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Donnerstag, 26. Januar 2012

The Shrine








The Shrine
(The Shrine)
mit Aaron Ashmore, Cindy Sampson, Meghan Heffem, Ben Lewis, Trevor Matthews, Paulino Nunes, Laura DeCarteret, Connor Stanhope, Jasmin Geljo, Vieslav Krystyan, Monica Bugajski, Stefen Hayes, Voyrek Skrzeta, Danijel Mandic
Regie: Jon Knautz
Drehbuch: Jon Knautz
Kamera: James Griffith
Musik: Ryan Shore
Keine Jugendfreigabe
USA / 2010

Eine Gruppe Journalisten reist nach Polen, um dem Fall eines verschwundenen amerikanischen Rucksacktouristen auf den Grund zu gehen. Die Spur des Verschwundenen führt in ein abgelegenes Dorf, welches ein grausames Geheimnis birgt. Die Dorfbewohner gehören einem heidnischen Kult an, der in blutigen Zeremonien Menschenopfer darbringt. Als die Journalisten dies bemerken, ist es jedoch bereits zu spät. Die Dorfbewohner sind fest dazu entschlossen, keinen der Journalisten lebend entkommen zu lassen.


Nachdem Jon Knautz 2007 mit "Jack Brooks: Monster Slayer" einen recht witzigen-und kurzweiligen Genre-Beitrag abgeliefert hat, kommt nun mit "The Shrine" ein Horrorfilm auf den Zuschauer zu, in dem es überhaupt nicht lustig zur Sache geht. Vielmehr präsentiert der Regisseur einen sehr ernsten-und düster gezeichneten Film, in dem sich einmal mehr alles um die Dämonen-Thematik dreht. Nun sollte man dabei nicht unbedingt ein Höchstmaß an Innovation erwarten, denn ähnliche Szenarien hat man schon des Öfteren zu Gesicht bekommen. Dennoch entwickelt sich nach einem eher etwas mauen Beginn eine richtig faszinierende Story, die in erster Linie durch eine hervorragende Grundstimmung überzeugen kann. Schauplatz des Ganzen ist ein kleines polnisches Dorf, in dem mysteriöse Dinge vor sich gehen, die letztendlich einigen Journalisten zum Verhängnis werden sollen, die ihre Neugier am Übernatürlichen nur schwerlich verbergen können.

Im Normalfall ist es eher ein negativer Kritikpunkt für einen Film, wenn dem Zuschauer keine-oder nur dürftige Erklärungen für ein Geschehen geboten werden, das stellenweise extrem unheimliche Züge offenbart. Vollkommen anders verhält es sich meiner Meinung nach bei "The Shrine", der im Prinzip überhaupt keine Erklärungsversuche anbietet, aber vom Story-Ablauf so gestaltet ist, das man sich als Zuschauer ohne jegliche Probleme einen Reim auf die unheilvollen Ereignisse machen kann. Von einer sehr bedrohlichen Atmosphäre begleitet entfaltet sich innerhalb kürzester Zeit ein erstklassig aufgebauter Spannungsbogen, das bedrohliche Szenario zieht den Zuschauer immer mehr in seinen Bann und sorgt dabei für einige echte Gänsehaut-Momente. Auch ohne explizite Gewaltdarstellungen schafft es die Geschichte fast spielend, eine unglaublich starke Faszination auf den Betrachter auszuüben, der äusserst gebannt den unheilvollen Geschehnissen folgt, die sich auf dem heimischen Bildschirm abspielen.

Auch wenn sich der Härtegrad der Story in einem überschaubaren Rahmen abspielt, bekommt man doch vor allem in der zweiten Filmhälfte einige leckere Szenen geboten, die zudem auch noch recht blutig-und derb ausfallen. Hier wurde genau die richtige Mischung aus Spannung-und Härte gewählt, wobei das Hauptaugenmerk des Filmes ganz eindeutig auf die gruselige Atmosphäre des Filmes gelegt ist. Die große Stärke dieses Werkes ist die Steigerung in der Erzählstruktur, die nach einem eher beschaulichen Beginn mächtig an Tempo zulegt. Wird man zuerst mit einem etwas belanglosen Beginn in einen kleinen Dämmerzustand versetzt, so ändert sich dieses Gefühl schlagartig, als die Story ihren Schauplatz nach Polen verlegt. Auf einmal verdichtet sich das gesamte Geschehen und man kann den immer weiter aufsteigenden Horror richtiggehend spüren. Dieser ist am Anfang noch eher von der subtilen Art, entfaltet sich aber mit der Zeit immer intensiver und weiss auch mit einigen gut placierten Schockmomenten für beste Unterhaltung zu sorgen.

Herausragend ist dann das Ende der Geschichte gestaltet, das doch gewisse Erinnerungen an Friedkins Meisterwerk "Der Exorzist" erkennen lässt. Der Zuschauer wird mit einem actiongeladenen-und extrem spannenden Showdown bedient, der den von Haus aus schon sehr guten Gesamteindruck des Filmes noch einmal zusätzlich hervorhebt. Insgesamt gesehen hat Jon Knautz hier einen wirklich überzeugenden Beitrag abgeliefert der zwar nicht sensationell Neues bietet, aber jederzeit für überdurchschnittlich gute Horrorkost sorgt, die man sich unbedingt anschauen sollte. Denn auch die eher unbekannten Darsteller liefern hier allesamt einen ordentlichen Job ab, so das es sich um ein echt stimmiges Gesamtpaket handelt.


Fazit:


"The Shrine" ist für mich persönlich die erste wirklich positive Überraschung im neuen Jahr. Zwar handelt es sich auf keinen Fall um eine Big Budget Produktion, doch das hat der Film auch überhaupt nicht nötig. Sämtliche verwendete Zutaten wurden erstklassig aufeinander abgestimmt und ergeben letztendlich gut 85 Minuten beste Horror-Unterhaltung, die man bedenkenlos weiterempfehlen kann.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 84 Minuten


8/10

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