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Samstag, 28. Januar 2012

Die Nacht der Wölfe








Die Nacht der Wölfe
(Le Poil de la bete)
mit Guillaume Lemay-Thivierge, Viviane Audet, Gilles Renaud, Patrice Robitaille, Antoine Bertrand, Marc Beaupre, Marie-Chantal Perron, Sebastien Huberdeau, Mirianne Brule, Pierre-Luc Lafontaine, Martin Dubreuil
Regie: Philippe Gagnon
Drehbuch: Pierre Daudelin / Stephane J. Bureau
Kamera: Steve Asselin
Musik: Keine Information
FSK 12
Kanada / 2010

Quebec, 1665. Nur Stunden bevor er gehängt werden soll, flieht der Frauenheld Joseph aus der Gefangenschaft. Er versteckt sich in der Lordschaft de Beaufort, wo er von den Bewohnern für einen Jesuiten Priester gehalten und freudig willkommen geheißen wird. Doch schon bald muss er erleben, dass sich, sobald sich die Nacht über das Dorf senkt, Werwölfe auf der Jagd nach frischem Menschenfleisch sind! Als Joseph sich in Marie, einer der Töchter des Königs verliebt, muss er den Kreaturen gegenübertreten um seine Liebe vor einem grausamen Schicksal zu retten.


Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Film gefreut, da ich ein bekennender Liebhaber der Werwolf-Thematik bin. Zudem lässt sich schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit erkennen, das "Die Nacht der Wölfe" sich teilweise an Filmen wie "Pakt der Wölfe" und auch "Zeit der Wölfe" orientiert, was im Grunde genommen auf eine interessante Geschichte hindeutet. Doch leider kann vorliegender Film die dadurch entstehenden Erwartungen des Betrachters nur teilweise erfüllen, wird doch die zu Beginn eingeschlagene Richtung nicht konsequent ausgearbeitet, wodurch sich die Story phasenweise leider in Nichtigkeiten verliert. Auch der zu Beginn ordentliche Erzählfluss gerät dadurch manchmal ins Stocken, so das sich im Laufe der Zeit doch einige langatmige Passagen ergeben, die das Sehvergnügen sichtlich beeinflussen. Die eigentliche Thematik gerät zu oft in den Hintergrund, was im Prinzip sehr schade ist da die Geschichte doch eine Menge an Potential beinhaltet.

Die Story an sich klingt doch sehr vielversprechend und auch die Kulissen können sich jederzeit sehen lassen. Das Problem liegt vielmehr darin begründet, das sich eigentlich zu keiner Zeit ein wirklich konstanter Spannungsbogen aufbauen will, wodurch die Ereignisse kaum Faszination auf den Zuschauer ausüben können. Stellenweise kommt es sogar vor das man sich richtiggehend langweilt, zu belanglos plätschert das Geschehen vor sich hin. Bevor man dann auch überhaupt einmal die Werwölfe zu Gesicht bekommt vergeht eine geraume Zeit, in der man hauptsächlich mit Belanglosigkeiten konfrontiert wird, die man durchaus hätte vermeiden können. Regisseur Philippe Gagnon versucht zwar immer wieder ein gewisses Maß an Spannung aufzubauen, kontinuierlich arbeitet er dabei anscheinend auf einen absoluten Höhepunkt hin, der aber leider nie in Erscheinung tritt.

Auch wenn sich das alles jetzt eher negativ anhört, handelt es sich hier um keinen schlechten Film, es fehlt lediglich an der richtigen Konsequenz um die Geschichte in eine geradlinige Richtung zu lenken. So ist "Die Nacht der Wölfe" dann auch schwerlich einem bestimmten Genre zuzuordnen, handelt es sich doch um eine Mixtur aus Abenteuer-und Horrorfilm, wobei sich die enthaltenen Horror-Elemente doch in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Das ist jetzt keinesfalls als negativ zu betrachten, nur erscheint das Gesamtwerk in irgendeiner Weise zu unausgegoren und es ist keinerlei klare Tendenz zu erkennen. Dafür bekommt man jedoch solides Schauspiel der Akteure geboten und auch in atmosphärischer Hinsicht kann diese kanadische Produktion einige Pluspunkte sammeln, was allerdings nichts an der Tatsache ändert, das der Film nicht über das gesunde Mittelmaß herausreichen kann.

Letztendlich handelt es sich bei "Die Nacht der Wölfe" um einen Film, der phasenweise einige starke Momente zu bieten hat, in seiner Gesamtheit allerdings einige offensichtliche Defizite aufweist. Mit etwas mehr Liebe zum Detail und einem konstanten Spannungsbogen hätte man viel mehr aus der vorliegenden Geschichte herausholen können, als es letztendlich der Fall ist. Dennoch kann man sich dieses Werk ohne Bedenken einmal anschauen, nur sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen an das Geschehen herangehen, denn diese können leider nicht erfüllt werden.


Fazit:


Hier hätte wirklich ein richtig guter Film entstehen können, doch leider fehlt es im Endeffekt an der letzten Konsequenz die vorliegende Story ganzzeitig spannend zu gestalten. Zu viele Belanglosigkeiten und einige zähflüssige Passagen verhindern letztendlich einen besseren Eindruck.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Französisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35: (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten
Extras: Making Of, Trailer


5/10

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