zwölfköpfige Jury Leonard Karlsson für sexuellen Kindesmissbrauch verurteilte, und ihm finster gesonnene Mithäftlinge daraufhin das Gesicht grauenvoll entstellten. Nun ist Leonard auf freiem Fuße und rast mit seinem roten Pick-Up durch die Wüste Arizonas, um in einer gottverlassenen Ansiedlung den letzten verbleibenden Jury-Mitgliedern das Gesicht lebend zu häuten und sich als Maske überzuziehen. Allein Kellnerin Claire ist scharfsichtig genug, den Mordplan zu erkennen.


Voller Vorfreude bin ich an die Sichtung dieses Horrorfilmes gegangen, hatte ich mir doch eine Menge von ihm versprochen. Leider kann der Film von Michael A. Nickles die in ihn gesetzten Erwartungen jedoch nur teilweise erfüllen, denn die Macher haben ganz eindeutig eine Menge an Potential liegenlassen. Das bekommt man in erster Linie durch die Geschichte an sich immer wieder bestätigt, eröffnet sich doch ein Szenario, das an diversen Stellen doch ziemlich unrund und unausgegoren erscheint. So wird die Vorgeschichte des Geschehens eigentlich gar nicht bearbeitet, man bekommt lediglich einige hektische Bilder zu sehen die andeuten, was im Gefängnis mit Karlsson passiert ist. Das sorgt also schon einmal für einen eher dürftigen Einstieg in ein Geschehen, dem es sichtlich an Höhepunkten mangelt und das trotz seiner geringen Laufzeit von gut 75 Minuten einige Längen aufweist, die man sicherlich hätte vermeiden können. Dabei wird der Zuschauer mit einer Eröffnung konfrontiert die sich durchaus sehen lassen kann und sogar einige Hoffnungen auf einen harten-und kompromisslosen Horrorfilm weckt.

Leider erfüllt sich diese Hoffnung aber nicht, denn lediglich einige Minuten vor dem Ende schimmert ein gewisser Härtegrad durch und einige blutigere Passagen kommen zum Vorschein. Ansonsten plätschert die Story größtenteils vor sich hin und bietet wenig Möglichkeiten, sich wirklich für die Ereignisse zu begeistern. Das liegt in erster Linie an den Charakteren der Story, zu denen man in keiner Phase eine wirkliche Beziehung herstellen kann. Die Einführung und Beleuchtung der einzelnen Figuren fällt dabei sehr oberflächlich aus, zudem sind die meisten Verhaltensweisen der Protagonisten einfach zu klischeebehaftet und hinterlassen nicht unbedingt einen glaubwürdigen Eindruck. Insbesondere die Darstellung des Killers erinnert einen an etliche 08/15 Slasher, bekommt man es doch mit einem eher stumpfsinnigen Rächer zu tun, der seine Opfer foltert und dann bei lebendigem Leibe die Haut abzieht. Nun könnte man aufgrund der hohen Alterseinstufung davon ausgehen, das diese Passagen auch gezeigt werden, doch bleibt es zumeist lediglich dabei, das man die Handlungen nur in Ansätzen zu sehen bekommt.

Das größte Defizit des Filmes ist allerdings die phasenweise abgehackt erscheinende Erzählstruktur, denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, das die Geschehnisse einen streckenweise unzusammenhängenden Eindruck hinterlassen. Dieser Eindruck trübt das Sehvergnügen doch ganz erheblich und wertet das Gesamtbild des Filmes nicht unbedingt auf. Passend dazu gestaltet sich auch das dargebotene Schauspiel, denn die Akteure agieren doch zumeist richtiggehend lustlos und brillieren durch unlogische Verhaltensweisen, die manchmal schon grotesk erscheinen. Diese ganzen negativen Kritikpunkte hätte man meiner Meinung nach auf jeden Fall verhindern können, denn ein wenig mehr Spielzeit und eine detaillierte Schilderung der Vorgeschichte hätten das Gesamtpaket in einem vollkommen anderen Licht erscheinen lassen. Ausserdem hätte man sich die phasenweise künstlich in die Länge gezogenen Passagen verkneifen können die wenig Unterhaltungswert beinhalten und zudem auch noch recht belanglos erscheinen.

Letztendlich ist "XII - Die Jury" leider nicht der Horrorfilm, den sich manch einer eventuell erhofft hat. Keinerlei Innovation und überhaupt keine Kreativität sorgen dafür, das es sich im Endeffekt lediglich um einen Film handelt, der im unteren Durchschnittsbereich anzusiedeln ist. Dabei sind die Grundvorraussetzungen für einen gelungenen Slasher auf jeden Fall gegeben, doch die mangelhafte-und absolut uninspirierte Umsetzung der Geschichte verhindern eine weitaus bessere Bewertung.


Fazit:


"XII - Die Jury" ist alles andere als ein Highlight des Genres und bietet trotz seiner verhältnismäßig kurzen Laufzeit noch nicht einmal ganzzeitig kurzweilige Unterhaltung. Zu viele Längen, belanglose Passagen und ziemlich schlechte Darsteller sind einfach zu viele negative Kritikpunkte, um für ein spannendes Filmvergnügen zu sorgen. Lediglich die streckenweise durchimmernde Atmosphäre des Filmes sorgt für einen kleinen Höhepunkt, sorgt sie doch zumindest für ein wenig Spannung, so das dieses Werk nicht vollkommen versagt.


Die DVD:

Vertrieb: Ascot Elite
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 75 Minuten
Extras: Trailershow


4/10

Freitag, 2. Dezember 2011

Rare Exports - Eine Weihnachtsgeschichte








Rare Exports - Eine Weihnachtsgeschichte
(Rare Exports)
mit Onni Tommila, Jorma Tommila, Tommi Korpela, Rauno Juvonen, Per Christian Ellefsen, Ilmari Järvenpää, Peeter Jakobi, Jonathan Hutchings, Risto Salmi, Jens Sivertsen, Sigmund Boe, Olav Pedersen, Nils Nymo
Regie: Jalmari Helander
Drehbuch: Petri Jokiranta / Sami Parkkinen
Kamera: Mika Orasmaa
Musik: Juri Seppä / Miska Seppä
FSK 16
Finnland / Frankreich / Norwegen / Schweden / 2010

Tief in der finnischen Eiswüste schlummert das uralte Geheimnis vom wahrhaften Weihnachtsmann. Bis jetzt, denn der zwielichtige Riley und seine amerikanische Firma führen im Berg hinter dem Dorf nicht bloß Probebohrungen durch. Als der kleine Pietari und sein Vater Rauno kurz vor dem Fest eine ganze Herde toter Rentiere vorfinden und den Einheimischen so der gesamte Fleischbestand flöten geht, schwören sie Rache. Eines Nachts tappt ein nackter, bärtiger Wilder in ihre Falle. Dieser scheint jedoch nicht allein zu sein. Als nach und nach alle Kinder spurlos verschwinden, ahnen Pietari und die Dorfbewohner Böses...


Die etwas andere Weihnachtsgeschichte


"Rare Exports" sollte man wirklich zu den absolut positiven Überraschungen dieses Jahres zählen, bekommt man doch eine extrem unterhaltsame Geschichte präsentiert, die eine äusserst gelungene Mixtur aus Action, Fantasy-und Komödie darstellt. Mit einem erstklassigen Soundtrack untermalt eröffnet sich eine Weihnachtsgeschichte, die einmal etwas vollkommen anderes bietet als die handelsüblichen-und zumeist sehr rührseligen Filme, die in dieser Jahreszeit regelmäßig herausgebracht werden. Im Focus des Geschehens steht der kleine Pietari (Unni Tommila, der dem Zuschauer durch sein gelungenes Schauspiel und seine niedliche Ausstrahlung von Beginn an das Herz wärmt. Im Laufe der ungewöhnlichen Geschichte erreicht der kleine Junge sogar eine Art Heldenstatus, sind seine folgenden Taten doch für einen positiven Ausgang des Szenarios absolut maßgeblich.

Über den Inhalt an sich sollte man an dieser Stelle nichts mehr verraten, denn jeder sollte sich selbst sein Urteil über diese witzige-und teils auch sehr spannende Weihnachtsgeschichte bilden, die sich in einer kargen finnischen Winterlandschaft abspielt. Streckenweise von fast schon skurriler Situationskomik durchzogen eröffnet sich ein Szenario, an dem man ganz einfach seine Freude haben muss. Glänzend aufgelegte Darsteller, denen man die Spielfreude richtiggehend anmerkt sorgen für ganzzeitig erstklassige Unterhaltung, in der man den Weihnachtsmann einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernt. Zudem ist der gute Mann auch keinesfalls ein Fabelwesen, sondern ein tiefgefrorener Bösewicht, dem es einen Riesenspaß macht, unartigen Kindern den Hintern zu versohlen. Es ist der kleine Titelheld, der als einziger den Informationen glaubt, die er aus einem alten Buch entnimmt und so ist es dann auch nicht weiter verwunderlich das er es letztendlich ist, der die Bevölkerung des kleinen Dorfes vor größerem Unheil rettet.

Mit einem Budget von knapp 2.000.000 Euro wurde hier ein Film kreiert, der phasenweise durchaus höher budgetiert erscheint. Doch im Prinzip ist das vollkommen egal, denn der Inhalt der Geschichte ist es, der hier ein hohes Maß an Faszination beinhaltet. Der mit viel Fantasie gestaltete Story-Plot zieht einen größtenteils richtiggehend in seinen Bann und versprüht dabei einen Charme, dem man nur erliegen kann. Dabei beinhaltet der Film auch eine ordentliche Portion Ironie, die sich an etlichen Stellen zu erkennen gibt. Durch die gelungene Kombination verschiedendster Genres ergibt sich so ein Filmerlebnis, das junge wie auch ältere Semester bestens unterhalten dürfte. Es macht ganz einfach Spaß, den kleinen Pietari dabei zu beobachten, wie er hier das Abenteuer seines Lebens durchlebt uns sich dabei von einem kleinen-und ängstlichen jungen in einen echten Helden verwandelt.

Letztendlich ist "Rare Exports" ein absolut gelungener Film, der wirklich in allen Belangen überzeugen kann. Die fantasievolle Geschichte wurde dabei äusserst kurzweilig und unterhaltsam in Szene gesetzt, so das man im Endeffekt nur zu einem überdurchschnittlich gutem Gesamteindruck gelangen kann. Erstklassige Darsteller und sehr viel Witz machen diesen Film zu einem echten Erlebnis, das man sich nicht nur in der Weihnachtszeit gut anschauen kann.


Fazit:


"Rare Exports" ist ein herrlich erfrischender Film, der einmal eine vollkommen andere Weihnachtsgeschichte erzählt. Keine rührselige Story, sondern vielmehr ein absolut gelungener Genre-Mix, in dem ein kleiner Junge das Highlight darstellt. Jede Menge Situationskomik und viel Ironie ergeben gepaart mit herrlichem Schmunzel-Humor ein Gesamtpaket, das man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Finnisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 80 Minuten
Extras: Trailer, Trailershow, Making Of


8/10