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Donnerstag, 19. Januar 2012

Sharktopus








Sharktopus
(Sharktopus)
mit Eric Roberts, Kerem Bursin, Sara Malakul Lane, Hector Jimenez, Liv Boughn, Julian Gonzalez Esparza, Blake Lindsey, Peter Nelson, Maija Markula, Megan Barkley, Mary Corman, Kyle Trainor, Lindsay Conklin
Regie: Declan O'Brien
Drehbuch: Mike MacLean
Kamera: Adam Finer
Musik: Tom Hiel
FSK 16
USA / 2010

Eine Bestie halb weißer Hai und halb Riesenkrake macht sich auf eine mörderische Fress-Orgie quer durch den Golf von Mexiko. Der Sharktopus verschlingt sexy Beach-Babes in knappen Bikinis, vollbusige Schönheiten in noch knapperen Bikinis und überhaupt jede hübsche Maid, die nicht bei Drei nicht aus dem Wasser ist. Eric Roberts (The Expendables) bleibt als Wissenschaftler Nathan Sands nur noch wenig Zeit um die Bestie zu stoppen, bevor der blutgetränkte Strand nur noch aus Leichenteilen besteht…


Einmal mehr wird hier eine wahre Trash-Granate auf die Menschheit losgelassen, die für den Syfy Channel produziert wurde. Hat man in diesem Bezug schon so manch dilletantisches Szenario vorgesetzt bekommen, so führt einen "Sharktopus" noch einmal in eine neue Dimension des schlechten Geschmacks. Von der ersten Minute an lässt der Film keinerlei Zweifel daran in welche Richtung er tendiert, denn schon der erste Anblick des Killer-Mischlings gestaltet sich enorm trashig. Wohl nur sehr selten hat man ein so dermaßen schlecht animiertes Monster gesehen wie es hier der Fall ist. Die Effekte sind von der übelsten Sorte, sorgen allerdings für einen gesteigerten Unterhaltungswert, da man sich phasenweise vor lachen nicht mehr einkriegt. Regisseur Declan O'Brien macht dabei von Beginn an klar, das man diesen Film auf keinen Fall ernst nehmen darf und das er sich im Prinzip nur für eine bestimmte Zielgruppe eignet. Wer nämlich gesteigerten Wert auf einen ernstzunehmenden Genre-Beitrag legt, kommt hier keinesfalls auf seine Kosten, man muss schon eine Vorliebe für Trashwerke haben, um dieser hanebüchenen Geschichte überhaupt etwas abgewinnen zu können.

Dabei ist es gar nicht einmal der grotesk anmutende Story Plot, sondern vielmehr dessen an Dilletantismus kaum zu überbietende Umsetzung die für einen absurden Unterhaltungswert sorgt. Ob man nun will oder nicht, man muss "Sharktopus" einen fast schon kindlich naiven Charme attestieren. Zwar handelt es sich in filmischer Hinsicht um einen echten Rohrkrepierer, doch für Liebhaber des schlechten Geschmacks offenbart sich eine echte Granate. Dies wird noch zusätzlich durch die Darsteller-Riege untermauert die sich hier wirklich alle Mühe gibt, sich in unzulänglichem Schauspiel gegenseitig zu überbieten. Dabei sind es insbesondere die streckenweise vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Verhaltensweisen der Charaktere, die dem Zuschauer ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubern. Die Handlungsweisen und das dilletantische Schauspiel sind so abwegig, das einem wirklich die Tränen in die Augen schießen und man Schwierigkeiten bekommt, das groteske Geschehen aufmerksam zu verfolgen.

Man sollte also schon im Vorfeld wissen, auf welche Art von Film man sich hier einlässt. Die für eine wirklich gute Inszenierung nötigen Zutaten sucht man hier vergebens, so etwas wie Spannung oder eine bedrohliche Grundstimmung sollte man keinesfalls erwarten. Dafür bekommt man allerdings eine Mischung aus Trash-und Absurditäten geliefert die sich sehen lassen kann. Ich persönlich kann mich kaum an ein Werk erinnern, das rein filmisch gesehen so wenig zu bieten hat, aber andererseits dem geneigten Trash-Liebhaber einfach alles bietet, was Filme dieser Art so absolut sehenswert macht. Eine vollkommen abstruse Geschichte, miese Schauspieler und Effekte der übelsten Machart sorgen für einen Filmspaß der grotesken Art, dem wahre Cineasten jedoch überhaupt nicht abgewinnen können. Das einzig bekannte Gesicht in den wirren Geschehnissen dürfte wohl Eric Roberts sein und man stellt sich zwangsläufig die Frage, was der bekannte B-Movie Darsteller in diesem Werk zu suchen hat.

Insgesamt gesehen handelt es sich bei "Sharktopus" um eine Produktion, in der eigentlich alles falsch gemacht wurde, was man falsch machen kann. In filmischer Hinsicht ist dieses Werk so grottenschlecht, das man kaum noch Worte dafür findet. Wer jedoch seine Freude an übelst-trashigen Monsterfilmen hat, der kann kaum besser bedient werden. Vor allem sollte man hier sein Hauptaugenmerk auf die Verhaltensweisen der Protagonisten legen, denn dieser Aspekt ist meiner Meinung nach der absolute Höhepunkt des Szenarios. Die mehr als nur unlogischen Handlungen im Verbund mit den dämlichen Dialogen und dem schlechten Schauspiel ergeben eine Mixtur an Peinlichkeiten, die für einen extrem hoch angesiedelten Unterhaltungswert sorgen, den man diesem Film auf keinen Fall absprechen kann.


Fazit:


Hier wurde sich ziemlich offensichtlich alle Mühe gegeben, eine vollkommen abstruse Inszenierung ins Leben zu rufen. Cineasten werden sich die Haare raufen, denn die Unzulänglichkeiten dieser Trash-Bombe treten in wirklich jeder Einstellung auf. Freunde vollkommen absurder Monsterfilme werden jedoch ihre wahre Freude an dieser Geschichte haben, die vollkommen beabsichtigt auf den schlechten Geschmack abzielt.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 85 Minuten
Extras: Trailer


Als normaler Film   1/10

Als Trash   8/10

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