Follower

Freitag, 17. Februar 2012

Motor Home Massacre








Motor Home Massacre: The Road Ends Here
(Motor Home Massacre)
mit Shan Holleman, Nelson Bonilla, Justin Geer, Tanya Fraser, Breanne Ashley, Greg Corbett, Lane Morlotte, Diana Picallo, Nichole Crisp, West Cummings, Todd Herring, Sande McGehee, Jason Von Stein, Ted Ladue, Nicole Reed
Regie: Allen Wilbanks
Drehbuch: Allen Wilbanks
Kamera: Allen Wilbanks
Musik: Keine Informationen
Keine Jugendfreigabe
USA / 2005

Für sieben junge Freunde soll das Wochenende einfach eine große Party werden. Sie hüpfen in ihr Wohnmobil, stocken noch einmal die Biervorräte auf und los geht s. Der Weg führt sie in die Wälder, wo sie in einer abgeschiedenen und ruhigen Hütte einen drauf machen wollen: Sex, Bier und gute Laune. Was will man mehr? Überleben zum Beispiel. Denn die jungen Leute haben keine Ahnung, dass sie sich ins Jagdrevier eines irren Psychopathen begeben haben, der mit Nachtsichtgerät unterwegs ist und schon die Machete scharf macht, um Kopf von Körper zu trennen. Oder Schlimmeres, denn für die spaßsüchtigen Touristen wird diese Nacht zum Motor Home Massacre !


Das Positivste an diesem üblen Machwerk sollte man gleich zu Beginn erwähnen, es spielen einige hübsch anzusehende Damen mit. Das war es dann aber auch schon mit den positiven Eigenschaften eines Horrorfilms, der diese Bezeichnung allerdings nicht zu Unrecht trägt. Denn das Szenario, das ein Herr namens Allen Wilbanks dem Zuschauer hier mit seinem Regie-Debüt präsentiert, ist wahrlich der pure Horror. Allerdings bezieht sich das auf die Inszenierung an sich, denn diese ist so dermaßen schlecht geraten, das einem dabei die Haare zu Berge stehen. Es ist in der Regel schon kein sonderlich gutes Vorzeichen, wenn ein im Jahre 2005 erschienener Film erst 5 Jahre später auf DVD erscheint, deutet das doch zumeist darauf hin, das man keine große Qualität erwarten sollte. Was den Betrachter dann hier allerdings erwartet spottet jeder Beschreibung und ist an Dilettantismus-und Unvermögen nur sehr schwer zu überbieten. Man sieht dem Werk in jeder einzelnen Einstellung das niedrige Budget an, was ja an sich nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Doch in diesem Fall fehlt es dem Regisseur ganz offensichtlich am nötigen Talent, um aus den gegebenen Möglichkeiten dennoch einen interessanten Slasher zu kreieren.

Das Geschehen beinhaltet noch nicht einmal ein Fünkchen Spannung, von der nötigen Grundstimmung will ich erst gar nicht reden, da man diese auch vergeblich sucht. Nun wird in einigen Kritiken zu diesem Schund von gelungenen Gore-Effekten geredet die zudem noch in hohem Maße vorhanden sein sollen, doch ehrlich gesagt bekommt man lediglich ein wenig Blut zu sehen und die vorhandenen Effekte sind absolut grottenschlecht. Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, beinhaltet "Motor Home Massacre" seinen negativen Höhepunkt ganz eindeutig im agieren seiner sogenannten Darsteller, die man höchstwahrscheinlich erst kurz vor dem Dreh direkt von der nächsten Pommes-Bude her gecastet hat. Was sich hier an vollkommen talentfreien Zonen tummelt geht schon auf keine Kuhhaut mehr, denn wohl nicht ein einziger der Darsteller hat je eine Schauspielschule von innen gesehen, was man prinzipiell in jeder Szene eindrucksvoll betätigt bekommt.

Kommen wir nun zu einem weiteren Highlight des Filmes und das ist der von Wilbanks eingefügte Humor, der eigentlich überhaupt keiner ist. Man könnte zwar die hohlen Sprüche als pubertär-und albern bezeichnen, doch würde das der Sache in keiner Weise gerecht werden. Bei diesem Aspekt wird es nämlich schon richtig peinlich, zumal alles extrem gestellt-und aufgesetzt erscheint. Ebenso verhält es sich mit den hanebüchenen Verhaltens-und Handlungsweisen der Akteure, bei diesem Aspekt ist teilweise schon akutes Fremdschämen angesagt, denn hohler-und weltfremder kann es schon kaum zur Sache gehen. Hier wurde nun wirklich alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann und Allen Wilbanks muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das dieser Film zum größten Müll gehört, den man je vor die Augen bekommen hat. Man könnte das Werk ohne Probleme als extremen Trash bezeichnen, jedoch handelt es sich in diesem Fall dann um absolut üblen Trash der ganz schlechten Sorte. Das liegt allein schon in der Tatsache begründet, das hier ein ernsthafter Genre-Beitrag vorliegen soll. Die eingefügte Portion Humor wirkt allerdings in keiner Phase komisch, man kann noch nicht einmal von unfreiwilliger Komik sprechen.

"Motor Home Massacre" ist ganz einfach ein Film der übelsten Sorte, der bis auf einige hübsche Mädchen rein gar nichts zu bieten hat. Das Schauspiel ist unterirdisch, Spannung-und Atmosphäre sucht man absolut vergeblich. Die Geschichte an sich ist klotzhohl und zudem auch noch saumäßig schlecht in Szene gesetzt worden. Als absolute Krönung hat man dem Film dann auch noch eine deutsche Synchronisation verpasst die an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist, was aber absolut in das extrem schlechte Gesamtbild hineinpasst. Selten hat man einen solchen Mist gesehen, bei dem aber auch wirklich gar nichts zusammenpasst, so das ich nur vor diesem Film warnen kann, den man so schnell wie möglich aus seinem Gedächtnis streichen möchte.


Fazit:


Wer gern kostbare Lebenszeit verschwenden möchte, wird hier den absolut geeigneten Film finden. Allen anderen sei dringlichst von diesem Schund abzuraten, denn "Motot Home Massacre" ist noch nicht einmal den Silberling wert, auf den er gepresst wurde.


1/10

Keine Kommentare: