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Sonntag, 25. März 2012

Wrong Turn 4 - Bloody Beginnings








Wrong Turn 4
(Wrong Turn 4)
mit Sean Skene, Blane Cypurda, Dan Skene, Tristan Carlucci, Scott Johnson, Bryan Verot, Jennifer Pudavick, Tenika Davis, Kaitlyn Wong, Terra Vnesa, Victor Zinck Jr., Dean Armstrong, Ali Tataryn, Samantha Kendrick, Ame MacPherson
Regie: Declan O'Brien
Drehbuch: Declan O'Brien
Kamera: Michael Marshall
Musik: Claude Foisy
Ungeprüft
USA / Deutschland / 2011

Vor Jahren kam es in einer entlegenen Klinik in Virginia zu schrecklichen Ereignissen. Einige Patienten rebellierten und richteten dort ein unfassbares Blutbad an. Seitdem wagte niemand, je wieder einen Fuß auf das Gelände zu setzen. Keine 20 Jahre später startet eine Gruppe junger Leute zu einem feucht-fröhlichen Skiausflug in die verschneiten Wälder. Als sie von einem heftigen Blizzard überrascht werden, verirren sie sich ausgerechnet in die berüchtigte Klinik. Nicht ahnend, dass sie bereits von Weitem von menschenähnlichen Kreaturen gewittert


Der mittlerweile vierte Teil der "Wrong Turn-Reihe" lässt von Beginn an die Handschrift von Declan O'Brien erkennen, der auch schon beim Vorgänger für die Regie verantwortlich zeichnete. Und so kann man sich bestimmt denken das man es nicht unbedingt mit einer tiefsinnigen Geschichte zu tun bekommt, denn wie schon in Teil 3 ist die Story im Prinzip eine leicht ausgedünnte Rahmenhandlung ohne viel Substanz. Dafür wird der geneigte Gorehound einmal mehr mit jeder Menge blutigen und harten Passagen verwöhnt, die allerdings nur in der ungeschnittenen Version des Filmes zu begutachten sind. Doch auch wenn die Story nicht sonderlich viel hergibt, kann man das Werk allein schon wegen des Arbeitstitels "Bloody Beginnings" als eine Art Prequel ansehen, auch wenn die einzelnen Filme der Reihe in sich abgeschlossen sind und ansonsten keinerlei Bezug zueinander aufweisen.

"Wrong Turn 4" bedient so ziemlich sämtliche Klischees die man sich nur vorstellen kann und so sind natürlich die handelsüblichen Jugendlichen mit an Bord, die allesamt anscheinend einem Mode-Journal entsprungen sind. Einer hübscher als der andere übertrumpfen sich die Akteure förmlich in unlogischen Handlungsweisen, was bei Filmen dieser Art allerdings das Salz in der Suppe darstellt, damit man sich als Zuschauer so herrlich darüber aufregen kann. Trotz der Vorhersehbarkeit der Ereignisse wartet der Film mit einem recht konstanten Spannungsaufbau auf und entfacht in der ehemaligen Irrenanstalt auch eine herrlich bedrohliche Grundstimmung, denn die Location sorgt doch für den ein oder anderen Gänsehaut-Moment. Die teils düstere-und siffige Optik verstärkt die Intensität der Ereignisse, die zudem streckenweise extrem hart in Szene gesetzt wurden.

Das äußert sich schon in der Anfangs-Sequenz des Filmes, die zeitlich gesehen im Jahre 1974 spielt und die Klinik noch in Betrieb ist. Hier wird man Zeuge einer Vierteilung, bei der die Kamera wirklich voll drauf hält und alles zeigt. Bei der Ansicht dieser Szene bekommt man selbst vor dem heimischen Bildschirm dezente Gelenkschmerzen und fühlt sich nicht ganz wohl in seiner Haut. Ganz generell hat Declan O'Brien hier das Hauptaugenmerk auf den Härtegrad gelegt, was einem in der Folge mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird. Geschickt werden so inhaltliche Schwächen des Werkes kaschiert, über die man als Freund der härteren Gangart aber auch gern hinwegschaut. Im darstellerischen Bereich sollten keinerlei Wunderdinge erwartet werden, jedoch ist das an den Tag gelegte Schauspiel für einen Film dieser Art jederzeit vollkommen ausreichend. Vor allem für den männlichen Betrachter werden auch einige optische Highlights gesetzt, denn gerade die anwesenden Damen der Schöpfung können sich mehr als nur sehen lassen. Das hilft ihnen aber auch nicht dabei, sich vor der Tötung durch die Rednecks in Sicherheit zu bringen, denn nach dem guten alten Prinzip der "10 kleinen Negerlein" wird die Personenzahl der Teenager schneller dezimiert, als es ihnen lieb sein kann.

Letztendlich ist "Wrong Turn 4" sicherlich keine filmische Offenbarung und beinhaltet auch inhaltlich ziemlich wenig Substanz. Doch im Bezug auf den Unterhaltungswert gibt es rein gar nichts zu beanstanden, ein äußerst ansehnlicher Härte-Anteil tut sein Übriges um den geneigten Fan zufrieden zu stellen. Ein handelsüblicher Backwood-Slasher mit viel Blut und sehenswerten SFX ist manchmal vollkommen ausreichend, um zu einem guten Gesamteindruck zu gelangen. Wer jedoch auch im Bezug auf die vorhandene Geschichte etwas höhere Ansprüche stellt, wird in vorliegendem Fall eher enttäuscht sein. Mehr als eine klischeebeladene Rahmenhandlung ist nicht drin, aufgrund anderer Stärken kann so manch einer aber sicher großzügig darüber hinwegschauen.


Fazit:


Das Original "Wrong Turn" ist immer noch der beste Film der gesamten Reihe, denn dort überzeugt das Gesamtpaket in allen Belangen. Danach begann dann die Story jeweils in den Hintergrund zu rücken und man hat den Focus auf Härte-und explizite Gewaltdarstellungen gelegt. Teil 4 macht hier keine Ausnahme und führt diese Tradition fort, was vielen Zuschauern ein Dorn im Auge ist, andere jedoch in Begeisterung versetzt. Je nach Sichtweise und Erwartungshaltung wird auch dieser Film die Meinungen spalten und für angeregte Diskussionen sorgen.


7/10

1 Kommentar:

horrormaniac hat gesagt…

man sollte auch nicht ais dem augen verlieren das sich die entstwhung von der aus teil 2 ändert.
in zweiten waren es giftige abwässer.
ansonsten anständiger film der umlängen besser ist als der für mich enttäuschende teil 3