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Samstag, 21. April 2012

Shark Night 3D









Shark Night 3D
(Shark Night 3D)
mit Sara Paxton, Dustin Milligan, Chris Carmack, Katharine McPhee, Joel David Moore, Donal Logue, Joshua Leonard, Sinqua Walls, Alyssa Diaz, Chris Zylka, Jimmy Lee Jr., Damon Lipari, Christine Bently Quinn, Kelly Sry, Tyler Bryan
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: Will Hayes / Jesse Studenberg
Kamera: Gary Capo
Musik: Graeme Revell
FSK 16
USA / 2011

Wildes Flirten, hemmungsloses Feiern und jede Menge Fun: Für Sara und ihre College-Freunde soll es das ultimative Party-Sommerwochenende im Ferienhaus ihrer Eltern auf einer kleinen Insel im Morris Salzwassersee, Louisiana werden. Die Stimmung ist ausgelassen, der See lockt und die Freunde stürzen sich mit ihren Wake-Boards ins Wasser. Doch die Partylaune sinkt schnell, als College-Footballstar Malik (Sinqua Walls) bei einem seiner übermütigen Stunts stürzt und wenig später an Land taumelt - mit einem abgerissenen Arm. Unter Schock machen sich die Freunde in einem kleinen Motorboot auf den Weg zum Krankenhaus Richtung Festland. Erst auf dem See wird ihnen klar: Es war kein Unfall. Unter ihnen lauert das Grauen. Im Wasser wimmelt es von monströsen, mordlustigen Haien, die sie in Sekundenschnelle in Stücke reißen werden. Was als perfider Racheplan einheimischer Jugendlicher rund um Saras Ex-Freund begonnen hat, wird für die Clique zum verzweifelten Kampf


Ich bin ehrlich gesagt sehr erstaunt darüber, das dieser Vertreter des Tierhorros größtenteils gnadenlos schlecht bewertet wird. Handelt es sich doch endlich einmal wieder um einen zumindest ernstzunehmenden Hai-Film, was bei den in letzter Zeit erschienenen Trash-Produktionen wie beispielsweise "Sharktopus" eine willkommene Abwechslung bietet. Natürlich erfindet vorliegender Film das Rad nicht neu und auch die Geschichte bietet nicht unbedingt Innovation, doch dafür handelt es sich endlich einmal wieder um einen Story-Plot, der so etwas wie Spannung und Atmosphäre aufkommen lässt. Es ist zwar immer wieder sehr unterhaltsam, wenn man sich die in letzter Zeit zu Hauf erschienenen Creature-Features anzuschauen, die hauptsächlich durch ihren teils unfreiwilligen Humor für ständige Attacken auf die Lachmuskeln sorgen, doch ein ernstzunehmender-und bedrohlicher Genre-Vertreter kam schon lange nicht mehr auf den Markt.

Und genau das bekommt man hier endlich wieder einmal geboten, zudem verfügt der Film über eine temporeiche Erzählstruktur und auch die vorhandenen Effekte sind weitaus besser gelungen als in diversen Billig-Produktionen der letzten Zeit. Im Bezug auf den Härtegrad hält sich "Shark Night" allerdings vornehm zurück, die meisten Szenen sind nur ansatzweise zu sehen und wirklich harte-oder bluttriefende Passagen treten nicht in Erscheinung. Das ist aber auch gar nicht weiter schlimm, denn ist es doch vielmehr die recht spannende Story, die einen in ihren Bann zieht.

Im darstellerischen Bereich gibt es nichts Neues zu vermelden, es handelt sich um die handelsüblichen Jugendlichen die selbstverständlich durch ein ansprechendes Äußeres ins Auge fallen. Das man hier keine ausführlichen Charakter-Zeichnungen geboten bekommt ist dabei nicht sonderlich überraschend und so muss man sich mit einer eher oberflächlichen Darstellung der einzelnen Figuren zufrieden geben. Das Schauspiel ist generell als solide zu bezeichnen, es spielt sich niemand sonderlich in den Vordergrund, es gibt allerdings auch keine negativen Rausreisser nach unten. David R. Ellis (Final Destination 2 & 4) stellt in seinem Film ganz eindeutig den Unterhaltungswert in den Vordergrund und verzichtet dabei anscheinend vollkommen bewusst auf eine substanziell tiefer gehende Geschichte. Ehrlich gesagt erscheint dieser Aspekt aber auch nicht wirklich störend, fällt das Geschehen dafür doch äußerst atmosphärisch aus und bietet zudem endlich einmal wieder einen spannenden Creature-Film, auf den Fans des Sub-Genres doch ziemlich lange warten mussten.

Letztendlich ist "Shark Night" ganz sicher kein Meisterwerk, bietet aber immerhin eine nette Story, die auch stellenweise bedrohliche Züge erkennen lässt. Ein solide agierendes Darsteller-Ensemble und eine gelungene Grundstimmung ergeben im Endeffekt einen gelungenen Film, der meiner persönlichen Meinung nach ziemlich stark unterschätzt wird und vollkommen zu Unrecht fast nur negative Kritiken erhält.


Fazit:


Es ist schon erstaunlich , das offensichtliche Trash-Produktionen größtenteils weitaus bessere Bewertungen erhalten, als es bei diesem Genre-Vertreter der Fall ist. Ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und kann "Shark Night" auf jeden Fall weiterempfehlen.


7/10

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