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Freitag, 3. Februar 2012

Flesh Gordon








Flesh Gordon
(Flesh Gordon)
mit Jason Williams, Suzanne Fields, Joseph Hudgins, William Dennis Hunt, Candy Samples, Mycle Brandy, Steve Grumette, Nora Wietemik, Lance Larsen, Hilary Summers, Leonard Goodman, Donald Lee Harris
Regie: Michael Benveniste / Howard Ziehm
Drehbuch: Michael Benveniste
Kamera: Howard Ziehm
Musik: Ralph Ferraro
Keine Jugendfreigabe
USA / 1972

Der Planet Erde ist in Gefahr! Er wird von geheimnissvollen Sex-Strahlen vom Planeten Porno beschossen! Flesh Gordon versucht, gemeinsam mit seiner atemberaubenden Freundin Dale Ardor und dem cleveren Dr. Flexi Jerkoff, die kosmische Penetration zu stoppen. Flesh muss dem üblen Herrscher Wang das Handwerk legen und kann nur hoffen, all die sexuellen Torturen zu überleben!


Schon die Inhaltsangabe lässt keinerlei Zweifel daran, das es sich bei "Flesh Gordon" um nichts anderes als den puren Trash handelt. Und so präsentiert sich dem Zuschauer auch von der ersten Minute an ein typischer Film im Look der 70er, der durchgehend seine Richtung beibehält und ganzzeitig für äusserst skurrile Unterhaltung sorgt. Der gelungene Mix aus Sex und Humor ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig und einige der unzähligen Gags mögen auch in der heutigen Zeit nicht mehr so richtig zünden, doch in seiner Gesamtheit handelt es sich definitiv um eine der absurdesten Produktionen, die im Trash-Bereich je herausgebracht wurden. Das ist jetzt durchaus positiv gemeint, beinhaltet das Werk von Michael Benveniste und Howard Ziehm doch sämtliche Zutaten im Überfluss, die einen Film dieser Art so sehenswert machen.

"Flesh Gordon" ist extrem grell-und bunt, sämtliche Charaktere erscheinen bewusst vollkommen überzeichnet, was man übrigens auch auf das gesamte Szenario ummünzen kann. Durch das verhältnismäßig niedrige Budget erscheinen insbesondere die Settings teilweise sehr billig, die vorhandenen Effekte hinterlassen einen eher stümperhaften Eindruck. Doch gerade dieser Aspekt kommt dem Werk sehr zu Gute, unterstreicht er doch die Absurdität der gesamten Geschichte und verleiht dieser ihren ganz eigenen Charme. Schaut man sich nur allein das Raumschiff in Penis-Form an, kann man sich streckenweise vor lachen nicht mehr halten und die mehr als nur skurrilen Dialoge tun ihr Übriges, um das Herz eines jeden Trash-Liebhabers höher schlagen zu lassen.

Der hohe Sex-Anteil des Geschehens bringt einen immensen erotischen Aspekt in die Story ein, zwar handelt es sich um keine Hardcore-Passagen, jedoch bekommt man schon eine Menge zu sehen. Hierbei wird in erster Linie eine Menge für den männlichen Zuschauer geboten, präsentieren sich doch eine Menge Damen, die größtenteils eher spärlich bekleidet und manchmal sogar splitternackt zu bewundern sind. Besonders gut hat mir persönlich das Finale dieser vollkommen absurden Geschichte gefallen, das ganz offensichtlich eine Hommage an den Klassiker "King Kong und die weiße Frau" darstellen soll. Zwar bekommt man es hier nicht mit einem Riesenaffen auf dem Empire State Building zu tun, doch wer den Film kennt, müsste die offensichtliche Anlehnung sofort erkennen.

Insgesamt gesehen ist es wohl nicht übertrieben, wenn man "Flesh Gordon" als echten Edel-Trash bezeichnet, dessen skurrile Genialität sich ganz sicher nur einer bestimmten Zielgruppe eröffnet. Wer eine ausgeprägte Vorliebe für den schlechten Geschmack sein Eigen nennt müsste von dieser Perle begeistert sein. Alle anderen werden eher die Nase rümpfen und dieses Trash-Meisterwerk als den totalen Schund abtun. Beide Meinungen sind durchaus nachvollziehbar, wobei ich persönlich mich zu den Leuten zähle, die dieses Juwel des schlechten Geschmacks absolut einzigartig und genial finden.


Fazit:


"Flesh Gordon" zählt auf jeden Fall zu den Filmen, die man nicht mit dem ansonsten üblichen Maßstab messen darf, denn in filmischer Hinsicht handelt es sich um absoluten Schund. Freunde vollkommen absurder Inszenierungen werden jedoch mit einer totalen Spaß-Granate konfrontiert, die das Zwerchfell ganzzeitig attackiert und kein Auge trocken lässt.


8/10 Trashpunkte

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