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Freitag, 29. Juni 2012

Naked Fear 3









Naked Fear 3
(From the Shadows)
mit Kal Bennett, Britt George, Brennan Taylor, Sheila Cavalette, Steve Filice, Noel Olken, Erika Lenhart, Mallory Bankers, Lauren Cornell, Kayla Girling, Renee Weltzien, Kyle Silverstein, Serena Porter, Catherine King
Regie: Scott C. Robert
Drehbuch: Scott C. Robert
Kamera: Keine Information
Musik: Carlos Vivas
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Terris Leben könnte nicht perfekter sein. Sie lebt mit ihrem Freund Shayne zusammen und zu ihrem großen Glück gewinnt sie dann auch noch den Lotto-Jackpot. In der darauffolgenden Nacht wacht Terri plötzlich auf, und findet sich hilflos an einen Stuhl gekettet in einem dunklen Kerker wieder. Ihr Kidnapper durchsucht sie nach dem Lottoschein, aber Terri will nicht verraten, wo sie ihn versteckt hat. Ihr Peiniger ist ein brutaler Arzt, dem wegen seiner gefährlichen Experimente am offenen Gehirn die Zulassung entzogen wurde. Der Fanatiker benutzt Terri als Testperson für seine neu entwickelte Datenraub-Droge. Die Droge quält sie mit schrecklichen übernatürlichen Visionen. Da überkommt Terri ein schrecklicher Verdacht, dass ihr Freund Shane hinter ihrem Lottoticket her sein könnte. Aber diese schreckliche Vermutung ist nur der Anfang eines nicht enden wollenden Alptraums...


Ob es ein glücklicher Umstand ist mit seinem Regie-Debüt in der "Naked Fear-Reihe" zu starten muss jeder für sich selbst beurteilen, doch haben die beiden Vorgänger nicht gerade sehenswerte Filmkost geboten. Und auch Scott C. Robert ist es nicht gelungen, mit seinem Erstling höher gesteckte Erwartungen zu erfüllen, denn viel zu verworren offenbart sich dem Zuschauer ein Szenario, das erst ganz am Ende die zuvor fehlenden Erklärungen liefert, um wenigstens einen einigermaßen zufiedenstellenden Eindruck zu hinterlassen, der einen nicht mit etlichen offenen Fragen zurücklässt. Bis dahin jedoch ist es ein ziemlich langer Weg, der vom Betrachter eine Menge Geduld und Hartnäckigkeit einfordert, ist es doch phasenweise äußerst anstrengend, die teils wirren Bilder richtig zu deuten und dabei die nötigen Zusammenhänge zu erkennen.

Ganz offensichtlich wollte Robert seinem Werk durch die ungewöhnliche Erzählweise wohl etwas besonders Innovatives verleihen, hat sich jedoch im Endeffekt in einem verwirrenden Bilderrausch verzettelt, dessen Schleier sich nur selten etwas lüftet und einem dadurch die Möglichkeit gestattet, sich einen Reim auf das streckenweise bizarre Geschehen zu machen. Das fängt schon gleich in den ersten Einstellungen dieser sonderbaren Story an, denn sieht man die Hauptfigur Terri in den ersten Szenen noch fröhlich mit ihrem Freund Shane im Auto durch die Gegend fahren, so findet man sich ohne Vorwarnung auf einmal in einer einsamen Hütte, wo Terri sich in der Gewalt eines gefährlichen Psychophaten befindet. Im Prinzip dreht sich alles um den ominösen Lottoschein, der die junge Frau zur Millionärin gemacht hat und den ihr Peiniger nun von ihr einfordert. Man muss diese Situation gezwungenermaßen so hinnehmen und sollte auch nicht nach einer Erklärung dafür suchen, woher der Täter überhaupt die Informationen hat. Diese Frage und noch viele andere mehr werden wirklich erst in letzter Sekunde geklärt, so das man sich "Naked Fear" wirklich bis zum Ende anschauen muss.

Durch den Einsatz einer Droge soll der guten Terri nun der Aufenthaltsort des Scheines entlockt werden, wobei sich diese Methode vor allem für den Betrachter als sehr anstrengend herausstellt. Einerseits bekommt man nun nämlich in etlichen eingefügten Flashbacks Bruchstücke der Vergangenheit zu sehen und wird andererseits mit komischen Halluzinationen der Hauptdarstellerin konfrontiert, die größtenteils keinerlei Sinn ergeben. Nicht weiter verwunderlich also, das sich sehr rasch dezente Ermüdungserscheinungen einstellen können, denn dieser scheinbar als innovativ gemeinte Einfluss surrealer Elemente verwässert die von Haus aus schon nicht gerade inhaltsvolle Story noch mehr und wertet sie nicht unbedingt auf. Das größte Manko ist jedoch die mangelnde Spannung des Geschehens, will sich doch in keiner Phase ein wirklich konstanter Spannungsbogen aufbauen. Die Foltermethoden des Peinigers entpuppen sich als wenig einfallsreich und beinhalten auch kaum einen bemerkenswerten Härtegrad. Doch selbst dieser hätte das Gesamtbild nicht wirklich retten können, sondern lediglich die eingefleischten Gorehounds bedingt zufriedengestellt.

Alles zusammengenommen ist auch dieser dritte Teil der Reihe maximal im unteren Durchschnittsbereich anzusiedeln und bietet einfach viel zu wenig, um von einem gelungenem Film sprechen zu können. Ein Indiz dafür sind auch die eher mäßigen Darbietungen der Schauspieler, bei denen es sich nicht gerade um die nächsten Oscar-Anwärter handelt. Lediglich die Tatsache, das man ganz am Ende noch eine Antwort auf unzählige offene Fragen bekommt, rettet das Werk davor, zu einem vollkommenen Rohrkrepierer zu mutieren. Hier liegt ehrlich gesagt auch der einzige Reiz sich den Film bis zum Ende anzuschauen, will man sich doch nicht mit etlichen Fragezeichen einem besseren filmischen Werk hingeben, das weitaus mehr Kurzweil und Klasse beinhaltet.


Fazit:


Obwohl ich nach den beiden enttäuschenden Vorgängern schon im Vorfeld mit recht bescheidenen Erwartungen an diesen Film herangegangen bin, wurden diese immer noch unterboten. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, das selbst dieses wirre Werk seine Fan-Gemeinde finden wird. Mich jedoch konnte "Naked Fear 3" leider nicht überzeugen, so das eine Empfehlung lediglich an Vielseher und ganz Hartgesottene ausgesprochen werden kann.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Spanisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 87 Minuten
Extras: Trailer


3,5/10

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