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Mittwoch, 1. Februar 2012

Avatar - Aufbruch nach Pandora








Avatar - Aufbruch nach Pandora
(Avatar)
mit Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi, Joel David Moore, CCH Pounder, Wes Studi, Laz Alonso, Dileep Rao, Matt Gerald, Sean Anthony Moran, Jason Whyte
Regie: James Cameron
Drehbuch: James Cameron
Kamera: Mauro Fiore
Musik: James Horner
FSK 12
Großbritannien / USA / 2009

Auf der Suche nach neuen Erwerbsquellen stoßen die Menschen im 22. Jahrhundert auf den Planeten Pandora, der von den Navi bevölkert wird, drei Meter große Lebewesen mit blauer Haut. Da Menschen auf dem Planeten nicht atmen können, kommen Avatare zum Einsatz: Ersatzlebewesen in Navi-Form, die von ihren Besitzern gesteuert werden. Der querschnittsgelähmte Marine Jake Sully wird für das Programm ausgewählt. Er lernt die Navi Neytiri kennen und lieben und findet sich im Kreuzfeuer eines Krieges zwischen Menschen und Navi, die für ihren Planeten kämpfen.


Es gibt nun wirklich genügend Blockbuster, bei denen das hohe Budget in keinem Verhältnis zum letztendlichen Endergebnis steht, doch der mit geschätzten 237.000.000$ produzierte "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ist wirklich jeden einzelnen Dollar wert. Was Regisseur James Cameron dem Zuschauer hier bietet ist eigentlich schwer in Worte zu fassen, steht man doch auch noch lange nach der Sichtung des Filmes unter dessen berauschendem Eindruck den er hinterlässt. Die Idee zu der Geschichte verkündete Cameron schon 1996, doch war es aufgrund der damaligen Möglichkeiten in der Tricktechnik noch nicht möglich, das Werk nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Und so musste man sich bis in das Jahr 2009 gedulden, bis man dieses visuelle Meisterwerk endlich in voller Pracht bewundern durfte. Dabei hat sich das Warten jedoch gelohnt, denn "Avatar" führt einen wirklich in eine neue Dimension der Tricktechnik, gut 60 % des Filmes entstanden am Computer, wobei einem dieser Umstand aufgrund der hochklassigen Technik gar nicht einmal auffällt. Zu berauschend wirken die großartigen Bilder auf einen ein und die vielfältige Farbenpracht zieht einen förmlich in einen sogartigen Strudel, der den Betrachter immer mehr in seinen Bann zieht und nicht mehr freigeben will.

Dabei ist zu Beginn der Story noch gar nicht richtig abzusehen, in welch wunderbare Welt man hier entführt wird, erst als sich die Geschichte größtenteils in den Wäldern Pandoras abspielt, bekommt man die Faszination und Farbenpracht dieses Planeten zu sehen. Die visuelle Kraft des Szenarios versetzt einen dabei fast schon in eine Art Traumwelt, zu schön und majestätisch erscheinen doch die Schauplätze, als das man sie für real halten würde. Die Story des Filmes bietet dabei noch nicht einmal etwas Neues, im Prinzip geht es wie so oft um die Gier des Menschen, der aus reiner Profitgier eine andere Spezies und deren Lebensraum ausbeuten will. Man merkt also schnell, das der Story-Leitfaden jederzeit auf die tägliche Realität auf unserer Erde anzuwenden ist, doch die Umsetzung des ganzen ist etwas vollkommen Neuartiges, das man ohne Übertreibung als Rausch für die menschlichen Sinne bezeichnen kann. "Avatar" verfügt über einen äusserst gelungenen Spannungsaufbau, trotz einer Laufzeit von gut 2,5 Stunden wirkt auch nicht eine einzelne Passage des Filmes langatmig. Dabei kommt das Geschehen in den ersten 2 Stunden fast gänzlich ohne Action aus, offenbart diese sich doch erst in der letzten Phase des Filmes, als es zum unausweichlichen Showdown zwischen den Menschen und den Navi's kommt, die ihren Planeten nicht kampflos aufgeben wollen.

So kann man sich dann bis zu diesem actiongeladenen Finale an der spannend-und flüssig erzählten Geschichte, aber hauptsächlich an den beeindruckenden Bildern erfreuen, die James Cameron einem hier bietet. Hat der gute Mann doch schon in etlichen seiner früheren Werke immer die zu dem damaligen Zeitpunkt vorhandene Tricktechnik revolutioniert (The Abyss, Terminator 2), so ist ihm hier ein Meilenstein gelungen, der sicherlich nicht so schnell überboten werden kann. Bei "Avatar" kann man eigentlich nur ins Schwärmen geraten, jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, schon einmal ein so bildgewaltiges Meisterwerk gesehen zu haben, bei dem die eigenen Augen fast schon hypnotisch am Bildschirm hängen, um ja keine einzelne Einstellung der Geschichte zu verpassen. dabei habe ich diesen Film immer wieder vor mir hin geschoben, da mich die Thematik eigentlich überhaupt nicht gereizt hat. So kann man sich irren, denn dieses Werk muss man ganz einfach gesehen haben, um sich seinen eigenen Eindruck zu machen und die ganze Kraft-und Schönheit der präsentierten Bilder in sich aufzusaugen.

Letztendlich hat James Cameron mit "Avatar - Aufbruch nach Pandora" eine reale und nur zu häufig vorkommende Grund-Thematik in eine gelungene Mischung aus SCI/FI-und Fantasy verfrachtet und diese mit visuell berauschenden Bildern angereichert, die man als Zuschauer nicht so schnell vergessen wird. Und so wird aus einer recht simplen Story ein wahres filmisches Meisterwerk, das man im Endeffekt nur als genial bezeichnen kann. Dieser Film setzt insbesondere in der Tricktechnik neue Maßstäbe und man darf gespannt sein, wann diese das nächste Mal übertroffen wird.


Fazit:


Eine nicht neue aber sehr spannend erzählte Geschichte und ein Bilderrausch der die Sinne berührt sind die ganz großen Stärken eines Filmes, der trotz der langen Laufzeit in keiner Phase langatmig erscheint. Cameron hat sich mit diesem Werk ein weiteres Denkmal gesetzt und seiner Filmografie einen weiteren Meilenstein hinzugefügt.


10/10

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