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Mittwoch, 20. Juni 2012

Super Shark









Super Shark
(Super Shark)
mit John Schneider, Sarah Lieving, Tim Abell, Jerry Lacy, Ted Monte, Catherine Annette, Sarah Belger, Harmony Blossom, Ashley Carr, Trish Cook, Rick Cramer, John L. Curtis, Ben Deschaine, Erica Duke
Regie: Fred Olen Ray
Drehbuch: Fred Olen Ray
Kamera: Ben Demaree
Musik: Jeffrey Walton
FSK 16
USA / 2011

Durch einen Unfall bei einer Ölbohrung nahe der Küste kann sich ein gigantischer prähistorischer Riesenhai befreien und frisst sich hungrig durch die schwimmenden Badegäste des nahegelegenen Strandes. Die hübsche Marine Biologin Kat Carmichael reist sofort an den Tatort. Doch Ölmagnat Roger Wade (John Schneider aus Smallville) stellt sich ihr in den Weg um seine nicht ganz sauberen Geschäfte zu schützen. Der Hai ist mittlwerweile mutiert und kann nun sogar auf Land sich fortbewegen. Mit der Hilfe des Disc Jockeys Dynamite Stevens (Soul-Legende Jimmy JJ Walker) trotzt Kat dem zwielichten Wade und muss einen Weg finden um das Monster zu besiegen.


Fred Olen Ray besitzt ja in diversen Fan-Kreisen durchaus einen gewissen Kult-Status, der jedoch als äußerst zweifelhaft angesehen werden kann. Hat er diesen doch durch "Meisterwerke" wie beispielsweise "Hollywood Chainsaw Hookers" oder auch "Bikini Chain Gang" erreicht. Wenn man diese Titel aus der Filmografie des Vielfilmers hört, denkt man nicht gerade an die echte Filmkunst, sondern vielmehr an Werke, die im absoluten Trash-Bereich anzusiedeln sind. Allein schon aufgrund dieser Tatsache dürfte es klar sein, welche Art von Tier-Horror hier auf einen zukommt und "Super Shark" erfüllt dann auch wirklich die schlimmsten Vorahnungen. Nun sind ja gerade in letzter Zeit etliche Vertreter dieses Genres auf den Markt gekommen die immer wieder mit den herrlichsten Titeln a la "Sharktopus" oder "Megashark gegen Crocosaurus" aufwaretn und alle in eine Richtung zielen, nämlich den Zuschauer mit möglichst wenig Handlung und hanebüchenen Szenarien zu konfrontieren. Hier wird jedoch noch einmal eine erhebliche Steigerung geboten, denn vorliegende Geschichte ist so an den Haaren herbeigezogen und zudem extrem schlecht in Szene gesetzt worden, das einem vor Schreck fast die Haare ausfallen wollen.

In über 30 Jahren Regie-Arbeit ist es Ray bis zum heutigen Tage noch nicht gelungen, sein scheinbar äußerst bescheidenes Talent auch nur annähernd zu verbessern. Dieser Punkt wird schon mit der Eingangs-Sequenz dieses üblen Machwerkes eindrücklich untermauert, kommt es doch gleich zur ersten Konfrontation mit einem gigantischen Superhai, dessen Anblick man kaum glauben möchte. Wer an dieser Stelle der Meinung ist das es gar nicht mehr schlimmer werden kann, muss sich im Laufe dieses grotesken Filmes schnell eines Besseren belehren lassen. Nicht nur die Ansicht des Killers ist an Künstlichkeit kaum zu überbieten, sein Schöpfer hat den mordenden Fisch scheinbar auch noch mit diversen Superkräften ausgestattet. So ist das Viech beispielsweise dazu in der Lage mit fast spielerischer Leichtigkeit ein U-Boot zu zerstören und wem diese außergewöhnliche Demonstration an Stärke noch nicht ausreichend erscheint erscheint, wird im weiteren Verlauf auch noch mit den Flugkünsten des Meeres-Kollers konfrontiert.

Ob man es nun glauben will oder nicht, unser niedlicher Titelheld ist nämlich sehr wohl dazu in der Lage, meterhoch aus dem Wasser hinaufzusteigen und dabei mal so ganz nebenbei einen Düsen-Jet vom Himmel zu holen. Im Normalfall würde man solche Passagen eventuell sogar als extrem unterhaltsam ansehen, doch in vorliegendem Fall ist es lediglich ein Ausdruck für die eigentlich gänzlich fehlende Klasse eines Filmes, der an abstrusem Blödsinn kaum mehr zu toppen ist. Teilweise entsteht sogar der Eindruck, das an gewissen Stellen mit einer Art Spielzeug gearbeitet wurde, in diesem Bezug sollte man unbedingt auf die Szenen am Strand aufpassen, in denen dem Ungetüm mit einer Art Panzer auf die Pelle gerückt wird, der nun wirklich jeder weiteren Beschreibung spottet. Im Prinzip trifft dies aber leider auf den gesamten Film zu, denn hier gibt es absolut keine Dinge, die man in irgendeiner Art und Weise als positiv bezeichnen könnte. Vielleicht sollte man jedoch den Abspann dann doch noch positiv hervorheben, beendet dieser doch gut 80 Minuten purer Langeweile, was dem Werk auf jeden Fall in die Kategorie des übelsten Trash-Films einordnet.

Selbst für eingefleischte Fans des schlechten Geschmackes dürfte "Super Shark" eine absolute Herausforderung darstellen, da diese Geschichte alles beinhaltet, was man in einem Film nun gar nicht sehen möchte. Dabei ist es vollkommen egal, ob man von den jederzeit austauschbaren-und sehr schlecht agierenden Schauspielern spricht, oder sich über die miesen CGI-Effekte aufregt, die diese Bezeichnung eigentlich noch nicht einmal verdient haben. Selbst Trash-Fans haben ihre Schmerzgrenze die Fred Olen Ray mit diesem Film ganz eindeutig erreicht hat, beinhaltet das Werk doch noch nicht einmal einen gewissen Unterhaltungswert, der ihn auch nur für irgendjemanden interessant machen könnte. Hier wird ganz einfach extrem schlechte-und vollkommen überflüssige Kost serviert, an der man sich unglaublich schnell den Magen verderben kann. Vielleicht sollte der gute mann endlich einmal einsehen, das seine Stärken sicherlich nicht im Regie-Bereich zu finden sind, doch wer 3 Jahrzehnte lang nur Müll präsentiert, ist wohl ohne Weiteres als lernresistent zu bezeichnen und wird den Zuschauer auch in Zukunft mit sinnbefreitem Filmmüll zuschütten.


Fazit:


Selbst wenn man mit den niedrigsten Erwartungen an diesen Film herangeht, werden diese noch stark unterboten. Es ist größtenteils schon eine echte Quälerei, sich ganzzeitig durch diesen abstrusen Film hindurchzukämpfen, der wirklich absolut gar nichts bietet, an dem man sich auch nur ansatzweise erfreuen konnte. Eigentlich war ich immer der Meinung das ich schon den übelsten Trash gesehen hätte, doch Mr. Ray hat mich hier eines Besseren belehrt.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS 5.1, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1 (16:9)
Laufzeit: 82 Minuten
Extras: Trailer


1/10

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