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Montag, 12. März 2012

Pelts








Pelts
(Masters of Horror)
mit Meat Loaf, John Saxon, Link Baker, Elise Lew, Shawn Hall, Sylvesta Stuart, Ellen Ewusie, Michal Suchanek, Brenda McDonald, Melissa Gonzalez, Darren E. Scott, Chuck Duffy, Kelvin Lum
Regie: Dario Argento
Drehbuch: Mick Garris / Matt Venne
Kamera: Attila Szalay
Musik: Claudio Simonetti
SPIO/JK
USA / 2005

Meat Loaf ist Jake Feldman, ein streitbarer Pelzhändler, der sich darum bemüht, ein bescheidenes Geschäft aufzubauen und dabei von seiner Leidenschaft für eine sexy Stripperin gepeinigt wird. Als ein sadistischer, hinterwäldlerischer Trapper eine Gruppe zahmer Waschbären tötet, ist Jake davon überzeugt, dass er aus ihren kostbaren Fellen den Mantel schneidern kann, der sein Schicksal für immer verändern wird. Dabei handelt es sich allerdings nicht um gewöhnliche Felle: Jeder, der mit den verwunschenen Pelzen in Kontakt kommt, wird zu unbeschreiblichen Selbstverstümmelungs- und extremen Gewaltakten getrieben. Auch wenn Jake nun das Fleisch besitzt, nach dem er sich so verzweifelt gesehnt hat – welchen grauenhaften Preis muss er für seine eigene Haut bezahlen?


Bei "Pelts" handelt es sich um eine der Episoden, die Dario Argento uir Masters of Horror-Reihe beigetragen hat und diese Folge hat es nun wirklich in sich. Ich möchte den Film sogar als einen der härtesten Beiträge bezeichnen, was in dieser ungeschnittenen Version erst so richtig zum Ausdruck kommt. Man kann aufgrund der vorhandenen Gewaltdarstellungen sogar durchaus nachvollziehen, das Argentos Film zur damaligen Zeit bei uns lediglich in der geschnittenen Version erschienen ist, beinhaltet die Geschichte doch einige richtig derbe Splatter/Gore Einlagen, die für Freunde der härteren Gangart einen absoluten Leckerbissen darstellen dürften. Doch es sind längst nicht nur die härteren Passagen die diesen Film absolut sehenswert machen, denn allein schon die Story an sich beinhaltet etwas Mysteriöses in sich, das den Zuschauer von der ersten Minute an in seinen Bann zieht.

Die dabei entstehende Bedrohung ist zu keiner Zeit wirklich greifbar, was die geheimnisvolle Note des Geschehens nur noch zusätzlich hervorhebt und so ganzzeitig für ein äußerst spannendes Filmerlebnis sorgt. Neben dem hohen Härtegrad ist es sicherlich der Charakter des Pelzhändlers Feldman, der dieser Geschichte seinen Stempel aufdrückt, mit dem bekannten Sänger Meat Loaf hat man dabei eine absolut perfekte Besetzung gefunden. Der schmierige Charakter scheint ihm wie auf den Leib geschneidert, so das er hier mit einer glänzenden Performance aufwarten kann, die einen mehr als authentischen Eindruck beim Zuschauer hinterlässt. Als schmierig-und siffig kann man auch getrost die vorherrschende Atmosphäre des Szenarios bezeichnen, das größtenteils sehr bedrohliche Züge erkennen lässt.

Nachdem die Geschichte in den ersten paar Minuten noch eher ruhig beginnt, ändert sich das Ambiente fast schlagartig und wartet danach mit etlichen expliziten Gewaltdarstellungen auf, die man in dieser Anzahl nicht unbedingt erwarten konnte. Dabei verdichtet sich auch die Grundstimmung zusehends und die aufgebaute Spannung kann schon sehr an den Nerven des Zuschauers zerren. Der Grund für die mysteriösen Ereignisse wird dabei nie wirklich erklärt, jedoch kann man sich aufgrund des Geschehens ohne Probleme seinen Reim auf alles machen. Nachdem man schon die gesamte Laufzeit über mit vielen harten Szenen konfrontiert wird, läuft letztendlich alles auf einen brutalen Showdown hinaus, der erstklassig und richtig derbe in Szene gesetzt wurde. Und obwohl "Pelts" mit nicht gerade wenigen Highlights bestückt ist, darf man das gewählte Ende als unumstrittenen Höhepunkt ansehen.

Letztendlich handelt es sich meiner Meinung nach um eine der allerbesten Folgen der Masters of Horror-Reihe, die man sich allerdings wirklich nur in der ungeschnittenen Version anschauen sollte, um auch die enorme Intensität der kraftvollen Bilder spüren zu können. Dario Argento hat wirklich richtig gute Arbeit geleistet und somit einen absolut sehenswerten Beitrag abgeliefert, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte.


Fazit:


"Pelts" erzählt eine sehr geheimnisvolle Geschichte, die im Bezug auf den Härtegrad eine ganze Menge zu bieten hat. Aber auch ansonsten wird man mit einem Genre-Beitrag konfrontiert der sich jederzeit sehen lassen kann. So manch abendfüllender Horrorfilm kann sich hier eine dicke Scheibe abschneiden und das ist nicht nur auf die SFX zu beziehen.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 57 Minuten
Extras: Special Effects, Fleshing it out, Bellissima!, In the Spotlight - Cutting Edge


8/10

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